"Arisierung" und "Wiedergutmachung" anhand eines jüdischen Viehhändlers und Metzgers


Hausarbeit (Hauptseminar), 2021

23 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Die jüdische Gemeinde in Jöhlingen bis

2. Berufspraktiken jüdischer Viehhandler und Metzger in Süddeutschland bis

3. >Arisierung< und >Wiedergutmachung< am Beispiel von Seligmann Klein aus Jöhlingen
3.1. >Arisierung< und >Wiedergutmachung< - zwei umstrittene Begriffe
3.2. Die Verdrangung Seligmann Kleins und dessen Gewerbes aus Jöhlingen (1933-1940)
3.3. Der lange Weg zur >Wiedergutmachung< - das Entschadigungsverfahren des Ehepaars Klein (1950-1959)

Fazit

Quellenverzeichnis

Literaturverzeichnis

Einleitung

Ich Seligmann Klein bin Bürger der Ortsgemeinde Jöhlingen. Als solcher habe ich bis zum Jahre 1933 iahrlich zwei Ster Holz und 50 Wellen erhalten. Seit 1933 also habe ich weder Holz noch irgendeine Entschadigung bekommen. Ich melde dies hiermit an zur Wiedergutmachung und Schadensersatz. Was ich verlange, ist eine gerechte Forderung. [.] Am 22. Oktober 1940 wurden wir deportiert in das K.Z. Lager Gurs an der spani- schen Grenze. Dass wir seither in Frankreich wohnen ist doch nicht unsere Schuld, son- dern wir wurden deportiert.1

Mit diesen Worten beginnt der erstmalige Wiedergutmachungsantrag des Jöhlinger Viehhandlers und Metzgers Seligmann Klein, welcher am 30. Marz 1950 beim Amtsge- richt Karlsruhe einging. Fünf Jahre nach Kriegsende steht dieser beispielhaft für die zahl- reichen Ersuchen, welche viele Opfer des sogenannten >Dritten Reiches< an dessen Rechtsnachfolger, die Bundesrepublik Deutschland, herantrugen. In Folge der systemati- schen Ausgrenzung der iüdischen Bevölkerung aus dem wirtschaftlichen und dem gesell- schaftlichen Leben durch die Nationalsozialisten, welche Lothar FRICK und Sibylle THE- LEN als »die wohl umfassendste Raubaktion in der neueren Geschichte Europas« bezeich- nen,2 tat sich die noch junge >Bonner Republik< sichtlich schwer mit der gewaltigen Auf- gabe, das widerfahrene Unrecht >wiedergutzumachen<.

Die geschichtswissenschaftliche Forschung hat ihren Fokus lange Jahre zunachst auf die Aufarbeitung des Kriegsgeschehens und der grauenhaften Kriegsverbrechen der De- portationen und der physischen Vernichtung der europaischen Juden in den Konzentrati- onslagern gerichtet. Die Prozesse der >Arisierung<, also der wirtschaftlichen Enteignung der jüdischen Bevölkerung, rückten erst in den 1990er Jahren in das Blickfeld der Histo- riker:innen.3 Es folgten wegweisende Beitrage - v.a. in der jüngeren Vergangenheit -, die die lokalen und regionalen Ereignisse in einen strukturellen Gesamtkontext einbette- ten und so erfolgreich zeigten, wie eng die Zusammenhange zwischen Parteidoktrin und dem Handeln einzelner Akteure waren.4

Auch die Erforschung der >Wiedergutmachung< nationalsozialistischer Verbrechen erfuhr erst spat in der Geschichtswissenschaft ihre Aufmerksamkeit. Ein GroBteil der ein- schlagigen Publikationen datiert daher auf die 2000er Jahre.5 In erster Linie liegt das v.a. daran, dass zahlreiche Dokumente, die zur ErschlieBung dieses Forschungsfeldes not- wendig waren, in ministerialen und behördlichen Archiven lagerten.6 Inzwischen sind zahlreiche dieser Archivalien öffentlich zuganglich. So auch die Fallakten zu Seligmann Klein im Generallandesarchiv Karlsruhe, die zum einen aus Dokumenten zur >Arisierung< (eingelagert mit anderen Fallakten auf 9,5 laufenden Metern Mikrofilm),7 zum anderen aus 230 Seiten Korrespondenz im >Wiedergutmachungs<-Verfahren des Ehepaars Klein bestehen.8

