Die Chancen und Risiken der Biotechnologiebranche im Hinblick auf Kapitalanlagen


Praktikumsbericht / -arbeit, 2000
24 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Literaturübersicht

2. Einleitung

3. Begriffsdefinitionen

4. Überblick zur Geschichte der Bio- und Gentechnologie

5. Chancen und Risiken der Biotechnologie aus wissenschaftlicher Sicht

6. Chancen und Risiken der BioTech-Branche aus ökonomischer Sicht

7. Geschäftsfelder der Biotechnologie-Branche

8. Bewertungskriterien von Biotechnologieunternehmen

9. Schluss

1. Literaturübersicht

- „Biotechnologie-Gentechnik / Eine Chance für neue Industrien“, Schell, Mohr (Hrsg.), Springer Verlag, 1994/95

- „Gentechnik / Die Wachstumsbranche der Zukunft“, Gassen, Kemme, Fischer Taschen - buch-Verlag, 1996
- GoingPublic - Das Neuemissionsmagazin, 6/99, Serie Biotechnologie (Sonderdruck)
- GoingPublic - Das Neuemissionsmagazin, 11/99, „Biotechnologie“ (Sonderausgabe)
- Informationsmaterial zum „NordGenetics“ - Der internationale Biotechnologie– Aktien - fonds der „NORDINVEST“, Juni 2000
- METZLER Equity Research - Sektor spezial: „Biotechnologie“, Mai 2000
- Taipan - Spezialreport: „Biotechnologie“, Juni 2000

2. Einleitung

Die einen halten die Biotechnologie für eine entscheidende Chance in Problembereichen der Welternährung, der Gesundheit, der Ökologie, für die anderen ist sie mit so vielen unwägbaren Risiken behaftet, dass sie sie überhaupt nicht haben wollen.

Im ersteren Falle wird davon ausgegangen, dass Naturgeschichte seit Beginn der Menschheit durch Kulturgeschichte überformt wird und so mit Vernunft und Phantasie auch die Biosphäre zum menschlichen Zwecke umgestaltet werden kann. Im zweiten Falle wird angenommen, dass eben diese Biosphäre in Jahrmillionen währenden Evolution zu einem hochempfindlichen Gleichgewicht gekommen ist, dessen Störung für das gesamte Leben katastrophal werden kann. Hinzu kommt bei manchen die Befürchtung, dass sowohl das biologische als auch das kulturelle Wesen des Menschen durch derartige Eingriffe bedroht sein könnte.

Tatsächlich lässt sich bei einigen bio- und gentechnologischen Forschungen nur vermuten, welche enorme technische, ökonomische, kulturelle und soziale Bedeutung sie erreichen, wie ihre Anwendungen den zukünftigen Lebensstil verändern werden. In vielen Fällen ist das allerdings schon heute bekannt, oder es kann ziemlich genau vorausgesagt werden.

Die Biotechnologie kann vielen industriellen Anwendungsfeldern zugeordnet werden, denn sie ist eine Querschnittstechnologie. In der Reihenfolge abnehmender gesellschaftlicher Akzeptanz ist sie auf den Gebieten Gesundheit incl. Humangenetik und Pharmazeutik, Umweltsanierung, Landwirtschaft und Lebensmittelherstellung eine die globalen Wirtschaftstrends mitbestim - mende Realität.

Trotzdem steht die Biotechnologie nur am Anfang ihrer Möglichkeiten. Das ist erst vor etwa 20 Jahren offenbar geworden, nämlich seitdem sie durch die Gentechnik revolutioniert wird.

Deren Möglichkeiten scheinen nahezu unbegrenzt zu sein. Gerade deshalb beschreibt die Bio - technologie eine unbestritten sowohl wissenschaftlich als auch ökonomisch im Mittelpunkt des Interesses stehende Entwicklung, die durch eine Gründungswelle im Hochtechnologiebereich aus den Hochschulen heraus ihren Anfang nahm. Kaum ein Thema ist derzeit wohl so faszinie - rend und streitbar zugleich wie das inzwischen auch in Deutschland boomende Gebiet der mo - dernen Biotechnologie: fesselnde Technologien, neue Arzneimittel, risikobereite Investoren, aber auch verunsicherte Verbraucher, arrogante Firmenbosse und frustrierte Anleger.

In dieser Arbeit werde ich - ausgehend von einigen Begriffsdefinitionen und einem Überblick über historisch bedeutende biotechnologische Meilensteine - zunächst kurz aufzeigen, welche Chancen und Risiken in der Biotechnologie aus wissenschaftlicher Sicht liegen.

Als Schwerpunkt der Betrachtungen erfolgt dann die Gegenüberstellung der Chancen und Ri - siken der Biotechnologiebranche aus ökonomischer Sicht im Hinblick auf die Entscheidungs - findung für Kapitalanlagen.

