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Das Leben und der Alltag kreativer Personen: Einfluss multikultureller Erfahrungen auf die Kreativität

Title: Das Leben und der Alltag kreativer Personen: Einfluss multikultureller Erfahrungen auf die Kreativität

Term Paper , 2020 , 9 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Maria Goldkin (Author)

Psychology - Miscellaneous
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In der vorliegenden Arbeit soll anhand von Theorie und Empirie die Alltagshypothese geprüft werden, dass multikulturelle Erfahrungen die Kreativität von Individuen fördern können (Hypothese 1), und spezifischer, dass ein Auslandsaufenthalt die Kreativität von Individuen fördern kann (Hypothese 2). Hierfür werden zunächst verschiedene Kreativitätstheorien näher beschrieben und frühere Forschungsergebnisse dargelegt sowie auf den Kontext der Hypothesen übertragen. Im Anschluss folgt ein Transfer der Ergebnisse auf das Praxisbeispiel "Schülerreferate zu multikulturellen Themen". Abschließend gibt es ein kurzes Fazit.

„Kreativität ist nicht nur etwas für Künstler und Genies, sondern in jedem Gehirn angelegt. Sie hervorzulocken, ist Handwerk – ganz und gar unabhängig vom Kuss einer kapriziösen Muse.“, leitet Kast (2015) seinen populärpsychologischen Artikel „So werden Sie kreativer – 10 Tipps“ ein. Der Autor verleugnet die weit verbreitete Vorstellung von der Kreativität als festes Persönlichkeitsmerkmal, welches manche Individuen besitzen und andere wiederum nicht. Stattdessen vertritt er die Ansicht, dass man mittels bestimmter Strategien die Kreativität aus jedem einzelnen Menschen „herauskitzeln“ kann (Kast, 2015).

Kast (2015) zählt in seinem Aufsatz zehn Punkte auf, die dabei helfen können, die eigene Kreativität zu fördern. Einer dieser Tipps lautet: „Gehen Sie ins Ausland.“ [, denn] in der Fremde brauchen Sie nur vor die Tür zu gehen, und schon werden Ihre Wahrnehmung und Ihr Denken stimuliert“ (Kast, 2015). Der Autor nimmt also an, dass multikulturelle Erfahrungen aufgrund der vielseitigen Stimulation kreative Prozesse fördern können und dass ein Auslandsaufenthalt hierfür besonders hilfreich ist.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einfluss multikultureller Erfahrung auf die Kreativität

2 Prüfung der alltagspsychologischen Hypothese

2.1 Theorien zur Kreativität

2.2 Studie von Leung, A. K. und Chiu, C-Y. (2010)

2.3 Studie von Maddux, W. W. und Galinsky, A. D. (2009)

2.4 Diskussion

3 Transfer der Ergebnisse auf Schülerreferate zu multikulturellen Themen

4 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Hausarbeit untersucht den Zusammenhang zwischen multikulturellen Erfahrungen sowie Auslandsaufenthalten und der menschlichen Kreativität. Ziel ist es, die alltagspsychologische Hypothese zu prüfen, dass interkulturelle Kontakte kreative Prozesse stimulieren, und zu analysieren, welche psychologischen Faktoren dabei als Mediatoren fungieren und welche Grenzen bei dieser Förderung bestehen.

  • Theoretische Fundierung des Kreativitätsbegriffs
  • Analyse empirischer Studien zu multikulturellen Einflüssen auf die Kreativität
  • Die Rolle der kulturellen Adaptation als Schlüsselelement
  • Einfluss von Priming auf die kreative Performanz
  • Anwendbarkeit der Forschungsergebnisse auf schulische Kontexte

Auszug aus dem Buch

2.3 Studie von Maddux, W. W. und Galinsky, A. D. (2009)

Während die Studie von Leung und Chiu (2010) den allgemeinen Zusammenhang zwischen multikultureller Erfahrung und Kreativität untersucht, legen Maddux und Galinsky (2009) ihren Fokus explizit auf Auslandsaufenthalte. Die Autoren äußern drei wichtige Argumente für einen Fördereffekt vom Leben im Ausland: Erstens, es ermöglicht einen besseren Zugang zu einer großen Zahl neuer Ideen und Konzepte. Zudem erlaubt es dem Individuum, Probleme aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten. Personen, die im Ausland gelebt haben, sind eher fähig zu erkennen, dass ein und dieselbe Form verschiedene Funktionen haben kann; so kann man eine Tauchermaske auch zum Zwiebelschneiden aufsetzen, damit die Augen weniger tränen. Drittens, Erfahrungen aus fremden Kulturen erhöhen die psychologische Bereitschaft, Ideen aus ungewohnten Quellen zu akzeptieren sowie rekrutieren (Maddux & Galinsky, 2009).

