Einhergehend mit der Digitalisierung haben sich zahlreiche ERP-Systeme am Markt etabliert. Bis heute unterstützen diese Systeme KMU im Unternehmensbereich Projektmanagement jedoch eher schwach.
Die Best Practice Analyse zeigt die Ergebnisse der meistverbreiteten ERP-Systeme in Schweizer KMU auf und gibt Handlungsempfehlungen und Erfolgsfaktoren wieder, die die Geschäftsleitung bei einer Systemeinführung oder einer Systemerweiterung unterstützen.
Inhaltsverzeichnis
1 Generelle Einführung
1.1 Problemstellung, Abgrenzung und Aufbau
1.2 Zielsetzung der Arbeit
1.3 Untersuchungsmethodik
2 Theoretische Aufbereitung
2.1 Grundlagen zur Kostenerfassung im Projektmanagement
2.2 Grundlagen ERP-System
2.3 Beschreibung der Systeme
3 Best Practice Analyse
3.1 Übertragung der Systeme auf KMU im Projektmanagement
3.1.1 MS Dynamics in Unternehmen 1
3.1.2 MS Dynamics in Unternehmen 2
3.1.3 MS Dynamics Kodierungsmatrix
3.1.4 Abacus Research: Projektabwicklung in Unternehmen 3
3.1.5 Abacus Research: Projektabwicklung in Unternehmen 4
3.1.6 Abacus Kodierungsmatrix
3.1.7 Sage: Projektabwicklung in Unternehmen 5
3.1.8 Sage: Projektabwicklung in Unternehmen 6
3.1.9 Sage Kodierungsmatrix
3.1.10 Messerli: Projektabwicklung in Unternehmen 7
3.1.11 Messerli: Projektabwicklung in Unternehmen 8
3.1.12 Messerli Kodierungsmatrix
3.2 Bewertung der Systeme
3.3 Entscheidungsgründe / Beweggründe
3.4 Erfolgsfaktoren und Handlungsanweisungen
4 Schlussbetrachtung
Zielsetzung & Themen
Ziel dieser Bachelor-Thesis ist die Analyse der verbreitetsten ERP-Systeme in Schweizer KMU, die im Bereich Projektmanagement tätig sind, um eine Best-Practice-Entscheidungshilfe für künftige Implementierungen zu bieten.
- Analyse der Eignung verschiedener ERP-Systeme (MS Dynamics, Abacus, Sage, Messerli) für projektorientierte KMU.
- Untersuchung von Erfolgsfaktoren und Risiken bei der ERP-Implementierung im Projektmanagement.
- Evaluierung der praktischen Anwendung durch Experteninterviews in acht Unternehmen.
- Entwicklung von Handlungsempfehlungen zur Vermeidung von Insellösungen und Prozessbrüchen.
Auszug aus dem Buch
3.4 Erfolgsfaktoren und Handlungsanweisungen
Im Rahmen der Interviews wurden auch Themen angesprochen, die mit der Systemeinführung einhergehen. Die Experten wurden gefragt, was sie einem Unternehmen, das vor einer Implementierung eines ERP-Systems steht, für Empfehlungen mit auf den Weg geben. Diese Ratschläge stehen nicht zwangsläufig mit der verwendeten ERP-Lösung im Zusammenhang und werden deshalb in diesem Kapitel separat aufgelistet. Hilfreich ergänzt wurden die erforschten Handlungsanweisungen mittels Literaturrecherchen.
Erfolgsfaktor: Prozesse analysieren und optimieren, Kickoff
Handlungsanweisung: Der Grossteil der Befragten empfiehlt, vor einer ERP-Evaluation vorerst die Prozessabläufe im Unternehmen aufzuzeigen, um die Strukturen zu erkennen. Ein Flussdiagramm kann dabei hilfreich sein: Welche Abfolge durchzieht sich innerhalb des Unternehmens von der Anfrage eines Kunden bis hin zur Auslieferung der Ware durch den Spediteur und der Rechnungstellung? Bei diesem Vorgehen sind verschiedene Projektvariationen zu simulieren: Was geschieht bei einem Auftrag, bei dem das Unternehmen eine Dienstleistung vollbringt? Wie verhält es sich, wenn die interne Fertigungsabteilung am Projekt mitarbeitet? Was passiert bei Zukaufteilen oder externer Beratung? Wichtig ist dabei, dass die Ansichten der Beteiligten in den verschiedenen Abteilungen berücksichtigt werden, damit die Lage aus verschiedenen Blickwinkel beurteilt wird. Eine Kickoff-Veranstaltung, geleitet durch den Projektmanager, dient dazu, die Funktionalitäten aufzudecken. Darüber hinaus hilft dieses Vorgehen, einzelne Prozesse unter Umständen neu zu gestalten und dadurch eine speditivere Auftragsabwicklung zu ermöglichen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Generelle Einführung: Erläutert die Problemstellung der digitalen Transformation und die Notwendigkeit von ERP-Systemen zur effizienten Projektabwicklung in Schweizer KMU.
