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Professionelles Handlungswissen von Lehrkräften im Bereich Rechtschreibförderung

Title: Professionelles Handlungswissen von Lehrkräften im Bereich Rechtschreibförderung

Term Paper (Advanced seminar) , 2019 , 39 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Anonym (Author)

Pedagogy - School System, Educational and School Politics
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Die vorliegende Arbeit entsteht im Rahmen eines Praxissemesters an einer inklusiven Gesamtschule. Erforscht werden soll das professionelle Handlungswissen von Deutsch-Kolleg*innen zum Thema Rechtschreibdiagnostik. Die Idee zu dieser Arbeit entstand schon im Vorbereitungsseminar für das Praxissemester, in dem wir uns intensiv mit Diagnose und Förderung von Rechtschreibung auseinandergesetzt haben. Im Laufe meiner Unterrichtszeit im Rahmen des Praxissemesters, in der ich einen vertieften Einblick in den Alltag an einer inklusiven Gesamtschule gewonnen habe, hat sich diese Themenvorstellung noch verfestigt: Das Thema Rechtschreibung ist im Deutschunterricht allgegenwärtig und ist zudem fächerübergreifend und außerschulisch relevant. Eine stichhaltige Diagnose und eine passende individuelle Förderung sind daher absolut erforderlich. Doch auf welche Mittel und Methoden greifen die Kolleg*innen zurück, um die Rechtschreibleistungen ihrer Schüler*innen zu beobachten?

Um diese Frage beantworten zu können sollen eingangs zentrale Begriffe und Konzepte erläutert werden, zudem soll der Stand der Forschung kurz umrissen werden. Anschließend werden meine Stichprobe – also die zu ihrem professionellen Handlungswissen befragten Kolleg*innen - und die verwendeten Methoden dargestellt, um im Weiteren zu den Ergebnissen und abschließend zur Diskussion eben dieser überzuleiten.

Ziel der Arbeit ist es, einerseits einen Einblick in den aktuellen Forschungsstand zu diesem Thema zu geben und andererseits die Kolleg*innen zu Wort kommen zu lassen: Auf welche Weise beobachten die Kolleg*innen die Rechtschreibung ihrer Schüler*innen? Welche Situationen werden zur Beobachtung geschaffen und welche Kriterien dienen dabei als Maßstab? Welche Probleme sehen sie und welche Wünsche haben sie für zukünftige Fortbildungen zu diesem Thema?

Excerpt


Inhalt

1. Einleitung

2. Theoretischer Hintergrund

2.1 Was macht einen kompetenten Rechtschreiber aus?

2.2 Diktatkritik

2.3 Alternative Diagnosemethoden

2.4 Zwischenfazit und Fragestellung

3. Stichprobenbeschreibung

4. Methodische Herangehensweise

5. Ergebnisse

6. Diskussion

7. Literatur und Quellen

8. Anhang

8.1 Abbildung: Umrechnungstabelle

8.2 Interviewleitfaden

8.3 Transkriptionen inklusive Auswertungen

8.3.1 Transkription mit Auswertung L1

8.3.2 Transkription mit Auswertung L2

8.3.3 Transkription mit Auswertung L3

8.4 Auswertungskategorien

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das professionelle Handlungswissen von Deutsch-Lehrkräften einer inklusiven Gesamtschule im Bereich der Rechtschreibdiagnostik, um zu verstehen, wie diese im Schulalltag beobachtet, dokumentiert und gefördert wird. Dabei liegt der Fokus auf der Identifikation von Methoden, Kriterien und Herausforderungen im Umgang mit den Rechtschreibleistungen von Schülerinnen und Schülern.

  • Professionelles Handlungswissen zur Rechtschreibdiagnostik
  • Methoden und Mittel der Lernstandbeobachtung
  • Kriterien für die Beurteilung von Rechtschreibleistungen
  • Herausforderungen und Rahmenbedingungen im inklusiven Unterricht
  • Wünsche für Fortbildungen und zukünftige Unterrichtsgestaltung

Auszug aus dem Buch

2.1 Was macht einen kompetenten Rechtschreiber aus?

Um verstehen zu können, was bei der Beobachtung von Schüler*innen durch Lehrkräfte im Hinblick auf deren Rechtschreibung wichtig ist soll zunächst geklärt werden, was einen kompetenten Rechtschreiber ausmacht. Die kultusministeriellen Bildungsstandards1 nennen die folgenden Punkte zum Teilbereich „richtig schreiben“: Schüler*innen sollen zum Erreichen des mittleren Schulabschlusses „Grundregeln der Rechtschreibung und Zeichensetzung sicher beherrschen und häufig vorkommende Wörter, Fachbegriffe und Fremdwörter richtig schreiben.“2 Zudem sollen sie individuelle Fehlerschwerpunkte erkennen und mit Hilfe von Rechtschreibstrategien abbauen, insbesondere Nachschlagen, Ableiten, Wortverwandtschaften suchen, grammatisches Wissen anwenden.“3 Somit geht es nicht nur darum, die Rechtschreibung an sich zu beherrschen sondern auch darum, Strategien zu erlernen, wie in Zweifelsfällen vorgegangen werden kann.