Für die Auswahl von Unternehmen als Anlageobjekte innerhalb des Biotechnologie-Sektors, werden danach die einzelnen Geschäftsfelder der BioTech-Branche bestimmt und erläutert.

Um schließlich die Besonderheiten dieser Branche aus Gesichtspunkten der Unternehmens - bewertung herauszuarbeiten, werden die wichtigsten Bewertungskriterien von Biotechnologie - unternehmen genannt und erklärt.

3. Begriffsdefinitionen

Biotechnologie:

„Biotechnologie ist ein interdisziplinäres Wissenschaftsgebiet. Es beruht auf dem Zusammen - wirken von Naturwissenschaften und Technik mit dem Ziel, Organismen, Zellen und Teile davon oder entsprechende Moleküle für Produkte und Dienstleistungen zu nutzen.“

(Quelle: Definition der Europäischen Föderation Biotechnologie)

oder

„Unter Biotechnologie (BioTech) versteht man die Kombination biologischer und technischer Systeme für Zwecke der Stoffumwandlung. Sie erfolgt unter Einsatz von subzellulären biolo - gischen Systemen, Mikroorganismen (wie Bakterien, Hefen, anderen Pilzen), Algen, Pflanzen - oder Tierzellkulturen. Auch der Einsatz züchterisch und / oder gentechnisch veränderter Tiere und Pflanzen in der Landwirtschaft wird dazu gezählt.“ (Quelle: Definition des Europäischen Parlaments für das Einzelprogramm Biotechnologie im vierten Forschungsrahmenprogramm der EU)

Moderne Biotechnologie:

Hierunter werden „alle innovativen Methoden, Verfahren oder Produkte verstanden, die die wesentliche Nutzung von lebenden Organismen oder ihrer zellulären und subzellulären Be - standteile beinhalten und dabei im Rahmen eines ursächlich verständnisbasierten Ansatzes von Erkenntnissen der Forschung auf den Gebieten Biochemie, Molekularbiologie, Immunologie, Virologie, Mikrobiologie, Zellbiologie oder Umwelt- und Verfahrenstechnik Gebrauch machen“. (Quelle: GoingPublic - Das Neuemissionsmagazin, 6/99, Serie Biotechnologie - Sonderdruck)

Grün. Rot. Grau. Die Farben der Biotechnologie:

„Die „grüne Biotechnologie“ ist die Biotechnologie der Landwirtschaft. Die neuen Erkenntnisse der Pflanzenphysiologie zusammen mit gentechnischen Methoden erweitern heute klassische Züchtungsmethoden, um Inhaltsstoffe wie Stärke abzuwandeln oder den Gehalt nutzbarer Pflanzeninhaltsstoffe oder ihre Qualität zu erhöhen.

Bei der „roten Biotechnologie“ handelt es sich um das Gebiet von Arzneistoffen und diagnos - tischen Testsystemen. Die Gentechnik erlaubt die Herstellung von Arzneimitteln in größeren Mengen und höherer Reinheit, ermöglicht aber auch neue Methoden zur Bekämpfung von Krankheiten, wie etwa die Gentherapie.

Die Biotechnologie der Umwelttechnik, z.B. um Schadstoffe aus Böden zu beseitigen, wird als „graue Biotechnologie“ bezeichnet.“ (Quelle: GoingPublic - 11/99, „Biotechnologie“ Sonderausgabe)

Gentechnologie:

„Gentechnologie (GenTech), häufig gleichgesetzt mit „Neuer Biotechnologie“, ist eines der modernsten Teilgebiete der Biotechnologie, das gezielt Erbinformationen (Gene) umbaut und zwischen Organismen überträgt. Meistens werden dabei Empfängerzellen mit Genen ausge - stattet, die sie vorher nicht besaßen und die sie durch zufällige, spontane („natürliche“) Vor - gänge nicht erwerben können.“ (Quelle: Definition des Europäischen Parlaments für das Einzelprogramm Biotechnologie im vierten Forschungsrahmenprogramm der EU)

[...]

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten

Details

Titel
Die Chancen und Risiken der Biotechnologiebranche im Hinblick auf Kapitalanlagen
Hochschule
Hochschule Wismar  (Bankbetriebslehre)
Veranstaltung
Betriebswirtschaft / Bank- und Börsenwesen
Note
1,3
Autor
Jahr
2000
Seiten
24
Katalognummer
V113222
ISBN (eBook)
9783640138838
ISBN (Buch)
9783640138968
Dateigröße
420 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Chancen der Biotechnologie, Risiken der Biotechnologie, Perspektiven der Biotechnologiebranche, Kapitalanlagen in der Biotechnologie, Produkt-Pipeline, Biotech, Investieren in die Biotechnologie
Arbeit zitieren
Diplomkaufmann Ivo Stechow (Autor), 2000, Die Chancen und Risiken der Biotechnologiebranche im Hinblick auf Kapitalanlagen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/113222

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