Die Auseinandersetzung mit der menschlichen Psyche geht zurück bis in die Antike. Erste Theorien über die Seele des Menschen entsprangen der Philosophie im antiken Griechenland. Der Begriff der Seele findet in der heutigen Psychologie keinen Gebrauch mehr. Die Verwendung des Begriffes fand sich in der antiken Philosophie, bevor sich die Psychologie als ein wissenschaftliches, eigenständiges Fach etablierte. Auch ohne die Erkenntnisse der heutigen Psychologie, versuchten die Philosophen der griechischen Antike durch rationales Denken die Persönlichkeit des Menschen zu erfassen.
Inhaltsverzeichnis
1 Die Auswirkung der grundlegenden Erkenntnisse der klassischen Philosophie auf die heutige Psychologie als Wissenschaft
1.1 Erkenntnisse der Psychologie in der griechischen Antike
1.1.1 Erkenntnisse des Philosophen Sokrates
1.1.2 Erkenntnisse des Philosophen Platon
1.1.3 Erkenntnisse des Philosophen Aristoteles
1.2 Persönlichkeitspsychologie
1.3 Erkenntnisse der Psychologie in der griechischen Antike auf die heutige Psychologie anhand eines Beispiels aus der Persönlichkeitspsychologie
2 Relevanz psychologischer Methodenfächer für die Ausbildung von Psychologinnen und Psychologen
2.1 Quantitative und qualitative Methoden
2.2 Psychologische Methodenfächer in der Psychologie
2.3 Notwendigkeit psychologischer Methodenfächer in der Psychologie
3 Erkenntnisgewinnung im menschlichen Erleben und Verhalten in der Emotionsforschung
3.1 Das Konstrukt Emotion
3.2 Forschung in der Allgemeinpsychologie
3.3 Anwendungsorientierte Forschung
3.4 Neue Erkenntnisgewinnung in der Psychologie des Erlebens und Verhaltens im Hinblick der Interaktion allgemeinpsychologischer Grundlagenforschung und anwendungsorientierter Forschung
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die historische Herleitung psychologischer Erkenntnisse aus der klassischen Philosophie und beleuchtet deren Relevanz für moderne wissenschaftliche Methoden sowie aktuelle psychologische Forschung. Ziel ist es, die Brücke zwischen antiken philosophischen Ansätzen und heutiger, methodengestützter Emotionsforschung zu schlagen.
- Historische Wurzeln der Psychologie in der griechischen Antike.
- Die Bedeutung quantitativer und qualitativer Forschungsmethoden für die Psychologie.
- Methoden der Erkenntnisgewinnung (Induktion und Deduktion) in der Wissenschaft.
- Zusammenhang zwischen Grundlagenforschung und anwendungsorientierter Forschung.
- Empirische Untersuchung von Emotionsprozessen und Sozialverhalten (Mobbing-Studie).
Auszug aus dem Buch
1.1.1 Erkenntnisse des Philosophen Sokrates
Obwohl der Philosoph Sokrates (469 – 399 v. Chr.) keine seiner Gedanken verschriftlichte, konnten diese durch seine Lehrlinge überliefert werden. Auf diesem Weg erschuf er die sogenannte Mäeutik, eine sokratische Fragetechnik. Diese Technik setzte kein logisches Denken voraus, denn sie lebte davon, den Gegenüber durch Fragen zu den richtigen Erkenntnissen zu führen. Viel wichtiger war hierbei die Einschätzung des Gesprächspartners, um neue Fragen zu stellen, die dem Ziel der Erkenntnisgewinnung für beide Gesprächsteilnehmer näherkommen. Der Begriff Mäeutik beschreibt die Geburt des Wissens und wird aufgrund dessen als Hebammenkunst bezeichnet.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Die Auswirkung der grundlegenden Erkenntnisse der klassischen Philosophie auf die heutige Psychologie als Wissenschaft: Dieses Kapitel erläutert, wie Philosophen wie Sokrates, Platon und Aristoteles durch rationales Denken den Grundstein für die spätere psychologische Auseinandersetzung mit menschlicher Psyche und Persönlichkeit legten.
2 Relevanz psychologischer Methodenfächer für die Ausbildung von Psychologinnen und Psychologen: Hier wird die Bedeutung von quantitativen und qualitativen Methoden sowie der Statistik für die wissenschaftliche Fundierung psychologischer Diagnostik und Forschung herausgearbeitet.
3 Erkenntnisgewinnung im menschlichen Erleben und Verhalten in der Emotionsforschung: Das Kapitel verknüpft theoretische Konzepte der Emotionsforschung mit moderner Grundlagenforschung, illustriert durch eine Fallstudie über den Einfluss von Empathie und Sozialverhalten auf Mobbing-Prozesse.
Schlüsselwörter
Psychologie, Philosophie, Sokrates, Mäeutik, Persönlichkeitspsychologie, Forschungsmethoden, Qualitative Methoden, Quantitative Methoden, Statistik, Emotionsforschung, Empathie, Grundlagenforschung, Anwendungsorientierte Forschung, Mobbing, Selbstaufmerksamkeit.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der wissenschaftshistorischen Entwicklung der Psychologie, ausgehend von der griechischen Antike bis hin zu modernen, methodisch fundierten Forschungsansätzen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Felder umfassen die Philosophiegeschichte, psychologische Forschungsmethodik (Methodenfächer) sowie die moderne Emotionsforschung und deren Anwendung in der Praxis.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Ziel ist es aufzuzeigen, wie antike philosophische Erkenntnisse in die heutige wissenschaftliche Psychologie einfließen und warum systematische Methodenfächer für die Erkenntnisgewinnung unerlässlich sind.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden beschrieben?
Die Arbeit behandelt sowohl quantitative als auch qualitative Forschungsansätze, wobei insbesondere die Rolle von Induktion und Deduktion zur Generierung von Wissen erläutert wird.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden die philosophischen Grundlagen, die Bedeutung der psychologischen Methodenausbildung sowie die Interaktion zwischen allgemeinpsychologischer Grundlagenforschung und anwendungsorientierter Forschung detailliert erörtert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Psychologiegeschichte, Forschungsmethodik, Methodenfächer, Empathie und wissenschaftliche Erkenntnisgewinnung geprägt.
Wie unterscheidet Aristoteles die verschiedenen Seelenformen?
Aristoteles unterscheidet zwischen der vegetativen Seele (Ernährung, Wachstum), der animalischen Seele (Wahrnehmung, Bewegung) und der menschlichen Seele der Vernunft (Denken).
Was besagt die Mobbing-Studie in Bezug auf Empathie?
Die Studie zeigt, dass emotional-kognitive Faktoren wie Empathie sowie das Selbstvertrauen von Schülern die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass sie Mobbingopfer verteidigen.
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- Anonym (Author), 2019, Einführung in die Psychologie. Auswirkungen von Erkenntnissen der klassischen Philosophie auf die heutige Psychologie als Wissenschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1132973