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Der Umgang mit depressiven Klienten in der systemischen Therapie

Título: Der Umgang mit depressiven Klienten in der systemischen Therapie

Trabajo , 2007 , 31 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Julia Weiß (Autor)

Trabajo social
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Während meines Praktikums in der Depressionsstation der Psychiatrie Offenburg im Sommer 2006 und meinen daran anschließenden Gesprächen mit Freunden und Angehörigen ist mir klar geworden, dass die Depression eine größere Gesellschaftskrankheit ist und schon immer war, als ich bisher dachte. [...]
Heutzutage wird die Depression hingegen als Krankheit gesehen, die behandelt werden muss. Hierzu gibt es verschiedene Ansätze wie die vorherrschende Pharmakotherapie, welche von einem Psychiater ambulant oder stationär durchgeführt wird, die Verhaltenstherapie, welche meist Psychologen durchführen und die man oft in Verbindung mit der Pharmakotherapie einsetzt, sowie die systemische Familientherapie, welche sich in Deutschland jedoch noch nicht richtig durchgesetzt hat. Wie die systemische Therapie in Bezug auf depressive KlientInnen angewandt werden kann will ich in meiner Hausarbeit darstellen.
Zunächst stelle ich die Anfänge der Familientherapie und ihre Entwicklung hin zur modernen systemischen Therapie. Danach kläre ich die Begrifflichkeiten ,System’, ,autopoetisches System’ und ,systemisch’, da diese in der Literatur unterschiedlichst verwendet werden und ich sie im Weiteren verwenden möchte. Übergehend zur aktuellen systemischen Therapie, stelle ich deren wichtigste Leitlinien vor, um daraufhin auf diejenigen Methoden der systemischen Therapie einzugehen [...]

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Geschichte der Familientherapie

2.1. Klassische Modelle

2.1.3. Entwicklungsorientierte Familientherapie

2.1.2. Strukturelle Familientherapie

2.1.3. strategische Familientherapie

2.1.4. Mailänder Modell

2.2. konstruktivistische Wende

2.2.1. Kybernetik 2.Ordnung

2.2.2. narrativer Ansatz

3. Begriffsbestimmungen

3.1. System

3.2. autopoetisches System

3.3. systemisch

4. Leitlinien systemischer Therapie

4.1. Multiperspektivität und Hypothesenbildung

4.2. Zirkularität

4.3. Allparteilichkeit und Neutralität

4.4. Ressourcen- und Lösungsorientierung

4.5. Kundenorientierung

5. Depressive Klienten in der systemischen Therapie

5.1. Depression im ICD-10

5.2. Realitätskonstruktion im Problemsystem des Depressiven

5.3. Hilfreiche Methoden in der Arbeit mit depressiven Klienten

5.3.1. Zirkuläres Fragen

5.3.2. Skulpturarbeit

5.3.3. Externalisierung

5.3.4. Reframing

5.3.5. Paradoxe Intervention

6. Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einsatz systemischer Therapiemethoden in der Behandlung depressiver Klienten, um aufzuzeigen, wie systemische Ansätze das Verständnis und die therapeutische Arbeit mit dieser Zielgruppe bereichern können. Ziel ist es, die Anwendung systemischer Konzepte in einem Kontext zu evaluieren, der traditionell stark pharmakologisch oder verhaltenstherapeutisch geprägt ist.

  • Historische Entwicklung der Familientherapie und ihrer verschiedenen Modelle.
  • Definition zentraler systemischer Begrifflichkeiten wie System, Autopoiese und systemisches Arbeiten.
  • Systemische Leitlinien wie Zirkularität, Allparteilichkeit und Ressourcenorientierung.
  • Analyse der Realitätskonstruktion bei Depression aus systemischer Sicht.
  • Praktische Methoden wie Zirkuläres Fragen, Externalisierung und paradoxe Intervention.

Auszug aus dem Buch

5.3.3. Externalisierung

Die Externalisierung wurde von Michael White, einem australischen Familientherapeuten, in seiner Arbeit mit Kindern entwickelt. Er machte in seinen Sitzungen die Erfahrung, dass Kinder besser mit ihm kooperierten, wenn er sie nicht mit dem Problem gleichsetzte, sondern sie und das Problem als zwei verschiedene Persönlichkeiten ansah.

In seiner Methode der Externalisierung wird also versucht die Muster der Beschreibungen, über die das Problem erhalten und stabilisiert wird, zu verstören, indem man zwischen dem Problem und der Persönlichkeit des Klienten unterscheidet. Sehr anschaulich dargestellt wird die Anwendung der Externalisierung bei depressiven Klienten von Schmidt:

>>Ich habe eine Depression!<<

>>Und, haben Sie sie dabei oder sitzt sie zu Hause und wartet auf Sie?<<

>>Nein, ich habe sie natürlich dabei, sie gehört zu mir!<<

>>Wenn Sie sich vorstellen, sie säße im Moment im Raum, wo würde sie sitzen?<<

>>Schwer vorzustellen, aber vielleicht da.<< (zeigt auf einen Sessel)

>>Was sagt sie, wenn sie dort so sitzt?<<

>>Vielleicht: Es hat doch alles keinen Zweck.<<

>>Und – glauben Sie ihr?<<

>>Ja, stimmt doch auch!<<

>>Stellen Sie sich einmal vor, die Depression – ist sie überhaupt ein Mann oder eine Frau?<<

