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Ist Pornografie ein soziales Problem?

Titel: Ist Pornografie ein soziales Problem?

Hausarbeit , 2021 , 16 Seiten , Note: 1,5

Autor:in: Orhan Gül (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Inwiefern ist Pornografie tatsächlich ein soziales Problem? Ziel dieser Arbeit ist es, eine Antwort auf diese Frage herauszuarbeiten und Pornografie im Rahmen von deviantem Verhalten kritisch zu analysieren. Zunächst wird kurz beschrieben, was Devianz bedeutet. Anschließend wird auf die aktuellen Daten und Forschungen von Pornografie eingegangen. Daraufhin wird das Thema als soziales Problem analysiert und auf seine Effekte und Folgen behandelt. Zum Schluss wird ein kritisches Fazit gezogen über die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Thema und der Relevanz als soziales Problem. Wichtig ist hierbei, zum Schluss herauszuarbeiten, welche Rolle dieses Thema als Suchtkrankheit für die Profession der Sozialen Arbeit bedeutet und wie künftig damit gearbeitet werden kann. In dieser Arbeit wird Pornografie als Medien bezeichnet, die Nacktheit und explizite sexuelle Handlungen zeigen, die den Konsumenten erregen sollen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Abweichendes Verhalten

3. Aktuelle Daten

4. Pornografie als soziales Problem

5. Folgen des Konsums

6. Kritisches Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Studienarbeit setzt sich mit der Fragestellung auseinander, inwiefern Pornografie als soziales Problem innerhalb unserer Gesellschaft betrachtet werden kann. Dabei wird der Fokus darauf gelegt, wie pornografische Inhalte im Kontext von abweichendem Verhalten und den psychologischen sowie gesellschaftlichen Auswirkungen des Konsums zu bewerten sind.

  • Definition und theoretische Einordnung von abweichendem Verhalten
  • Analyse aktueller Konsumstatistiken und Verbreitung von Pornografie
  • Soziologische Betrachtung von Pornografie als soziales Phänomen
  • Untersuchung psychologischer Folgen und suchtinduzierter Prozesse
  • Diskussion über die Relevanz des Themas für die Soziale Arbeit

Auszug aus dem Buch

Pornografie als soziales Problem

Scham und Heimlichkeit sind die zwei größten Faktoren, mit denen Pornografie in der Gesellschaft belastet ist. Nach Leimbach schämen sich die meisten Männer und Frauen für ihren Konsum. Sie haben ein schlechtes Gewissen und versuchen den Konsum zu reduzieren bzw. zu beenden, was jedoch selten funktioniert und anschließend mit Selbstvorwürfen endet. Zudem fühlen sich viele Konsumenten betrogen, da ihnen die sexuellen Szenen und Darstellungen sowie die Lust, Befriedigung und das Interesse nur vorgespielt wird (vgl. Leimbach, 2015, S. 43). Ein weiterer Grund für die Tabuisierung könnte die Akzeptanz bei Jugendlichen sein, für die Pornografie normal und harmlos ist. Sie konsumieren die Inhalte zur Ablenkung, Entspannung oder aus dem Mangel an Sexpartner (vgl. ebd., S. 12).

Nach Schetsche und Lautmann ist Pornografie in Deutschland ein „Paradebeispiel eines Sozialproblems“ (Schetsche, Lautmann, 2012, S. 886), verstärkt durch die affektive Verbindung zum Kindesmissbrauch. Die beiden Autoren betiteln das Genre als „ästhetisch unsäglich, sexualethisch bedenklich und geschlechterpolitisch unverantwortlich“(ebd.). Es werden also drei abweichende Hauptaspekte genannt. Die in der gesellschaftlichen Norm anerkannte Sicht auf Ästhetik, Sexualität und Geschlechter. Daraus könnte sich vereinfacht folgendes Szenario beispielhaft ergeben: Wenn man erfährt, dass zwei Jugendliche pornografische Inhalte konsumieren, wird man diesen beiden zuschreiben, dass sie die normtreuen Ansichten der Gesellschaft zu Ästhetik, Sexualethik und Geschlechter nicht annehmen. Daher werden sie von der Mehrheitsgesellschaft als „krank“, „asozial“ oder „unmoralisch“ betitelt und ausgegrenzt. Denn wie oben erwähnt, wird mit dem Konsum von Pornografie eine affektive Verbindung zu Kindesmissbrauch hergestellt, die dazu führt, dass Konsumenten und Betroffene sofort damit stigmatisiert werden könnten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Rolle der Sexualität als intimen, aber durch Tabuisierung belasteten Teil menschlicher Existenz und führt in die Problematik des pornografischen Konsums ein.

