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Beispiel für eine Rückfallanalyse im Rahmen der psychosozialen Betreuung von Substituierten

Titre: Beispiel für eine Rückfallanalyse im Rahmen der psychosozialen Betreuung von Substituierten

Dossier / Travail , 2001 , 29 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Christine Hölzmann (Auteur)

Travail Social
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Résumé Extrait Résumé des informations

Das Behandlungssetting in einer Methadonambulanz unterscheidet sich deutlich von den Rahmenbedingungen einer stationären Entwöhnungsbehandlung. In der Regel handelt es sich um Langzeitbetreuungen, und aufgrund hoher Fallzahlen und Raummangel sind längere Vor- und Nachbereitung der Gespräche nur selten möglich. Die Anzahl und die Dauer der Gespräche werden überwiegend durch die institutionellen Bedingungen bestimmt. Eigentlich sollte das Wohl der KlientInnen das wichtigste Kriterium für die Rahmenbedingungen einer Behandlung sein. Kostengründe scheinen aber bei der Wahl des Behandlungssettings die Hauptrolle zu spielen.

Die Motivation der Zielgruppe konstruktiv in der psychosozialen Betreuung mitzuarbeiten, ist in vielen Fällen gering. Häufig sind die KlientInnen nur daran interessiert Methadon zu erhalten und in lebenspraktischen Fragen (Hilfen in Behördenangelegenheiten u.ä.) unterstützt zu werden. Die Koppelung der Methadonvergabe an die Verpflichtung sich beraten zu lassen führt zu einer Fremdmotivation der Substituierten. Die Motivierung der KlientInnen, das Beratungsangebot nicht nur als Verpflichtung, sondern auch als Unterstützung zu sehen, gehört mit zu den Hauptaufgaben der pädagogischen MitarbeiterInnen. Therapeutische Arbeit im klassischen Sinne ist nur mit einer bestimmten Zielgruppe, die über ausreichende Ressourcen verfügt, möglich. Ein großer Teil der KlientInnen wird im Sinne der Überlebenshilfe und harm-reduction behandelt.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

1.1 BEHANDLUNGSSETTING

1.2 ZUSAMMENFASSUNG DER ANAMNESE UND DES BEHANDLUNGSVERLAUFS

2 PLANUNG DES GESPRÄCHS

3 DURCHFÜHRUNG DES GESPRÄCHS

4 FLIP-CHART

5 ANALYSE DES GESPRÄCHS

5.1 BEURTEILUNG DER METHODEN

5.2 ANALYSE EINER EINZELNEN SEQUENZ

5.3 VERHALTEN DES KLIENTEN IM GESPRÄCHSKONTEXT

5.4 VERARBEITUNGSTIEFE UND AUTHENTIZITÄT DES KLIENTEN ANHAND EINES BEISPIELS

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht verhaltenstherapeutische Ansätze in der psychosozialen Betreuung von Substituierten. Das Hauptziel ist die Anwendung einer Rückfallanalyse zur Identifikation von Auslösern und Aufrechterhaltungsfaktoren eines Suchtmittelrückfalls sowie die Erarbeitung von Handlungsalternativen zur Förderung der Abstinenzmotivation.

  • Psychosoziale Betreuung von Substituierten im Rahmen einer Methadonambulanz
  • Strukturierte Problemanalyse mittels Verhaltensanalyse
  • Einfluss von Lebensumfeld und Plankonflikten auf das Suchtverhalten
  • Reflexion der Berater-Klient-Interaktion und therapeutischer Gesprächstechniken
  • Ressourcenorientierung und Prävention von Rückfällen

Auszug aus dem Buch

Verhalten des Klienten im Gesprächskontext

Im Verlauf des Gesprächs waren die Äußerungen von Martin überwiegend authentisch. Unsicherheiten oder Zweifel wurden von ihm entweder konkret geäußert oder zeigten sich in widersprechenden Aussagen oder stockender Sprechweise. Auffallend häufig sagte Martin „was weiß ich?“ oder ähnliche Sätze. Er ist wahrscheinlich nicht davon überzeugt, daß er der Experte für seine Probleme und sein Verhalten ist. Die bisher niedrige Selbstwirksamkeitserwartung hat sich durch die Verhaltensanalyse etwas erhöht.

Aussagen wie: „...Wenn das und das ist, dann könnte ich ja irgendwo noch etwas tun...“, lassen vermuten, daß Martin sich Rückfällen nicht mehr völlig hilflos ausgeliefert fühlt und die eigene Beeinflussung des Verhaltens zumindest möglich ist. Die Inhalte des Gesprächs waren Martin auch zu späteren Zeitpunkten noch präsent. Zur Zeit beschäftigt er sich immer noch mit der Abschrift des Gesprächs und sammelt Fragen oder Anmerkungen dazu.