Maddux und Galinsky (2009) führen fünf Studien durch, um den Zusammenhang zwischen Auslandsaufenthalten und der Kreativität zu prüfen. Die ersten beiden korrelativen Studien belegen, dass die Zeitdauer, die eine Person im Ausland gelebt hat, ein Prädiktor für ihre kreative Leistungen in der „Duncker Candle Problem“ (Studie 1) und einer kreativen Verhandlungsaufgabe (Studie 2) ist. Interessanterweise zeigt sich dieser Zusammenhang aber nicht bei Personen, die im Ausland rumgereist sind. Die Studie 2 belegt zudem, dass diese Assoziation zwischen Zeitdauer und der Kreativität unabhängig von Persönlichkeitsfaktoren (z. B. Offenheit und Extraversion) ist. Experiment 3 untersucht die Einflüsse von Priming bei Probanden, die früher im Ausland gelebt haben. Die Ergebnisse des Experiments belegen, dass Primes zu „Leben im Ausland“ zu besserer kreativer Leistung im „Remote Associates Test“ führen, als Primes zum „Reisen im Ausland“, „Heimat“ oder Kontroll-Primes. Je länger ein Proband im Ausland gelebt hat, desto stärker ist dieser Priming-Effekt (Maddux & Galinsky, 2009).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einfluss multikultureller Erfahrung auf die Kreativität: Einleitung in die Thematik, welche die populärpsychologische Annahme aufgreift, dass Auslandserfahrungen die Wahrnehmung stimulieren und kreative Prozesse fördern können.

2 Prüfung der alltagspsychologischen Hypothese: Wissenschaftliche Untersuchung des Einflusses von Kulturerfahrung auf die Kreativität anhand theoretischer Konzepte sowie empirischer Studien von Leung/Chiu und Maddux/Galinsky.

3 Transfer der Ergebnisse auf Schülerreferate zu multikulturellen Themen: Anwendung der gewonnenen Erkenntnisse auf den schulischen Bildungskontext, insbesondere im Hinblick auf die Wirkung von Referaten über multikulturelle Themen auf die Kreativität der Beteiligten.

4 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Forschungsergebnisse, die den Einfluss multikultureller Erfahrungen bestätigt, aber auf die Notwendigkeit von aktiver Adaptation und Motivation hinweist.

Schlüsselwörter

Kreativität, multikulturelle Erfahrung, Auslandsaufenthalt, Adaptation, Priming, kreative Performanz, semantisches Netzwerk, Need for Cognitive Closure, Denkmuster, interkulturelle Bildung, Schülerreferate, kulturelle Diversität, kognitive Prozesse, Problemlösung, globale Gesellschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den wissenschaftlichen Wahrheitsgehalt der Alltagshypothese, dass multikulturelle Erfahrungen, insbesondere Auslandsaufenthalte, die Kreativität eines Individuums nachhaltig fördern können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themenfelder umfassen die Psychologie der Kreativität, den Einfluss von kultureller Vielfalt auf kognitive Prozesse sowie die praktische Bedeutung interkultureller Bildung im schulischen Kontext.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, mittels Theorie und Empirie zu klären, ob und unter welchen Bedingungen multikulturelle Erlebnisse als Katalysator für kreative Leistungen dienen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und dem Vergleich bedeutender empirischer Studien, um kausale Zusammenhänge und moderierende Faktoren zwischen kultureller Erfahrung und kreativer Leistung zu identifizieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden theoretische Kreativitätsmodelle vorgestellt, die Studien von Leung/Chiu (2010) sowie Maddux/Galinsky (2009) detailliert analysiert und die Ergebnisse auf die Relevanz für den Schulunterricht übertragen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind unter anderem Kreativität, multikulturelle Erfahrung, Adaptation, Priming, kognitive Prozesse und interkulturelle Bildung.

Warum reicht einfaches „Reisen“ laut der Arbeit nicht aus?

Die Analyse verdeutlicht, dass eine oberflächliche Reise nicht genügt, da für einen nachhaltigen Kreativitätsschub eine intensive, aktive Auseinandersetzung und eine längerfristige Adaptation an die fremde Kultur erforderlich sind.

Welche Rolle spielt die Motivation des Einzelnen?

Die Motivation ist entscheidend, da Personen mit hoher „Need for Cognitive Closure“ dazu neigen, an konventionellen Denkmustern festzuhalten, was das kreative Potenzial neuer kultureller Einflüsse blockieren kann.

Können Schülerreferate die Kreativität tatsächlich steigern?

Die Arbeit schlussfolgert, dass gut gestaltete Referate einen kurzfristigen Priming-Effekt erzielen können, der sowohl den Referenten als auch die Zuhörer positiv beeinflusst, jedoch keinen langfristigen Wandel ohne eigene tiefere Auslandserfahrung bewirkt.

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Details

Title
Das Leben und der Alltag kreativer Personen: Einfluss multikultureller Erfahrungen auf die Kreativität
College
University of Regensburg  (Humanwissenschaften)
Course
Seminar Kreativität
Grade
1,3
Author
Maria Goldkin (Author)
Publication Year
2020
Pages
9
Catalog Number
V1137799
ISBN (eBook)
9783346510174
Language
German
Tags
Kreativität Kultur multikulturell
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Maria Goldkin (Author), 2020, Das Leben und der Alltag kreativer Personen: Einfluss multikultureller Erfahrungen auf die Kreativität, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1137799
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