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John Stuart Mill. Zur Logik der Moralwissenschaften

Inhaltliche und kritische Auseinandersetzung

Title: John Stuart Mill. Zur Logik der Moralwissenschaften

Term Paper , 2021 , 19 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Marco H. (Author)

Philosophy - Theoretical (Realisation, Science, Logic, Language)
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In dieser Hausarbeit wird eine inhaltliche und kritische Auseinandersetzung der Mill’schen Ausführungen dargeboten. Oberstes Ziel ist dabei die Vermittlung der Kernthesen des Buches, Teilziele bestehen insbesondere in der Auseinandersetzung mit dem Spannungsverhältnis des freien Willens und dem Bilden von Regelmäßigkeiten über das menschliche Verhalten.

In diesem Kontext wird eingangs auf die von Mill postulierte Rückständigkeit der Geisteswissenschaften Bezug genommen. Darüber hinaus befasst sich Kapitel 3 eingehend mit der Bildung von Gesetzmäßigkeiten über das menschliche Verhalten im Spannungsverhältnis zum freien Willen. Unterkapitel widmen sich dem Kausalgesetz, sowie den Gesetzen des Geistes und der Ethologie.

Kapitel 4 zeichnet dann die Entwicklung der von Mill präferierten umgekehrten Deduktiven Methode für die Moralwissenschaften nach. Dabei wird eingangs auf unzureichende Methoden wie der der Experimente eingegangen, um die Ausschließlichkeit der vorgestellten Methodik zu verdeutlichen. Weiterhin wird auf die von Mill aufgeführten Bestätigungen historischer Gesetzmäßigkeiten eingegangen, mit welcher die Bildung von Tendenzen weiter legitimiert aber auch seine Grenzen aufgezeigt werden sollte. In Kapitel 5 erfolgt eine Auseinandersetzung mit der Kritik an Mill, der Fokus liegt hierbei auf den Aussagen von Peter Winch. Das abschließende Fazit rundet diese Ausarbeitung ab.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Kontextuelle Einordnung

1.2 Vorgehen

2 Rückständigkeit der Geisteswissenschaften

3 Gesetzmäßigkeiten und der freie Wille

3.1 Kausalgesetz

3.2 Die Wissenschaft vom Menschen

3.2.1 Geistesgesetze

3.2.2 Ethologie

4 Methodenentwicklung der Sozialwissenschaft

4.1 Unzureichende Methoden

4.1.1 Experimentelle oder chemische Methode

4.1.2 Abstrakte oder geometrische Methode

4.2 Sonderbereiche der Sozialwissenschaft - Konkret deduktive Methode

4.3 Allgemeine Sozialwissenschaft - umgekehrt deduktive Methode

5 Kritische Auseinandersetzung

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit liefert eine inhaltliche und kritische Auseinandersetzung mit dem Werk "Zur Logik der Moralwissenschaften" von John Stuart Mill, wobei das Hauptziel in der Vermittlung der Kernthesen zur methodologischen Angleichung der Moral- an die Naturwissenschaften besteht. Dabei wird insbesondere untersucht, wie Mill das Spannungsverhältnis zwischen dem Kausalgesetz, dem freien Willen und der Entwicklung einer Einheitswissenschaft auflöst.

  • Die Rückständigkeit der Geisteswissenschaften im Vergleich zu den Naturwissenschaften.
  • Die Vereinbarkeit von Gesetzmäßigkeiten menschlichen Verhaltens und dem freien Willen.
  • Die methodologische Fundierung der Sozialwissenschaften durch die "umgekehrt deduktive Methode".
  • Kritische Reflexion der Mill'schen Thesen im Diskurs mit Peter Winch.

Auszug aus dem Buch

3.2.2 Ethologie

Mit der Ethologie meint Mill die Wissenschaft der Charakterbildung, dabei widmet er sich insbesondere den Gesetzen der Charakterbildung sowie den empirischen Gesetzen der menschlichen Natur. Ein empirisches Gesetz sei dabei eine Verallgemeinerung einer ermittelten Gleichförmigkeit in der Aufeinanderfolge oder der Gleichzeitigkeit, deren Wahrheitsgehalt zu überprüfen sei. Diese Überprüfung müsse stattfinden, da es zu Scheinkausalitäten in der Ursache-Wirkungsbeziehung kommen kann oder das Gesetz nur eine ceteris paribus Wirkung hat und Gegeneffekten unterliegen könnte. Ohne diese Überprüfung sei das empirische Gesetz nicht auf andere Sachverhalte übertragbar. Die aus den Erfahrungen gewonnen Beobachtungen von menschlichem Handeln seien genau von dieser Art empirischer Gesetze. So sei beispielsweise das Gesetz, das alle Menschen Lügner seien, ein empirisches und kein Naturgesetz, diese Empirie wiederum beruhe auf äußeren Verhältnissen von Furch und Misstrauen. Sie wären also nicht auf Verhältnisse der Harmonie und Freundschaft übertragbar. Die empirischen Gesetze sind insofern nur Approximationen, es sei wichtig die dahinterliegenden wissenschaftlichen Gesetze zu kennen, nur dann können die empirischen Gesetze auch angewendet werden. Diese seien auch deshalb approximativ, da es keinen universalen Charakter der Menschheit gibt, unter anderem aufgrund der oben erwähnten unterschiedlichen Erfahrungen. Die Gesetze der Charakterbildung hingegen sind universell, und diese seien es, die in Verbindung mit dem jeweiligen Individuum Gefühle und Handlungen erzeugen. Auf diesen Gesetzen, welche wiederum aus den allgemeinen Geistesgesetzen abgeleitet würden, sollte die Wissenschaft von der menschlichen Natur aufgebaut sein. In Abgrenzung zur Psychologie, welche die Wissenschaft der Elementargesetze des Geistes sei, bezeichnet die Ethologie welcher Charaktertyp durch gegebene physische und moralische Umstände hervorgebracht werde.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in John Stuart Mills Werk "Zur Logik der Moralwissenschaften" und Darlegung der methodischen Vorgehensweise der Arbeit.

