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Architektonische Rahmen des iberischen Stierkampfes

Die Entwicklung der plaza mayor zur plaza de toros

Titre: Architektonische Rahmen des iberischen Stierkampfes

Dossier / Travail de Séminaire , 2008 , 14 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Viktor Witte (Auteur)

Théâtrologie, Danse
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Die vorliegende Arbeit widmet sich der Untersuchung dreier unterschiedlicher architektonischer Rahmen, die sich aus der Tradition des iberischen Stierkampfes herausgebildet haben.
Der Funktionsbau der modernen Stierkampfarena, der plaza de toros, wie wir ihn heute aus vielen spanischen Städten kennen, setzte sich erst gegen Ende des 18. Jahrhunderts durch und diente damals wie heute ausschließlich als Austragungsort für Stierkämpfe, den corridas de toros.
Als architektonischer Vorläufer der plaza de toros gilt die plaza mayor, die sich von der plaza de toros sowohl architektonisch als auch funktionell bedeutend unterscheidet. Aber auch bei der plaza mayor muss zwischen zwei unterschiedlichen Gebäudetypen unterschieden werden, obgleich die identische Bezeichnung vorerst keinen Hinweis darauf bietet.
Sowohl die plazas mayores in den ländlich-dörflichen Regionen Spaniens als auch die plaza mayor in Madrid zeichnen sich im Gegensatz zur plaza de toros durch eine Mehrfunktionalität aus. Nur sind die ländlich-dörflichen plazas mayores aus eben dieser Funktionsvielfalt entstanden und unterscheiden sich unter diesem Aspekt von Madrids plaza mayor, deren Form von herrschaftlichen und gesellschaftlichen Bedürfnissen bestimmt und vom König dirigistisch geformt wurde.
Die Unterschiede zwischen der dörflich-ländlichen plaza mayor und Madrids plaza mayor gilt es in den folgenden Kapiteln darzustellen und zu untersuchen, bevor abschließend auf die Entwicklung von der plaza mayor zur plaza de toros, der modernen Stierkampfarena, eingegangen werden soll.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der historische Ursprung

3. Das ländlich- dörfliche Stierfest – Die provisorische Stierkampfarena

4. Die plaza mayor in Madrid – Ein Repräsentationsraum der spanischen Monarchie

5. Von der plaza mayor zur plaza de toros – Bedeutungsverlust der plaza mayor unter der Herrschaft der Bourbonen

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische und architektonische Transformation des iberischen Stierkampfes, ausgehend von dörflichen Festtraditionen hin zur spezialisierten Stierkampfarena. Dabei wird insbesondere analysiert, wie sich der architektonische Rahmen von der multifunktionalen plaza mayor zur funktionsspezifischen plaza de toros unter dem Einfluss gesellschaftlicher Veränderungen und machtpolitischer Repräsentationsbedürfnisse gewandelt hat.

  • Evolution der architektonischen Rahmenbedingungen des Stierkampfes
  • Unterscheidung zwischen ländlich-dörflichen und königlich-repräsentativen plaza mayor-Typen
  • Einfluss der bourbonischen Herrschaft auf die Repräsentationskultur
  • Entstehung der modernen Stierkampfarena als Funktionsbau
  • Bedeutungswandel des Stierkampfes von ritueller Praxis zu kommerzieller Kunstform

Auszug aus dem Buch

3. Das ländlich- dörfliche Stierfest – Die provisorische Stierkampfarena

„Die eigentlichen Corridas sind Teil dörflich-ländlicher Feste und bilden den historischen Hintergrund für die Ausbildung der modernen Corrida in der Arena.“8 schreibt der Kulturanthropologe Karl Braun in seinem Buch „Der Tod des Stiers. Fest und Ritual in Spanien“. Der von Braun erwähnte historische Hintergrund bezieht sich natürlich auf das Ritual und das strenge Reglement der corrida im Allgemeinen, mit großer Sicherheit jedoch auch auf eine die corrida begleitende architektonische Entwicklung vom Festplatz zur modernen Stierkampfarena.9

Mittelpunkt und zentraler Austragungsort der dörflich-ländlichen Stierfeste war bereits im Mittelalter stets der Hauptmarktplatz inmitten der Ortschaften, die so genannte plaza mayor. Diese gilt somit zweifelsohne als Vorläufer der plaza de toros und der modernen Stierkampfarena.

