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Kritischer Vergleich des Ertragswertverfahrens und der DCF-Methode anhand eines börsennotierten Unternehmens

Titel: Kritischer Vergleich des Ertragswertverfahrens und der DCF-Methode anhand eines börsennotierten Unternehmens

Bachelorarbeit , 2021 , 123 Seiten , Note: 1.2

Autor:in: Annika Söffker (Autor:in)

BWL - Revision, Prüfungswesen
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Thema der Bachelorarbeit ist der kritische Vergleich der beiden dominierenden Verfahren in der Unternehmensbewertung: die angelsächsisch-geprägte Discounted Cash-Flow Methode und das in Deutschland verbreitete Ertragswertverfahren.
Zunächst wurden die Grundlagen der Unternehmensbewertung gemäß des IDW S 1 erläutert. Danach wurden die beiden Methoden vorgestellt. Bei dem Discounted Cash-Flow-Modell wurde sich auf den WACC-Ansatz fokussiert. Zur Berechnung des Eigenkapitalkostensatzes wurde das CAPM angewendet. Außerdem wurden die Besonderheiten hinsichtlich der Besteuerung (Tax-CAPM), Finanzierungsstruktur (Modigliani-Miller-Modell), Ausschüttung und der Wachstumsannahme (Gordon-Shapiro-Modell) herausgestellt. Der allgemeine Teil wurde mit einer kurzen Darstellung der Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Unternehmensbewertung abgeschlossen.

Daraufhin wurde in Eigenarbeit der Unternehmenswert der SAP mithilfe beider Methoden berechnet und verglichen. Die Berechnungen wurden in einzelnen Rechenschritten genau aufgeschlüsselt und in Tabellen übersichtlich dargestellt. Zudem wurde eigenständig eine Peer Group zusammengestellt und das Debt Beta berechnet, wodurch auch auf aktuelle Diskussionspunkte eingegangen wurde. Außerdem wurde die Lösung des Zirkularitätsproblems nachvollziehbar dargestellt. Bei der eigenen Anwendung der Methoden sind vor allem die Unterschiede und die verschiedenen Herangehensweise aufgefallen, die im letzten Kapitel klar herausgestellt wurden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Grundlagen der Unternehmensbewertung