2 Theoretische Aufbereitung: Behandelt die Grundlagen der Kostenerfassung im Projektmanagement und die allgemeine Funktionsweise von ERP-Systemen.
3 Best Practice Analyse: Untersucht anhand von Experteninterviews die praktische Umsetzung und Eignung von ERP-Systemen in Unternehmen der Branchen Bau und Maschinenbau.
4 Schlussbetrachtung: Fasst die Erkenntnisse zusammen und betont die zentrale Rolle der Geschäftsleitung bei der erfolgreichen Einführung von ERP-Systemen.
Schlüsselwörter
ERP-Systeme, Schweizer KMU, Projektmanagement, Kostenerfassung, Best Practice Analyse, Industrie 4.0, Digitalisierung, Prozessoptimierung, Insellösungen, Implementierung, MS Dynamics, Abacus, Sage, Messerli, Erfolgsfaktoren.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Bachelor-Thesis grundlegend?
Die Arbeit untersucht, wie ERP-Systeme in Schweizer KMU der Branchen Bau und Maschinenbau im Bereich Projektmanagement eingesetzt werden, um Prozesse effizienter zu gestalten.
Welche ERP-Systeme stehen im Fokus der Untersuchung?
Der Fokus liegt auf den Systemen MS Dynamics, Abacus Research, Sage und Messerli.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, auf Basis einer Best-Practice-Analyse zu ermitteln, welches System sich für welche Anforderungen am besten eignet und wie Unternehmen bei einer Implementierung erfolgreich agieren können.
Welche wissenschaftliche Methodik wurde angewandt?
Die Arbeit nutzt qualitative Experteninterviews in acht Unternehmen, die transkribiert und mittels einer Kodierungsmatrix ausgewertet wurden, ergänzt durch Literaturrecherche.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in ERP-Strukturen und eine detaillierte Praxisanalyse von acht Fallbeispielen, unterteilt nach den untersuchten Softwarelösungen.
Welche Faktoren tragen maßgeblich zum Erfolg bei der ERP-Einführung bei?
Wichtige Erfolgsfaktoren sind eine fundierte Prozessanalyse, klare Zielformulierung, Unterstützung durch das Management, ausreichende Ressourcenplanung und die Wahl des richtigen Vertriebspartners.
Warum spielt die Datenablage eine so zentrale Rolle?
Eine korrekte Datenablage im ERP ist essenziell, um Insellösungen (wie Excel-Listen) zu vermeiden, die Fehlerquellen schaffen und eine transparente Kostenkontrolle behindern.
Welchen Einfluss hat die Unternehmensgröße auf die ERP-Wahl?
Die Analyse zeigt, dass komplexere Systeme wie Abacus eher für größere KMU geeignet sind, während sehr kleine Betriebe oft von einfacheren, agileren Lösungen profitieren.
Warum ist das Engagement der Geschäftsleitung so wichtig?
Fehlendes Verständnis oder mangelnde Unterstützung durch das Management führen oft zu einer Unterschätzung des Einführungsaufwands und können das gesamte ERP-Projekt gefährden.
Welche Rolle spielt der Vertriebspartner für den Erfolg?
Der Vertriebspartner ist ein zentraler Akteur, da er die Anforderungen des Unternehmens beurteilen muss; eine zertifizierte Partnerschaft ist dabei ein wichtiger Qualitätsindikator.
- Citar trabajo
- Andreas David Stöpfer (Autor), 2018, ERP-Systeme von Schweizer KMU im Vergleich, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1131956