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Lernen im Erwachsenenalter. Einflussfaktoren und Unterstützungsmöglichkeiten zur Förderung des Studienerfolgs bei nicht-traditionellen Studierenden

Titel: Lernen im Erwachsenenalter. Einflussfaktoren und Unterstützungsmöglichkeiten zur Förderung des Studienerfolgs bei nicht-traditionellen Studierenden

Bachelorarbeit , 2020 , 60 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Cristhina Sylvia Montmorency Sedlacek (Autor:in)

Pädagogik - Erwachsenenbildung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, sollen auch nicht-traditionelle Studierende verstärkt an die Hochschulen geholt werden. Nicht-traditionelle Studierende werden in der wissenschaftlichen Literatur zumeist über die Art des Hochschulzugangs definiert. In dieser Arbeit werden neben Studierenden, die keine Hochschulzugangsreife aufweisen, auch ältere Studierende und solche aus bildungsfernen Schichten zur Gruppe der nicht-traditionellen Studierenden gerechnet.

Wenn die Probleme dieser Gruppe von Studierenden untersucht werden, zeigen sich intrinsische und extrinsische Faktoren. Intrinsische Faktoren können zum Beispiel durch Reattributions- beziehungsweise Attributionstrainings gefördert werden, was bislang aber eher im schulischen Kontext stattfindet. Eine Unterstützung der Studierenden durch die Hochschulen wird vor allem hinsichtlich der extrinsischen Faktoren möglich. Universitäten können vor Studienbeginn mit zielgruppengenauen Informationsangeboten die Weichen dafür stellen, dass die Studienbedingungen erfolgversprechend sind.

Außerdem obliegt den Hochschulen eine Analyse der Zielgruppen hinsichtlich der Planung von Lehrangeboten. Durch Mentoring-Angebote können nicht-traditionelle Studierende von Anfang an in das Hochschulleben eingebunden werden. Auf struktureller Ebene bestehen ebenfalls verschiedene Möglichkeiten, nicht-traditionelle Studierende so zu unterstützen, dass sie ihr Studium erfolgreich absolvieren. Zentrale Bedeutung kommt v.a. der Anerkennung von Vorleistungen und der finanziellen Unterstützung zu.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. NICHT-TRADITIONELLE STUDIERENDE

2.1 ABGRENZUNG ZU TRADITIONELLEN STUDIERENDEN

2.2 STATISTISCHE ANGABEN VON NICHT-TRADITIONELLEN STUDIERENDEN

2.3 PROBLEMLAGE VON NICHT-TRADITIONELLEN STUDIERENDEN

3. STUDIENERFOLG/STUDIENABBRUCH

3.1 DEFINITION VON STUDIENERFOLG UND STUDIENABBRUCH

3.2 STATISTIK ZUM STUDIENABBRUCH

3.3 GRÜNDE FÜR DEN STUDIENABBRUCH

3.4 STUDIENABBRUCH VS. ABBRUCHNEIGUNG BZW. STUDIENZWEIFEL

4. EINFLUSSFAKTOREN AUF DEN LERNERFOLG

4.1 INTRINSISCHE FAKTOREN

4.1.1 Lerntheoretische Besonderheiten

4.1.2 Selbstreguliertes Lernen

4.1.3 Volition und Motivation

4.1.4 Handlungskontrolle und Selbstwirksamkeit

4.1.5 Subjektive Konzepte von Begabungen

4.2 EXTRINSISCHE FAKTOREN

4.2.1 Probleme am Übergang zwischen verschiedenen Lebensphasen

4.2.2 Finanzielle Probleme

4.2.3 Vereinbarkeit von Studium und anderen Verpflichtungen

4.2.4 Anerkennungsprobleme

5. UNTERSTÜTZUNGSMÖGLICHKEITEN FÜR DEN LERNERFOLG

5.1 INFORMATIONSANGEBOTE

5.2 ZIELGRUPPENANALYSE BEI DER PLANUNG VON BILDUNGSANGEBOTEN

5.3 ANERKENNUNG DER BISHERIGEN LEISTUNGEN

5.4 MENTORING UND VERNETZUNG

5.5 HILFE BEI STUDIENZWEIFELN UND ABBRUCHGEDANKEN

5.6 ANPASSUNG DER ORGANISATIONSSTRUKTUR

5.7 FINANZIELLE UNTERSTÜTZUNG UND ENTLASTUNG

6. ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Einflussfaktoren auf den Studienerfolg von nicht-traditionellen Studierenden und erarbeitet konkrete Unterstützungsmöglichkeiten zur Förderung ihres Studienerfolgs. Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie Hochschulen auf die spezifischen Bedürfnisse dieser heterogenen Zielgruppe reagieren können, um Abbrüchen entgegenzuwirken.

