Auf dem gegenwärtigen Markt, der durch einen intensiven Wettbewerb und hohe Produktqualität gekennzeichnet ist, wird es zunehmend schwieriger, sich von seinen Wettbewerbern abzuheben, um bestehen zu können. Durch den zunehmenden Konkurrenzdruck ist der Unternehmer gefordert, die Wünsche der Kunden schneller und zielgerichteter zu befriedigen. Dabei muss gleichzeitig auch eine hohe Qualität und ein guter Service gewährleistet werden. Zur Erfüllung dieser gestiegenen Anforderungen kann der Unternehmer auf das Instrument Benchmarking zurückgreifen. Benchmarking vereint bereits vorhandene Werkzeuge und hilft, im Vergleich mit den Besten strukturiertere Prozesse und Methoden zu analysieren und auf das eigene Unternehmen zu projizieren. „Der oberste Grundsatz von Benchmarking ist daher: Lernen von den Besten!“1 In dieser Hausarbeit soll das Instrument Benchmarking kurz charakterisiert werden. Ferner soll erläutert werden, welche Varianten des Benchmarking vorhanden sind und in welche Phasen das Benchmarking unterteilt werden kann. Anhand eines Bäckereiunternehmens werden die jeweiligen Varianten und Phasen an einem Beispiel exemplarisch vorgestellt und verdeutlicht.
Inhaltsverzeichnis
1. Einführung
2. Charakteristik des Benchmarking
2.1 Definition des Benchmarking
2.2 Entstehung der Benchmarkingkonzepte
2.3 Ziele der Benchmarkingprojekte
3. Varianten des Benchmarking
3.1 Internes Benchmarking
3.2 Externes Benchmarking
4. Phasen des Benchmarking
4.1 Zielsetzung
4.2 Interne Analyse
4.3 Vergleich
4.4 Ableitung der Maßnahmen
4.5 Umsetzung und Controlling
5. Institutionen zur Unterstützung des Benchmarking
6. Schlussbetrachtung
7. Literaturverzeichnis
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die Arbeit untersucht das Instrument Benchmarking als Methode zur nachhaltigen Prozessverbesserung und Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit. Ziel ist es, Charakteristika, verschiedene Varianten und den strukturierten Phasenablauf des Benchmarkings theoretisch fundiert darzulegen und anhand eines Praxisbeispiels aus dem Bäckereigewerbe zu verdeutlichen.
- Grundlagen und Definition des Benchmarkings
- Differenzierung zwischen internen und externen Benchmarking-Varianten
- Detaillierte Analyse des Benchmarking-Prozessmodells (Fünf-Phasen-Konzept)
- Praxisnahe Anwendung des Instruments in einem Bäckereiunternehmen
- Bedeutung von Institutionen zur Unterstützung von Benchmarking-Projekten
Auszug aus dem Buch
3.1 Internes Benchmarking
Internes Benchmarking beschränkt sich auf Vergleichsaktivitäten im eigenen Unternehmen. Dabei wird unterschieden zwischen unternehmensbezogenem (Vergleich von Standorten oder Abteilungen) und konzernbezogenem (Vergleich der Unternehmen) Benchmarking.
Beim internen Benchmarking werden ähnliche Vorgänge innerhalb des Unternehmens oder Konzerns miteinander verglichen, um so Verbesserungspotenziale festzustellen. Für Unternehmen, die weit vom Weltklassestandard entfernt sind, ist das interne Benchmarking ein guter Einstieg. Die zeitraubende Suche nach Vergleichsunternehmen entfällt und ein offener Zugang zum Datenmaterial ist verfügbar. Somit verursacht die Datenerhebung im internen Benchmarking den geringsten Aufwand. Durch den internen Vergleich können Mitarbeiter stärker motiviert werden. Durch diesen internen Wettbewerb kann der Veränderungsprozess weiter verstärkt werden. Das umfassende Wissen eines jeden Mitarbeiters kann dadurch für das gesamte Unternehmen zugänglich gemacht werden. Außerdem können die Untersuchungen eine gute Grundlage für einen späteren, externen Benchmarking-Vergleich darstellen. Im Vergleich zu den externen Benchmarking-Varianten sind die Verbesserungspotenziale jedoch als gering einzustufen. Darüber hinaus ist es sehr unwahrscheinlich, dass im eigenen Unternehmen weltweite Spitzenleistungen zu finden sind.
Bei einem Bäckereiunternehmen könnte das interne Benchmarking in Form eines Vergleichs der eigenen Filialen stattfinden. Hierbei könnten möglicherweise die Vorgehensweisen und Zeiteinteilungen der jeweiligen Verkaufskräfte verglichen werden, um so bereits Verbesserungspotenziale innerhalb des Unternehmens sichtbar zu machen.
Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass das interne Benchmarking die Stärken und Schwächen des Unternehmens feststellt und eine gute Grundlage für einen externen Vergleich schafft. Durch den fehlenden Blick über das eigene Unternehmen hinaus ist es jedoch nicht möglich, eine Spitzenposition zu erreichen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einführung: Die Einleitung beleuchtet den intensiven Wettbewerbsdruck und positioniert Benchmarking als Instrument, um durch das Lernen von Besten strukturierte Verbesserungen zu erzielen.
2. Charakteristik des Benchmarking: Dieses Kapitel definiert Benchmarking als systematischen Prozess zur Leistungssteigerung und erläutert die historische Entwicklung sowie die Zielsetzung des Instruments.
3. Varianten des Benchmarking: Hier werden die verschiedenen Ausprägungen wie internes, konkurrenzbezogenes, branchenbezogenes und branchenunabhängiges Benchmarking systematisch differenziert.
4. Phasen des Benchmarking: Dieser Abschnitt beschreibt den detaillierten Ablauf eines Benchmarking-Projekts, von der Zielsetzung über die Analyse bis zur Umsetzung und Kontrolle.
5. Institutionen zur Unterstützung des Benchmarking: Das Kapitel stellt Organisationen wie das Deutsche Benchmarking Zentrum (DBZ) vor, die Unternehmen bei der Durchführung von Benchmarking-Projekten unterstützen.
6. Schlussbetrachtung: Das Fazit betont, dass Benchmarking ein aufwandsintensiver, aber lohnender Prozess ist, der als kontinuierliche Aufgabe in der Unternehmenskultur verankert werden muss.
Schlüsselwörter
Benchmarking, Unternehmensplanung, Controlling, Prozessoptimierung, Wettbewerbsvorteile, Best Practices, Prozessbenchmarking, Leistungslücke, Qualitätsmanagement, Unternehmensanalyse, Veränderungsprozess, Kennzahlen, Strategisches Management, Operative Ziele, Branchenvergleich
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit dem Managementinstrument Benchmarking als Methode zur Steigerung der unternehmerischen Wettbewerbsfähigkeit durch den systematischen Vergleich mit Bestleistungen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die Definition und Einordnung des Benchmarkings, die Unterscheidung verschiedener Benchmarking-Varianten sowie die detaillierte Darstellung des fünfstufigen Prozessmodells.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist es, dem Leser ein fundiertes Verständnis über die Möglichkeiten und Phasen des Benchmarkings zu vermitteln und die praktische Umsetzung beispielhaft für ein Bäckereiunternehmen aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte Analyse und strukturierte Darstellung der Benchmarking-Methodik, ergänzt durch ein durchgängiges, exemplarisches Fallbeispiel eines Bäckereiunternehmens.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die Charakteristika des Instruments, unterscheidet zwischen internen und externen Varianten und führt den Leser durch die fünf Phasen: Zielsetzung, interne Analyse, Vergleich, Maßnahmenableitung sowie Umsetzung und Controlling.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe sind Benchmarking, Prozessoptimierung, Best Practices, Wettbewerbsvorteile, Leistungsanalyse und kontinuierliche Verbesserung.
Welche Rolle spielt das interne Benchmarking laut dem Autor?
Der Autor sieht das interne Benchmarking primär als einen guten Einstieg für Unternehmen, die weit vom Weltklassestandard entfernt sind, da es datentechnisch einfach umsetzbar ist, warnt jedoch davor, dass damit allein keine absolute Spitzenposition am Markt erreicht werden kann.
Warum ist die Kommunikation laut der Arbeit für Benchmarking-Projekte entscheidend?
Frühzeitige Kommunikation ist notwendig, um die Notwendigkeit von Veränderungen im Unternehmen zu vermitteln, die Akzeptanz der Mitarbeiter zu fördern und eine Aufbruchstimmung zu erzeugen, die das Scheitern von Veränderungsprozessen verhindert.
Welche Bedeutung haben externe Institutionen für das Benchmarking?
Institutionen wie das Deutsche Benchmarking Zentrum (DBZ) oder das Informationszentrum Benchmarking (IZB) dienen als Unterstützer, die Datenerhebungen, Software-Lösungen und die anonymisierte Vermittlung von Benchmarking-Partnern (Clearingstellen) bereitstellen.
- Quote paper
- Daniel Feldmann (Author), 2005, Charakteristik, Varianten und Phasen des Benchmarking, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/113693