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Einheit in den Köpfen? Die politische Kultur in Ost- und Westdeutschland

Title: Einheit in den Köpfen? Die politische Kultur in Ost- und Westdeutschland

Term Paper (Advanced seminar) , 2008 , 28 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Michael Herrmann (Author)

Politics - Political Theory and the History of Ideas Journal
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Der Fall der Mauer im November 1989 war der Startschuss einer rasanten Entwicklung die am 3. Oktober 1990 in der offiziellen Wiedervereinigung Deutschlands endete.
Enden ist hierbei jedoch nicht der richtige Begriff, denn noch 18 Jahre nach diesen Ereignissen ist die Frage nach der „Einheit in den Köpfen“ allgegenwärtig. Gibt es in Deutschland heute (noch immer) zwei unterschiedliche politische Kulturen? Diese Frage beschäftigt selbst 18 Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung zahlreiche Menschen. Um sie zu beantworten, muss man sich zunächst klar machen, was unter dem Begriff überhaupt zu verstehen ist, denn politische Kultur kann durchaus grundverschiedene Bedeutungen haben. In dieser Arbeit steht hierbei vor allem das bürgerliche Engagement als Grundpfeiler eines demokratischen Gesellschaftssystem im Blickpunkt. Politisches Interesse, Politikwissen, Beurteilung von real praktizierter Politik und des Systems im Allgemeinen, sowie die Handlungsbereitschaft und das aktive Handeln werden auf ihr unterschiedliches Vorkommen in Ost- Westdeutschland analysiert, wobei neben der bloßen Darstellung von Differenzen, Ähnlichkeiten und Entwicklungen, vor allem deren Ursachen erklärt werden, um ein besseres Verständnis für die Unterschiede in der politischen Kultur zwischen West- und Ostdeutschland zu bekommen und den gängigen Vorurteilen der "Besserwessis" und "Jammerossis" entgegen zu wirken, denn Differenzen erklären sich selten aus sich selbst heraus.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung: Nach 18 Jahren Einheit in den Köpfen?

2 Theoretische Grundlage

2.1 Definition: Politische Kultur

2.2 Sozialisationshypothese

2.2 Situationshyopthese

2.3 Verknüpfung von Sozialisations- und Situationshypothese

3 Die „Aktivität“ der deutschen Bürger im Vergleich

3.1 Politisches Interesse

3.2 Politikwissen

3.2.1 Objektives Politikwissen

3.2.2 Subjektives Politikwissen

3.3 Politikbeurteilung

3.3.1 Bewertung der Systemperformanz

3.3.2 Bewertung des Systems im Allgemeinen

3.4 Beteiligungsbereitschaft

3.5 Aktives Handeln

4 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Frage, ob 18 Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung von einer „Einheit in den Köpfen“ gesprochen werden kann. Ziel ist es, Unterschiede in der politischen Kultur zwischen Ost- und Westdeutschland zu identifizieren, deren Ursachen – insbesondere durch die Sozialisations- und Situationshypothese – zu ergründen und die Entwicklungen des bürgerschaftlichen Engagements in beiden Landesteilen zu analysieren.

  • Politische Kultur als theoretischer Rahmen
  • Vergleich des politischen Interesses und Politikwissens
  • Analyse der Systemperformanz und Demokratiezufriedenheit
  • Beteiligungsbereitschaft und aktives politisches Handeln
  • Einfluss von Sozialisation und aktueller Lebenssituation

Auszug aus dem Buch

3 Die „Aktivität“ der deutschen Bürger im Vergleich

Da der aktive Bürger als Voraussetzung für eine gut funktionierende Demokratie angesehen wird, sollen im folgenden Abschnitt eventuelle Unterschiede in der politischen Kultur bezüglich der „Aktivität“ der Bürger untersucht werden. Hierzu gehören fünf Teilbereiche, die kausal zusammenhängen: Politisches Interesse, Politikwissen, Beurteilung politischer Sachverhalte, Handlungsbereitschaft und aktives Handeln. Zu Beginn steht das Politikinteresse, denn ohne ein Interesse eignet man sich in der Regel kein Politikwissen an. Dieses ist aber notwendig um Sachverhalte zu verstehen und zu beurteilen. Handlungsbereitschaft, als Voraussetzung für das Handeln, stellt sich wiederum erst ein, wenn man ein Thema als handelnswert beurteilt.

