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Formulierung vs. Formierung von Unternehmensstrategien

Eine kritische Würdigung unterschiedlicher Forschungsströmungen

Title: Formulierung vs. Formierung von Unternehmensstrategien

Seminar Paper , 2008 , 26 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Adrian Pielken (Author)

Business economics - Business Management, Corporate Governance
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Das heutige Umfeld von Unternehmen unterliegt einem ständigen, immer schneller fortschreitenden Wandel. Planungshorizonte werden kürzer, Entscheidungen schnelllebiger, und langfristige Planungen werden allzu oft von der sich rasch verändernden Unternehmensumwelt eingeholt. Auf dieser grundlegenden und allgegenwärtig zu beobachtenden Erkenntnis beruht die vorliegende Arbeit. Nach Farjoun beruhen die Forschungsbemühungen zum Thema Unternehmensstrategien auf dem Anliegen, den unterschiedlichen Erfolg von Firmen zu erklären. Die Frage, die im Zuge der immer größer werdenden Dynamik und Kompliziertheit im nationalen und internationalen wirtschaftlichen Geschehen gestellt werden muss, ist, ob heutzutage überhaupt noch die Möglichkeit besteht, im Sinne eines strukturierten Ansatzes Unternehmensstrategien ex ante für die Zukunft zu formulieren und zu implementieren oder ob sich ad hoc strategisches Handeln herausbildet, d.h. Unternehmensstrategien sich formieren. Auf dieser Überlegung aufbauend ist die zentrale Zielsetzung der vorliegenden Arbeit, die verschiedenen Forschungsströmungen zu diesem Themenkomplex kritisch zu reflektieren und aktuelle Tendenzen zu würdigen.
Im Rahmen eines solchen Ansatzes wird dem Leser zunächst das Handwerkszeug für eine umfassende Reflexion der Strategieprozessforschung mit auf den Weg gegeben, mit dem das Was und Warum der angestrebten Theoriediskussion beantwortet werden kann (II.). Im weiteren Gang der Untersuchung werden polarisierende sowie integrative, d.h. zusammenführende Ansätze in der Strategieprozessforschung einer kritischen Würdigung unterzogen (III.) und neue Überlegungen, die am eigentlichen Akteur in der Praxis der Strategieentwicklung ansetzen, erläutert (IV.). Abschließend sollen dem Leser, im Rahmen eines Ausblicks, die zentralen Aspekte der Problemstellung, nämlich der Umorientierung der Strategieforschung, in einem praktischen Bezugsrahmen näher gebracht werden (V.).

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Inhaltsverzeichnis

I. EINFÜHRUNG

II. ZUM STRATEGIEBEGRIFF UND DER NOTWENDIGKEIT VON UNTERNEHMENSSTRATEGIEN

II.1 Die Notwendigkeit von Unternehmensstrategien

II.1.1 Theoretische Annäherung an das Konstrukt Strategie

II.1.2 Das Strategische Management als Bezugsrahmen

II.2 Die Forschungsobjekte Strategieinhalt und -prozess

II.3 Annäherung an die Theoriediskussion zur Formulierung und Formierung von Unternehmensstrategien

III. ZU DICHOTOMEN UND INTEGRATIVEN ANSÄTZEN IN DER STRATEGIEPROZESSFORSCHUNG

III.1 Die präskriptiven Denkschulen und die formulierte Strategie

III.1.1 Das Strategiemodell der Harvard Business School

III.1.2 Modell einer strategischen Planung nach Ansoff

III.2 Die deskriptiven Denkschulen und die formierte Strategie

III.2.1 Strategieprozesse und emergente Strategien

III.2.2 Zum integrativen Ansatz der Münchner Schule um Kirsch und der Genese von Unternehmensstrategien

(1) Klärung und Implikationen des Genesebegriffs

(2) Der organisatorische „ongoing process“ als Ansatzpunkt

III.3 Kritische Würdigung der vorgestellten Konzepte

IV. ZUM „STRATEGY-AS-PRACTICE“ ANSATZ ALS NÄCHSTE EVOLUTIONSSTUFE

IV.1 Die Entwicklung des „Strategy-as-Practice“ Ansatzes

IV.2 Die Mikro Perspektive des „Strategy-as-Practice“ Ansatzes

IV.3 Herausforderungen auf dem Weg zum „Activity based View“

V. BRÜCKENSCHLAG ZUR PRAXIS: IMPLIKATIONEN DES „STATE OF THE ART“ FÜR DIE STRATEGIEBERATUNGS-BRANCHE

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Das Hauptziel der Arbeit besteht in der kritischen Reflektion unterschiedlicher Forschungsströmungen zur Strategieentwicklung in Unternehmen. Dabei wird der Frage nachgegangen, ob Strategien heutzutage noch ex ante geplant und formuliert werden können oder ob sie sich als emergente, ad hoc entstehende Handlungsmuster formieren.

  • Kritische Analyse präskriptiver versus deskriptiver Strategieansätze
  • Integration von Strategieformulierung und Strategieformierung
  • Bedeutung des „Strategy-as-Practice“-Ansatzes und der Mikro-Perspektive
  • Reflexion des Wandels hin zum „Activity-based View“
  • Implikationen für die moderne Strategieberatungsbranche

Auszug aus dem Buch

III.2.1 Strategieprozesse und emergente Strategien

Mintzberg formulierte seine Kritik aufbauend auf der schon adressierten Zweiteilung der klassischen Strategieprozessmodelle. Er kritisiert vor allem die Dichotomie von Strategieformulierung und –implementierung, indem er anmerkt, dass diese Sichtweise Lernprozesse ausschließt, die im Optimalfall einer Strategiekonzeption folgen müssen.