Neben der heutzutage verbreiteten Corrida in der Stierkampfarena haben sich bis heute einige wenige traditionelle, dörfliche fiestas de toros in Spanien erhalten können, die nach denselben Ritualen und Regeln organisiert und durchgeführt werden, wie sie bereits im 14.-17. Jahrhundert gebräuchlich waren und somit zu einer Untersuchung derselben herangezogen werden können. An Brauns detaillierten Beschreibungen der fiesta de toros in Coria, „einer kleinen Provinzstadt mit Bischofssitz im nordwestlichen Teil der Extremadura am Fluß Alagón gelegen [...]“10, oder auch in Pamplona, Austragungsort der wohl berühmtesten fiesta de toros11, lassen sich somit sowohl Rückschlüsse auf die fiesta de toros bis Ende des 18. Jahrhunderts als auch auf architektonische Besonderheiten, die in direktem Zusammenhang mit dörflichen Stierläufen stehen, ziehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Untersuchung dreier architektonischer Rahmen des iberischen Stierkampfes ein und grenzt die Begriffe plaza mayor und plaza de toros voneinander ab.

2. Der historische Ursprung: Dieses Kapitel beleuchtet die Wurzeln des Stierkampfes und differenziert zwischen bäuerlich-dörflichen Traditionen und adligen Stierturnieren.

3. Das ländlich- dörfliche Stierfest – Die provisorische Stierkampfarena: Hier wird die plaza mayor als ursprünglicher, multifunktionaler Austragungsort dörflicher Stierfeste beschrieben, der noch provisorische Charakteristika aufwies.

4. Die plaza mayor in Madrid – Ein Repräsentationsraum der spanischen Monarchie: Das Kapitel analysiert die plaza mayor in Madrid als gezielt geschaffenen, herrschaftlich geprägten Raum für die Repräsentation der spanisch-habsburgischen Monarchie.

5. Von der plaza mayor zur plaza de toros – Bedeutungsverlust der plaza mayor unter der Herrschaft der Bourbonen: Der gesellschaftliche Wandel im 18. Jahrhundert wird thematisiert, der zum Bedeutungsverlust der plaza mayor und zur Entstehung des spezialisierten Funktionsbaus plaza de toros führte.

6. Fazit: Die Arbeit fasst die architektonische Entwicklung vom dörflichen Marktplatz über die höfische Repräsentationsbühne hin zur spezialisierten Stierkampfarena zusammen.

Schlüsselwörter

Stierkampf, plaza mayor, plaza de toros, Architektur, Spanien, Repräsentation, Geschichte, Bourbonen, Habsburger, corrida, fiesta de toros, Funktionsbau, Bürgertum, Urbanistik, Kulturanthropologie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die architektonische Evolution des iberischen Stierkampfes und wie sich die baulichen Rahmenbedingungen von dörflichen Plätzen hin zu spezialisierten Arenen entwickelt haben.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Fokus stehen die bauliche Gestaltung von Marktplätzen, die Rolle der Monarchie bei der Raumplanung sowie der Einfluss gesellschaftlicher Veränderungen auf die Stierkampf-Tradition.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Entwicklung der plaza mayor zur plaza de toros darzustellen und die damit verbundenen funktionalen und symbolischen Bedeutungsverschiebungen zu ergründen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Der Autor verwendet einen kulturwissenschaftlichen Ansatz, der historische Analysen, architektonische Vergleiche und die Auswertung anthropologischer Literatur verbindet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse dörflicher Stierfeste, die höfische Repräsentationsarchitektur Madrids und den funktionalen Wandel, der durch die bourbonische Herrschaft und das aufkommende Bürgertum eingeleitet wurde.

Welche Schlagworte charakterisieren den Inhalt am besten?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie plaza mayor, plaza de toros, Repräsentationsraum, Funktionsbau und spanische Stierkampftradition beschreiben.

Worin unterscheidet sich die plaza mayor in Madrid von den dörflichen Pendants?

Während die dörflichen Plätze aus einer gewachsenen Funktionsvielfalt entstanden, wurde die plaza mayor in Madrid vom König dirigistisch geformt, um primär als Repräsentationskulisse für die Monarchie zu dienen.

Warum verlor die plaza mayor in Madrid im 18. Jahrhundert ihre Bedeutung?

Durch den gesellschaftlichen Umbruch unter den Bourbonen wendete sich der Adel vom Stierkampf ab, und der Platz wurde durch neue städtebauliche Maßnahmen sowie die Entstehung spezialisierter Arenen als Festort verdrängt.

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Résumé des informations

Titre
Architektonische Rahmen des iberischen Stierkampfes
Sous-titre
Die Entwicklung der plaza mayor zur plaza de toros
Université
Free University of Berlin  (Institut für Theaterwissenschaften )
Cours
Proseminar Theatergeschichte
Note
1,7
Auteur
Viktor Witte (Auteur)
Année de publication
2008
Pages
14
N° de catalogue
V113430
ISBN (ebook)
9783640142484
ISBN (Livre)
9783640143146
Langue
allemand
mots-clé
Architektonische Rahmen Stierkampfes Proseminar Theatergeschichte
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Viktor Witte (Auteur), 2008, Architektonische Rahmen des iberischen Stierkampfes, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/113430
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Extrait de  14  pages
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