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Die Struktur der mittelalterlichen Stadt am Beispiel des Corputius Plans

Titre: Die Struktur der mittelalterlichen Stadt am Beispiel des Corputius Plans

Dossier / Travail de Séminaire , 2005 , 27 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Tobias Nolteklocke (Auteur)

Histoire de l'Europe - Moyen Âge, Temps modernes
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Diese Arbeit befasst sich mit der Struktur der mittelalterlichen Stadt am Beispiel der Stadt Duisburg. Grundlage der Untersuchung ist der so genannte Corputius-Plan aus dem Jahr 1566.
Die Arbeit soll zunächst einen kurzen Überblick über die Geschichte und Entwicklung Duisburgs geben. Damit einhergehend soll eine Einordnung der Stadt Duisburg in die in der Forschung verwandte Typologie vorgenommen werden. Danach soll kurz auf das Leben und Wirken von Johannes Corputius, dem Verfasser des Plans eingegangen werden, um sich dann im Folgenden mit dem Plan selber eingehend zu beschäftigen. Dabei soll anhand einiger Beispiele
die Struktur der Stadt näher beschrieben werden und dabei auf die Ergebnisse der Stadtarchäologie eingegangen werden.
Abschließend soll in einem Vergleich mit den Darstellungen anderer Städte der Frage nachgegangen werden, welchen Zweck der Plan erfüllen sollte und welche Bedeutung ihm noch heute zukommt.
Diese Arbeit fußt, soweit sie sich mit der Stadt befasst, im Wesentlichen auf den Aufsätzen von Joseph Milz und Günter von Roden sowie denen des Archäologen Günther Krause, weitere Literatur wurde zur Ergänzung herangezogen. Im Folgenden soll ein kurzer Abriss über die Entwicklung der Stadt Duisburg gegeben werden. Die Anfänge der Stadt Duisburg liegen im Dunkel der Geschichte verborgen, so dass es verschiedene Legenden und Spekulationen über die Ursprünge Duisburgs gab. Die erste gesicherte urkundliche Nachricht über Duisburg stammt aus dem
Jahr 883/84 als von einem Raubzug der Normannen berichtet wird, die das „oppidum Duisburh“ besetzen. Als Bebauung vermutet man eine um 740 angelegte befestigte Hofanlage, wobei unklar ist, ob es sich schon um einen Königshof handelte. Die erste direkte schriftliche Quelle über eine Königspfalz in Duisburg stammt aus dem Jahr 1145. Es sind allerdings verschiedene Aufenthalte der Könige aus sächsischem und salischem Haus bekannt, so dass
zusammen mit den archäologischen Erkenntnissen ab dem 10. Jahrhundert eine Pfalz angenommen werden kann, die aus dem vorherigen Königshof entstanden war.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Entwicklung Duisburgs im Mittelalter

2.1 Die Gründung der Stadt

2.2 Die Entwicklung ab dem 10. Jahrhundert

2.3 Die Typologie

2.4 Die Territorialstadt

3. Der Corputius-Plan

3.1 Johannes Corputius

3.2 Die Geschichte des Plans

3.3 Erkenntniswert historischer Stadtansichten

3.4 Die Darstellung

3.4.1 Die Stadtmauer

3.4.2 Die Kirchen und Klöster

3.4.3 Die Märkte

3.4.4 Die Veränderungen

4. Bedeutung des Plans

Zielsetzung & Themen

Diese wissenschaftliche Arbeit untersucht die Struktur der mittelalterlichen Stadt Duisburg anhand des Corputius-Plans aus dem Jahr 1566. Dabei wird erforscht, wie sich die historische Entwicklung der Stadt in diesem Stadtbild widerspiegelt, wobei ergänzend archäologische Befunde und stadtgeschichtliche Quellen herangezogen werden.

  • Historische Entwicklung und Typologie Duisburgs im Mittelalter
  • Biografie und Wirken von Johannes Corputius
  • Wissenschaftlicher Erkenntniswert historischer Stadtansichten
  • Strukturanalyse der Stadt anhand von Befestigungen, sakralen Gebäuden und Marktplätzen
  • Untersuchung der Stadtveränderungen im Kontext der rheinischen Stadtgeschichte

Auszug aus dem Buch

3.4.1 Die Stadtmauer

Wie in 2.3 angesprochen war die Errichtung der Stadtmauer ein wichtiges Element der Stadtwerdung Duisburgs. Für den Wanderer, der sich im Jahr 1566 auf Duisburg zu bewegte war sie auch eines der ersten Bauwerke, dass er von der Stadt sah. Des Weiteren lassen sich an ihr exemplarisch wichtige Schritte in der Duisburger Stadtwerdung zeigen.