Die Definition von Müller4 beispielsweise benennt vier verschiedene Ebenen, die für die Rechtschreibkompetenz zentral sind: „Ein kompetenter Rechtschreiber ist demnach jemand, der viele Wörter in verschiedenen Schreibsituationen richtig und weitgehend automatisiert schreibt (= Können), der sich darüber hinaus seiner eigenen Fähigkeiten bewusst werden kann und diese z.B. durch Zweifeln und Kontrollieren steuern kann (=metakognitives Wissen), der sich bei Schreibzweifeln helfen (= Problemlösestrategien) und dabei Schreibungen sachlogisch erklären kann (= deklaratives Wissen).“5

Ziel der Lehrkräfte sollte es daher sein, die Lernenden auf allen vier genannten Ebenen zu kompetenten Rechtschreibern auszubilden. Das richtige Schreiben von Wörtern wird als ein Prozess verstanden, der bei kompetenten Schreibern weitestgehend automatisiert abläuft6. Nach Karg7 ist es dabei wichtig zu beachten, dass das Erlernen der Rechtschreibung nicht mit dem Abschluss der Grundschule beendet ist, sondern auch in der weiterführenden Schule ein zentrales Thema bleiben muss. Zudem betont die Autorin, dass es dringend nötig sei, den Prozess des Erlernens von Rechtschreibung interdisziplinär zu verstehen, um diesen angemessen und umfassend fördern zu können8. Dazu gehöre laut Karg auch, Orthographie im Zusammenhang mit Lehr-Lern-Prozessen zu sehen und als Gesamtkonzept von Lesen, Schreiben, Verstehen und Sprachaufmerksamkeit zu verstehen9.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Relevanz der Rechtschreibdiagnostik an einer inklusiven Gesamtschule ein und formuliert die zentralen Forschungsfragen.

2. Theoretischer Hintergrund: Es wird dargelegt, was einen kompetenten Rechtschreiber auszeichnet, das traditionelle Diktat kritisch hinterfragt und alternative Diagnosemethoden wie die Fehlertypologie von Thomé vorgestellt.

3. Stichprobenbeschreibung: Das Kapitel beschreibt den Kontext der Untersuchung an der inklusiven Gesamtschule sowie die Auswahl der drei interviewten Lehrkräfte.

4. Methodische Herangehensweise: Die Wahl des leitfragengestützten Experteninterviews als Methode wird begründet und das Vorgehen zur Entwicklung der Auswertungskategorien erläutert.

5. Ergebnisse: Die Ergebnisse zeigen, dass Lehrkräfte zwar über theoretisches Wissen verfügen, aber im Schulalltag aufgrund von Zeitmangel Schwierigkeiten bei der systematischen Beobachtung, Dokumentation und Förderung haben.

6. Diskussion: Das Fazit fasst die Diskrepanz zwischen vorhandenem Wissen und den praktischen Umsetzungsmöglichkeiten zusammen und unterstreicht den Bedarf an besseren Rahmenbedingungen.

Schlüsselwörter

Rechtschreibdiagnostik, Rechtschreibförderung, inklusiver Unterricht, professionelles Handlungswissen, Lehrkräfte, Leitfadeninterviews, Fehlertypologie, Schreibkompetenz, Diagnoseinstrumente, Schrifterwerb, Unterrichtsplanung, Fehleranalyse, Rechtschreibstrategien, Differenzierung, Lernumgebungen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie Lehrkräfte an einer inklusiven Gesamtschule die Rechtschreibfähigkeiten ihrer Schülerinnen und Schüler im Alltag beobachten, welche Methoden sie dabei anwenden und wie sie diese Leistungen bewerten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Arbeit verknüpft theoretische Konzepte der Rechtschreibdiagnose (z.B. Fehlertypologien) mit der praktischen Perspektive von Lehrkräften, um aktuelle Herausforderungen in der täglichen Schulpraxis zu beleuchten.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, einen Einblick in das professionelle Handlungswissen von Lehrkräften zum Thema Rechtschreibdiagnose zu geben und aufzuzeigen, auf welche Weise sie diese diagnostizieren, dokumentieren und fördern.

Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Datenerhebung verwendet?

Es wurden leitfragengestützte Experteninterviews mit drei Lehrkräften durchgeführt, die anschließend qualitativ ausgewertet wurden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Neben theoretischen Grundlagen zur Rechtschreibkompetenz und Diktatkritik präsentiert der Hauptteil die Ergebnisse der Interviews, die sich auf Beobachtungssituationen, Dokumentationspraktiken, Kriterien und Wünsche für die Zukunft beziehen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Rechtschreibdiagnostik, Rechtschreibförderung, inklusiver Unterricht, professionelles Handlungswissen, Leitfadeninterviews, Fehlertypologie, Diagnoseinstrumente und Schrifterwerb.

Warum kritisieren die Lehrkräfte die bisherige Diktatpraxis?

Die Lehrkräfte und die zitierte Literatur weisen darauf hin, dass traditionelle Diktate oft als isoliertes, stressbehaftetes Produkt gesehen werden, das nicht die allgemeine Rechtschreibkompetenz widerspiegelt und zu wenig Raum für individuelle Förderung lässt.

Welche Rolle spielt der Zeitmangel in der Untersuchung?

Der Zeitmangel stellt für alle interviewten Lehrkräfte das größte Hindernis dar. Er verhindert eine systematische, kontinuierliche Diagnose und eine individuelle Rückmeldung an jeden Schüler im Rahmen des Unterrichtsalltags.

Was wünschen sich die Lehrkräfte für zukünftige Fortbildungen?

Die Lehrkräfte wünschen sich praktische Methoden und Unterrichtsmaterialien, die Rechtschreibförderung integrativ in den Fachunterricht einbinden, statt sie als isoliertes Thema zu behandeln.

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Details

Title
Professionelles Handlungswissen von Lehrkräften im Bereich Rechtschreibförderung
College
University of Bonn
Grade
1,3
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2019
Pages
39
Catalog Number
V1132400
ISBN (eBook)
9783346501981
ISBN (Book)
9783346501998
Language
German
Tags
professionelles handlungswissen lehrkräften bereich rechtschreibförderung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2019, Professionelles Handlungswissen von Lehrkräften im Bereich Rechtschreibförderung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1132400
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