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Scaffolding-Methoden zur Förderung bildungssprachlicher Kompetenzen im DaF-/ DaZ-Bereich. Eine Analyse

Titel: Scaffolding-Methoden zur Förderung bildungssprachlicher Kompetenzen im DaF-/ DaZ-Bereich. Eine Analyse

Hausarbeit , 2019 , 19 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Chiara Alina Sachwitz (Autor:in)

Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Ziel dieser Hausarbeit ist es, zu ermitteln, inwieweit das Einsetzen gezielter Scaffolding-Methoden der Förderung bildungssprachlicher Kompetenzen dienen kann.

Neue empirische Forschungen belegen, dass insbesondere Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund im Vergleich zu Mitschülerinnen und Mitschülern mit deutscher Familiensprache schlechtere schulische Leistungen erbringen. Sie werden als die Verlierer des Bildungssystems angesehen, das zwar allen Schülerinnen und Schülern, unabhängig von ihrer sozialen Herkunft, ihrer Herkunftssprache oder ihres Geschlechts, Chancengleichheit verspricht, dieses Versprechen aber nicht einhalten kann. Aus den PISA-Studien geht weiter hervor, dass vor allem Jugendliche aus zweiter Migrantengeneration schwache Ergebnisse erzielten, obwohl diese ihren gesamten Bildungsweg ausschließlich im Zuwanderungsland absolvierten. Als mögliche Erklärung und Lösung für diese signifikanten Leistungsunterschiede wird immer wieder auf die Bildungssprache verwiesen, da ein enger Zusammenhang zwischen den sprachlichen Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler und dem fachlichen Lernen festgestellt
werden konnte. Dadurch wird die Bildungssprache generell als eine notwendige Voraussetzung für das erfolgreiche Lernen in der Schule angesehen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Auftretende Schwierigkeiten bei der Aneignung der Bildungssprache

2.1 Begriffsbestimmung und Abgrenzung

2.2 Die Problematik der Bildungssprache

3. Scaffolding-Methoden als möglicher Lösungsansatz

3.1 Begriffsbestimmung des Scaffoldings

3.2 Struktur bildungssprachlicher Texte

3.3 Aktueller Forschungsstand

4. Empirische Forschung

4.1 Fragestellung und Hypothese

4.2 Material und Methode

4.3 Ergebnisse und Diskussion

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht den Einfluss gezielter Scaffolding-Methoden auf die Entwicklung bildungssprachlicher Kompetenzen bei Lernenden im DaF-/DaZ-Bereich, um Möglichkeiten zur Überwindung sprachlicher Barrieren im schulischen Kontext aufzuzeigen.

  • Definition und Problematik der Bildungssprache im Vergleich zur Alltagssprache.
  • Konzept des Scaffoldings und seine Bedeutung in der Zweitsprachendidaktik.
  • Analyse der strukturellen Merkmale bildungssprachlicher Sachtexte.
  • Empirische Untersuchung zur Wirksamkeit visueller und strukturgebender Hilfsmittel bei der Textarbeit.
  • Diskussion der Bedeutung von Lehrer-Schüler-Interaktion für den Lernerfolg.

Auszug aus dem Buch

3.2 Struktur bildungssprachlicher Texte

Die Bildungssprache orientiert sich generell an den Regeln des Schriftsprachgebrauchs und lehnt sich auch im Mündlichen an die Formen der Schriftlichkeit an (vgl. Feilke, 2012: 6). Trotz dessen, dass sie auch in der mündlichen Kommunikation gebraucht wird, ist die Bildungssprache überwiegend auf schriftliche Situationen bezogen (vgl. ebd.). Ihr Gebrauch findet sich vorwiegend in Sachtexten wieder, die im Unterricht zu verschiedenen Anlässen eingesetzt werden (vgl. Leisen, 2013: 116). In der Textlinguistik wird unter einem schriftlichen Text allgemein eine Abfolge „schriftlich […] mitgeteilter sprachlicher Zeichen, die in sich kohärent sind und als Textganzes eine erkennbare kommunikative Funktion symbolisieren“, (Staatliches Studienseminar Koblenz, 2009: 94) verstanden (vgl. ebd.).

Trotz der verschiedenen Inhalte von Sachtexten, ausgehend von dem jeweiligen Fach, in dem sie eingesetzt werden, weisen bildungssprachliche Texte eine Vielzahl struktureller Gemeinsamkeiten auf und haben einen ähnlichen Aufbau (vgl. Leisen, 2013: 116). Angefangen auf der Wortebene, lässt sich ein großer Bestandteil an Fachvokabular feststellen. Dieses kann zwar auch im Alltag der Lernenden Verwendung finden, allerdings können die Fachausdrücke dort teilweise semantisch anders belegt sein und den Lernenden somit als unbekannt erscheinen (vgl. Leisen, 2013: 118). Die Fachbegriffe werden in vielen Texten von nichtfachlichen Fremdwörtern ergänzt, deren Erschließung durch die Kontextfreiheit erschwert wird (vgl. Gogolin & Duarte, 2016: 489). Zusätzlich weist die verwendete Fachsprache in Sachtexten eine Vielzahl von komplexen sprachlichen Konstruktionen auf, wie beispielsweise Abkürzungen und Akronyme, Substantivierungen, Komposita, Präfix- und Suffixverben, sowie -adjektive, abstrahierende Ausdrücke und selten verwendete Strukturwörter (vgl. ebd.). Auch auf der Satzebene lassen sich für einen bildungssprachlichen Text typische Elemente finden. Hierzu gehört der Gebrauch von verhältnismäßig längeren Sätzen, die durch Satzgefüge wie Relativsätze oder Konjunktionalsätze ergänzt werden (vgl. Gogolin & Duarte, 2016: 490). Zudem werden das Vorkommen von Funktionsverbgefügen und Passivstrukturen und die Verwendung des Konjunktivs als charakteristisch angesehen, welche die Komplexität der Sätze steigern und eine erhöhte Informationsdichte mit sich ziehen (vgl. Leisen, 2013: 120).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die bildungspolitische Relevanz der Bildungssprache ein und erläutert die zentrale Forschungsfrage sowie das Vorgehen der Arbeit.

