Der Umgang mit den unterschiedlichen Dimensionen von Diversität sowie insbesondere die konkrete Umsetzung des Diversity Management in Star Trek sollen in dieser Arbeit analysiert werden.
Daher geht es zunächst um eine Begriffsdefinition der relevanten Termini wie den der Diversität und des Diversity Managements. Außerdem wird das Genre Science-Fiction und dessen Bedeutung für die Analyse sowie die historische Betrachtung zur Zeit der ersten Serie Bestandteil der Arbeit sein.
Auf Basis dessen baut die Analyse der konkreten Umsetzung des Diversity Managements zum einen in der originalen Serie Star Trek / Raumschiff Enterprise sowie vergleichend die Analyse im Film Star Trek von 2009 auf. Gewählt wurden diese Verfilmungen, da sie die gleiche Besatzung aufweisen und sich daher gut vergleichend betrachten lassen können. Somit wird nicht nur das Diversity Management zu zwei unterschiedlichen Zeitpunkten in der Geschichte analysiert, sondern diese Analyse birg gleichzeitig die Möglichkeit, eine Entwicklung im Umgang mit Diversity (Management) zu illustrieren.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Diversität und Diversity Management
2.1 Diversität
2.2 Dimensionen von Diversität
2.3 Diversity Management
2.4 Diversity Management in Teams
2.5 Chancen und Risiken von Diversity Management
3 Science Fiction
4 Star Trek
4.1 Zentrale Themen
4.2 Historischer und gesellschaftlicher Kontext
5 Analyse der Diversität und des Diversity Managements in Star Trek / Raumschiff Enterprise und Star Trek (2009)
5.1 Ethnie
5.2 Geschlecht
5.3 Teamarbeit
6 Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die praktische Anwendung und Bedeutung von Diversity Management am Beispiel der Science-Fiction-Serie Star Trek sowie des Films Star Trek aus dem Jahr 2009. Dabei wird analysiert, inwieweit das Management der Enterprise-Besatzung als Spiegelbild gesellschaftlicher Entwicklungen dient und wie unterschiedlich mit Diversität zu verschiedenen Zeitpunkten umgegangen wird.
- Grundlagen von Diversität und Diversity Management
- Die Rolle von Diversity Management in Teams
- Science Fiction als gesellschaftlicher Reflexionsraum
- Vergleichende Analyse der Diversitätsumsetzung in der Originalserie und dem Film von 2009
Auszug aus dem Buch
5.1 Ethnie
Wenn man sich zunächst die Beziehung zwischen Kirk und Spock anschaut, der einer anderen Ethnie angehört, erkennt man eine wertschätzende Haltung. In Staffel 1, Folge 10 („Der Zentralnervensystem-Manipulator“), wird deutlich, dass Kirk dessen Stärken genau kennt und sie als Ressource gegen den Eindringling auf dem Schiff nutzt, um diesen außer Gefecht zu setzen. Der Captain wird auf der Brücke mit vorgehaltener Waffe bedroht, daraufhin gibt er Spock ein stilles Zeichen und dieser setzt seine vulkanischen Fähigkeiten ein und überwältigt den Eindringling. Im weiteren Verlauf der Folge ist Spock für die Ermittlung der exakten Koordinaten für das Beamen auf den Planeten verantwortlich. Als Kirk sicher mit seiner Begleitung ankommt, funkt er Spock an und lobt ihn für dessen präzise Arbeit. Somit schafft er ein produktives Arbeitsklima und drückt seine Wertschätzung für die Kompetenz seines Crewmitgliedes aus. Wurden Außerirdische bis zu diesem Zeitpunkt immer als das personifizierte Böse dargestellt, so wandelt sich in Star Trek / Raumschiff Enterprise diese Rolle. Spock unterscheidet sich biologisch und kulturell von den Menschen und ist diesen physisch und intellektuell überlegen, doch trotzdem unterwirft er sich ihnen und ist bereit sein Leben für Kirk zu geben (siehe beispielsweise auch Staffel 2, Folge 5 „Die Stunde der Erkenntnis“).