2.1 Definition

2.2 Bewertungsanlässe

2.3 Bewertungszweck

2.4 Grundsätze zur Ermittlung von Unternehmenswerten

2.5 Unterscheidung objektivierter und subjektiver Unternehmenswert

2.6 Bewertungsverfahren

3 Ertragswertverfahren

3.1 Grundlagen

3.2 Ermittlung der Ertragsgröße

3.2.1 Definition der finanziellen Überschüsse

3.2.2 Planungsrechnung

3.2.2.1 Phasenmodell

3.2.2.2 Plausibilisierung der Planungsrechnungen

3.2.3 Annahmen

3.3 Bestimmung der Eigenkapitalkosten

3.3.1 Äquivalenzprinzipien

3.3.2 CAPM

3.3.2.1 Einführung

3.3.2.2 Basiszinssatz

3.3.2.3 Marktrisikoprämie

3.3.2.3.1 Bestimmung der Marktrisikoprämie

3.3.2.3.2 Empfehlung der Marktrisikoprämie

3.3.2.3.3 Aktuelle Diskussion

3.3.2.3.4 Fazit

3.3.2.4 Betafaktor

3.3.2.4.1 Ermittlung des Betafaktors

3.3.2.4.2 Heranziehen einer Peer Group

3.3.2.4.3 Berücksichtigung der Kapitalstruktur

3.3.2.4.4 Debt Beta

3.3.3 Auswirkungen des Niedrigzinsniveaus

3.3.4 Beurteilung des CAPM

3.4 Berechnung des Ertragswerts

4 WACC-Ansatz als Discounted Cashflow-Verfahren

4.1 Grundlagen

4.2 Ermittlung der Cashflowgröße

4.3 Berechnung des Kapitalisierungszinssatzes

4.4 Berechnung des Unternehmenswerts

5 Besonderheiten bei der Ermittlung des Shareholder Values

5.1 Besteuerung

5.1.1 Mittelbare vs. unmittelbare Typisierung

5.1.2 Besteuerung auf Ebene der Gesellschaft

5.1.3 Besteuerung auf Ebene des Gesellschafters

5.1.3.1 Tax-CAPM

5.1.3.2 Beurteilung des Tax-CAPM

5.1.4 Berechnung des Tax Shields

5.2 Ausschüttung

5.2.1 Ausschüttungsrestriktionen

5.2.2 Ausschüttungspolitik

5.2.3 Ausschüttungsdifferenzeffekt

5.3 Finanzierungsstruktur

5.3.1 Autonome vs. atmende Finanzierungsstrategie

5.3.2 Grundmodell von Modigliani-Miller

5.3.3 Erweitertes Modell mit Unternehmenssteuer ohne persönliche Steuer

5.3.4 Modell mit Unternehmenssteuern und persönlichen Steuern

5.3.5 Kritik am Modell von Modigliani-Miller

5.4 Wachstum

5.4.1 Wachstumsfaktoren

5.4.2 Inflation

5.4.3 Nominales vs. reales Wachstum

5.4.4 Gordon-Shapiro-Modell

6 Unternehmensbewertung zu Zeiten der Corona-Pandemie

6.1 Einfluss der Corona-Pandemie auf die Erfolgsgrößen

6.2 Einfluss der Corona-Pandemie auf den Kapitalisierungszinssatz

6.3 Fazit

7 Anwendungsbeispiel

7.1 Kurzinformation über das Unternehmen SAP

7.1.1 Verlauf des Geschäftsjahres 2020 mit dem Hintergrund der Corona-Pandemie

7.1.2 Ausblick von SAP

7.2 Annahmen

7.3 Planungsrechnungen

7.3.1 Erstellung der Detailplanungsphase

7.3.2 Ermittlung der Werte für die ewige Rente

7.4 Ermittlung der Eigenkapitalkosten

7.4.1 Berechnung der Renditeforderung der Eigentümer eines unverschuldeten Unternehmens

7.4.2 Exkurs: Heranziehen einer Peer Group

7.4.2.1 Ermittlung von Betafaktoren der Peer Group

7.4.2.2 Relevern und Unlevern von Betas

7.4.2.3 Ermittlung des Debt Betas

7.4.3 Berücksichtigung der persönlichen Steuern und Kapitalstruktur

7.5 Ermittlung der Erfolgsgrößen

7.5.1 Bestimmung der Ertragsgröße

7.5.2 Bestimmung des Free Cashflows

7.6 Berechnung des Unternehmenswerts anhand des Ertragswertverfahrens

7.6.1 Ermittlung des Steuereffekts bei anteiliger Fremdfinanzierung

7.6.2 Lösung des Zirkularitätsproblems

7.7 Berechnung des Unternehmenswerts anhand des WACC-Ansatzes

7.7.1 Ermittlung des Steuereffekts bei anteiliger Fremdfinanzierung

7.7.2 Lösung des Zirkularitätsproblems

7.8 Fazit

8 Vergleich des Ertragswertverfahrens und der DCF-Methode

9 Abschließende Beurteilung

10 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Bachelorarbeit hat zum Ziel, die beiden in der Praxis gängigsten Verfahren zur Unternehmensbewertung, das Ertragswertverfahren und die DCF-Methode (speziell den WACC-Ansatz), kritisch zu vergleichen und zu beurteilen. Dabei wird die Eignung der Methoden anhand von Kriterien der Praktikabilität, Genauigkeit und Vergleichbarkeit untersucht, wobei insbesondere die Auswirkungen des Niedrigzinsumfelds und der Corona-Pandemie auf das Bewertungskalkül beleuchtet werden.

  • Grundlagen und Prinzipien der Unternehmensbewertung nach IDW S 1
  • Detaillierte Analyse des Ertragswertverfahrens und des WACC-Ansatzes
  • Diskussion aktueller Herausforderungen wie Niedrigzinsniveau und Corona-Pandemie
  • Anwendung der Methoden an einem konkreten Beispiel (SAP SE)

Auszug aus dem Buch

3.3.2.1 Einführung

Das CAPM ist ein Kapitalwertmodell, welches eine Rechnungshilfe zur Ermittlung der geforderten Rendite eines Investors im Kapitalmarktgleichgewicht gibt. Das Modell basiert auf der Portfolio-Selection Theorie von Markowitz, welche zugrunde legt, dass die Anleger einen möglichst hohen Ertrag bei möglichst geringem Risiko generieren wollen.

Die unternehmerische Initiative ist mit Unsicherheit verbunden, da zukünftige Zahlungen sowohl hinsichtlich des Zeitpunkts als auch der Höhe nach als risikobehaftet gelten. Die Risikoaversion wird dadurch zum Ausdruck gebracht, dass zukünftige Risiken stärker gewichtet werden als zukünftige Chancen. Die risikoaversen Anleger bevorzugen einen gleichbleibenden Erwartungswert der Zahlung mit geringerem Risiko. Ein höheres Risiko soll mit einer Prämie ausgeglichen werden. Dies wird grafisch mit der Wertpapierlinie dargestellt. Die Wertpapierlinie setzt das Risiko als Betafaktor ins Verhältnis zum Erwartungswert. Es ist ein linearer Verlauf zu erkennen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Arbeit führt in die Relevanz von Unternehmensbewertungen im M&A-Kontext ein und definiert das Ziel, Ertragswertverfahren und DCF-Methode kritisch zu vergleichen.

2 Grundlagen der Unternehmensbewertung: Es werden die theoretischen Basisbegriffe sowie die Grundsätze der Unternehmensbewertung nach IDW S 1 und die Abgrenzung von Wert und Preis dargestellt.

