Die Arbeit thematisiert den Einfluss postmaterialistischer und emanzipatorischer Werteinstellungen auf die Tendenz zu unkonventioneller politischer Partizipation.
Als Datengrundlage dient der European Values Survey von 2017, der fünften Welle einer Längsschnittstudie über Werte und Einstellungen europäischer Bürger. Der erste Teil der Arbeit beinhaltet die theoretische Heranführung an das Thema. Darauf folgt die Operationalisierung der unabhängigen Variable und der Prädiktoren, die in den Regressionsmodellen integriert sind. Im Anschluss daran werden die Ergebnisse der deskriptiven Untersuchungen und der Regressionsanalysen vorgestellt.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Die Transformation der Civic Culture
- Unkonventionelle Politische Partizipation
- Vom Allegiant zum Assertive Citizien
- Einflussfaktoren für die Bereitschaft zu unkonventioneller politischer Partizipation
- Soziodemographische Merkmale
- Politisches Interesse und politische Ideologie
- Postmaterialismus und emanzipatorische Wertvorstellungen
- Erläuterung zu den Daten und Variablen des Modells
- Daten
- Operationalisierung
- Abhängige Variable und Haupterklärungsvariablen
- Kontrollvariablen
- Ergebnisse
- Deskriptive Statistiken
- Annäherung an die Hypothesen
- Tabelle 1: Prädiktion unkonventioneller politischer Partizipation mittels OLS-Regression
- Unkonventionelle politische Partizipation im multivariaten Modell
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss von Wertwandel auf die Bereitschaft, sich an unkonventionellen Formen politischer Partizipation zu beteiligen. Die Analyse basiert auf Daten des European Value Survey 2017.
- Transformation der Civic Culture von der "Allegiant" zur "Assertive" Bürgerkultur
- Einflussfaktoren auf die Bereitschaft zur unkonventionellen politischen Partizipation
- Rolle soziodemografischer Merkmale, politischen Interesses und Wertvorstellungen
- Analyse der Zusammenhänge zwischen Postmaterialismus, emanzipatorischen Wertvorstellungen und unkonventioneller politischer Partizipation
- Empirische Untersuchung des Einflusses von Wertwandel auf unkonventionelle politische Partizipation in Deutschland
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Die Einleitung stellt den Kontext der Untersuchung dar und beschreibt die Bedeutung unkonventioneller politischer Partizipationsformen in modernen Demokratien. Sie erklärt den Zusammenhang zwischen Wertwandel, politischer Partizipation und dem Wandel der Bürgerkultur. Zudem werden die Forschungsfrage, die Methode und der Aufbau der Arbeit vorgestellt.
- Die Transformation der Civic Culture: Dieses Kapitel untersucht den Wandel der Bürgerkultur, indem es den Begriff der unkonventionellen politischen Partizipation definiert und den Übergang vom "Allegiant" zum "Assertive" Citizen beleuchtet. Es analysiert die Gründe für diesen Wandel, die in der sozioökonomischen Entwicklung und dem Wandel von Wertvorstellungen liegen.
- Erläuterung zu den Daten und Variablen des Modells: Dieses Kapitel erläutert die Datenbasis der Arbeit, den European Value Survey 2017, und beschreibt die Operationalisierung der unabhängigen Variable und der Prädiktoren für die Regressionsmodelle.
- Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die Ergebnisse der deskriptiven Untersuchungen und der Regressionsanalysen, die den Einfluss von Wertwandel auf unkonventionelle politische Partizipation beleuchten.
Schlüsselwörter
Die zentralen Themen der Arbeit sind Wertwandel, unkonventionelle politische Partizipation, Bürgerkultur, European Value Survey, Postmaterialismus, Emanzipatorische Werte, soziodemographische Merkmale und Regressionsanalyse.
Häufig gestellte Fragen
Wie beeinflusst der Wertewandel die politische Partizipation?
Postmaterialistische und emanzipatorische Werte führen dazu, dass Bürger weniger loyal gegenüber Institutionen sind und stattdessen eher zu unkonventionellen Beteiligungsformen neigen.
Was versteht man unter unkonventioneller politischer Partizipation?
Dazu zählen Aktivitäten außerhalb von Wahlen, wie Demonstrationen, Boykotte oder Unterschriftensammlungen, die direkt auf politische Entscheidungen Einfluss nehmen wollen.
Was ist der Unterschied zwischen „Allegiant“ und „Assertive“ Citizens?
„Allegiant Citizens“ sind loyal und gesetzestreu gegenüber dem Staat, während „Assertive Citizens“ kritischer sind und ihre Interessen aktiv und fordernd vertreten.
Welche Datengrundlage nutzt die Untersuchung?
Die Analyse basiert auf dem European Values Survey (EVS) von 2017, einer umfassenden Längsschnittstudie über Werte und Einstellungen in Europa.
Welche soziodemographischen Faktoren spielen eine Rolle?
Neben den Werten beeinflussen auch Merkmale wie Bildung, Alter, politisches Interesse und die politische Ideologie die Bereitschaft zur unkonventionellen Partizipation.
Welche Rolle spielt der Postmaterialismus?
Postmaterialisten gewichten Selbstverwirklichung und Mitbestimmung höher als materielle Sicherheit, was ihre Neigung zu emanzipatorischem politischem Handeln verstärkt.
- Arbeit zitieren
- Katharina Stahlberg (Autor:in), 2021, Wertewandel und unkonventionelle politische Partizipation in Deutschland, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1132735