2 Rückständigkeit der Geisteswissenschaften: Erörterung von Mills These, dass Geisteswissenschaften aufgrund mangelnder methodischer Exaktheit im Vergleich zu Naturwissenschaften als rückständig gelten.

3 Gesetzmäßigkeiten und der freie Wille: Analyse der Vereinbarkeit von menschlichem Handeln nach Kausalgesetzen und dem Konzept der menschlichen Freiheit.

4 Methodenentwicklung der Sozialwissenschaft: Darstellung der von Mill abgelehnten unzureichenden Methoden und seiner favorisierten deduktiven Ansätze für die Gesellschaftswissenschaften.

5 Kritische Auseinandersetzung: Kritische Beleuchtung von Mills Thesen durch die Argumente von Peter Winch, insbesondere hinsichtlich der Vergleichbarkeit von Natur- und Sozialwissenschaften.

6 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Logik hinter Mills Ausführungen und Einordnung der anhaltenden Debatte um die methodische Annäherung der Wissenschaften.

Schlüsselwörter

John Stuart Mill, Logik der Moralwissenschaften, Sozialwissenschaften, Naturwissenschaften, Kausalgesetz, freier Wille, Geistesgesetze, Ethologie, Deduktion, umgekehrt deduktive Methode, soziale Statik, soziale Dynamik, Peter Winch, Einheitswissenschaft, Charakterbildung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit primär?

Die Arbeit befasst sich mit der kritischen Analyse von John Stuart Mills Werk zur Logik der Moralwissenschaften, insbesondere seinem Plädoyer für eine methodologische Angleichung der Geistes- und Sozialwissenschaften an die Naturwissenschaften.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus?

Im Zentrum stehen die Konzepte des Kausalgesetzes, der freien Willensbildung, die Entwicklung der Ethologie sowie die Debatte um die deduktive Erforschung von Gesellschaftszuständen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Vermittlung der Kernthesen von Mill und eine kritische Auseinandersetzung mit der Frage, ob menschliches Verhalten und gesellschaftliche Entwicklungen durch wissenschaftliche Gesetze prognostizierbar sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird in Mills Werk analysiert?

Mill diskutiert verschiedene methodische Ansätze, darunter die von ihm kritisierte experimentelle und geometrische Methode, und präferiert schließlich die konkret- sowie die umgekehrt-deduktive Methode für die Sozialwissenschaften.

Was behandelt der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Gesetzmäßigkeiten menschlichen Verhaltens, die methodische Herleitung einer Wissenschaft der Gesellschaft und eine anschließende kritische Gegenüberstellung durch die Perspektive von Peter Winch.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Abhandlung?

Schlüsselbegriffe sind unter anderem Kausalität, Ethologie, soziale Statik, soziale Dynamik, Einheitswissenschaft sowie die Unterscheidung zwischen empirischen Gesetzen und universellen Charaktergesetzen.

Wie bewertet der Verfasser Mills Argumentation zum freien Willen?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass Mill das Spannungsverhältnis zwischen Kausalität und freiem Willen zwar logisch durchdacht behandelt, jedoch den Einwand der menschlichen Freiheit im konkreten Einzelfall nicht vollständig entkräften kann.

Welche Bedeutung hat die Kritik von Peter Winch für das Verständnis des Werks?

Winch liefert eine fundamentale Kritik, indem er bestreitet, dass soziale Phänomene überhaupt mit den gleichen Methoden wie Naturphänomene untersucht werden können, da sie einer grundsätzlich anderen Logik folgen.

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Details

Title
John Stuart Mill. Zur Logik der Moralwissenschaften
Subtitle
Inhaltliche und kritische Auseinandersetzung
College
University of Hagen
Course
Einführung in die theoretische Philosophie
Grade
1,0
Author
Marco H. (Author)
Publication Year
2021
Pages
19
Catalog Number
V1133072
ISBN (eBook)
9783346504173
ISBN (Book)
9783346504180
Language
German
Tags
Mill Moralwissenschaft Geisteswissenschaft Utilitarismus Sozialwissenschaft Wissenschaftstheorie Naturwissenschaft Kritik an Geisteswissenschaft John Stuart Mill Philosophie Wissenschaftsphilosophie Theoretische Philosophie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marco H. (Author), 2021, John Stuart Mill. Zur Logik der Moralwissenschaften, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1133072
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