2. Abweichendes Verhalten: Dieses Kapitel erläutert den soziologischen Begriff der Devianz sowie den Etikettierungsansatz (Labeling Approach) und wie gesellschaftliche Normen abweichendes Verhalten definieren.

3. Aktuelle Daten: Hier werden statistische Reichweiten und die enorme Zunahme des Pornografiekonsums im Internetzeitalter anhand aktueller Web-Statistiken belegt.

4. Pornografie als soziales Problem: Das Kapitel analysiert die gesellschaftliche Stigmatisierung und die moralischen Debatten, die Pornografie als ein soziales Problem identifizieren.

5. Folgen des Konsums: Hier werden die biochemischen Prozesse im Gehirn, wie die Abstumpfung des Belohnungssystems, sowie psychologische Aspekte wie Suchtgefahr und sexuelle Aggression thematisiert.

6. Kritisches Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit für die Soziale Arbeit, intensiver mit den Folgen des Konsums und Betroffenen zu arbeiten.

Schlüsselwörter

Pornografie, Soziales Problem, Abweichendes Verhalten, Devianz, Labeling Approach, Stigmatisierung, Sexualität, Sucht, Mediale Inhalte, Gesellschaftliche Normen, Psychologische Folgen, Soziale Arbeit, Medienkonsum, Tabuisierung, Digitalisierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die gesellschaftliche Relevanz von Pornografie und analysiert, warum und unter welchen Gesichtspunkten sie als soziales Problem wahrgenommen wird.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Felder umfassen die Definition von abweichendem Verhalten, die statistische Verbreitung von Online-Pornografie, die psychologischen Wirkungsmechanismen auf Konsumenten sowie die damit verbundene gesellschaftliche Stigmatisierung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Pornografie im Kontext von Devianz kritisch zu durchleuchten und die Auswirkungen des Konsums auf die individuelle psychische Gesundheit und das soziale Umfeld darzustellen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte Analyse soziologischer Theorien (wie den Etikettierungsansatz) sowie die Auswertung aktueller Studien und statistischer Daten zum Pornografiekonsum.

Welche Inhalte werden im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil behandelt die Entstehung von Devianz, die Rolle von Scham und Tabuisierung bei Pornografiekonsumenten sowie die biochemischen Auswirkungen auf das Belohnungssystem des Gehirns.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Pornografie als soziales Problem, Devianz, Stigmatisierung, Mediensucht und die Bedeutung für die Profession der Sozialen Arbeit.

Wie wirkt sich Pornografiekonsum auf das Belohnungssystem aus?

Laut Arbeit führt die ständige Stimulation durch hochreizvolle Inhalte zu einer Toleranzentwicklung, bei der das Gehirn abstumpft und für dieselbe Befriedigung immer extremere Inhalte benötigt.

Warum spielt die Profession der Sozialen Arbeit in diesem Kontext eine Rolle?

Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass aufgrund der Stigmatisierung und der Suchtpotenziale ein hoher Unterstützungsbedarf für Betroffene besteht, weshalb das Thema stärker in die Ausbildung Sozialarbeitender integriert werden sollte.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Ist Pornografie ein soziales Problem?
Hochschule
SRH Hochschule Heidelberg
Note
1,5
Autor
Orhan Gül (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
16
Katalognummer
V1132385
ISBN (eBook)
9783346503510
ISBN (Buch)
9783346503527
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Devianz Soziales Problem Sucht Pornografie Abweichendes Verhalten Soziale Arbeit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Orhan Gül (Autor:in), 2021, Ist Pornografie ein soziales Problem?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1132385
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Leseprobe aus  16  Seiten
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