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Innovatives Kernkapital bei Kreditinstituten als Herausforderung für die Bankenaufsicht

Título: Innovatives Kernkapital bei Kreditinstituten als Herausforderung für die Bankenaufsicht

Tesis , 2008 , 121 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Sven Reimer (Autor)

Economía de las empresas - Banca, bolsa de valores, seguros, contabilidad
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Eine aktive und effiziente Steuerung der eigenen Kapitalbasis ist eine der zentralen Herausforderungen, die sich Kreditinstituten bei der Ausübung ihres Geschäftsbetriebs darbietet. Die Notwendigkeit der Optimierung des Kapitalmanagements resultiert aus der zentralen Bedeutung des Eigenkapitals im kreditwirtschaftlichen Sektor. Dem Bankkapital kommt dabei die Rolle des begrenzenden Faktors für die Volumen- und Risikostruktur und dadurch für die Geschäftspolitik einer Bank zu. Es stellt per se die knappste und teuerste Ressource eines Kreditinstituts dar.
Auf das Kapitalmanagement einer Bank wird von verschiedenen Interessengruppen Einfluss ausgeübt. So ist beispielsweise primäres Ziel der Eigentümer einer Bank die Maximierung der Eigenkapitalrendite. Die Struktur des Kapitals besitzt für sie daher durch die geringeren Kosten des Fremdkapitals und damit tendenziell höheren Gewinnen eine wichtige Bedeutung. Als weitere Gruppen mit divergierenden Interessen sind Fremdkapitalgeber und Ratingagenturen zu nennen. Eine zentrale Rolle beim bankbetrieblichen Kapitalmanagement kommt den Anforderungen der Bankenaufsicht zu. Im Rahmen der von ihr verfolgten Ziele des Gläubigerschutzes und der Erhaltung eines stabilen Bankensystems definiert sie bestimmte Mindestkapitalanforderungen. Kernkapital stellt dabei den qualitativ höchstwertigen Bestandteil und gleichzeitig den Begrenzungsfaktor für das gesamte bankaufsichtliche Eigenkapital dar.
Im Rahmen des Managements des Engpassfaktors Kernkapital eröffnen sich verschiedenartige Alternativen zur Erweiterung der vorhandenen Basis. Die Thesaurierung von Gewinnen stellt dabei die einzige Möglichkeit der Kernkapitalgewinnung von innen dar. Das Geschäftsjahr 2006 brachte für die deutschen Kreditinstitute eine Stabilisierung der Ertragslage mit sich. Für das Jahr 2007 ist aufgrund der schwer zu überblickenden Auswirkungen der Krise am amerikanischen Hypothekenmarkt trotz vorhandener Prognoseschwierigkeiten eine rückläufige Entwicklung der Ertragslage zu erwarten. Zwar sind nicht sämtliche deutsche Banken in diesem Sektor engagiert. Durch die gestiegene Unsicherheit an den Finanzmärkten und die dadurch bewirkte Neubewertung von Risiken dürften sich jedoch Auswirkungen auf die kapitalmarktnahen Erträge und Aufwendungen nahezu aller deutschen Kreditinstitute ergeben. [...]

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Grundlagen des bankaufsichtlichen Eigenkapitalbegriffs

