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Aspekte einer erfolgreichen Bewirtschaftung der organisationalen Wissensbasis – Ein personalstrategischer Ansatz

Titel: Aspekte einer erfolgreichen Bewirtschaftung der organisationalen Wissensbasis – Ein personalstrategischer Ansatz

Diplomarbeit , 2008 , 78 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Ingo Nebendahl (Autor:in)

Führung und Personal - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

1 Einleitung
Wir befinden uns auf dem Weg in eine Wissensgesellschaft. Diese Aussage könnte so oder ähnlich einen Bericht über die aktuelle Bildungspolitik in Deutschland, Europa oder auch in den Vereinigten Staaten von Amerika einleiten. Es könnte auch die Aus-sage eines Tagesschausprechers sein, der über die ständig weiter wachsende Vernetzung der Menschen spricht und über die pausenlose Ausweitung des Internets, das jegliche Inhalte sekundenschnell per Mausklick zur Verfügung stellt. Genauso gut kann es aber auch der Kern einer Ansprache eines Geschäftsführers eines mittelständischen Unternehmens in Deutschland sein, der seine Belegschaft zu dem so genannten lebenslangen Lernen motivieren will. Es können noch viele weitere Beispiele genannt werden, denn dieses Thema ist sehr aktuell. Der Faktor Wissen steht im Fokus von vielen Untersuchungen und gewinnt stets an Bedeutung in Theorie und Praxis hinzu. So sprach der damalige Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung Dr.–Ing. E.h. Uwe Thomas bei seiner Eröffnungsrede der nationalen Startkonferenz zum gemeinsamen Arbeitsprogramm der EU-Bildungsminister und der Europäischen Kommission am 9. Dezember 2002 sogar vom „Sprung zur Wissensgesellschaft.“ Die Wissensgesellschaft ist dadurch gekennzeichnet, dass das Wissen in alle Bereiche des Lebens hineinreicht und dort vermehrt einen zentralen Platz einnimmt. Der Faktor Wissen ist ein strategischer Wettbewerbsfaktor geworden – für Unternehmen und für ganze Volkswirtschaften. Gemessen an der Bedeutung für den Erfolg eines Unternehmens hat er die drei klassischen wirtschaftlichen Faktoren Arbeit, Kapital und Boden eingeholt, wenn nicht sogar überholt. So kristallisiert sich der Produktionsfaktor Wissen inzwischen als das entscheidende Merkmal in Unternehmen heraus. In einem Artikel der Frankfurter Allgemeinen Zeitung heißt es dazu jedoch, dass ein Unternehmen gut ein Drittel des Wissens eines Mitarbeiters verliert, wenn dieser das Unternehmen verlässt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Strategisches Management und das Management der Ressource Wissen

2.1 Ansätze des Strategischen Managements und seine organisationstheoretische Weiterentwicklung

2.1.1 Market-based View

2.1.2 Resource-based View

2.1.3 Knowledge-based View

2.2 Wissen und Wissensmanagement in Organisationen

2.2.1 Wissensbegriff

2.2.2 Wissenstypen

2.2.2.1 Explizites und Implizites Wissen

2.2.2.2 Individuelles und Kollektives Wissen

2.2.2.3 Wissenstypen nach Spender

2.2.3 Wissen als strategische Ressource

2.2.4 Organisationales Lernen

2.2.5 Wissensmanagement

2.2.5.1 Grundzüge der Theorie des Wissensmanagements

2.2.5.2 Die Kernelemente des Wissensmanagements

2.3 Wissen bewirtschaften?

2.3.1 Gründe für die Bewirtschaftung der organisationalen Wissensbasis

2.3.2 Ganzheitliche Bewirtschaftung der organisationalen Wissensbasis

3 Strategische Personalwirtschaft als Instrument der Bewirtschaftung der organisationalen Wissensbasis

3.1 Grundzüge der strategischen Personalwirtschaft

3.2 Ableitung der strategischen Personalwirtschaft aus dem Resource-based View

3.3 Entwicklung der strategischen Personalwirtschaft

3.4 Widerstände gegen eine erfolgreiche Bewirtschaftung der organisationalen Wissensbasis

3.5 Strategische Maßnahmen der Personalwirtschaft zur Bewirtschaftung der organisationalen Wissensbasis

4 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Diplomarbeit untersucht, wie Unternehmen ihre organisationale Wissensbasis erfolgreich bewirtschaften können, um durch die Nutzung von Wissen langfristige Wettbewerbsvorteile zu sichern. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie die strategische Personalwirtschaft als Bindeglied zwischen Wissensträgern und Unternehmensstrategie fungieren kann, um den Verlust von Wissen zu verhindern und dessen Nutzbarmachung zu fördern.

  • Strategisches Management und Management der Ressource Wissen
  • Differenzierung von Wissensformen und -typen in Organisationen
  • Kernelemente und Methoden des Wissensmanagements
  • Die Rolle der strategischen Personalwirtschaft als Instrument der Wissensbewirtschaftung

Auszug aus dem Buch

2.2.2.1 Explizites und Implizites Wissen

Explizites Wissen begegnet dem Menschen überall im täglichen Leben, sei es in Form eines Rezeptes, einer mathematischen Formel oder in der Bedienungsanleitung einer Maschine. Es lässt sich in Worten, Zeichen und Symbolen ausdrücken, aussprechen oder niederschreiben. Es lässt sich kodifizieren sowie problemlos von einem Menschen zum anderen übertragen, über Zeit und Raum hinweg. Das explizite Wissen kann somit einfach vervielfältigt werden, und der Bestand an explizitem Wissen kann rasch aufgebaut werden. Es ist folglich auch die Grundlage der Datenverarbeitung. Es lässt sich unter anderem von Computern bearbeiten, in elektronischer Form speichern und kommunizieren. Dieser Wissenstyp stellt allerdings nur einen Bruchteil unseres gesamten Wissens dar. Michael Polanyi schrieb darüber schon 1966, dass Menschen viel mehr wissen können, als sie fähig sind, in Worten auszudrücken. So wird der größere Teil des Wissens durch das implizite Wissen verkörpert.

