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Herkunftsbedingte Mehrsprachigkeit. Türkisch als Herkunftssprache im Spanischunterricht

Title: Herkunftsbedingte Mehrsprachigkeit. Türkisch als Herkunftssprache im Spanischunterricht

Seminar Paper , 2020 , 23 Pages , Grade: 14

Autor:in: Volkan Hotaman (Author)

Didactics - Common Didactics, Educational Objectives, Methods
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In dieser Arbeit wird thematisiert, welche Chancen und Herausforderungen sich durch das Türkische als Herkunftssprache im Spanischunterricht ergeben. Darüber hinaus werden mehrere Beispiele aufgeführt, die die Einbringung des Türkischen als Herkunftssprache möglich machen soll.

Türkisch zählt zu den wichtigsten Herkunftssprachen von Schülerinnen und Schülern in Deutschland. Viele Lehrkräfte ignorieren jedoch die Herkunftssprachen von Migrantenkindern und wenden dabei den "monolingualen Habitus" in der multilingualen Schule an. Etwa jede fünfte Person in Deutschland hat einen Migrationshintergrund, wovon 7,2 Millionen Ausländerinnen und Ausländer und 9,2 Millionen Deutsche mit Migrationshintergrund sind. Dies zeigt, dass "viele Kinder und Jugendliche heute in nicht-deutschen oder mehrsprachigen Haushalten aufwachsen, und somit bereits vor dem Erlernen der schulischen Fremdsprachen im Idealfall auf mehrere Sprachen zurückgreifen können".

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1.Einleitung

2.Definition: Zweisprachigkeit, Vielsprachigkeit, Mehrsprachigkeit, Herkunftssprache und Familiensprache

3.Formen der Mehrsprachigkeit: individuelle, gesellschaftliche, lebensweltliche und schulische Mehrsprachigkeit

4.Rolle der Herkunftssprachen im Spanischunterricht

5.Vorteile der Berücksichtigung der Herkunftssprachen im Unterricht der zweiten Fremdsprache

6.Chancen und Herausforderungen der Berücksichtigung der türkischen Sprache im Spanischunterricht: Ein Vergleich zwischen der türkischen und der spanischen Sprache

7.Mehrsprachigkeitsfördernde Aufgaben und ihre Implementierung im Spanischunterricht

8.Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, wie die herkunftsbedingte Mehrsprachigkeit, insbesondere Türkisch als Herkunftssprache, als Ressource im Spanischunterricht genutzt werden kann, um den Lernprozess zu optimieren und die Sprachbewusstheit der Lernenden zu fördern.

  • Grundlagen der Mehrsprachigkeitsdefinitionen
  • Die Rolle der Herkunftssprache im Fremdsprachenunterricht
  • Vergleichende Analyse: Türkisch und Spanisch
  • Methoden der Implementierung im Unterricht (Transferaufgaben)
  • Förderung affektiver und motivationaler Lernfaktoren

Auszug aus dem Buch

6.Chancen und Herausforderungen der Berücksichtigung der türkischen Sprache im Spanischunterricht: ein Vergleich zwischen der türkischen und der spanischen Sprache

In diesem Teil der Hausarbeit sollen die Chancen und Herausforderungen dargestellt werden, die sich durch die Beschäftigung mit der türkischen Sprache im Spanischunterricht ergeben. Dafür werden beide Sprachen phonologisch, lexikalisch und syntaktisch miteinander verglichen.

Während das Türkische eine Turksprache ist, handelt es sich bei Spanisch um eine romanische Sprache.

Positiv ist, dass beide Sprachen so gesprochen werden, wie sie geschrieben werden und dass beide Sprachen in lateinischer Schrift geschrieben werden.

Auf phonologischer Ebene existieren sowohl Unterschiede als auch Gemeinsamkeiten zwischen den beiden Sprachen. So wird zum Beispiel der Buchstabe „j“, welches im Türkischen ein stimmhafter postalveolarer Frikativ ist [ʒ] genauso ausgesprochen wie im Französischen. Im Spanischen jedoch handelt es sich bei diesem Buchstaben um einen stimmlosen veolaren Frikativ [x]. Diesen Laut gibt es im Türkischen nicht, in der deutschen Sprache jedoch schon, z.B. in dem Wort „Sache“ [zaxə], womit dieser Laut den türkischsprachigen Schülerinnen und Schülern bereits bekannt ist (vgl. Schroeder & Simsek 2014, 119).

Zusammenfassung der Kapitel

1.Einleitung: Es wird die Relevanz der Herkunftssprachen im Kontext eines immer heterogener werdenden Klassenzimmers in Deutschland dargelegt und die Forschungsfrage zur Einbettung des Türkischen in den Spanischunterricht aufgeworfen.