Ziel dieser Arbeit soll sein, anhand der genannten Fallakte Erkenntnisse darüber zu gewinnen, wie sowohl die >Arisierung< eines jüdischen Gewerbetreibenden wahrend der nationalsozialistischen Diktatur als auch der Prozess der >Wiedergutmachung< in der frü- hen Bundesrepublik vonstattengingen. Wie konnten jüdische Nachbarn in einer dörfli- chen Gemeinschaft so schnell aus dem gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben ge- drangt werden? Weswegen dauerte das Verfahren zur >Wiedergutmachung< nach dem Ende des nationalsozialistischen Regimes so lange?

Um ein besseres Verstandnis für die Ausgangssituation der Familie Klein im badi- schen Jöhlingen nach der sogenannten >Machtergreifung< zu bekommen, soll zunachst die Geschichte der jüdischen Gemeinde im Ort kurz dargestellt werden,9 bevor daran an- schlieBend die Berufspraktiken jüdischer Viehhandler und Metzger betrachtet werden sollen.10 Den Hauptteil der Arbeit stellt die Analyse der Fallakte Seligmann Klein dar.

Zunachst gilt es, die beiden Begriffe >Arisierung< und >Wiedergutmachung< auf ihre Ety­mologie und Problematik hin zu definieren. In den beiden nachsten Kapiteln sollen dann die Verdrangung Seligmann Kleins aus dem wirtschaftlichen Leben Jöhlingens und der langwierige Rechtsstreit mit der >Wiedergutmachungsbehörde< nachgezeichnet werden. AbschlieBend sollen die Ergebnisse unter Berücksichtigung der oben genannten Frage- stellungen zusammengetragen werden.

1. Die jüdische Gemeinde in Jöhlingen bis 1933

Für das bis 1803 zum Hochstift Speyer gehörende Jöhlingen wird eine eigene jüdi- sche Gemeinde erstmalig im Januar 1650, nach Ende des DreiBigjahrigen Krieges, er- wahnt. Gegen ein Schutzgeld in Höhe von jahrlich zehn Goldgulden gewahrte man ihnen das Recht, sich dort niederzulassen. Früher belegte Geschafte zwischen Einwohnern der Gemeinde und jüdischen Handlern bezogen sich dagegen wahrscheinlich auf auswartige Juden, die nicht ortsansassig waren.11 12 Der erwahnte Handel, vornehmlich mit Vieh und anderem Agrargut, stellte die Lebensgrundlage der neuen Einwohner dar, wonach sich Seligmann Klein noch in den 1940er Jahren in der Tradition seiner Vorfahren betatigte.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Die demografische Entwicklung der jüdi- schen Gemeinde in Jöhlingen lasst sich im Prinzip in zwei Phasen unterteilen: lag die An- zahl der in der Gemeinde ansassigen Juden 1732 noch bei zwei Familien mit insgesamt 14 Personen (1,5% der Gesamtbevölkerung), so versechsfachte sich deren Zahl binnen eines Jahrhunderts auf 85 Einwohner jüdischen Glaubens (4,1%). Trotz der schweren antise- mitischen Übergriffe von Seiten der katholi- schen Bevölkerung im Zuge der Revolution von 1848 und der kurzzeitigen zwanghaften Entrechtung entschlossen sich die Jöhlinger Juden nach der Wiederherstellung der vorre- volutionaren Verhaltnisse dazu, in der Gemeinde wohnhaft zu bleiben.