In Bezug auf andere Ethnien ist Captain Kirks Verhalten jedoch nicht so positiv zu bewerten. Seinem russischen Teammitglied gegenüber verhält er sich eher als dominanter Anführer, der sein vielfältiges Team nicht wertschätzt. Als Chekov ihm in der zweiten Folge der dritten Staffel „Die unsichtbare Falle“ seinen Berechnungen vorlegt, erwidert dieser: „Ich bin überzeugt, dass ihre Berechnungen wieder einmal nicht mit meinen Überlegungen übereinstimmen. Machen sie weiter. Sie lernen es schon noch.“ In Bezug auf sein russisches Crewmitglied zeigt Kirk also wenig Respekt vor dessen Fähigkeiten, obwohl Chekov in seiner speziellen Position diese Berechnungen kompetenter ausführen könnte als es der Captain kann. Eine Wertschätzung gegenüber seiner Kompetenzen ist daher nicht zu beobachten.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle Relevanz von Diversity Management im Kontext der Migration und stellt die Zielsetzung der Arbeit dar, dieses Konzept anhand des Star Trek-Universums zu analysieren.
2 Diversität und Diversity Management: Dieses Kapitel definiert die theoretischen Grundlagen der Diversität sowie verschiedene Implementierungsstrategien des Diversity Managements in Unternehmen und deren Auswirkung auf Teamdynamiken.
3 Science Fiction: Hier wird das Genre Science Fiction definiert und dessen Bedeutung als gesellschaftliches Utopie-Modell für die Analyse von Diversitätsfragen hervorgehoben.
4 Star Trek: Dieses Kapitel untersucht die zentralen Themen der Serie und beleuchtet den historischen sowie gesellschaftlichen Kontext ihrer Entstehung in den 1960er Jahren.
5 Analyse der Diversität und des Diversity Managements in Star Trek / Raumschiff Enterprise und Star Trek (2009): Dieser Hauptteil vergleicht die Praxis des Diversity Managements in der Originalserie und dem Film von 2009 anhand der Dimensionen Ethnie, Geschlecht und Teamarbeit.
6 Zusammenfassung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und stellt die Entwicklung von einer selektiven Wahrnehmung in der Serie hin zu einem ganzheitlicheren Management im Film heraus.
Schlüsselwörter
Diversity Management, Star Trek, Diversität, Science Fiction, Unternehmenskultur, Teamarbeit, Intersektionalität, Ethnie, Geschlecht, Führung, Integration, Diskriminierung, Organisationsmanagement, Diversitätsdimensionen, Wettbewerbsvorteil
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert Diversity Management-Konzepte und deren Umsetzung in einem fiktiven, ökonomischen Kontext, nämlich dem Raumschiff Enterprise aus dem Star Trek-Universum.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die Untersuchung umfasst die theoretischen Dimensionen von Diversität, die Bedeutung des Science-Fiction-Genres als Gesellschaftsspiegel sowie die Auswirkungen verschiedener Führungsstile auf heterogene Teams.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, zu untersuchen, wie Captain Kirk mit der Diversität seiner Crew umgeht und ob dabei ein strategisches Diversity Management erkennbar ist, wobei Serie und Film vergleichend betrachtet werden.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit verwendet eine vergleichende Analyse, bei der theoretische Management-Ansätze auf die fiktiven Szenarien der Star Trek-Produktionen angewendet werden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden die Bereiche Ethnie, Geschlecht und Teamarbeit detailliert analysiert, um die Entwicklung der Führung und Wertschätzung von Teammitgliedern gegenüberzustellen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Diversity Management, Star Trek, Diversität, Unternehmenskultur, Teamarbeit und Führung.
Wie hat sich die Darstellung von Frauen zwischen Serie und Film verändert?
Während in der Originalserie Frauen oft nur eine stereotype Nebenrolle einnahmen, zeigt der Film von 2009 eine höhere Anzahl an Frauen auf der Brücke und eine stärkere Wertschätzung individueller Kompetenzen.
Welche Bedeutung hat Spock für die Analyse?
Spock dient als Beispiel für eine multiethnische Ressource, deren einzigartige Fähigkeiten in verschiedenen Situationen sowohl als Vorteil gesehen als auch kritisch betrachtet werden.
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- Anonym (Author), 2017, Diversität in Science-Fiction, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1132389