2. Auftretende Schwierigkeiten bei der Aneignung der Bildungssprache: Hier werden der Begriff der Bildungssprache definiert, von der Alltagssprache abgegrenzt und die Herausforderungen für Schüler mit und ohne Migrationshintergrund diskutiert.

3. Scaffolding-Methoden als möglicher Lösungsansatz: Dieses Kapitel erläutert das Scaffolding-Konzept, die Struktur bildungssprachlicher Texte und den aktuellen Forschungsstand zu Unterstützungsmaßnahmen.

4. Empirische Forschung: Dieser Teil beschreibt das methodische Design der Untersuchung, die Materialwahl für die Testgruppen sowie die Ergebnisse der Datenauswertung.

5. Fazit: Das Fazit fasst die theoretischen Erkenntnisse sowie die Ergebnisse der empirischen Studie zusammen und betont die Notwendigkeit pädagogischer Interaktion.

Schlüsselwörter

Bildungssprache, Scaffolding, DaF, DaZ, Zweitspracherwerb, Schulsprache, Fachsprache, Textkonglomerate, sprachliche Förderung, Zone der nächsten Entwicklung, Sachtexte, schriftsprachliche Kompetenz, Sprachdidaktik, Bildungserfolg, Unterrichtsinteraktion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Bedeutung der Bildungssprache für den Schulerfolg und untersucht, inwieweit spezielle Scaffolding-Methoden als Sprachförderinstrumente bei DaF-/DaZ-Lernenden wirken können.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus?

Zentrale Themen sind die Abgrenzung von Bildungs- zu Alltagssprache, die Analyse der Komplexität schriftsprachlicher Texte sowie die Wirksamkeit didaktischer Unterstützungsstrukturen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, empirisch zu prüfen, ob der Einsatz von Scaffolding-Methoden (z.B. visuelle Hilfen, Merkkästen) die Leistung von DaF-/DaZ-Schülern beim Verstehen bildungssprachlicher Sachtexte verbessert.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es wurde eine quantitative empirische Untersuchung durchgeführt, bei der zehn Probanden zwei unterschiedliche Textvarianten bearbeiteten, um die Auswirkungen von Scaffolding-Elementen zu messen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zur Bildungssprache und zum Scaffolding sowie in die Präsentation und kritische Diskussion der empirischen Studie.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Bildungssprache, Scaffolding, sprachliche Heterogenität und schriftsprachliche Kompetenz geprägt.

Warum schnitten die Schüler in der Untersuchung ohne Scaffolding teilweise besser ab?

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die zusätzlichen Materialien in der Variante B zu einem Informationsüberangebot führten, das die Lernenden eher hemmte als unterstützte.

Welche Rolle spielt die Interaktion mit der Lehrkraft?

Die Autorin schlussfolgert, dass die bloße Bereitstellung von Materialien nicht ausreicht; der Lernerfolg hängt entscheidend vom pädagogischen Miteinander und der expliziten Thematisierung der Sprache durch die Lehrkraft ab.

Welche Bedeutung hat das Modell der "Zone der nächsten Entwicklung" in diesem Kontext?

Dieses Konzept von Vygotskij dient als theoretische Basis, um zu begründen, dass Unterricht an den individuellen Lernstand anknüpfen muss, um entwicklungswirksam zu sein.

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Details

Titel
Scaffolding-Methoden zur Förderung bildungssprachlicher Kompetenzen im DaF-/ DaZ-Bereich. Eine Analyse
Hochschule
Universität Hildesheim (Stiftung)
Note
1,3
Autor
Chiara Alina Sachwitz (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
19
Katalognummer
V1132637
ISBN (eBook)
9783346504715
ISBN (Buch)
9783346504722
Sprache
Deutsch
Schlagworte
DaF DaZ Scaffolding Analyse Bildungssprache Kompetenzen Förderung Untersuchung Herkunfssprache Soziale Herkunft Chancengleichheit Migration Sprache
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Chiara Alina Sachwitz (Autor:in), 2019, Scaffolding-Methoden zur Förderung bildungssprachlicher Kompetenzen im DaF-/ DaZ-Bereich. Eine Analyse, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1132637
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Leseprobe aus  19  Seiten
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