Die vermeintliche Entspannung im Verhaltnis der beiden religiösen Einwohnergrup- pen hin zu einer friedlichen Koexistenz zeigt sich auch in der Einwohnerstatistik: bis kurz nach der Gründung des Deutschen Reiches 1871 stieg die Anzahl jüdischer Einwohner in Jöhlingen auf 99 Personen an (4,4%). Auch institutionell und architektonisch manifes- tierte sich die Prasenz der jüdischen Gemeinde im Ort. Neben der bereits vor 1802 errich- teten Synagoge, welche 1827 dem Rabbinatsbezirk Bretten zugeteilt wurde,13 unterhielt sie auBerdem ein rituelles Bad, eine jüdische Volksschule, für die eigens von auBerhalb Lehrer angeworben wurden, sowie einen abseits der eigentlichen Ortschaft gelegenen jü- dischen Friedhof.14

Trotz ihres Prosperierens setzte mit der Jahrhundertwende der demografische Rück- gang in der jüdischen Gemeinde ein, wahrend die Zahl der nicht-jüdischen Einwohner in Jöhlingen stetig wuchs. Betrug 1900 die Anzahl der Juden noch 66 Personen (2,8%), wa­ren es zehn Jahre spater bereits 20 weniger (1,8%).15 Im Jahr der sogenannten >Machter- greifung< 1933 belief sich die Zahl auf gerade einmal noch 15 Einwohner jüdischen Glau- bens, unter ihnen auch Seligmann Klein und seine Familie. Welche Gründe diese Ent- wicklung im speziellen Fall Jöhlingen hatte und ob - wie Christhard Hoffmann es for- muliert - die »sozialen Beziehungen bereits vor 1933 durch den Antisemitismus beein- trachtigt wurden, lasst sich im nachherein nur schwer feststellen, da die Erinnerungen der Zeitzeugen diese Phase haufig im Lichte der spateren Ereignisse sehen und dadurch positiv oder negativ verzeichnen«.16

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tab. 2: Jüdische Betriebe in Jöhlingen 1933

Seligmann Klein, geboren am 17. Juni 1866, trat bereits 1924 neben seinem Glaubens- bruder Adolf Wagner und dem jüdischen Lehrer Isidor Kahn als Gemeindevorsteher in Er- scheinung - ein Amt, welches er nochmals 1932, dieses Mal zusammen mit Ludwig Metzger, innehatte. Beide, sowohl Klein als auch Metzger, unter- hielten 1933 jeweils einen Viehhandel im Dorf, zwei der insgesamt fünf Handelsbetriebe der jüdischen Gemeinde (vgl. Tab. 2). Bei der Betrachtung der vier überlieferten Adres­sen fallt auf, dass sich alle Betriebe in verkehrstechnisch günstiger Lage befanden - ein Umstand, der das Abwickeln der Geschafte sicherlich begünstigte, deren zentral gelege- nen Grundstücke jedoch mitunter Begehrlichkeiten geweckt haben mochten.