  • Definition und Abgrenzung nicht-traditioneller Studierender im Hochschulkontext
  • Analyse von intrinsischen (z.B. Selbstregulation, Motivation) und extrinsischen Einflussfaktoren (z.B. Vereinbarkeit, Finanzen)
  • Studienerfolg und Studienabbruch bei nicht-traditionellen Studierenden
  • Strategien und Maßnahmen zur Unterstützung, inklusive Mentoring-Programmen und organisatorischer Anpassungen

Auszug aus dem Buch

4.1.1 Lerntheoretische Besonderheiten

Lernen ist ein grundlegender Begriff in den Humanwissenschaften. In einer sehr weiten Auffassung lernen Systeme, solange sie lebendig sind. „Leben heißt lernen“ (Treml 2002, 94), weil alles Lebendige sich permanent an Umweltverhältnisse anpassen muss, die sich immer verändern. Die Art, wie Menschen lernen, verändert sich über die Lebensspanne. Nach Auffassung der Biografieforschung ist das Lernen im Erwachsenenalter v.a. ein Anschlusslernen, bei dem auf vorhandenes Wissen und vorliegende Erfahrungen aufgebaut wird (vgl. Hackl/Friesenbichler 2011, 3).

Wenn alle Organismen lernen, solange sie leben, dann heißt das auch für Menschen, dass sie immer lernen. Lange wurde aber angenommen, dass Menschen ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten in der Kindheit und Jugend entwickeln und dass ab dem Erwachsenenalter kaum noch neue Fähigkeiten erworben werden können. Inzwischen tritt das chronologische Alter in der Lernforschung als Erklärungsfaktor zurück. Dabei wird es eine „Vielfalt miteinander interagierender, biologischer, sozialer und psychologischer Bedingungsfaktoren“ (Schwarzer 2007, 8) angenommen.

Lernen wird demzufolge nicht nur als lebenslang andauernder, sondern v.a. als individueller Vorgang verstanden, der stark von den Interessen, Bedürfnissen, Motiven, Lernzielen, Lernstilen und Präferenzen der Lernenden, aber auch der Lehrenden beeinflusst wird (vgl. Hackl et al. 2011, 1). Bei vergleichenden Betrachtungen ist zu beachten, dass die Variabilität im Verhalten und Erleben bei Erwachsenen sehr viel größer ist als bei Kindern (vgl. Schwarzer 2007, 10). Empirische Studien zeigen dementsprechend, dass es mit zunehmendem Alter keinen physisch festgesetzten Abbauprozess gibt, sondern dass zu jeder Lebensphase Entwicklungsgewinne und Entwicklungsverluste zu verzeichnen sind – das Ausmaß ist bei jedem Menschen unterschiedlich. Auch die Möglichkeiten des Gegensteuerns sind daher sehr unterschiedlich. Grundsätzlich lässt sich aber festhalten, dass die Lernfähigkeit von Erwachsenen veränderbar und damit beeinflussbar ist (vgl. ebd., 13).

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die Auswirkungen des Bologna-Prozesses auf die Hochschullandschaft und die Situation nicht-traditioneller Studierender sowie die Forschungsfrage der Arbeit.

2. NICHT-TRADITIONELLE STUDIERENDE: Dieses Kapitel definiert den Begriff der nicht-traditionellen Studierenden anhand verschiedener Kriterien und beleuchtet deren demografische Zusammensetzung sowie spezifische Problemlagen.

3. STUDIENERFOLG/STUDIENABBRUCH: Hier werden zentrale Begriffe definiert und die Statistik sowie Ursachen des Studienabbruchs sowie das Konzept der Abbruchneigung thematisiert.

