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Vermittlung von Kindern und Jugendlichen aus der Notaufnahme in weiterführende sozialpädagogische Maßnahmen

am Beispiel bed by night (Hannover)

Título: Vermittlung von Kindern und Jugendlichen aus der Notaufnahme in weiterführende sozialpädagogische Maßnahmen

Trabajo de Seminario , 2005 , 33 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Diplom Sozialpädagoge (FH) Jan-Nicolas Paul (Autor)

Trabajo social
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Durch die Medienberichterstattung der letzten Jahre wurde die breite Öffentlichkeit immer wieder mit dem Thema „Straßenkinder in Deutschland“ konfrontiert.
So publizierte zum Beispiel der SPIEGEL im Herbst 2000 die Straßenkarrieren der beiden Mädchen Anja, damals 15, und Jane, 17. Beide flüchteten nach Berlin und wurden heroinabhängig. Anfang dieses Jahres wurde die Story wieder aufgenommen, nachdem Jane dem Milieu entkommen war und Anja an einer Überdosis starb. „War sie nicht zu retten?“ fragte das Magazin in seiner Ausgabe vom 10. Januar 2005. (vgl. SPIEGEL 2/2005)
In der vorliegenden Hausarbeit beschäftige ich mich mit der Thematik der „Vermittlung von Kindern und Jugendlichen aus der Notaufnahme in weiterführende sozialpädagogische Maßnahmen am Beispiel von bed by night.“ Ich werde dabei einen Blick auf das Klientel der Straßenkinder in Hannover und die Möglichkeiten der Vermittlung in weiterführende Einrichtungen werfen. Im Rahmen meines Studiums an der EFH Hannover nehme ich an dem Projekt 8.1 „Soziale Arbeit in innerstädtischen Brennpunkten“ teil. Zudem bin ich durch meine Tätigkeit als Nachtbereitschaft in der Einrichtung bed by night an dieser Thematik in besonderer Weise interessiert.

Meine Hausarbeit ist in insgesamt sechs Kapitel unterteilt. Zunächst werde ich die wichtigsten Fachbegriffe definieren.
Das erste Kapitel meiner Hausarbeit stellt das Projekt für Straßenkinder bed by night vor. Es beschreibt den Auftrag und die Ziele der Einrichtung, sowie deren konzeptionelle Umsetzung.
Anschließend befasse ich mich intensiver mit dem Klientel. Es soll aufgezeigt werden, für welche Zielgruppen die Notunterkunft bed by night eine Anlaufstelle bietet.
Anknüpfend daran folgt der Abschnitt über die vielfältigen Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen. In den folgenden Kapiteln werden nun die Grundbedürfnisse der Klienten, sowie deren besondere Wünsche nach Veränderung ihrer momentanen Situation veranschaulicht werden.
Im weiteren Verlauf der wissenschaftlichen Arbeit stelle ich die Probleme der Klienten dar. Bestimmte Schwierigkeiten und Risikofaktoren aus den unterschiedlichen Lebensbereichen sind Thema des vierten Kapitels.
Das fünfte Kapitel beschäftigt sich mit Lösungsmöglichkeiten und Ansätzen, welche die dargestellten Bedürfnisse des Klientels befriedigen sollen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