3 Ertragswertverfahren: Das Kapitel erläutert die Methodik des Ertragswertverfahrens, inklusive der Ertragsplanung, der Bestimmung von Kapitalkosten mittels CAPM und der konkreten Barwertberechnung.

4 WACC-Ansatz als Discounted Cashflow-Verfahren: Hier wird der WACC-Ansatz als international verbreitete DCF-Variante detailliert vorgestellt und die Ermittlung von Free Cashflows sowie Kapitalkosten beschrieben.

5 Besonderheiten bei der Ermittlung des Shareholder Values: Dieses Kapitel behandelt komplexe Aspekte wie Besteuerung, Ausschüttungsregeln, Finanzierungsstrategien und Wachstumsprognosen bei der Unternehmensbewertung.

6 Unternehmensbewertung zu Zeiten der Corona-Pandemie: Es wird analysiert, wie die Pandemie die Planungsparameter, den Kapitalisierungszinssatz und das Insolvenzrisiko beeinflusst und welche Anpassungen in der Bewertung nötig sind.

7 Anwendungsbeispiel: Anhand des börsennotierten Unternehmens SAP wird die praktische Anwendung beider Verfahren durchgeführt und die Ergebnisse in einem kritischen Vergleich gegenübergestellt.

8 Vergleich des Ertragswertverfahrens und der DCF-Methode: Die theoretischen und praktischen Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede beider Verfahren werden synthetisiert und ihre Anwendbarkeit diskutiert.

9 Abschließende Beurteilung: Eine abschließende Bewertung der Praktikabilität beider Ansätze erfolgt, wobei Vor- und Nachteile der Methoden in Bezug auf komplexe Bewertungsspielräume abgewogen werden.

10 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Erkenntnisse und dem Ausblick auf die Bedeutung beider Verfahren in einer sich wandelnden wirtschaftlichen Umwelt.

Schlüsselwörter

Unternehmensbewertung, Ertragswertverfahren, DCF-Methode, WACC-Ansatz, CAPM, Eigenkapitalkosten, Betafaktor, Marktrisikoprämie, Steuerstundungseffekt, Cashflow, Planung, Corona-Pandemie, SAP, Kapitalkosten, Unternehmenswert

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit einem kritischen Vergleich zweier zentraler Methoden der Unternehmensbewertung: dem Ertragswertverfahren und der DCF-Methode (WACC-Ansatz).

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Neben der Methodik werden insbesondere die Bestimmung von Kapitalkosten (CAPM), die Berücksichtigung von Steuern, Finanzierungsstrukturen und Wachstum sowie die Auswirkungen externer Schocks wie der Corona-Pandemie behandelt.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu beurteilen, welches der beiden Verfahren für die Unternehmensbewertung besser geeignet ist, wobei Kriterien wie Praktikabilität, Genauigkeit und Vergleichbarkeit im Vordergrund stehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Neben der theoretischen Literaturanalyse dient ein detailliertes Anwendungsbeispiel am börsennotierten Unternehmen SAP dazu, die Verfahren praktisch anzuwenden und ihre Eignung zu vergleichen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Darstellung des Ertragswertverfahrens und der DCF-Methode, die Diskussion von steuerlichen und wachstumsspezifischen Besonderheiten sowie die Bewertung unter Kriseneinflüssen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind unter anderem Ertragswertverfahren, DCF-Methode, WACC, Kapitalkosten, Betafaktor, steuerliche Typisierung und Corona-Einflüsse.

Warum wird das Zirkularitätsproblem bei der Bewertung als kritisch angesehen?

Das Problem tritt auf, da der Unternehmenswert selbst von den Kapitalkosten abhängt, die wiederum auf Basis des Unternehmenswerts berechnet werden müssen; dies erfordert iterative Lösungsansätze.

Welchen Einfluss hat die Corona-Pandemie auf das Bewertungskalkül laut der Autorin?

Die Pandemie erhöht die Planungsunsicherheit und Volatilität, erfordert eine sorgfältige Plausibilisierung der Planungsrechnungen und führt zu kontroversen Diskussionen über die angemessene Höhe der Marktrisikoprämie.

Ende der Leseprobe aus 123 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Kritischer Vergleich des Ertragswertverfahrens und der DCF-Methode anhand eines börsennotierten Unternehmens
Hochschule
Duale Hochschule Baden-Württemberg, Villingen-Schwenningen, früher: Berufsakademie Villingen-Schwenningen
Veranstaltung
Methoden der Unternehmensbewertung
Note
1.2
Autor
Annika Söffker (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
123
Katalognummer
V1137807
ISBN (eBook)
9783346510242
ISBN (Buch)
9783346510259
Sprache
Deutsch
Schlagworte
kritischer vergleich ertragswertverfahrens dcf-methode unternehmens
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Annika Söffker (Autor:in), 2021, Kritischer Vergleich des Ertragswertverfahrens und der DCF-Methode anhand eines börsennotierten Unternehmens, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1137807
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