Zweck des ersten Kapitels dieser Einsendeaufgabe ist es, das transtheoretische Modell am Beispiel Raucherentwöhnung in Verbindung mit körperlicher Aktivität zu veranschaulichen. Nach einer allgemeinen Beschreibung des Modells folgt die Veranschaulichung am Beispiel. Das Kapitel schließt mit dem aktuellen Forschungsstand zur Bedeutung der Veränderungsstrategien.
Das zweite Kapitel befasst sich mit der Thematik umweltstützenden Verhaltens. Beginnend mit den Klärungen der Begriffe Impact und Intent, greift das Kapitel umfassend die Theorie des geplanten Verhaltens anhand eines Beispiels auf.
Das letzte Kapitel dieser Arbeit thematisiert das Stufenmodell der psychosozialen Entwicklung nach Erikson. Beginnend mit der Beschreibung des Modells nach Erikson folgt ein Vergleich zu Freuds Phasenmodell. Anschließend werden Forschungsergebnisse zur Relevanz des Modells für Gesundheit im Alter aufgezeigt. Das Kapitel schließt mit der Betrachtung des Modellnutzens aus der Sicht eines Praktikers der Gesundheitspsychologie.
Inhaltsverzeichnis
1 Das transtheoretische Modell der Verhaltensänderung
1.1 Transtheoretisches Modell – Begriffsbestimmung
1.2 Stufen der Verhaltensänderung (stages of change)
1.3 Veränderungsstrategien (processes of change)
1.4 Bisherige Forschungsergebnisse zum TTM
2 Umweltschützendes Verhalten
2.1 Die Theorie des geplanten Verhaltens
2.2 TPB am Beispiel umweltrelevanten Verhaltens
2.2.1 Impact einer Flugreise und Impact der Bevorzugung regionaler Nahrungsmittel auf die CO2-Emission
2.2.2 Einstellungen, die subjektiven Normen und die wahrgenommene Verhaltenskontrolle als Einflussgrößen der Intention
3 Stufenmodell der psychosozialen Entwicklung
3.1 Freud und Erikson – Ein Vergleich
3.2 Bisherige Forschungsergebnisse zum psychosozialen Modell im Kontext der Gesundheit im Alter
3.3 Der Nutzen des Stufenmodells nach Erikson aus der Sicht eines Gesundheitspsychologen
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht theoretische Modelle der Verhaltensänderung im Kontext gesundheitspsychologischer und umweltschützender Fragestellungen. Zentrales Ziel ist es, die Anwendbarkeit des transtheoretischen Modells (TTM) sowie der Theorie des geplanten Verhaltens (TPB) zur Förderung nachhaltiger Lebensstile zu analysieren und diese Ansätze in den Rahmen der psychosozialen Entwicklungsstufen nach Erikson einzuordnen.
- Grundlagen des Transtheoretischen Modells der Verhaltensänderung
- Analyse umweltrelevanter Verhaltensweisen mittels der Theorie des geplanten Verhaltens
- Bedeutung von Impact und Intent bei ökologischen Entscheidungen
- Zusammenhang zwischen psychosozialen Entwicklungsphasen und Gesundheit im Alter
- Praktische Implikationen psychologischer Interventionsstrategien
Auszug aus dem Buch
1.1 Transtheoretisches Modell – Begriffsbestimmung
Das Transtheoretische Modell (TTM), auch „Stages of Change“-Modell genannt, wurde Ende der 70er Jahre von Prochaska und Diclemente (2005) an der Universität Rhode Island entwickelt (Keller, 1999).
