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Leistungsmotivation - Theorie und praktische Methoden zur Leistungsverbesserung im Kindergarten

Title: Leistungsmotivation - Theorie und praktische Methoden zur Leistungsverbesserung im Kindergarten

Seminar Paper , 2008 , 9 Pages , Grade: 14/20

Autor:in: Sandra Kipchen (Author)

Pedagogy - Pedagogic Psychology
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Summary Excerpt Details

Kleine Kinder haben ein Bedürfnis zum Spielen, im Spiel erkunden sie ihre Umwelt und
lernen dadurch, dass sie in einem natürlichen Lernprozess sind. Sie sind neugierig auf Neues
und haben somit ein Motiv in ihrer Umwelt weiter zu forschen. Bei diesem Forschen ist das
körpereigene Belohnungssystem, das beim Lernen eine wichtige Rolle spielt, angesprungen.
Die Handlungsmotivation wird angeregt und ein Gefühl der Befriedigung geschaffen. Die
Lust zum Forschen wird gesteigert wird und Energie wird freigesetzt. Diese beiden Aspekte
könnte man hier mit dem Willen gleichstellen, der unabdingbar für unsere eigene Tatkraft ist,
mit anderen Worten: wir sind motiviert selbst zu handeln, selbst etwas zu leisten. Dieser Weg
des Lernens ist wesentlich, denn das was wir aus unserer Motivation und unserem eigenen
Handeln erfahren haben, behalten wir am besten. Je mehr unsere Handlungen von Erfolg
gekrönt sind, umso stärker ist eine motivationale Komponente, die uns den Antrieb gibt uns
Neuem zuzuwenden, vorhanden. Je mehr Erfolg unsere Handlungen aufweisen, desto
selbstvertrauter und selbstbewusster werden wir. Gerade dieses Selbstbewusstsein ist wichtig,
damit wir gute Leistungen, die in unserer westlichen Kultur vor allem auf kognitiven
Fähigkeiten beruhen, vollbringen. Diese kognitiven Fähigkeiten, die unsere Intelligenz
ausmachen, sollen in der Schule an Hand der Leistung gefördert werden.
In dieser Arbeit erläutere ich zuerst Theorien zur Leistungsmotivation, dann befasse ich mich
mit methodischen Vorgängen, die in der Praxis eingesetzt werden um die Leistung der
Kindergartenkinder zu verbessern.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Hauptteil

1. Theorie zur Leistungsmotivation

2. Praktische Methoden zur Leistungsverbesserung im Kindergarten

a. Die Aufgabenschwierigkeit und –komplexität

b. Die Zielbindung

c. Das Feedback

d. Das Umfeld des Kindes

III. Schlussfolgerung und persönliche Stellungnahme

IV. Bibliographie

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die psychologischen Grundlagen der Leistungsmotivation bei Kindern im Kindergartenalter und analysiert praktische Fördermaßnahmen, um diese gezielt zu steigern und eine positive Lernhaltung zu etablieren.

  • Theoretische Fundierung der Leistungsmotivation (Atkinson, Heider, Weiner)
  • Bedeutung der Aufgabenschwierigkeit und Differenzierung
  • Einfluss der Zielbindung auf das Selbstwertgefühl
  • Die Rolle von pädagogischem Feedback als Motivationsinstrument
  • Schaffung eines stressfreien Lernumfeldes

Auszug aus dem Buch

a. Die Aufgabenschwierigkeit und -komplexität

Eine Aufgabe soll weder zu schwierig noch zu einfach sein, sie soll so gestellt sein, dass mindestens 75% der Kinder sie ohne Probleme bewältigen können. Natürlich soll man differenzieren, man kann den weniger begabten Schülern einfachere Aufgaben und den unterforderten Schülern schwierigere Aufgaben geben. Wenn eine Aufgabe einem Kind zu schwierig ist, ist der Anreiz die Aufgabe zu lösen zwar sehr groß, die Erfolgswahrscheinlichkeit aber sehr gering. Das Resultat wird also wahrscheinlich ein Misserfolg sein, welcher einen negativen Einfluss auf die affektiven Reaktionen des Kindes hat. Das Kind ist verärgert und seine Erwartungen für die Zukunft werden heruntergeschraubt, so dass es in Zukunft weniger Leistung vollbringen wird.

Wenn eine Aufgabe einem Kind zu einfach ist, ist der Anreiz von Erfolg gleich Null, das Kind langweilt sich bei dieser Aufgabe. Natürlich meistert es sie ohne Problem, freut sich aber nicht über das Ergebnis, weil die Lösung für das Kind selbstverständlich ist. Deshalb ist es wichtig zu differenzieren und den einzelnen Kindern Aufgaben zu geben, die für sie maßgeschneidert sind, denn der Anreiz die Aufgabe zu lösen, hängt von seiner subjektiven Erfolgswahrscheinlichkeit ab. Wenn ein Kind eine Aufgabe lösen soll, die gerade über seinem momentanen Können liegt, die ihm aber kognitive Anreize bietet, ist es motiviert und strengt sich an, um sie erfolgreich lösen zu können. Wenn dies ihm gelingt, freut es sich und erhöht seine Erwartungen für die Zukunft. Es kann seine Fähigkeiten durch seine eigene Anstrengung erhöhen.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung des kindlichen Spiel- und Forschungsdrangs ein und verdeutlicht die Notwendigkeit, Motivation im pädagogischen Kontext gezielt zu fördern.