0. Einleitung

0.1 Begriffserklärung

0.1.1 Straßenkinder

0.1.2 Inobhutnahme

0.1.3 Lebenswelten

1. Darstellung der Einrichtung bed by night

1.1 Entstehungsgeschichte

1.2 Auftrag der Einrichtung

1.3 Ziele der sozialen Arbeit

1.4 Konzeptionelle Umsetzung

2. Beschreibung der Zielgruppe

2.1 Herkunft der Klienten

2.2 Soziale Umfelder der Klienten

3. Bedürfnisse der Klienten

3.1 Grundbedürfnisse

3.2 Schutz- und Ruheräume

3.3 Veränderung der Wohnsituation

3.4 Lebensperspektiven erarbeiten

4. Darstellung der Probleme

4.1 Analyse der Probleme

4.1.1 Familiale Risikofaktoren

4.1.2 Risikofaktoren im sozialen Umfeld

4.1.3 Gesellschaftliche Veränderungen

4.1.4 Lebensphasische Orientierungslosigkeit

5. Lösungsansätze und Handlungsperspektiven

5.1 Handlungsperspektiven von Klienten und Professionellen

5.1.1 Vergleich der beiden Handlungsperspektiven

5.2 Vermittlung in weiterführende Einrichtungen

5.2.1 Sozialpädagogische Betreuungseinrichtungen

5.3 Konsequenzen und Anforderungen an die Soziale Arbeit

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Vermittlung von Kindern und Jugendlichen aus der Notaufnahme-Einrichtung bed by night in weiterführende sozialpädagogische Maßnahmen. Zentral ist dabei die Analyse der Bedürfnisse und Problemkonstellationen der Klientel sowie die Erarbeitung von Handlungsperspektiven für die Soziale Arbeit, um einen nachhaltigen Ausstieg aus der Straßenszene zu ermöglichen.

  • Strukturen und Angebote der Notaufnahme-Einrichtung bed by night
  • Bedürfnis- und Problemanalyse der Zielgruppe (Straßenkinder)
  • Einflussfaktoren wie familiale Risikofaktoren und gesellschaftliche Veränderungen
  • Vergleich der Handlungsperspektiven von Klienten und Professionellen
  • Vermittlungswege in weiterführende Hilfeeinrichtungen (stationär und ambulant)

Auszug aus dem Buch

0.1.1 Straßenkinder

„Straßenkinder sind in der neueren bundesdeutschen Debatte definiert als minderjährige Jugendliche, die sich weitgehend und dauerhaft abgewendet haben von gesellschaftlich vorgesehenen Sozialisationsinstanzen, sich im Wesentlichen, meist zusammen mit anderen Jugendlichen, am Lebensmittelpunkt „öffentlicher Raum“ als einzigem aktuellem Sozialisationsstandort orientieren und mit ihrem Handeln gegen gesellschaftlich anerkannte „Normalzustände“ verstoßen. (...) Der Begriff Straßenkinder selbst ist wegen seiner Assoziationen zu den Straßenkindern Südamerikas und Osteuropas umstritten. (...) Kilb unterscheidet zwischen orientierungssuchenden und experimentierenden Jugendlichen in nichtkonformen Wohngelegenheiten (1), Migrantenjugendlichen mit kultureller und adoleszenter Bruchproblematik (2), sowie Jugendlichen mit gescheiterten „Jugendhilfekarrieren“ (3). Die „Straßenkarrieren“ Jugendlicher werden dabei als „multiples Problemverhalten im komplexen Gefüge von Risikofaktoren“ identifiziert, in dem lebensphasisch bedingte (meist in der frühen Kindheit entstandene und in der Adoleszenz wieder aufgebrochene), familiale und im sozialen Umfeld (peer-group, Schule usw.) liegende Risikofaktoren „multikatoriell“ miteinander korrespondieren. (...)“ (KILB 2002, zitiert in DEUTSCHER VEREIN 2002, S. 949 - 950)

Der Begriff suggeriert häufig durch die entsprechende Medienberichterstattung die vorwiegende Betroffenheit sehr junger Minderjähriger (Kinder unter 14 Jahren). Jedoch handelt es sich nach übereinstimmender Expertenmeinung beim Großteil der jungen Menschen, die in Deutschland ihren Lebensmittelpunkt vorübergehend oder längerfristig „auf der Straße“ haben, um Jugendliche (14- bis 17-Jährige) und junge Erwachsene (18- bis 26-Jährige). Einig sind sich die meisten Autoren in der Ansicht, dass es sich bei Straßenkindern um Personen handelt die den gesellschaftlichen Normen nicht entsprechen, sich von anerkannten Sozialisationsinstanzen (Familie, Jugendhilfe, Schule usw.) abgewendet haben und sich eher subkulturellen Szenemilieus zugewendet haben. „Straßenkinder“ wird nun als Sammelbegriff für sehr heterogene Problemlagen und Biografien (im Folgenden auch „Straßenkarrieren“ genannt) benutzt.

Zusammenfassung der Kapitel

0. Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema der Straßenkinder in Deutschland ein, stellt die Notaufnahme bed by night vor und beschreibt den Aufbau der Hausarbeit.

1. Darstellung der Einrichtung bed by night: Dieses Kapitel erläutert die Entstehungsgeschichte, den Auftrag, die Ziele und die konzeptionelle Umsetzung der Notunterkunft für Kinder und Jugendliche.