2.1. Bankenaufsicht

2.1.1. Erklärungsansätze für Bankenaufsicht

2.1.2. Rechtlicher Rahmen der Bankenaufsicht

2.1.3. Institutioneller Rahmen der Bankenaufsicht

2.1.4. Internationalisierung der Bankenaufsicht

2.1.4.1. Grundlagen

2.1.4.2. Baseler Ausschuss

2.1.4.3. Europäische Union

2.1.4.4. CEBS

2.2. Eigenkapitalanforderungen als zentrales Regelungselement der Bankenaufsicht

2.2.1. Grundlagen des regulatorischen Eigenkapitalbegriffs

2.2.2. Eigenkapital als Bezugsgröße für bankaufsichtliche Normen

2.2.3. Meilensteine der Bankenaufsicht in Bezug auf den Eigenkapitalbegriff

3. Kernkapital als Element des bankaufsichtlichen Eigenkapitals

3.1. Das aufsichtsrechtliche Eigenkapital und seine Bestandteile

3.1.1. Grundlagen

3.1.2. Haftendes Eigenkapital

3.1.2.1. Kernkapital

3.1.2.2. Ergänzungskapital

3.1.3. Drittrangmittel

3.2. Kernkapital als Determinante für die Eigenmittel

4. Innovative Formen des Kernkapitals und deren bankaufsichtliche Behandlung

4.1. Grundlagen und Definitionen innovativer Kernkapitalformen

4.1.1. Grundlagen

4.1.2. Der zeitbezogene Definitionsansatz

4.1.3. Der Definitionsansatz im weiteren Sinne

4.1.4. Der hybridkapitalbezogene Definitionsansatz

4.1.5. Der rückzahlungsanreizbezogene Definitionsansatz

4.1.6. Ableitung einer Definition für innovatives Kernkapital

4.2. Ausgestaltungsformen innovativer Kernkapitalinstrumente

4.2.1. Grundlagen

4.2.2. DZ Bank Tier 1 Perpetual Limited Recourse Securities

4.2.3. HSH Nordbank SPHERE Securities

4.2.4. St. George Step-up Preference Shares

4.2.5. Würdigung der Instrumente aus bankbetrieblicher Sicht

4.3. Aufsichtsrechtliche Reaktion auf innovative Kernkapitalformen

4.3.1. Die Leitlinien des Baseler Ausschusses vom Oktober 1998

4.3.2. Die Pressemitteilung des Bundesaufsichtsamtes für das Kreditwesen vom 27.Oktober 1998

5. Innovative Instrumente als Problemfeld der Bankenaufsicht

5.1. Grundlagen

5.2. Schwierigkeiten bei der Erreichung eines Level Playing Fields

5.2.1. Allgemeine Problematik

5.2.1.1. Grundlagen

5.2.1.2. Rechtliche Durchsetzbarkeit der Baseler Leitlinien

5.2.2. Unterschiedliche nationale Umsetzungen der Baseler Leitlinien

5.2.2.1. Auslegungsproblematik

5.2.2.2. Status quo in Europa

5.2.2.3. Status quo in Deutschland

5.2.3. Zwischenresümee

5.3. Aufrechterhaltung der Qualität des Kernkapitals

5.3.1. Qualitative Anforderungsmerkmale an Kernkapital

5.3.2. Dauerhaftigkeit und hybride Kernkapitalinstrumente

5.3.2.1. Innovative Instrumente

5.3.2.2. Weitere hybride Instrumente

5.3.3. Haftungsfunktion und hybride Kernkapitalinstrumente

5.3.3.1. Innovative Instrumente

5.3.3.2. Weitere hybride Instrumente

5.3.4. Verlustausgleichsfunktion und hybride Kernkapitalinstrumente

5.3.4.1. Innovative Instrumente

5.3.4.2. Weitere hybride Instrumente

5.3.5. Zwischenresümee

6. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit befasst sich mit der Herausforderung, die durch die Emission innovativer Kernkapitalinstrumente bei Kreditinstituten für die nationale und internationale Bankenaufsicht entsteht, mit dem Ziel, die resultierenden Problemfelder zu definieren und zu konkretisieren.

  • Bankaufsichtliche Eigenkapitaldefinition und regulatorische Anforderungen
  • Strukturen und Definition innovativer Kernkapitalformen
  • Praxisbeispiele für innovative Kernkapitalinstrumente (DZ Bank, HSH Nordbank, St. George Bank)
  • Problematik der Erreichung eines Level Playing Fields in der internationalen Bankenaufsicht
  • Aufsichtsrechtliche Qualitätskriterien für Kernkapital und deren Einhaltung

Auszug aus dem Buch

4.2. Ausgestaltungsformen innovativer Kernkapitalinstrumente

Ihren Ursprung haben die innovativen Kernkapitalformen Anfang der neunziger Jahre des letzten Jahrhunderts in Spanien bei der Banco Santander. In Europa traten sie erstmals Ende des letzten Jahrhunderts auf. Insbesondere Banken in den Niederlanden, Frankreich und Italien taten sich als Initiatoren bei der Emission hervor. Deutsche Kreditinstitute begannen erstmals im Jahr 1998 Instrumente dieser Art auszugeben. Die definitorische Uneinheitlichkeit im Bezug auf den Begriff der innovativen Kernkapitalformen erschwert eine Marktübersicht über diese Instrumente in erheblichem Maße. Bis zum Ende des Jahres 1999 initiierten drei deutsche Großbanken insgesamt elf öffentliche innovative Kernkapitalemissionen.

Dabei betrug das Nominalvolumen der Instrumente 1,5 Mrd. EUR, 3,215 Mrd. USD, 1 Mrd. DM sowie 0,1 Mrd. GBP. Zum jeweiligen Umrechnungskurs des 31.12.1999 entsprach dies einem Volumen von 4,313 Mrd. EUR. Als Vergleichswert dazu betrug der Gesamtbetrag des Kapitals und der Rücklagen der Monetären Finanzinstitute zum gleichen Zeitpunkt in Deutschland 277 Mrd. EUR. Zwischen 1998 und dem Jahr 2003 betrug das Emissionsvolumen weltweit rund 70 Mrd. EUR. Zum Stichtag 31.12.2006 ergab sich in 22 europäischen Staaten ein Gesamtvolumen der innovativen Kernkapitalinstrumente von näherungsweise 181 Mrd. EUR.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Die Einleitung beleuchtet die strategische Bedeutung des Eigenkapitals für Banken und führt in die Thematik der innovativen Kernkapitalinstrumente als Mittel zur Kapitalerweiterung ein.