2. Berufspraktiken jüdischer Viehhandler und Metzger in Süd- deutschland bis 1933

Wie bereits am Beispiel Jöhlingen gesehen, stellten der Handel mit Vieh und in man- chem Fall dessen Weiterverarbeitung einen groBen Teil der Existenzsicherung jüdischer Familien in landlichen Regionen dar. Gerade das Schachten, also die rituelle Tötung von Tieren, war für die korrekte Religionsausübung in den jüdischen Landgemeinden essen- tiell, da die Auslegung der Speiseregeln hier noch sehr traditionell war.17 Jedoch verfüg- ten die jüdischen Metzger vor Ort nur in Ausnahmefallen selbst über ein entsprechendes Zertifikat, da die beiden Berufsgruppen des Metzgers und des >Schochet<, des Schachters, aus berufsethischen Gründen in der Regel getrennt wurden.18 Im Fall Jöhlingen ist es wahrscheinlich, dass wie in vielen anderen landlichen Gemeinden die »Lehrer oder Vor- sanger für das Schachten für Kleinvieh angestellt und extra dafür entlohnt« wurden. Was das Schachten von GroBvieh angeht, so »erforderte [dies] eine weitergehende Ausbildung und ein Zertifikat«.19 Dass der entsprechende >Schochet< in Jöhlingen ein solches Zerti- fikat besessen haben muss, zeigt die Tatsache, dass in Seligmann Kleins Metzgereibetrieb mehrmals im Jahr GroBvieh geschlachtet wurde. Das geht aus der eidesstattlichen AuBe- rung seines ehemaligen Mieters Karl Reichert vom 7. Marz 1953 hervor, wonach Klein »im Winter wöchentlich zwei bis drei GroBtiere« geschlachtet habe, wahrend es sich im Sommer um ein bis zwei Tiere gehandelt habe.20 Auch der Nachbar der Kleins, Karl Kengelbach, bestatigt diese alljahrlichen winterlichen Schlachtungen in seiner eidesstatt- lichen Aussage vom 4. Marz 1953.21 Doch die Metzgerei Klein richtete sich mit ihrem Angebot nicht ausschlieBlich an die jüdische Bevölkerung Jöhlingens. Im Gegenteil: wie in vielen kleineren Ortschaften stellte die jüdische Metzgerei für die lokale nicht-jüdische Bevölkerung die womöglich einzige Möglichkeit dar, im Ort Fleisch auBerhalb der Haus- schlachtung zu beziehen.22 Und so verwundert es nicht, dass in einer kleinen Gemeinde wie Jöhlingen der Fleischhandel Seligmann Kleins »florierte«,23 das »Ladengeschaft« sowohl nach den Aussagen Kengelbachs als auch Reicherts »lebhaft« war (übrigens au- Bern sich beide diesbezüglich mit dem exakt gleichen Wortlaut), auch oder gerade wegen der nicht-jüdischen Kundschaft. Diese war, so Reichert weiter, auch nach 1933 für eine gewisse Zeit der Metzgerei Klein treu.24

Neben der Metzgerei führte Seligmann Klein, wie bereits erwahnt, auch einen der beiden Viehhandelsbetriebe im Ort. Doch entgegen der spater von den Nationalsozialis- ten vielbeschworenen Aussage, der »Viehhandel sei fest in jüdischer Hand« gewesen, zeigte Stefanie FISCHER am Beispiel der Handlerlandschaft in Mittelfranken, dass jüdi- sche Viehhandler hier 1929/30 diesbezüglich gerade einmal ein Drittel (37,21%) aus- machten. Ihnen standen demnach weit mehr christliche Viehhandler (55,58%) gegenüber. Dennoch machten Juden in der Berufsgruppe der Viehhandler einen gröBeren Anteil aus, als es etwa bei anderen »typisch jüdischen« Berufen der Fall war: unter den Juristen wa­ren es bspw. 1925 in Bayern gerade einmal 13%, unter den Arzten sogar nur 4%.25 Frei- lich hangt das mit der demografischen Verteilung der jüdischen Bevölkerung zusammen: wahrend nichtjüdische Viehhandler in sehr kleinen (< 800 Einwohner) und sehr groBen (> 10.000 Einwohner) Siedlungen die Mehrheit stellten, so bildeten diese in Ortschaften mit Einwohnerzahlen dazwischen die jüdischen Viehhandler.26 Betrachtet man mit dem Wissen um diese Statistik nun die Gemeinde Jöhlingen, so wird deutlich, dass sich Jöhlin- gen mit ca. 2.500 Einwohnern im Jahr 1924 (vgl. Tab. 1) in dem Feld zwischen diesen beiden Polen befindet. Das verdeutlicht die gesellschaftliche Bedeutung der beiden Vieh- handelsbetriebe Seligmann Kleins und Ludwig Metzgers für den wirtschaftlichen Mikro- kosmos der Gemeinde.