3.1 Politisches Interesse

Wie bereits erwähnt ist politisches Interesse der Grundstein aktiver Bürger, denn ohne politisches Interesse ist eine politische Beteiligung schlecht vorstellbar, und ohne politische Beteiligung gibt es keine demokratische Mitbestimmung der Bürger im politischen Prozess. Wie unterscheidet sich das politische Interesse in Ost- und Westdeutschland und wie hat es sich seit der Wiedervereinigung entwickelt? Diese Frage soll im Folgenden Abschnitt beantwortet werden. Hierzu werden die Umfragedaten der Allgemeinen Bevölkerungsumfrage der Sozialwissenschaften (ALLBUS) genutzt, da sich diese aufgrund der regelmäßigen und frühzeitigen Erhebung gut zur Untersuchung eignen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Nach 18 Jahren Einheit in den Köpfen?: Die Einleitung führt in die Fragestellung ein, ob nach fast zwei Jahrzehnten deutscher Einheit ein gemeinsames politisches Kulturverständnis existiert, und definiert die Schwerpunkte des bürgerschaftlichen Engagements.

2 Theoretische Grundlage: Dieses Kapitel erörtert die Definitionen von politischer Kultur sowie die zwei zentralen Erklärungsansätze, die Sozialisations- und die Situationshypothese, zur Analyse der Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland.

3 Die „Aktivität“ der deutschen Bürger im Vergleich: Der Hauptteil untersucht empirisch anhand von fünf Indikatoren – Interesse, Wissen, Beurteilung, Beteiligung und Handeln – wie unterschiedlich die Bürger in den beiden Landesteilen politisch agieren.

4 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die „Einheit in den Köpfen“ kein binäres Ergebnis liefert, sondern von einer fortbestehenden, primär wirtschaftlich bedingten Diskrepanz geprägt ist, während das demokratische Grundverständnis in beiden Teilen vorhanden bleibt.

Schlüsselwörter

Politische Kultur, Wiedervereinigung, Sozialisationshypothese, Situationshypothese, Bürgerengagement, Politisches Interesse, Politikwissen, Systemperformanz, Demokratiezufriedenheit, Beteiligungsbereitschaft, Wahlbeteiligung, Ost-West-Vergleich, Politische Partizipation, Demokratieverständnis, Systemstabilität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es grundsätzlich in dieser Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der Frage, ob sich 18 Jahre nach der Wiedervereinigung eine einheitliche politische Kultur in Ost- und Westdeutschland herausgebildet hat oder ob noch immer gravierende Unterschiede bestehen.

Welche zentralen Themenfelder werden untersucht?

Die Schwerpunkte liegen auf dem politischen Interesse, dem Politikwissen, der Beurteilung des politischen Systems, der Beteiligungsbereitschaft und dem aktiven Handeln der Bürger.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Unterschiede und Gemeinsamkeiten im bürgerschaftlichen Engagement zu identifizieren und die Ursachen hierfür mittels der Sozialisations- und Situationshypothese zu erklären.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Analyse existierender Umfragedaten (z.B. ALLBUS, Eurobarometer) und nutzt die Ansätze der politischen Kulturforschung zur Interpretation der statistischen Ergebnisse.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die einzelnen Indikatoren der politischen Aktivität in einem synchronen und diachronen Vergleich analysiert, ergänzt durch Graphiken und Tabellen zur Veranschaulichung der Entwicklungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind politische Kultur, Sozialisationshypothese, Situationshypothese, Systemperformanz und der Ost-West-Vergleich der demokratischen Einstellung.

Welche Rolle spielt die DDR-Sozialisation für die heutigen Unterschiede?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass die DDR-Sozialisation zwar einen Erklärungsansatz bietet, ihre Bedeutung jedoch gegenüber den Einflüssen der aktuellen wirtschaftlichen Lebenssituation in den neuen Bundesländern abgenommen hat.

Warum ist die Zufriedenheit der Ostdeutschen mit der Demokratie niedriger?

Die geringere Zufriedenheit wird vor allem auf die ausbleibende Erfüllung wirtschaftlicher Hoffnungen („blühende Landschaften“) und auf eine durch das sozialistische System geprägte höhere Erwartungshaltung an den Staat zurückgeführt.

Gefährden diese Einstellungsunterschiede die Systemstabilität in Deutschland?

Nein, der Autor argumentiert, dass insgesamt ein gesundes Maß an Vertrauen und notwendigem Misstrauen herrscht, das eine stabile Demokratie auszeichnet und keine Gefährdung darstellt.

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Details

Title
Einheit in den Köpfen? Die politische Kultur in Ost- und Westdeutschland
College
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg  (Institut für Politische Wissenschaft)
Course
Theorien und Konzepte der politischen Kultur
Grade
1,7
Author
Michael Herrmann (Author)
Publication Year
2008
Pages
28
Catalog Number
V113301
ISBN (eBook)
9783640138555
ISBN (Book)
9783640138739
Language
German
Tags
Einheit Köpfen Kultur Ost- Westdeutschland Theorien Konzepte Kultur
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michael Herrmann (Author), 2008, Einheit in den Köpfen? Die politische Kultur in Ost- und Westdeutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/113301
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