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Die Rolle der "esprits forts" in der Apologie der christlichen Religion bei Jean de La Bruyère. Eine widerspruchsfreie Darstellung?

Título: Die Rolle der "esprits forts" in der Apologie der christlichen Religion bei Jean de La Bruyère. Eine widerspruchsfreie Darstellung?

Trabajo de Seminario , 2005 , 26 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Robin Lackas (Autor)

Estudios franceses - Literatura
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Das Ziel dieser Arbeit besteht darin, anhand des letzten Kapitels der „Caractères“ von Jean de La Bruyère, „Des esprits forts“ (EF), den Konflikt zwischen der christlichen Religion - als deren energischer Vertreter La Bruyère insbesondere in diesem Kapitel erscheint - und der Naturwissenschaften sowie der Philosophie nachzuzeichnen und zu erfahren, welcher rhetorischen Mittel sich La Bruyère bei seiner Apologie der christlichen Lehre bedient und ob diese frei von Widersprüchen bleibt.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Stellung und Aufbau des Kapitels Des esprits forts

2.1. Allgemeine Merkmale des Gesamtwerkes Les Caractères

2.2. Des esprits forts

3 Das wissenschaftliche Leben in der Welt des 17. Jahrhunderts

3.1. Zur Situation der Wissenschaften

3.2. Die Naturforscher des 17. Jahrhunderts und ihre philosophische Vorgeschichte

3.3. Mikroskopische Möglichkeiten

4 Die Apologie in EF43 und in EF44

4.1. EF43

4.2. EF44

4.3. EF43 und EF44

5 Die esprits forts und die Religion

6 Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Konflikt zwischen der christlichen Religion und den aufstrebenden Naturwissenschaften sowie der Philosophie im letzten Kapitel von Jean de La Bruyères „Caractères“, betitelt „Des esprits forts“. Ziel ist es, die dabei eingesetzten rhetorischen Mittel der Apologie zu analysieren und zu hinterfragen, ob diese Darstellung frei von inneren Widersprüchen bleibt.

  • Konflikt zwischen christlichem Glauben und moderner Wissenschaft im 17. Jahrhundert
  • Analyse der rhetorischen Strategien in La Bruyères „Des esprits forts“
  • Vergleich der mikroskopischen und teleskopischen Weltbetrachtung
  • Die Rolle der „esprits forts“ als Zielscheibe moralistischer Kritik
  • Untersuchung der Widerspruchsfreiheit der apologetischen Argumentation

Auszug aus dem Buch

4.2. EF44

Das Fragment 44 besteht aus drei Abschnitten, wobei der gesamte Abschnitt eine mittlere Länge im Verhältnis zu den übrigen Fragmenten des Kapitels aufweist.

Im ersten Teil wird das für den Autor anscheinend erstaunliche Eigenleben eines winzigen Insektes beschrieben. Der Einstiegsfeststellung, dass das Insekt Augen hat, folgen Vermutungen über dessen Anatomie am Ende des ersten Abschnittes.

Im zweiten Teil spielt das Insekt eine Nebenrolle, denn der Autor blickt mit Hilfe des Mikroskops in eine Welt, die tausendmal kleiner ist als die des Insekts: In einen Tropfen Wasser wurde Pfeffer zugegeben und dem Betrachter eröffnet sich ein Schauspiel, in dem sich unzählige kleinste Tierchen wie auf einem weiten Meer bewegen.

Im dritten Teil widerfährt dem Autor ein ähnliches Erlebnis als er durch ein Mikroskop einen Blick auf einen Schimmelfleck wirft: Eine unfassbar verflochtene Vegetation mit unendlich vielen (Lebens-)Formen ist zu sehen. Die Fortsetzung desselben Abschnittes ist durch die Frage eingeleitet, wer in der Lage war, ein solch perfektes und unglaubliches Werk zu erschaffen. Die Antwort auf die Frage erfolgt umgehend durch eine rhetorische Frage: „Qui a su travailler à des ouvrages si délicats, si fins, qui échappent à la vue des hommes, et qui tiennent de l’infini comme les cieux, bien que dans l’autre extrémité ? Ne serait- ce point celui qui a fait les cieux, les astres, ces masses énormes, épouvantables par leur grandeur, par leur élévation, par la rapidité et l’étendue de leur course, et qui se joue de les faire mouvoir ?“

Die winzige, nur durch das Mikroskop wahrnehmbare Welt und die für das menschliche Auge nicht fassbare Welt riesiger Weiten sind beides Erscheinungen ein- und desselben Werkes, dessen Gegensatz nur scheinbar ist: Beide sind unendlich.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Arbeit führt in den historischen Kontext des 17. Jahrhunderts ein, das durch die „wissenschaftliche Revolution“ und das Aufkommen der „Caractères“ von La Bruyère geprägt ist, und umreißt die Forschungsfrage.