Ein weiterer Faktor, der Jöhlingen als betriebswirtschaftlichen Standort für den Vieh- handel attraktiv machte, war sein Anschluss an das Eisenbahnnetz des GroBherzogtums Baden. Ein solcher bedeutete für (jüdische) Viehhandler einen erheblich gröBeren Akti- onsradius, da so Vieh auch zu den groBen stadtischen Markten weitervertrieben werden konnte. Gerade mittelgroBe Gemeinden mit Eisenbahnanschluss stellten für die jüdischen Viehhandler einen »idealen Mittlerstandort zwischen den abgelegenen Bauerndörfern und den zentralen (groB-)stadtischen Markten [...] dar.«27 Wie stark jüdische Viehhand- ler auf das Transportmittel der Eisenbahn setzten, zeigt der folgende Vergleich: wahrend in Bayern 1929/30 87,88% der jüdischen Viehhandelsbetriebe über einen Eisenbahnan- schluss verfügten, betrug der Anteil bei der nicht-jüdischen Konkurrenz gerade einmal 56,13%.28 Auch die von Seligmann Klein und Ludwig Metzger betriebenen Viehhandels- betriebe lagen in unmittelbarer Nahe zum Jöhlinger Bahnhof. Dass Klein GroBvieh über die Schiene vertrieb, geht ebenfalls aus der bereits herangezogenen Aussage Karl Rei- cherts hervor. Er schreibt:

AuBer der Metzgerei betrieb Herr Klein auch noch einen Viehhandel. Dabei setzte er nach meiner Erinnerung jede Woche ein bis zwei Waggon [sic!] Vieh = ca. 25 Stück um. Zah- lengenaue Angaben über seine Umsatze sind mir heute nicht mehr möglich.29

Der hier beispielhaft gezeigte rege Viehhandel zwischen jüdischen Viehhandlern und ih- ren nicht-jüdischen Kunden zeugt von einem ökonomischen Vertrauen, welches tief in der (süddeutschen) Agrargesellschaft bis weit in das 20. Jahrhundert hinein vorhanden war. Ein weiterer Anhaltspunkt dafür, dass die jüdischen Mitbürger Jöhlingens um die Jahrhundertwende ein respektierter Teil der Dorfgemeinschaft waren, ist die Nennung Seligmann Kleins und Ludwig Wagners, Vater des in Tab. 2 genannten Handelsmanns Adolf Wagner, als Gründungsmitglieder der 1873 ins Leben gerufenen Feuerwehr Jöhlin- gens in einer Jubilaumsschrift von 1898 .30

Dieses Vertrauensverhaltnis zwischen im Ort als »fair« anerkannten Geschaftspart- nern in der Handelspraxis lag weit entfernt von dem von antisemitischer Seite propagier- ten Feindbild des vermeintlichen »Wucherjuden«. Doch schadigte die mit dem Ende des Ersten Weltkrieges in Deutschland einsetzende Agrarkrise dem ökonomischen Vertrauen zusehends, angefeuert von Kampfschriften wie dem NS-Kurier, welcher im Februar 1932 schrieb:

Deutscher Bauer! [.] Kennst Du den Juden nicht schon zur Genüge vom Viehhandel? Hat er nicht Tausende deiner Mitbauern von Haus und Hof verjagt? [.] WeiBt du nicht, dass der Talmud vom Juden geradezu fordert, dass er die Christen betrüge?31

[...]


1 >Wiedergutmachungs<-Akte »Seligmann Klein« im Generallandesarchiv Karlsruhe Akte 480-9445-2, S. 10.

2 Lothar FRICK/ Sibylle THELEN, Vorwort, in: Heinz HÖGERLE/ Peter MÜLLER/ Martin ULMER (Hrsg.), Aus- grenzung, Raub, Vernichtung. NS-Akteure und »Volksgemeinschaft« gegen die Juden in Württemberg und Hohenzollern 1933 bis 1945, Stuttgart 2019, S. 7.