II. Hauptteil: Dieser Abschnitt verknüpft wissenschaftliche Motivationstheorien mit praktischen, handlungsorientierten Methoden zur Leistungssteigerung im Kindergartenalltag.

1. Theorie zur Leistungsmotivation: Hier werden grundlegende Definitionen von Motivation vorgestellt sowie bedeutende Modelle wie das Risiko-Wahl-Modell von Atkinson und das attributionstheoretische Modell von Weiner erläutert.

2. Praktische Methoden zur Leistungsverbesserung im Kindergarten: Das Kapitel bietet konkrete Strategien zur Gestaltung von Aufgaben, Zielsetzungen, Feedbackprozessen und der Optimierung des sozialen Umfelds für Kinder.

a. Die Aufgabenschwierigkeit und –komplexität: Es wird die Wichtigkeit der Differenzierung hervorgehoben, um Über- oder Unterforderung zu vermeiden und die Erfolgserwartung optimal zu halten.

b. Die Zielbindung: Dieses Kapitel erläutert, wie durch eine motivierende Erwartungshaltung der Lehrperson das Kompetenzgefühl und die Selbstwirksamkeit der Kinder gestärkt werden können.

c. Das Feedback: Es wird diskutiert, wie differenziertes Lob und konstruktive Rückmeldungen die Anstrengungsbereitschaft fördern, während pauschales Lob eher kontraproduktiv wirken kann.

d. Das Umfeld des Kindes: Hier wird die Bedeutung einer angstfreien, atmosphärisch positiven Umgebung betont, die essenziell für einen stressfreien Lernprozess ist.

III. Schlussfolgerung und persönliche Stellungnahme: Die Autorin resümiert die gewonnenen Erkenntnisse und unterstreicht die Notwendigkeit einer individuellen, ermutigenden Begleitung des Kindes beim Lernen.

IV. Bibliographie: Das Verzeichnis listet sämtliche verwendete Fachliteratur und Online-Ressourcen auf, die der Arbeit zugrunde liegen.

Schlüsselwörter

Leistungsmotivation, Entwicklungspsychologie, Kindergarten, Lernprozess, Zielbindung, Aufgabenschwierigkeit, Feedback, Selbstbewusstsein, Anstrengungsbereitschaft, Attributionstheorie, Pädagogik, Lernumfeld, Selbstwirksamkeit, Motivation, Differenzierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den psychologischen Grundlagen der Leistungsmotivation und zeigt Wege auf, wie diese bei Kindergartenkindern durch gezielte pädagogische Maßnahmen unterstützt werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf theoretischen Erklärungsmodellen der Motivation sowie praktischen Aspekten wie Aufgabengestaltung, Zielbindung, Feedbackkultur und der Schaffung einer positiven Lernumgebung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen Motivation, Anstrengungsbereitschaft und Lernerfolg zu verdeutlichen und praktikable Strategien für Erzieherinnen und Lehrpersonen aufzuzeigen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse bestehender entwicklungspsychologischer Theorien (z.B. Atkinson, Weiner) und deren Transfer in die praktische pädagogische Arbeit.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in Motivationsmodelle und einen umfangreichen Praxisteil, der konkrete Aspekte der Leistungsförderung analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe umfassen Leistungsmotivation, Lernumfeld, Differenzierung, Feedback, Zielbindung und pädagogische Förderung im Vorschulalter.

Warum ist das Feedback der Lehrperson so entscheidend für die Motivation?

Positives und spezifisches Feedback hilft dem Kind, Misserfolge als lösbare Aufgaben zu begreifen, anstatt eine "erlernte Hilflosigkeit" zu entwickeln, und stärkt somit das Selbstvertrauen.

Welche Rolle spielt die Schwierigkeit einer Aufgabe?

Eine Aufgabe muss ein optimales Anforderungsniveau haben: Zu leichte Aufgaben führen zu Langeweile, zu schwere Aufgaben zu Frustration und Demotivation; daher ist eine individuelle Differenzierung essenziell.

Wie beeinflusst das soziale Umfeld die Leistungsbereitschaft?

Ein angstfreies, familiäres und stressfreies Klassenklima ist die Grundvoraussetzung dafür, dass Kinder ihren natürlichen Forscherdrang entfalten und ihre kognitiven Fähigkeiten optimal entwickeln können.

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Details

Title
Leistungsmotivation - Theorie und praktische Methoden zur Leistungsverbesserung im Kindergarten
Course
Faculté des Lettres, des Sciences Humaines, des Arts et des Sciences de l’Éducation
Grade
14/20
Author
Sandra Kipchen (Author)
Publication Year
2008
Pages
9
Catalog Number
V113617
ISBN (eBook)
9783640148288
ISBN (Book)
9783640148332
Language
German
Tags
Leistungsmotivation Theorie Methoden Leistungsverbesserung Kindergarten Faculté Lettres Sciences Humaines Arts Sciences
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sandra Kipchen (Author), 2008, Leistungsmotivation - Theorie und praktische Methoden zur Leistungsverbesserung im Kindergarten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/113617
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