Die Mauer, die auf dem Corputius-Plan zu sehen ist, ist nicht die erste Duisburger Stadtmauer wie man lange Zeit glaubte. Wie unter 2.2 kurz angesprochen, erhielten Duisburger im Jahre 1129 das Privileg, im Duisburger Wald Steine zu brechen. Weitere Untersuchungen datieren den Beginn des Baus der ersten Mauer auf die Jahre 1120/ 25. Archäologische Untersuchungen haben gezeigt, dass die Fundamente der heute noch stehenden Mauerreste, die die gleichen sind wie die auf dem Plan, durchgehend aus Backsteinen/ Ziegelsteinen sind. Da dieser Befund allen baugeschichtlichen Erkenntnissen widerspricht - da solche Fundamente im Rheinland erst für die zweite Hälfte des 13. Jahrhunderts nachgewiesen sind - kann es sich bei der Mauer auf dem Corputius-Plan nicht um die erste Mauer handeln. Allerdings folgt sie an einigen Stellen in ihrem Verlauf der ersten Stadtmauer.

Ein weiteres Indiz ist die Einbeziehung der Marienkirche <C> in die Stadtmauer (Koordinaten I/4). Diese lag nach der Quellenlage eindeutig außerhalb der Stadtmauer.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung des Corputius-Plans als zentrale Untersuchungsquelle und Erläuterung des methodischen Vorgehens unter Einbeziehung archäologischer Forschung.

2. Die Entwicklung Duisburgs im Mittelalter: Historischer Abriss über die Ursprünge der Stadt, ihre Einordnung als Burg- und Handelsstadt sowie die Auswirkungen der Rheinverlagerung und territorialer Verpfändungen.

3. Der Corputius-Plan: Analyse des Plans als historische Quelle, Biografie des Schöpfers Johannes Corputius sowie detaillierte Untersuchung der städtischen Strukturen wie Mauern, Kirchen und Märkte.

4. Bedeutung des Plans: Diskussion der Funktion des Stadtplans als Werbemittel im Kontext der europäischen Stadtansichten des 16. Jahrhunderts und Würdigung des Plans als anschauliches Dokument für die heutige Forschung.

Schlüsselwörter

Duisburg, Corputius-Plan, Mittelalter, Stadtstruktur, Stadtgeschichte, Archäologie, Stadtmauer, Salvatorkirche, Marienkirche, Marktplatz, Fernhandel, Stadtansicht, Johannes Corputius, Reichshof, Stadtentwicklung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Struktur der mittelalterlichen Stadt Duisburg unter Verwendung des historischen Corputius-Plans von 1566 als primäre Quelle.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Neben der allgemeinen Stadtgeschichte und Entwicklung Duisburgs stehen die Analyse von Stadtbefestigungen, sakralen Bauwerken, Marktstrukturen und die Bedeutung von Stadtplänen als Werbemittel im Fokus.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, an konkreten Beispielen aufzuzeigen, wie sich die mittelalterliche Stadtstruktur Duisburgs im Corputius-Plan manifestiert und welche Rückschlüsse dieser für die historische Forschung zulässt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine deskriptive Analyse des Plans, die durch den Abgleich mit archäologischen Befunden, historischen Urkunden und der einschlägigen Fachliteratur verifiziert wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Einordnung der Stadt, die Biografie des Zeichners Corputius sowie eine detaillierte, bebilderte Analyse spezifischer städtischer Elemente wie Stadtmauer, Kirchen und Märkte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Duisburg, Corputius-Plan, Mittelalter, Stadtstruktur, Archäologie und Stadtgeschichte charakterisieren.

Warum war der Corputius-Plan für die Stadt eine wichtige Investition?

Der Plan diente vermutlich als städtisches Werbemittel, um trotz wirtschaftlicher Probleme und des Bedeutungsverlustes ein positives Bild der Stadt nach außen zu präsentieren.

Welche Bedeutung hat der Plan heute für die archäologische Forschung?

Er fungiert als unverzichtbares visuelles Dokument, das trotz seiner Perspektive bei der Rekonstruktion verloren gegangener mittelalterlicher Strukturen hilft, da bauliche Reste oft nur schwer archäologisch greifbar sind.

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Résumé des informations

Titre
Die Struktur der mittelalterlichen Stadt am Beispiel des Corputius Plans
Université
Ruhr-University of Bochum  (Historisches Institut)
Cours
Die mittelalterliche Stadt am Beispiel Duisburgs (Modul V Na)
Note
1,0
Auteur
Tobias Nolteklocke (Auteur)
Année de publication
2005
Pages
27
N° de catalogue
V113228
ISBN (ebook)
9783640136698
ISBN (Livre)
9783640137152
Langue
allemand
mots-clé
Struktur Stadt Beispiel Corputius Plans Stadt Beispiel Duisburgs
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Tobias Nolteklocke (Auteur), 2005, Die Struktur der mittelalterlichen Stadt am Beispiel des Corputius Plans, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/113228
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Extrait de  27  pages
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