Das implizite Wissen, auch personal knowledge oder tacit knowledge genannt, beinhaltet persönliche Erfahrungen, Intuitionen und Können. Es unterteilt sich in zwei Kategorien: die technische und die kognitive. Zu der technischen Dimension gehören Fähigkeiten und Fertigkeiten, das so genannte Know-how, wie zum Beispiel das Schlittschuhlaufen. Jemand, der diese Fertigkeit hat und selbst sehr gut beherrscht, kann sie jedoch nur schwer oder gar nicht verbal oder schriftlich an einen anderen weitergeben. Er kann nur sehr schwer beschreiben, wie man das Gleichgewicht halten und sich dabei fortbewegen kann. Dies kann nur durch Beobachtung und Praxis erlernt werden. Die kognitive Dimension besteht aus geistigen Modellen, Erwartungen und Vorstellungen. Sie spiegelt die persönliche Erwartungshaltung an die Wirklichkeit und an die Zukunft wieder; die Vorstellung dessen, was ist und was sein sollte. Das menschliche Handeln basiert zumeist unbewusst auf dem impliziten Wissen, welches an den jeweiligen Erfahrungsträger gebunden ist. Zumeist ist sich die Person dieses Könnens gar nicht bewusst, verlässt sich im täglichen Leben aber darauf, ohne es vollständig verstehen oder beschreiben zu können. Da es untrennbar mit der jeweiligen Person verbunden ist, wird es auch als körperliches Wissen bezeichnet.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Wandel zur Wissensgesellschaft und definiert Wissen als strategischen Wettbewerbsfaktor sowie die damit verbundenen Herausforderungen für Unternehmen.

2 Strategisches Management und das Management der Ressource Wissen: Dieses Kapitel erläutert theoretische Ansätze wie den Resource-based und Knowledge-based View, differenziert verschiedene Wissensformen und behandelt Methoden des Wissensmanagements.

3 Strategische Personalwirtschaft als Instrument der Bewirtschaftung der organisationalen Wissensbasis: Hier wird die Rolle der Personalwirtschaft als essenzielles Bindeglied untersucht, das Wissensträger durch strategische Maßnahmen langfristig an das Unternehmen bindet.

4 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Bewirtschaftung der Wissensbasis ein fortlaufender, ganzheitlicher Prozess ist, der die Personalwirtschaft als zentralen Partner der Unternehmensführung erfordert.

Schlüsselwörter

Wissensmanagement, Strategische Personalwirtschaft, Organisationale Wissensbasis, Wissensträger, Humankapital, Wettbewerbsvorteil, Explizites Wissen, Implizites Wissen, Strategisches Management, Wissenstransfer, Wissensdiffusion, Organisationale Routinen, Wissensbewertung, Wissensgenerierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Bewirtschaftung der organisationalen Wissensbasis als strategischem Instrument, um langfristige Wettbewerbsvorteile durch den Schutz und die Nutzung von Wissen zu sichern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Theorie des strategischen Managements, die Typologie von Wissen sowie die Verknüpfung von Wissensmanagement mit der strategischen Personalwirtschaft.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, wie Unternehmen ihre Wissensbasis verändern, bewahren und beeinflussen können, um vorhandenes Wissen optimal zur Zielerreichung zu nutzen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer fundierten Literaturanalyse und der Anwendung existierender Managementtheorien basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Wissensmanagements und die praktische Ableitung der Personalwirtschaft als wichtiges Instrument für die Wissenssteuerung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Wissensmanagement, Humankapital, Wettbewerbsvorteil, Wissensträger und strategische Personalwirtschaft.

Warum spielt implizites Wissen eine so große Rolle?

Implizites Wissen ist oft an Mitarbeiter gebunden und schwer zu kodifizieren, weshalb es eine Quelle für nachhaltige Wettbewerbsvorteile darstellt, die jedoch bei Ausscheiden des Mitarbeiters verloren gehen kann.

Welche Aufgabe hat die Personalwirtschaft konkret?

Die Personalwirtschaft agiert als Bindeglied, das den Wissensaustausch fördert, Nachfolgeregelungen etabliert und ein Umfeld schafft, in dem Mitarbeiter ihr Wissen teilen und entwickeln können.

Ende der Leseprobe aus 78 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Aspekte einer erfolgreichen Bewirtschaftung der organisationalen Wissensbasis – Ein personalstrategischer Ansatz
Hochschule
Universität Hamburg
Note
2,0
Autor
Ingo Nebendahl (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
78
Katalognummer
V113482
ISBN (eBook)
9783640140299
ISBN (Buch)
9783640140534
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Aspekte Bewirtschaftung Wissensbasis Ansatz
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Ingo Nebendahl (Autor:in), 2008, Aspekte einer erfolgreichen Bewirtschaftung der organisationalen Wissensbasis – Ein personalstrategischer Ansatz, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/113482
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Leseprobe aus  78  Seiten
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