3 Zu nennen ist hier Frank BAJOHRS bedeutender Beitrag »Arisierung« in Hamburg. Die Verdrangung der jüdischen Unternehmer 1933—1945 (= Hamburger Beitrage zur Sozial- und Zeitgeschichte 35), Hamburg 1997.

4 Peter HAYES/ Irmtrud WOJAK (Hrsg.), »Arisierung« im Nationalsozialismus. Volksgemeinschaft, Raub und Gedachtnis, Frankfurt a.M. [et al.] 2000; Christiane FRITSCHE/ Johannes PAULMANN (Hrsg.), »Arisie- rung« und »Wiedergutmachung« in deutschen Stadten, Köln/ Weimar/ Wien 2014; Heinz HÖGERLE/ Peter MÜLLER/ Martin ULMER (Hrsg.), Ausgrenzung, Raub, Vernichtung. NS-Akteure und »Volksgemeinschaft« gegen die Juden in Württemberg und Hohenzollern 1933 bis 1945, Stuttgart 2019.

5 Hans Günter HOCKERTS/ Christiane KULLER (Hrsg.), Nach der Verfolgung. Wiedergutmachung national- sozialistischen Unrechts in Deutschland? (= Dachauer Symposien zur Zeitgeschichte 3), Göttingen 2003; Hans Günter HOCKERTS/ Claudia MOISEL/ Tobias WINSTEL (Hrsg.), Grenzen der Wiedergutmachung. Die Entschadigung für NS-Verfolgte in West- und Osteuropa 1945-2000, Göttingen 2006; Tobias WINSTEL, Verhandelte Gerechtigkeit. Rückerstattung und Entschadigung für jüdische NS-Opfer in Bayern und West- deutschland (= Studien zur Zeitgeschichte 72), München 2006; Jürgen LILLTEICHER, Raub, Recht und Re- stitution. Die Rückerstattung jüdischen Eigentums in derfrühen Bundesrepublik, Göttingen 2007.

6 Vgl. WINSTEL, Verhandelte Gerechtigkeit, S. 7.

7 >Arisierungs<-Akte »Seligmann Klein« im Generallandesarchiv Karlsruhe 237 Zug. 1967-19 Nr. 913.

8 >Wiedergutmachungs<-Akte »Seligmann Klein« im Generallandesarchiv Karlsruhe 480-9445-1 (Umfang 25 S.)/ 480-9445-2 (Umfang 205 S.).

9 Hierzu waren Jürgen STUDES Geschichte der Juden im Landkreis Karlsruhe von 1990, sowie die Webseite der Alemannia Judaica - Arbeitsgemeinschaft für die Erforschung der Geschichte der Juden im süddeut- schen und angrenzenden Raum sehr hilfreich.

10 Siehe hierzu: Stefanie FISCHER, Ökonomisches Vertrauen und antisemitische Gewalt. Jüdische Vieh- handler in Mittelfranken (1919-1939) (= Hamburger Beitrage zur Geschichte der deutschen Juden 42), Göttingen 2014; Barbara STAUDACHER, Das nationalsozialistische Schachtverbot und seine Auswirkungen am Beispiel jüdischer Metzger in Rexingen, Horb und Baisingen, in: Heinz HÖGERLE/ Peter MÜLLER/ Mar­tin ULMER (Hrsg.), Ausgrenzung, Raub, Vernichtung. NS-Akteure und »Volksgemeinschaft« gegen die Ju- den in Württemberg und Hohenzollern 1933 bis 1945, Stuttgart 2019, S. 157-167; Dies., Die wirtschaftli- che Vernichtung der jüdischen Viehhandler, in: Heinz HÖGERLE/ Peter MÜLLER/ Martin ULMER (Hrsg.), Ausgrenzung, Raub, Vernichtung. NS-Akteure und »Volksgemeinschaft« gegen die Juden in Württemberg undHohenzollern 1933 bis 1945, Stuttgart 2019, S. 371-382.

