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Fremdbestimmung in Wohneinrichtungen für Menschen mit Behinderung. Diskrepanz zur Förderung von Selbstwirksamkeit durch pädagogische Fachkräfte

Titel: Fremdbestimmung in Wohneinrichtungen für Menschen mit Behinderung. Diskrepanz zur Förderung von Selbstwirksamkeit durch pädagogische Fachkräfte

Hausarbeit , 2021 , 35 Seiten , Note: 2

Autor:in: C. Foteinos (Autor:in)

Pädagogik - Heilpädagogik, Sonderpädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit thematisiert die Grenzen, auf die pädagogischen Fachkräfte teilweise täglich stoßen, bei der Umsetzung eines selbstwirksamen Lebens der Klienten. Dabei steht die Frage im Mittelpunkt, welche Möglichkeiten und Grenzen in der Realisierung von Selbstbestimmung für Menschen mit Behinderung in Wohneinrichtungen vorhanden sind.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Formulierung der Fragestellung

1.2 Themenfindung

1.3 Motivation und Ziele

1.4 Aufbau der Hausarbeit

2. Theoretische Grundlage

2. 1 Definitionen

2.1.1 Definition Behinderung

2.1.2 Definition Selbstbestimmung

2.1.3 Definition Fremdbestimmung

2.2 Rechtliche Grundlagen

2.2.1 Gesetzliche Verankerung von Selbstbestimmung im SGB IX

2.2.2 UN-Behindertenrechtskonvention über Selbstbestimmung

2.2.3 Weitere gesetzliche Verankerungen

2.3 Konzepte

2.3.1 Empowerment

2.3.2 Normalisierungsprinzip

3. Planung und Darstellung der Forschung

3.1 Beschreibung des Klientel

3.2 Alltagsbeobachtungen

3.2.1 Beispiel 1

3.2.2 Beispiel 2

3.2.3 Beispiel 3

3.3 Fragebogen zur Selbstbestimmung innerhalb der Einrichtung

3.3.1 Beschreibung des geplanten Vorgehens mit einem Fragebogen an die Klienten und Betreuer

3.3.2 Beschreibung des methodischen Vorgehens mit einem Fragebogen an die Klienten und Betreuer

3.3.3 Auswertung

3.3.4 Fragebogen der Betreuer

3.4 Zusammenfassung

4. Verknüpfung von Theorie und Praxis

4.1 Analyse aus unterschiedlichen Perspektiven

4.1.1 Untersuchung anhand des neunten Sozialgesetzbuch

4.1.2 Untersuchung anhand der UN-Behindertenkonvention

4.1.3 Untersuchung anhand von Empowerment

4.1.4 Untersuchung anhand des Normalisierungsprinzips

4.1.5 Zusammenfassung

4.2 Realisierung im praktischen Alltag mit Fokus auf Selbstbestimmung

4.3 Reflexion des Vorgehens

5. Zusammenfassung und Ausblick

5.1 Reflexion der eigenen Rolle

5.2 Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen notwendiger Fremdbestimmung zum Schutz von Menschen mit Behinderung in Wohneinrichtungen und dem pädagogischen Auftrag, deren Selbstwirksamkeit und Selbstbestimmung zu fördern. Ziel ist es, Möglichkeiten und Grenzen in der praktischen Umsetzung zu identifizieren.

  • Analyse der gesetzlichen Rahmenbedingungen (SGB IX, UN-BRK) zur Selbstbestimmung.
  • Untersuchung pädagogischer Konzepte wie Empowerment und dem Normalisierungsprinzip.
  • Darstellung konkreter Alltagsbeobachtungen in einer Assistenz- und Wohneinrichtung.
  • Quantitative Befragung von Klienten zur Wahrnehmung ihrer Selbstbestimmung.
  • Reflexion der Rolle der pädagogischen Fachkräfte im Umgang mit Schutzaufträgen und Freiheitsrechten.

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Beispiel 1

Aus der Perspektive des Klienten

Der Klient Viktor konsumiert täglich Nikotin, primär in Form von Zigaretten. Diese bezahlt er mit seinem Geld. Er hat mit den Betreuern die Vereinbarung getroffen, dass seine Zigaretten im Mitarbeiter Büro aufbewahrt werden und er zu jeder vollen Stunde, (um 9:00, 10:00…) eine Zigarette von den Betreuern erhält.

Aus unterschiedlichen Gründen kommt es fast täglich zu Konflikten zwischen den Betreuern und Viktor. Diese können beispielsweise sein, dass er nicht zur vollen Stunde seine Zigarette abholt.