4. EINFLUSSFAKTOREN AUF DEN LERNERFOLG: Dieses Kapitel analysiert sowohl intrinsische (z.B. Volition, Selbstwirksamkeit) als auch extrinsische Faktoren (z.B. Übergangsproblematik, Finanzierung), die den Studienerfolg beeinflussen.

5. UNTERSTÜTZUNGSMÖGLICHKEITEN FÜR DEN LERNERFOLG: Der Abschnitt stellt praktische Handlungsfelder vor, wie Hochschulen nicht-traditionelle Studierende durch Beratungs-, Mentoring- und strukturelle Anpassungsangebote fördern können.

6. ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf die Notwendigkeit, sowohl extrinsische als auch verstärkt intrinsische Unterstützung für nicht-traditionelle Studierende zu implementieren.

Schlüsselwörter

nicht-traditionelle Studierende, Studienerfolg, Studienabbruch, Bologna-Prozess, intrinsische Faktoren, extrinsische Faktoren, Lebenslanges Lernen, Selbstreguliertes Lernen, Volition, Motivation, Selbstwirksamkeit, Mentoring, Studienberatung, Bildungsherkunft, Hochschulzugang

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Faktoren, die den Studienerfolg von nicht-traditionellen Studierenden beeinflussen, und identifiziert Möglichkeiten, wie Hochschulen diese Zielgruppe besser bei ihrem Studienerfolg unterstützen können.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder umfassen die Definition nicht-traditioneller Studierender, die Analyse von Ursachen für Studienabbrüche, psychologische Einflussfaktoren auf das Lernen sowie praktische Unterstützungsmaßnahmen der Hochschulen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Die Forschungsfrage lautet: Welche besonderen Faktoren beeinflussen den Lernerfolg von nicht-traditionellen Studierenden und welche Unterstützungsmöglichkeiten bestehen, um deren Studienerfolg zu fördern?

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die vorliegende Arbeit ist als systematische Literaturrecherche angelegt, die existierende Forschungsergebnisse zur Gruppe der nicht-traditionellen Studierenden zusammenführt und analysiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die Begrifflichkeiten geklärt, der Studienabbruch differenziert betrachtet und anschließend detailliert die intrinsischen (psychologischen) und extrinsischen (strukturellen/sozialen) Faktoren analysiert, bevor schließlich konkrete Unterstützungsmöglichkeiten diskutiert werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie nicht-traditionelle Studierende, Studienerfolg, Studienabbruch, Selbstreguliertes Lernen und Unterstützungsmöglichkeiten zusammenfassen.

Wie unterscheidet sich die Definition von nicht-traditionellen Studierenden von der traditioneller Studierender?

Nicht-traditionelle Studierende weisen häufig unkonventionelle Bildungsbiografien auf, beispielsweise durch berufliche Qualifikationen ohne reguläres Abitur, einen späten Studienbeginn oder die Bewältigung von Mehrfachbelastungen wie Berufstätigkeit und Familie.

Warum sind laut der Arbeit Mentoring-Programme besonders für nicht-traditionelle Studierende wichtig?

Mentoring-Programme bieten soziale Einbindung, helfen bei der Orientierung in der neuen akademischen Umgebung und können Unsicherheiten sowie mangelndes Vorwissen kompensieren, was maßgeblich zum Studienerfolg und zur emotionalen Unterstützung beiträgt.

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Details

Titel
Lernen im Erwachsenenalter. Einflussfaktoren und Unterstützungsmöglichkeiten zur Förderung des Studienerfolgs bei nicht-traditionellen Studierenden
Hochschule
Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg
Veranstaltung
Soziale Arbeit
Note
1,7
Autor
Cristhina Sylvia Montmorency Sedlacek (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
60
Katalognummer
V1134291
ISBN (eBook)
9783346507914
ISBN (Buch)
9783346507921
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Erwachsenenbildung Studienerfolg Nicht-Traditionelle Studierende Studienabbruch Studieren im Erwachsenenalter
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Cristhina Sylvia Montmorency Sedlacek (Autor:in), 2020, Lernen im Erwachsenenalter. Einflussfaktoren und Unterstützungsmöglichkeiten zur Förderung des Studienerfolgs bei nicht-traditionellen Studierenden, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1134291
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Leseprobe aus  60  Seiten
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