2. Beschreibung der Zielgruppe: Hier wird das Klientel der Einrichtung hinsichtlich seiner Herkunft und der sozialen Umfelder definiert.

3. Bedürfnisse der Klienten: Die wesentlichen Grundbedürfnisse der Zielgruppe sowie der Bedarf an Schutz, Ruheräumen und Lebensperspektiven werden thematisiert.

4. Darstellung der Probleme: Das Kapitel analysiert die komplexen Risikofaktoren, darunter familiale Bedingungen, schulische Probleme und gesellschaftliche Einflüsse, die zur Flucht auf die Straße führen können.

5. Lösungsansätze und Handlungsperspektiven: Es werden Handlungsmöglichkeiten der Sozialarbeit und die Vermittlungswege in verschiedene stationäre sowie ambulante Betreuungseinrichtungen erörtert.

6. Fazit: Das abschließende Kapitel reflektiert die Rolle des Sozialarbeiters und stellt fest, dass bei aktiver Mitarbeit eine Vielzahl von Perspektiven für ein geregeltes Leben möglich ist.

Schlüsselwörter

Straßenkinder, bed by night, Inobhutnahme, Jugendhilfe, Straßenkarrieren, Risikofaktoren, Lebenswelt, Sozialarbeit, Vermittlung, Betreuungseinrichtung, Wohngruppe, Klientel, Krisenintervention, Sozialpädagogik, Perspektivlosigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit befasst sich mit der Situation von Kindern und Jugendlichen, die in der Notaufnahmeeinrichtung bed by night in Hannover Schutz suchen, und den Wegen der Vermittlung in weiterführende pädagogische Hilfemaßnahmen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Im Fokus stehen die Lebensbedingungen von Straßenkindern, die Analyse der Ursachen für dieses Phänomen sowie die Strukturen und Möglichkeiten der stationären und ambulanten Jugendhilfe.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie Jugendliche aus einer akuten Notsituation heraus durch gezielte sozialpädagogische Arbeit stabilisiert und in weiterführende Einrichtungen vermittelt werden können.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor stützt sich auf eine theoretische Analyse der Fachliteratur, Konzepte des Trägers sowie auf qualitative Daten aus geführten Expertengesprächen mit Mitarbeitern der Einrichtung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Einrichtung, eine detaillierte Bedürfnis- und Problemanalyse der Klienten, theoretische Erklärungsansätze für abweichendes Verhalten und eine Diskussion über Vermittlungsmöglichkeiten und Anforderungen an die professionelle Soziale Arbeit.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Inobhutnahme, Straßenkarriere, Lebenswelt, Risikofaktoren und verschiedene Formen der stationären Jugendhilfe.

Was macht bed by night zu einer besonderen Einrichtung?

Es handelt sich um eine niederschwellige Notaufnahme, die rund um die Uhr erreichbar ist, nach dem Prinzip der Freiwilligkeit arbeitet und speziell auf die Zielgruppe der Straßenkinder ausgerichtet ist.

Warum ist die „individuelle Vermittlung“ so wichtig?

Da Straßenkinder sehr heterogene Biografien und Problemlagen aufweisen, ist eine pauschale Zuweisung nicht zielführend; die Hilfemaßnahmen müssen in Hilfeplangesprächen individuell auf die Person zugeschnitten werden.

Final del extracto de 33 páginas  - subir

Detalles

Título
Vermittlung von Kindern und Jugendlichen aus der Notaufnahme in weiterführende sozialpädagogische Maßnahmen
Subtítulo
am Beispiel bed by night (Hannover)
Universidad
University of Applied Sciences Hanover
Curso
Projektseminar Soziale Arbeit in innerstädtischen Brennpunkten
Calificación
2,0
Autor
Diplom Sozialpädagoge (FH) Jan-Nicolas Paul (Autor)
Año de publicación
2005
Páginas
33
No. de catálogo
V113423
ISBN (Ebook)
9783640142316
ISBN (Libro)
9783640142354
Idioma
Alemán
Etiqueta
Vermittlung Kindern Jugendlichen Notaufnahme Maßnahmen Projektseminar Soziale Arbeit Brennpunkten
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Diplom Sozialpädagoge (FH) Jan-Nicolas Paul (Autor), 2005, Vermittlung von Kindern und Jugendlichen aus der Notaufnahme in weiterführende sozialpädagogische Maßnahmen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/113423
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