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Die "50+1-Regelung" des Deutschen Fußball-Bundes und die Multi-Club Ownership-Beschränkungen

Title: Die "50+1-Regelung" des Deutschen Fußball-Bundes und die Multi-Club Ownership-Beschränkungen

Term Paper , 2008 , 64 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: T. Schmidt (Author), S. Ernst (Author), M. Wagner (Author)

Law - Miscellaneous
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Seit 24.10.1998 ist es den 36 Profiklubs der ersten und zweiten Fußballbundesliga gestattet, ihre Lizenzspielabteilung als Kapitalgesellschaft auszugliedern. Da sich der Fußball hierdurch dem Kapitalmarkt öffnete und damit den Einflussnahmemöglichkeiten von Dritten aussetzte, wurde als Konsequenz daraus in der Satzung des Ligaverbandes § 8 II verankert. Dieser weicht vom Wortlaut nur minimal vom § 16c II der DFB Satzung ab und besagt, dass der Mutterverein bei einer solchen Ausgliederung mindestens 50% plus einen weiteren Stimmanteil an der Kapitalgesellschaft halten muss.

In den letzten Jahren geriet diese sog. „50+1 Regelung“ immer mehr in Kritik. Fußballfunktionäre streiten sich über den tatsächlichen Nutzen der Regelung. Juristen streiten sich über die tatsächliche Rechtsgültigkeit der Satzung vor staatlichem bzw. internationalem Recht.
In dieser Abhandlung soll erörtert werden, ob der § 8 Abs. 2 der Satzung des Ligaverbandes tatsächlich rechtsgültig ist, bzw. auf welchem aktuellen Stand die Rechtsprechung sich befindet.

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Ausgliederung der Profiabteilung und daraus folgende Verpflichtungen des Vereins

2.1 Ausgliederung der Lizenzspielerabteilung aus dem Idealverein

2.2 Die „50+1 Regelung“ und Multi-Club Ownership- Beschränkungen

2.3 Bindung des Vereins an die Verbandssatzung

3 Bevorzugte Rechtsformen

3.1 Aktiengesellschaft

3.1.1 Allgemein

3.1.2. Vorteile der AG

3.1.3. Nachteile der AG

3.2. Gesellschaft mit beschränkter Haftung

3.2.1. Allgemein

3.2.2. Vorteile der GmbH

3.2.3. Nachteile der GmbH

3.3. Kommanditgesellschaft auf Aktien

3.3.1. Allgemein

3.3.2. Vorteile der KGaA

3.3.3. Nachteile der KGaA

3.4 Zwischenfazit

4. Argumente der Befürworter der „50+1 Regelung“

4.1 Keine Fremdbestimmung durch unseriöse Investoren

4.2 Glaubwürdigkeit bzw. Wettbewerbsintegrität

4.3 Sporttypizität der „50+1 Regelung“

4.4 Sichere Teilnahme an internationalen Wettbewerben

5. Multi-Club Ownership in Deutschland

5.1 Allgemeine Situation

5.1.1 Meinungsstand von Experten

5.1.2 Hauptargument der Gegner der „50+1Regelung“

5.2 Rechtliche Zulässigkeit in Deutschland

5.2.1 Abschaffung bzw. Änderung der Klausel durch den DFB

5.2.2 Rechtsungültigkeit der Klausel durch deutsches Recht

6 Multi-Club Ownership in Europa

6.1 Vergleich mit anderen europäischen Ligen

6.2 EU-rechtliche Zulässigkeit der „50+1 Regelung“

6.2.1 Zur Anwendbarkeit des EG-Vertrages auf den Sport

6.2.2 relevante Paragraphen des EU-Vertrages

6.3 Klage gegen die UEFA-Regelung

6.3.1 Ausgangslage

6.3.2 Klage der ENIC

6.4. Die „50+1 Regelung“ unter Betrachtung des EGV

6.4.1 Vereinbarkeit mit europäischem Kartellrecht

6.4.2 Verstoß gegen Art. 82 EGV

6.4.3 Verhältnismäßigkeit

7 Fazit

7.1 Zusammenfassung

7.2 Handlungsempfehlung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rechtsgültigkeit der „50+1 Regelung“ des DFB im Kontext nationaler und europäischer Rechtsnormen sowie deren Auswirkungen auf die Ausgliederung von Profiabteilungen in Kapitalgesellschaften.

  • Rechtliche Grundlagen der Ausgliederung von Profiabteilungen aus Vereinen.
  • Analyse der „50+1 Regelung“ im Lichte des Kartellrechts und europäischer Grundfreiheiten.
  • Vergleich der deutschen Situation mit Multi-Club Ownership-Regelungen im europäischen Ausland.
  • Diskussion der Vereinbarkeit der Regelung mit dem EGV und der Verbandsautonomie.

Auszug aus dem Buch

3.1 Aktiengesellschaft

Die Aktiengesellschaft ist im Aktiengesetz (AktG) geregelt und besitzt drei Organe, den Vorstand, der vom Aufsichtsrat bestellt, entlassen, überwacht und beraten wird, sowie die Hauptversammlung (Versammlung der Aktionäre). Die Gesellschafter sind mit Einlagen auf das in Aktien zerlegte Grundkapital an der AG beteiligt. Sie haften dabei ausschließlich mit diesen Einlagen für die Verbindlichkeiten der Gesellschaft (§§ 1, 3 AktG). Die Hauptversammlung fällt die grundlegenden Entscheidungen für die AG. Grundlagenentscheidungen sind Maßnahmen, die unter Beachtung besonderer Verhältnisse der Gesellschaft und aller sonstigen Umstände Ausnahmecharakter besitzen. Grundsätzlich besteht die Möglichkeit Aktien öffentlich an der Börse zu platzieren, oder nicht öffentlich auszugeben.