2. Grundlagen des bankaufsichtlichen Eigenkapitalbegriffs: Dieses Kapitel erläutert die Notwendigkeit der Bankenaufsicht und beschreibt den institutionellen und rechtlichen Rahmen der regulatorischen Eigenkapitalbestimmungen.

3. Kernkapital als Element des bankaufsichtlichen Eigenkapitals: Hier werden die Bestandteile des aufsichtsrechtlichen Kernkapitals detailliert aufgearbeitet und ihre Rolle als Determinante für die Eigenmittel definiert.

4. Innovative Formen des Kernkapitals und deren bankaufsichtliche Behandlung: Der Fokus liegt auf der Definition und den Ausgestaltungsformen innovativer Instrumente sowie der aufsichtsrechtlichen Reaktion durch den Baseler Ausschuss und das BAKred.

5. Innovative Instrumente als Problemfeld der Bankenaufsicht: Dieses Kapitel analysiert die Herausforderungen bei der Erreichung eines Level Playing Fields sowie die Problematik der Qualitätsbewahrung des Kernkapitals bei hybriden Instrumenten.

6. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf zukünftige regulatorische Entwicklungen, insbesondere im Hinblick auf Basel III und die europäische Harmonisierung.

Schlüsselwörter

Bankenaufsicht, Kernkapital, Eigenkapital, Innovative Kernkapitalinstrumente, Hybrides Kapital, Tier 1, Baseler Ausschuss, Sydney-Erklärung, Level Playing Field, Gläubigerschutz, KWG, Aufsichtsarbitrage, Verlustausgleichsfunktion, Haftungsfunktion, Dauerhaftigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit befasst sich mit der Entstehung und bankaufsichtlichen Behandlung innovativer Kernkapitalinstrumente bei Kreditinstituten, die als Reaktion auf knappe Eigenkapitalressourcen entstanden sind.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Definition von Eigenkapital, die regulatorische Einordnung hybrider Kapitalformen durch Baseler Leitlinien und nationale Aufsichtsbehörden sowie die bankbetriebliche Würdigung dieser Instrumente.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel der Arbeit ist es, die Problemfelder zu identifizieren und zu konkretisieren, mit denen sich die Bankenaufsicht bei der Behandlung innovativer Kernkapitalformen konfrontiert sieht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer deskriptiven und analysierenden Methode, welche die theoretischen Grundlagen der Eigenkapitaldefinition mit praktischen Fallbeispielen und einer Auswertung aufsichtsrechtlicher Stellungnahmen (insb. des Baseler Ausschusses) verbindet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die bankaufsichtlichen Grundlagen, eine detaillierte Systematisierung innovativer Kernkapitalformen, die Analyse konkreter Finanzinstrumente sowie eine kritische Auseinandersetzung mit der Aufrechterhaltung der Kernkapitalqualität.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen gehören unter anderem Bankenaufsicht, Kernkapital, hybrides Kapital, Baseler Leitlinien (Sydney-Erklärung) und das Level Playing Field.

Wie definiert der Autor ein "innovatives Kernkapitalinstrument"?

Der Autor definiert diese Instrumente als dem Kernkapital anrechenbare Vehikel, die ihren innovativen Charakter durch eine gewisse zeitliche und ausgestaltungsbezogene Neuartigkeit besitzen, wobei er sich primär an der Sydney-Erklärung orientiert.

Welche Bedeutung haben die Fallbeispiele wie die DZ Bank oder HSH Nordbank für die Arbeit?

Diese Praxisbeispiele dienen dazu, die komplexe Konstruktion innovativer Instrumente (wie SPV Preferred Securities) zu veranschaulichen und die abstrakten regulatorischen Anforderungen an konkreten Emissionsstrukturen zu prüfen.

Welches Fazit zieht der Autor zur "Qualität" innovativer Instrumente?

Der Autor vertritt die Ansicht, dass die Qualität der innovativen Instrumente im Vergleich zum traditionellen Kernkapital abnimmt, da sie oft weniger stark ausgeprägte Verlustausgleichs- und Haftungsfunktionen besitzen.

Final del extracto de 121 páginas  - subir

Detalles

Título
Innovatives Kernkapital bei Kreditinstituten als Herausforderung für die Bankenaufsicht
Universidad
Leuphana Universität Lüneburg
Calificación
2,0
Autor
Sven Reimer (Autor)
Año de publicación
2008
Páginas
121
No. de catálogo
V113495
ISBN (Ebook)
9783640133468
ISBN (Libro)
9783640135110
Idioma
Alemán
Etiqueta
Innovatives Kernkapital Kreditinstituten Herausforderung Bankenaufsicht
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Sven Reimer (Autor), 2008, Innovatives Kernkapital bei Kreditinstituten als Herausforderung für die Bankenaufsicht, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/113495
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