Das TTM ist ursprünglich im Rahmen der Raucherentwöhnung entstanden (Diclemente et al., 1991; Fava, Velicer & Prochaska, 1995; Prochaska, Velicer, Diclemente & Fava, 1988a; Prochaska, Velicer, Guadagnoli, Rossi & Diclemente, 1991; Prochaska, Diclemente, Velicer & Rossi, 1993a; Velicer, Hughes, Fava, Prochaska & Diclemente, 1995; Velicer, Fava et al., 1995), wird aber inzwischen auf verschiedenste Gesundheitsverhaltensweisen (Keller, 1999; Prochaska, 1979, 1994), wie z.B. körperliche Aktivität (Armstrong, Sallis, Hovell & Hofstetter, 1993; Marcus, Rakowski & Rossi, 1992; Marcus, Selby, Niaura & Rossi, 1992; Marcus, Rossi, Selby, Niaura & Abrams, 1992; Marcus, Eaton, Rossi & Harlow, 1994; Prochaska & Marcus, 1994), Alkohol- und Drogenabstinenz (Diclemente & Hughes, 1990; Rollnick, Heather, Gold & Hall, 1992), Gewichtsreduktion (Marcus, Banspach et al., 1992; Prochaska, Norcross, Fowler, Follick & Abrams, 1992; Rossi et al., 1994; Rossi, Rossi, Velicer & Prochaska, 1995), Kondomgebrauch (Galavotti et al., 1995; Grimley, Riley, Bellis & Prochaska, 1993; Grimley, Prochaska, Velicer & Prochaska, 1995; Grimley, Prochaska & Prochaska, 1996; Prochaska, Redding, Harlow, Rossi & Velicer, 1994) und UV-Schutz (Rossi, Blais, Redding & Weinstock, 1995), angewendet. Es ist ein Modell intentionaler Verhaltensänderung, d.h. bevor ein neues Verhalten gezeigt wird, muss eine Absicht (Intention) vorhanden sein (Hoffmann, 2010). Das Modell betrachtet die Veränderung gesundheitlicher Verhaltensabsichten und gesundheitlichen Handelns als Prozess, der sich durch die aktive zeitliche Durchführung qualitativ unterschiedlicher, aufeinanderfolgender Stufen beschreiben lässt.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Das transtheoretische Modell der Verhaltensänderung: Dieses Kapitel führt in das TTM ein, erläutert die verschiedenen Stufen der Verhaltensänderung sowie die dazugehörigen Veränderungsstrategien und diskutiert den aktuellen Forschungsstand.
2 Umweltschützendes Verhalten: Hier werden die Begriffe Impact und Intent definiert und die Theorie des geplanten Verhaltens anhand von Beispielen wie Flugreisen und Ernährungsgewohnheiten praktisch angewendet.
3 Stufenmodell der psychosozialen Entwicklung: Das Kapitel bietet eine Übersicht über das Modell nach Erikson, vergleicht es mit Freuds Ansatz und bewertet dessen Relevanz für die Gesundheitspsychologie im Alter.
Schlüsselwörter
Transtheoretisches Modell, Verhaltensänderung, Theorie des geplanten Verhaltens, Umweltschützendes Verhalten, Impact, Intent, Psychosoziale Entwicklung, Erikson, Gesundheitspsychologie, Raucherentwöhnung, Körperliche Aktivität, Intervention, Selbstwirksamkeit, Entscheidungsbalance, Integrität.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der vorliegenden Arbeit?
Die Arbeit befasst sich mit theoretischen psychologischen Modellen, die erklären, wie Menschen ihr Verhalten ändern können – insbesondere im Hinblick auf gesundheitsrelevante und ökologische Aspekte.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen das Transtheoretische Modell (TTM), die Theorie des geplanten Verhaltens (TPB) sowie das psychosoziale Entwicklungsmodell nach Erikson.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, diese wissenschaftlichen Modelle theoretisch darzustellen und deren praktische Anwendungsmöglichkeiten für Gesundheitspsychologen aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Integration empirischer Studienergebnisse, um die Wirksamkeit der vorgestellten Modelle zu evaluieren.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die Stufen der Verhaltensänderung, die Faktoren, die umweltfreundliches Handeln beeinflussen, sowie die Phasen der Identitätsentwicklung über die Lebensspanne hinweg.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Verhaltensänderung, TTM, Theorie des geplanten Verhaltens, Impact, Intent und das psychosoziale Entwicklungsmodell nach Erikson.
Wie unterscheidet sich das Modell von Erikson von dem von Freud?
Im Gegensatz zu Freuds Fokus auf die psychosexuelle Entwicklung deckt Eriksons Modell die gesamte Lebensspanne ab und betrachtet Entwicklung stärker als eine Reihe psychosozialer Krisen im sozialen Kontext.
Was bedeutet die "wahrgenommene Verhaltenskontrolle" in der TPB?
Sie beschreibt die subjektive Überzeugung einer Person, ein bestimmtes Verhalten erfolgreich ausführen zu können, basierend auf den eigenen Fähigkeiten und verfügbaren Ressourcen.
Warum sind Rückfälle im TTM wichtig?
Das Modell betrachtet Rückfälle als einen normalen Bestandteil des Veränderungsprozesses und nicht als reines Scheitern, was eine realistischere Planung von Interventionen ermöglicht.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2020, Gesundheits- und Umweltpsychologie. Verhaltensänderung, umweltschützendes Verhalten und das Stufenmodell der psychosozialen Entwicklung nach E. Erikson, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1134672