Die Voraussetzung für die satzungskonforme Umwandlung der Lizenzspielerabteilung in eine AG ist in der DFB Satzung wie folgt geregelt: „Der Verein („Mutterverein“) ist an der Gesellschaft mehrheitlich beteiligt („Tochtergesellschaft“), wenn er über 50% der Stimmanteile zuzüglich eines weiteren Stimmanteils in der Versammlung der Anteilseigner verfügt.“

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in die Thematik der Ausgliederung von Profiklubs in Kapitalgesellschaften und die damit verbundene Relevanz der „50+1 Regelung“.

2 Die Ausgliederung der Profiabteilung und daraus folgende Verpflichtungen des Vereins: Erläuterung der Hintergründe für Ausgliederungen sowie der rechtlichen Bindung der Vereine an das Verbandswerk.

3 Bevorzugte Rechtsformen: Darstellung der drei gängigen Rechtsformen (AG, GmbH, KGaA) mit ihren jeweiligen Vor- und Nachteilen für Fußballvereine.

4. Argumente der Befürworter der „50+1 Regelung“: Analyse der Hauptargumente zum Schutz vor Fremdbestimmung und zur Sicherung der Wettbewerbsintegrität.

5. Multi-Club Ownership in Deutschland: Untersuchung der Situation in Deutschland inklusive Expertenmeinungen und rechtlicher Zulässigkeitsfragen.

6 Multi-Club Ownership in Europa: Rechtsvergleich mit anderen Ligen und Analyse der „50+1 Regelung“ unter europäischem Kartellrecht.

7 Fazit: Zusammenfassung der Ergebnisse und Handlungsempfehlungen zur zukünftigen Ausgestaltung der Regelungen.

Schlüsselwörter

50+1 Regelung, DFB, Ligaverband, Ausgliederung, Lizenzspielerabteilung, Kapitalgesellschaft, Aktiengesellschaft, GmbH, Kommanditgesellschaft auf Aktien, Kartellrecht, EGV, Wettbewerbsintegrität, Multi-Club Ownership, Verbandsautonomie, Investoren.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der rechtlichen Zulässigkeit und dem aktuellen Stand der „50+1 Regelung“ des DFB bei der Ausgliederung von Lizenzspielerabteilungen in Kapitalgesellschaften.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das Sportrecht, die Zulässigkeit von Investorenbeteiligungen, die Rechtsformwahl für Profiklubs sowie die Anwendung des europäischen Kartellrechts auf den Fußball.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist die Erörterung, ob § 8 Abs. 2 der Satzung des Ligaverbandes (bzw. § 16c DFB-Satzung) vor dem Hintergrund staatlichen und europäischen Rechts tatsächlich rechtsgültig ist.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer juristischen Analyse von Verbandssatzungen, Gesetzen (GWB, EGV) und der Auswertung bestehender Literatur sowie Expertenmeinungen zum Sportrecht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Rechtsformen für ausgegliederte Profiabteilungen, die Argumente der Befürworter der 50+1 Regelung sowie eine detaillierte europarechtliche Prüfung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind 50+1 Regelung, Wettbewerbsintegrität, Kapitalgesellschaften, Verbandsautonomie und europäisches Kartellrecht.

Warum wird die KGaA oft als bevorzugte Rechtsform genannt?

Die KGaA wird aufgrund der hohen Finanzierungsmöglichkeiten bei gleichzeitiger Einflusssicherung durch die Komplementärstellung des Vereins als besonders vorteilhaft für Profiklubs bewertet.

Wie unterscheidet sich die DFB-Regelung von der englischen Praxis?

Während in Deutschland die Mehrheitsbeteiligung durch Investoren nahezu ausgeschlossen ist, erlaubt die englische FA lediglich Beschränkungen bei Mehrfachbeteiligungen (Multi-Club Ownership).

Was schlägt das Autorenteam zur Anpassung der Satzung vor?

Es wird empfohlen, den Fokus von pauschalen Mehrheitsbeschränkungen hin zu einer Kontrolle von Mehrfachbeteiligungen zu verschieben und Investoren strengeren Eignungsprüfungen zu unterziehen.

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Details

Title
Die "50+1-Regelung" des Deutschen Fußball-Bundes und die Multi-Club Ownership-Beschränkungen
College
University of Applied Sciences Braunschweig / Wolfenbüttel; Salzgitter  (Fachhochschule Braunschweig/Wolfenbüttel)
Course
Sportrecht
Grade
1,0
Authors
T. Schmidt (Author), S. Ernst (Author), M. Wagner (Author)
Publication Year
2008
Pages
64
Catalog Number
V113302
ISBN (eBook)
9783640138562
ISBN (Book)
9783640138746
Language
German
Tags
Multi-Club Ownership-Beschränkungen Sportrecht 50+1 Regel DFB
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
T. Schmidt (Author), S. Ernst (Author), M. Wagner (Author), 2008, Die "50+1-Regelung" des Deutschen Fußball-Bundes und die Multi-Club Ownership-Beschränkungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/113302
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