Nach eigenen Angaben kann er den Text nicht auf einmal durchlesen, da ihn die scheinbar unwichtigen Nebensätze und die stockende Sprechweise irritieren. Durch die Abschrift des Gesprächs setzt Martin sich viel intensiver mit den Inhalten auseinander als bei anderen Sitzungen. Inwieweit dieses Gespräch zu positiven Verhaltensänderungen beiträgt wird sich im weiteren Verlauf zeigen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Darstellung der Rahmenbedingungen in einer Methadonambulanz und biografische sowie anamnestische Zusammenfassung des Klienten Martin.

2 PLANUNG DES GESPRÄCHS: Beschreibung der Vorbereitung auf das Gespräch, einschließlich der methodischen Auswahl einer Makroanalyse und eines Modells der Problemanalyse.

3 DURCHFÜHRUNG DES GESPRÄCHS: Dokumentation des Dialogs zwischen der Beraterin und dem Klienten zur Erarbeitung einer konkreten Rückfallanalyse anhand des Flip-charts.

4 FLIP-CHART: Zusammenfassung der Gesprächsergebnisse in Tabellenform nach dem Schema Reiz-Wahrnehmung-Verhalten-Konsequenz.

5 ANALYSE DES GESPRÄCHS: Methodische Reflexion der Beratung, kritische Betrachtung einer Gesprächssequenz auf Beziehungsebene sowie Analyse des Klientenverhaltens und der Verarbeitungstiefe.

Schlüsselwörter

Substitutionsbehandlung, Rückfallanalyse, Verhaltenstherapie, psychosoziale Betreuung, Suchthilfe, Beziehungsgestaltung, Selbstwirksamkeit, Problemanalyse, Suchtmittelrückfall, Methadonambulanz, Gesprächsführung, Verhaltensintervention, Krisensituationen, Ressourcenorientierung, Kommunikation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit dokumentiert den Einsatz verhaltenstherapeutischer Techniken, spezifisch der Problemanalyse, im Kontext der psychosozialen Betreuung eines substituierten Klienten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen die Bedingungen der Suchtarbeit, die Durchführung von Rückfallanalysen, die therapeutische Beziehungsarbeit und die Unterstützung von Klienten in Krisen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, ein konkretes Beispiel für eine Rückfallanalyse aufzuarbeiten, um dem Klienten ein besseres Verständnis für sein Suchtverhalten und seine Handlungsmöglichkeiten zu vermitteln.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird das Modell der Bedingungsanalyse bzw. Verhaltensanalyse (V-i-S Schema) angewandt, um Auslöser und Konsequenzen eines Drogenrückfalls strukturiert zu erfassen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Planung, Durchführung, graphische Aufbereitung und die anschließende kritische Analyse des Gesprächs mit dem Klienten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Suchthilfe, Rückfallanalyse, Verhaltensanalyse, therapeutische Gesprächsführung und Beziehungsarbeit geprägt.

Wie geht Martin mit dem Thema "Arbeit" um?

Martin zeigt Vermeidungsverhalten hinsichtlich einer Arbeitsaufnahme, wobei im Gespräch deutlich wird, dass dieses Verhalten eng mit Versagensängsten und einem niedrigen Selbstwertgefühl verknüpft ist.

Welche Rolle spielt die Beziehung zwischen Beraterin und Klient?

Die Beziehung ist zentral, da Martin aufgrund seiner Vorgeschichte ein großes Misstrauen gegenüber anderen hegt und die Beraterin eine der wenigen tragfähigen Vertrauenspersonen darstellt.

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Résumé des informations

Titre
Beispiel für eine Rückfallanalyse im Rahmen der psychosozialen Betreuung von Substituierten
Université
University of Applied Sciences North Rhine-Westphalia Köln  (Masterstudiengang Suchthilfe)
Cours
Verhaltenstherapeutische Gesprächsführung
Note
2,0
Auteur
Christine Hölzmann (Auteur)
Année de publication
2001
Pages
29
N° de catalogue
V113679
ISBN (ebook)
9783668335660
ISBN (Livre)
9783668335677
Langue
allemand
mots-clé
Beispiel Rückfallanalyse Rahmen Betreuung Substituierten Verhaltenstherapeutische Gesprächsführung
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Christine Hölzmann (Auteur), 2001, Beispiel für eine Rückfallanalyse im Rahmen der psychosozialen Betreuung von Substituierten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/113679
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Extrait de  29  pages
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