11 Daten der Tabelle 1 nach: STUDE, Geschichte der Juden im Landkreis Karlsruhe, S. 381; O.A., Webseite der Alemannia Judaica, aufgerufen über: https://www.alemannia-iudaica.de/joehlingen synagoge.htm (2.8.2021).

12 Vgl. STUDE, Geschichte der Juden im Landkreis Karlsruhe, S. 381.

13 Vgl. O.A., Webseite der Alemannia Judaica, aufgerufen über: https://www.alemannia-iu- daica.de/ioehlingen synagoge.htm (2.8.2021).

14 Vgl. STUDE, Geschichte der Juden im Landkreis Karlsruhe, S. 381.

15 Daten der Tabelle 2 nach: O.A., Webseite der Alemannia Judaica, aufgerufen über: https://www.alemannia-judaica.de/joehlingen_synagoge.htm (2.8.2021).

16 Christhard HOFFMANN, Verfolgung und Alltagsleben der Landjuden im nationalsozialistischen Deutsch- land, in: Monika RICHARZ/ Reinhard RÜRUP (Hrsg.), Jüdisches Leben auf dem Lande. Studien zur deutsch- jüdischen Geschichte (= Schriftenreihe wissenschaftlicher Abhandlungen des Leo-Baeck-Instituts 56), Tü- bingen 1997, S. 375.

17 Vgl. Barbara STAUDACHER, Das nationalsozialistische Schachtverbot und seine Auswirkungen am Bei- spiel jüdischer Metzger in Rexingen, Horb und Baisingen, in: Heinz HÖGERLE/ Peter MÜLLER/ Martin UL- MER (Hrsg.), Ausgrenzung, Raub, Vernichtung. NS-Akteure und »Volksgemeinschaft« gegen die Juden in Württemberg und Hohenzollern 1933 bis 1945, Stuttgart 2019, S. 159.

18 Ebd., S. 157.

19 Ebd., S. 158.

20 Akte 480-9445-2, S. 130.

21 Vgl. Akte 480-9445-2, S. 132.

22 Vgl. STAUDACHER, Das nationalsozialistische Schachtverbot, S. 159.

23 Vgl. Akte 480-9445-2, S. 132.

24 Ebd.; Akte 480-9445-2, S. 130.

25 Vgl. FISCHER, Ökonomisches Vertrauen und antisemitische Gewalt, S. 32f.

26 Ebd., S. 34.

27 FISCHER, Ökonomisches Vertrauen und antisemitische Gewalt, S. 39.

28 Ebd., S. 37.

29 Akte 480-9445-2, S. 130.

30 Vgl. Webseite der Freiwilligen Feuerwehr Walzbachtal, https://www.walzbachtal.de/pb/1414078.html (3.8.2021).

31 NS-Kurier vom 3.2.1932, zit. nach: STAUDACHER, Die wirtschaftliche Vernichtung der jüdischen Vieh- handler, in: Heinz HöGERLE/ Peter MÜLLER/ Martin Ulmer (Hrsg.), Ausgrenzung, Raub, Vernichtung. NS-Akteure und »Volksgemeinschaft« gegen die Juden in Württemberg und Hohenzollern 1933 bis 1945, Stuttgart 2019, S. 374.

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten

Details

Titel
"Arisierung" und "Wiedergutmachung" anhand eines jüdischen Viehhändlers und Metzgers
Hochschule
Universität Mannheim  (Historisches Institut)
Veranstaltung
HS NS-Arisierung
Note
1,0
Autor
Jahr
2021
Seiten
23
Katalognummer
V1131560
ISBN (eBook)
9783346495457
Sprache
Deutsch
Schlagworte
arisierung, wiedergutmachung, viehhändlers, metzgers
Arbeit zitieren
Fabio Freund (Autor), 2021, "Arisierung" und "Wiedergutmachung" anhand eines jüdischen Viehhändlers und Metzgers, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1131560

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