2.Definition: Zweisprachigkeit, Vielsprachigkeit, Mehrsprachigkeit, Herkunftssprache und Familiensprache: Dieses Kapitel liefert eine theoretische Abgrenzung der zentralen Begrifflichkeiten, um ein einheitliches Verständnis für die weitere Analyse zu schaffen.

3.Formen der Mehrsprachigkeit: individuelle, gesellschaftliche, lebensweltliche und schulische Mehrsprachigkeit: Es erfolgt eine Differenzierung der verschiedenen Erscheinungsformen der Mehrsprachigkeit, um den unterschiedlichen Voraussetzungen der Lernenden gerecht zu werden.

4.Rolle der Herkunftssprachen im Spanischunterricht: Das Kapitel beleuchtet den Paradigmenwechsel vom monolingualen Habitus hin zur Anerkennung herkunftssprachlicher Kompetenzen als wertvolles Potenzial für den Spanischunterricht.

5.Vorteile der Berücksichtigung der Herkunftssprachen im Unterricht der zweiten Fremdsprache: Hier werden die positiven Effekte, wie die Förderung der Sprachbewusstheit, gesteigerte Motivation und Identitätsstärkung, detailliert ausgeführt.

6.Chancen und Herausforderungen der Berücksichtigung der türkischen Sprache im Spanischunterricht: Ein Vergleich zwischen der türkischen und der spanischen Sprache: Es findet eine kontrastive Analyse beider Sprachen auf phonologischer, lexikalischer und morphosyntaktischer Ebene statt, um Transfermöglichkeiten zu identifizieren.

7.Mehrsprachigkeitsfördernde Aufgaben und ihre Implementierung im Spanischunterricht: Anhand von konkreten Beispielen wird demonstriert, wie Lehrkräfte aktiv das Vorwissen der Schüler nutzen können, um Transferprozesse und sprachliche Vernetzung zu fördern.

8.Fazit: Die wesentlichen Ergebnisse werden zusammengefasst und die Notwendigkeit unterstrichen, Herkunftssprachen als integralen Bestandteil eines modernen Fremdsprachenunterrichts zu begreifen.

Schlüsselwörter

Mehrsprachigkeit, Herkunftssprache, Spanischunterricht, Türkisch, Sprachvergleich, Sprachbewusstheit, Transfer, Heterogenität, Interkulturelles Lernen, Migrationshintergrund, Fremdsprachendidaktik, Pro-Drop, Sprachrepertoire, Schülerorientierung, Sprachvernetzung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Integration von herkunftsbedingter Mehrsprachigkeit in den Spanischunterricht an deutschen Schulen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Felder sind die Definition von Mehrsprachigkeit, die didaktische Aufarbeitung von Herkunftssprachen als Ressource sowie der kontrastive Sprachvergleich zwischen Türkisch und Spanisch.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie türkischsprachige Schülerinnen und Schüler durch die Einbeziehung ihrer Herkunftssprache beim Erlernen des Spanischen unterstützt und motiviert werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine fachdidaktische Arbeit, die auf einer theoretischen Aufarbeitung aktueller Studien und Konzepte sowie auf der Erarbeitung praxisnaher Unterrichtsbeispiele basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Definitionen, die Darstellung von Vorteilen der Mehrsprachigkeitsdidaktik, einen linguistischen Vergleich von Türkisch und Spanisch sowie konkrete Aufgabenvorschläge für den Unterricht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Mehrsprachigkeit, Herkunftssprache, Sprachbewusstheit und interlingualer Transfer charakterisiert.

Warum ist der Vergleich zwischen Türkisch und Spanisch für Schüler hilfreich?

Der Vergleich ermöglicht es den Lernenden, Gemeinsamkeiten – etwa bei grammatikalischen Phänomenen oder Wortentlehnungen – zu erkennen und somit ihr Sprachwissen als Brücke für das Erlernen der Zielsprache zu nutzen.

Was versteht man im Kontext der Arbeit unter "Pro-Drop"?

Es bezeichnet das Auslassen von Personalpronomen im Satz. Da sowohl Türkisch als auch Spanisch dieses Phänomen aufweisen, kann es als Transferbrücke im Unterricht dienen.

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Details

Title
Herkunftsbedingte Mehrsprachigkeit. Türkisch als Herkunftssprache im Spanischunterricht
College
Justus-Liebig-University Giessen  (Romanistik)
Grade
14
Author
Volkan Hotaman (Author)
Publication Year
2020
Pages
23
Catalog Number
V1134606
ISBN (eBook)
9783346507877
ISBN (Book)
9783346507884
Language
German
Tags
Spanischunterricht Mehrsprachigkeit Heterogenität Türkisch Mehrsprachigkeitsförderung Fremdsprachen Herkunftssprache
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Volkan Hotaman (Author), 2020, Herkunftsbedingte Mehrsprachigkeit. Türkisch als Herkunftssprache im Spanischunterricht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1134606
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