Es kam einige male vor, dass er 30 Minuten später kam und er seine Zigarette nicht erhalten hat. Es ist ihm oft auch nicht erlaubt, beim einkaufen Zigaretten zu kaufen. Wenn er dies doch tut, werden diese entweder von den Betreuern entnommen oder die Anzahl der Zigaretten, welche er gekauft hat, darf er sich nicht aus dem Büro abholen. Dabei bestimmen die Betreuer über sein Eigentum.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die praktische Motivation aus einem dreimonatigen Praktikum und stellt die Forschungsfrage zur Realisierung von Selbstbestimmung unter Berücksichtigung von Schutzaspekten.

2. Theoretische Grundlage: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Behinderung und Selbstbestimmung und beleuchtet die rechtliche Verankerung durch das SGB IX und die UN-BRK sowie pädagogische Konzepte.

3. Planung und Darstellung der Forschung: Hier wird das methodische Vorgehen beschrieben, einschließlich der Alltagsbeobachtungen und der Durchführung eines quantitativen Fragebogens zur Wahrnehmung der Selbstbestimmung bei Klienten.

4. Verknüpfung von Theorie und Praxis: Die Ergebnisse aus der Praxis werden kritisch anhand der theoretischen Konzepte und Gesetze analysiert, um Handlungsmöglichkeiten für den Alltag abzuleiten.

5. Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit reflektiert die eigene Rolle im Praktikum, fasst die Ergebnisse zusammen und beantwortet die Forschungsfrage zur Abwägung zwischen Schutz und Selbstbestimmung.

Schlüsselwörter

Selbstbestimmung, Fremdbestimmung, Menschen mit Behinderung, Wohneinrichtung, SGB IX, UN-Behindertenrechtskonvention, Empowerment, Normalisierungsprinzip, Selbstwirksamkeit, Pädagogische Fachkräfte, Schutzauftrag, Assistenz, Teilhabe, Lebensqualität, Alltag.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit thematisiert das Spannungsfeld zwischen der notwendigen Fremdbestimmung zum Schutz von Klienten in Wohneinrichtungen und dem Ziel, deren Selbstbestimmung und Selbstwirksamkeit zu stärken.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören rechtliche Grundlagen wie das SGB IX und die UN-Behindertenrechtskonvention sowie pädagogische Leitkonzepte wie Empowerment und das Normalisierungsprinzip.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wo die Grenzen der Selbstbestimmung in der Praxis liegen und in welchen Situationen pädagogische Fachkräfte aufgrund von Schutzaufträgen fremdbestimmt handeln müssen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine Kombination aus qualitativer Alltagsbeobachtung in einer Wohneinrichtung und einer quantitativen Befragung von Klienten mittels eines Fragebogens angewendet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil verknüpft die empirischen Daten aus der Wohneinrichtung mit den theoretischen und rechtlichen Vorgaben, um die Diskrepanz zwischen Anspruch und Alltagspraxis zu analysieren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Selbstbestimmung, Fremdbestimmung, Teilhabe, Empowerment, Normalisierungsprinzip und pädagogische Fachkraft.

Wie gehen Betreuer mit der Suchtproblematik der Klienten um, wie im Beispiel Viktor?

Die Betreuer schließen Vereinbarungen (z. B. zeitlich dosierte Zigarettenausgabe), um finanzielle Notlagen und aggressive Verhaltensweisen bei Nikotinmangel zu verhindern.

Welche Rolle spielt die Corona-Pandemie für die Untersuchung?

Die Pandemie erschwerte die Erhebung, da sie den Alltag der Klienten und die Arbeitsbedingungen in der Einrichtung stark veränderte und somit die Bedingungen für Selbstbestimmung zusätzlich beeinflusste.

Was ist das Hauptergebnis bezüglich der Forschungsfrage?

Es gibt keine eindeutigen Richtlinien, ab wann Schutz vor Selbstbestimmung geht. Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass Fremdbestimmung zwar keine Option sein sollte, im Falle akuter Eigen- oder Fremdgefährdung jedoch als letzte Möglichkeit der Hilfeleistung (nach §323c StGB) unvermeidbar sein kann.

Ende der Leseprobe aus 35 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Fremdbestimmung in Wohneinrichtungen für Menschen mit Behinderung. Diskrepanz zur Förderung von Selbstwirksamkeit durch pädagogische Fachkräfte
Note
2
Autor
C. Foteinos (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
35
Katalognummer
V1135032
ISBN (eBook)
9783346511164
ISBN (Buch)
9783346511171
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Selbstbestimmung Behinderung WOhnheime Fachkräfte Möglichkeiten Grenzen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
C. Foteinos (Autor:in), 2021, Fremdbestimmung in Wohneinrichtungen für Menschen mit Behinderung. Diskrepanz zur Förderung von Selbstwirksamkeit durch pädagogische Fachkräfte, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1135032
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Leseprobe aus  35  Seiten
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