>>Weiblich.<<

>>Ah, ja, also sie, sie würde auf die lange verdiente Urlaubsreise gehen, sich zum Beispiel für drei Wochen am Mittelmeer in der Sonne erholen: Was würde sich für Sie dann ändern?<<

>>Ich glaube erst mal nichts!<<

>>Sie haben recht, ich habe falsch gefragt: Was wäre morgen früh anders, woran würden Sie merken, dass die gewohnte Beraterin nicht mehr da ist?<<

>>Vielleicht würde ich ein bisschen fröhlicher aufstehen!<<

Mit dieser neuen Sichtweise kann den Familienmitgliedern aufgezeigt werden, dass der Symptomträger nicht das Symptom selbst ist und somit nicht die Schuld an der momentanen Situation hat. Dies gibt der Familie die Möglichkeit sich gemeinsam gegen das Symptom zu verbünden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit motiviert das Interesse an systemischen Ansätzen in der Depressionsbehandlung durch die Beobachtung, dass Depression als gesamtgesellschaftliches Phänomen eine neue therapeutische Perspektive erfordert.

2. Geschichte der Familientherapie: Es wird die Genese der systemischen Therapie nachgezeichnet, von den klassischen familientherapeutischen Modellen bis hin zur konstruktivistischen Wende.

3. Begriffsbestimmungen: Klärung der theoretischen Grundlagen, insbesondere der Definitionen von System, Autopoiese und der Bedeutung des Begriffs "systemisch" für die therapeutische Praxis.

4. Leitlinien systemischer Therapie: Darstellung der fundamentalen Haltungen des Therapeuten, einschließlich Multiperspektivität, Zirkularität, Neutralität und Ressourcenorientierung.

5. Depressive Klienten in der systemischen Therapie: Konkretisierung der systemischen Herangehensweise bei Depressionen, inklusive diagnostischer Einordnung (ICD-10) und spezifischer Interventionsmethoden.

6. Ausblick: Kritische Würdigung der Wirksamkeit systemischer Therapie bei Depressionen im Vergleich zu anderen Ansätzen sowie ein Plädoyer für eine ergänzende Anwendung.

Schlüsselwörter

Systemische Therapie, Depression, Familientherapie, Zirkuläres Fragen, Externalisierung, Reframing, Paradoxe Intervention, Konstruktivismus, Systemtheorie, Ressourcenorientierung, Lösungsorientierung, Realitätskonstruktion, Psychotherapie, Patienten, Interaktion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, wie die systemische Therapie, die traditionell oft in anderen Kontexten angewandt wird, effektiv zur Behandlung von Klienten mit Depressionen genutzt werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Neben der historischen Einordnung der systemischen Familientherapie werden theoretische Begriffsdefinitionen, systemische Leitlinien sowie konkrete therapeutische Methoden und deren Anwendung bei depressiven Symptomatiken behandelt.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass die systemische Familientherapie eine sinnvolle und bereichernde Ergänzung zur klassischen Behandlung depressiver Menschen darstellt, indem sie nicht nur das Individuum, sondern das gesamte Beziehungssystem einbezieht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor stützt sich auf eine Literaturanalyse systemtherapeutischer Grundlagenwerke sowie auf klinische Beobachtungen, um die Wirksamkeit und Anwendbarkeit der beschriebenen Methoden theoretisch zu untermauern.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden sowohl die theoretischen Leitlinien (wie Multiperspektivität und Zirkularität) als auch praktische Interventionsmöglichkeiten (wie Skulpturarbeit und Externalisierung) detailliert auf ihre Eignung bei depressiven Klienten hin geprüft.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind unter anderem Systemische Therapie, Depression, Zirkuläres Fragen, Externalisierung, Konstruktivismus und Ressourcenorientierung.

Warum wird die Externalisierung als so hilfreich angesehen?

Die Externalisierung hilft, die Depression von der Persönlichkeit des Klienten zu trennen, was den Familienmitgliedern ermöglicht, sich gemeinsam gegen das Symptom zu verbünden, anstatt den Klienten für das Leiden verantwortlich zu machen.

Wie unterscheidet sich die systemische Sichtweise auf Depression von der rein medizinischen?

Während die medizinische Sichtweise die Depression oft primär als individuelles Defizit oder Krankheit betrachtet, fokussiert die systemische Therapie auf die Kontextbedingungen und die interaktionelle Funktion, die das depressive Verhalten innerhalb eines Familiensystems erfüllen kann.

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Detalles

Título
Der Umgang mit depressiven Klienten in der systemischen Therapie
Universidad
University of Education Freiburg im Breisgau
Curso
Systemtheorie und systemisches Arbeiten in Gruppen
Calificación
1,3
Autor
Julia Weiß (Autor)
Año de publicación
2007
Páginas
31
No. de catálogo
V113573
ISBN (Ebook)
9783640144457
ISBN (Libro)
9783640145775
Idioma
Alemán
Etiqueta
Umgang Klienten Therapie Systemtheorie Arbeiten Gruppen Depression Psychiatrie
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Julia Weiß (Autor), 2007, Der Umgang mit depressiven Klienten in der systemischen Therapie, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/113573
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