2 Stellung und Aufbau des Kapitels Des esprits forts: Es werden die stilistischen Besonderheiten der „Caractères“ analysiert und das letzte Kapitel als Sonderfall innerhalb des Werkes herausgearbeitet.

3 Das wissenschaftliche Leben in der Welt des 17. Jahrhunderts: Dieses Kapitel beleuchtet die veränderten sozialen Bedingungen für Gelehrte, die neue wissenschaftliche Kommunikation sowie die philosophischen Grundlagen der mechanistischen Naturerklärung.

4 Die Apologie in EF43 und in EF44: Eine detaillierte Analyse der beiden zentralen Fragmente, in denen La Bruyère teleskopische und mikroskopische Beobachtungen für seine Apologie nutzt.

5 Die esprits forts und die Religion: Die Untersuchung befasst sich mit dem Verhältnis der „esprits forts“ zur christlichen Religion und hinterfragt die Authentizität der Kritik La Bruyères vor dem Hintergrund zeitgenössischer philosophischer Strömungen.

6 Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst zusammen, dass La Bruyères Apologie trotz ihrer Intention, Ordnung und christliche Wahrheit zu verteidigen, bei genauer Betrachtung Widersprüche und eine tiefe Ambivalenz aufweist.

Schlüsselwörter

La Bruyère, Des esprits forts, Caractères, Apologie, Christliche Religion, Wissenschaftliche Revolution, Mechanismus, Aufklärung, Descartes, Pascal, Mikroskopie, Rhetorik, Kosmos, Mikrokosmos, Widerspruch.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert das letzte Kapitel von Jean de La Bruyères „Caractères“ mit dem Titel „Des esprits forts“ und untersucht, wie der Autor dort den Konflikt zwischen christlichem Glauben und den modernen Naturwissenschaften des 17. Jahrhunderts rhetorisch verarbeitet.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung der Wissenschaften im 17. Jahrhundert, der Rolle des mechanistischen Weltbildes bei Denkern wie Descartes und der apologetischen Strategie La Bruyères, wissenschaftliche Erkenntnisse in ein christliches Weltbild zu integrieren.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist herauszufinden, welcher rhetorischer Mittel sich La Bruyère in seiner Apologie bedient und ob diese argumentative Darstellung im Hinblick auf die Auseinandersetzung mit Naturwissenschaft und Philosophie widerspruchsfrei bleibt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autor arbeitet textanalytisch und vergleichend. Sie bezieht sich auf historische Quellen, zeitgenössische philosophische Diskurse sowie die Forschungsliteratur, um La Bruyères Fragmente kritisch zu deuten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historisch-philosophische Einordnung der Wissenschaftsgeschichte des 17. Jahrhunderts sowie eine detaillierte textimmanente Analyse der Fragmente EF43 und EF44, ergänzt durch eine Auseinandersetzung mit der Position der „esprits forts“.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie „Apologie“, „Wissenschaftliche Revolution“, „mechanistische Naturerklärung“, „doppelte Unendlichkeit“ und „moralistische Literatur“ definieren.

Warum bezieht La Bruyère Erkenntnisse der „Gegenseite“ in seine Apologie ein?

Die Arbeit stellt die Hypothese auf, dass La Bruyère durch die detaillierte Darstellung moderner wissenschaftlicher Erkenntnisse die Komplexität und Unermesslichkeit des von Gott geschaffenen Werkes hervorheben möchte, um die Beschränktheit menschlicher Vernunft zu verdeutlichen.

Welche Schlussfolgerung zieht der Autor zur „Widerspruchsfreiheit“?

Die Arbeit kommt zu dem Ergebnis, dass La Bruyères Apologie nicht vollkommen widerspruchsfrei ist, da er die Methoden der „esprits forts“ (Wissenschaftler/Freidenker) nutzt, um genau jene Zweifler zu kritisieren, deren eigene Ansätze ebenfalls oft zu einer Form des Deismus oder zur Säkularisierung neigten.

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Detalles

Título
Die Rolle der "esprits forts" in der Apologie der christlichen Religion bei Jean de La Bruyère. Eine widerspruchsfreie Darstellung?
Universidad
University of Cologne
Calificación
2,0
Autor
Robin Lackas (Autor)
Año de publicación
2005
Páginas
26
No. de catálogo
V1133690
ISBN (Ebook)
9783346508140
ISBN (Libro)
9783346508157
Idioma
Alemán
Etiqueta
rolle apologie religion jean bruyère eine darstellung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Robin Lackas (Autor), 2005, Die Rolle der "esprits forts" in der Apologie der christlichen Religion bei Jean de La Bruyère. Eine widerspruchsfreie Darstellung?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1133690
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