Um dem gerecht zu werden, unterteilt er den Strategieprozess in intendierte, realisierte, unrealisierte, deliberate und emergente Strategien. Wird eine intendierte Strategie im gewollten Umfang realisiert, so spricht er von einer deliberaten Strategie. Wird sie hingegen nicht realisiert, was z.B. auf Grund falscher Geschäftserwartungen oder Fehleinschätzungen bezüglich der Unternehmensumwelt geschehen kann, so betitelt Mintzberg dies als unrealisierte Strategie. Einen gänzlich neuen Weg geht er, indem er das Konzept der emergenten Strategie einführt. Diese bezeichnet eine realisierte Strategie, die in dieser Form nie geplant war, sich jedoch trotzdem im Sinne eines Handlungsmusters herausbildet.

Zusammenfassung der Kapitel

I. EINFÜHRUNG: Diese Einleitung führt in die Problematik des ständigen Wandels für Unternehmen ein und skizziert die Zielsetzung, die wissenschaftliche Theoriediskussion zu Strategien kritisch zu beleuchten.

II. ZUM STRATEGIEBEGRIFF UND DER NOTWENDIGKEIT VON UNTERNEHMENSSTRATEGIEN: Das Kapitel erläutert, warum Unternehmen Strategien als Werkzeug des Wettbewerbs benötigen und definiert die Rahmenbedingungen des Strategischen Managements sowie der Strategieprozessforschung.

III. ZU DICHOTOMEN UND INTEGRATIVEN ANSÄTZEN IN DER STRATEGIEPROZESSFORSCHUNG: Hier werden klassische, präskriptive Planungsmodelle den neueren, deskriptiven Ansätzen gegenübergestellt, wobei insbesondere Mintzbergs Konzept der emergenten Strategien und der integrative Ansatz der Münchner Schule um Kirsch im Zentrum stehen.

IV. ZUM „STRATEGY-AS-PRACTICE“ ANSATZ ALS NÄCHSTE EVOLUTIONSSTUFE: Dieses Kapitel widmet sich dem handlungsorientierten Ansatz, der die Akteure und das konkrete Alltagsgeschehen („Activity-based View“) in der Strategieentwicklung in den Vordergrund rückt.

V. BRÜCKENSCHLAG ZUR PRAXIS: IMPLIKATIONEN DES „STATE OF THE ART“ FÜR DIE STRATEGIEBERATUNGS-BRANCHE: Der abschließende Teil hinterfragt das traditionelle Geschäftsmodell der Strategieberatung vor dem Hintergrund der neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse und zeigt Wege für eine evolutionäre Weiterentwicklung der Branche auf.

Schlüsselwörter

Unternehmensstrategien, Strategieprozessforschung, Strategieformulierung, Strategieformierung, Mintzberg, Münchner Schule, Kirsch, Strategy-as-Practice, Activity-based View, Strategisches Management, Emergenz, Wettbewerb, Strategieberatung, Handlungsmuster, Organisatorisches Lernen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der kritischen Würdigung verschiedener theoretischer Forschungsströmungen zur Entwicklung von Unternehmensstrategien.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die Unterscheidung und die integrative Betrachtung von Strategieformulierung (geplante Ansätze) und Strategieformierung (emergente Prozesse) sowie deren praktische Anwendung.

Welches primäre Ziel verfolgt der Autor mit dieser Arbeit?

Ziel ist es, aktuelle Tendenzen in der Strategieprozessforschung zu reflektieren und die Notwendigkeit einer Neuorientierung hin zu handlungsorientierten Modellen aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär angewandt?

Es handelt sich um eine literaturgestützte, kritische Reflexion und Würdigung bestehender theoretischer Konzepte sowie empirisch begründeter Denkschulen des Strategischen Managements.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse präskriptiver Planungsschulen, deskriptiver Ansätze zu emergenten Strategien, des integrativen Ansatzes der Münchner Schule sowie der Darstellung des „Strategy-as-Practice“-Ansatzes.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Strategieformulierung, Strategieformierung, Strategy-as-Practice, emergente Strategien, Strategieprozessforschung und Strategisches Management.

Wie unterscheidet sich das Modell nach Kirsch von klassischen Planungsmodellen?

Während klassische Modelle oft auf ex ante formulierten, rationalen Plänen basieren, betont Kirsch die Bedeutung des alltäglichen organisatorischen Geschehens („ongoing process“) als Basis für die Genese von Strategien.

Warum wird die Strategieberatungsbranche im Fazit der Arbeit kritisch hinterfragt?

Da viele Beratungskonzepte auf der ex ante Formulierung von Strategien basieren, stellt die Arbeit die Frage nach deren Zukunftsfähigkeit, sofern diese Ansätze den Aspekt der emergenten Strategieformierung und die Interaktion der Akteure vernachlässigen.

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Details

Title
Formulierung vs. Formierung von Unternehmensstrategien
Subtitle
Eine kritische Würdigung unterschiedlicher Forschungsströmungen
College
Catholic University Eichstätt-Ingolstadt  (Lehrstuhl Prof. Ringlstetter für ABWL und Organisation)
Course
Seminar Strategisches Management
Grade
1,3
Author
Adrian Pielken (Author)
Publication Year
2008
Pages
26
Catalog Number
V113720
ISBN (eBook)
9783640142835
Language
German
Tags
Formulierung Formierung Unternehmensstrategien Seminar Strategisches Management
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Adrian Pielken (Author), 2008, Formulierung vs. Formierung von Unternehmensstrategien , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/113720
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