In dieser Arbeit wird untersucht, ob und wie die Gesundheitskompetenz junger Arbeitsloser gestärkt werden kann. Ziel dieser Arbeit ist es, herauszuarbeiten, ob die Förderung der Gesundheitskompetenz im Rahmen einer Gesundheitsförderung in Fördermaßnahmen für arbeitslose junge Erwachsene eine signifikante Relevanz aufweist.
Die Ableitung der Relevanz sozialer Arbeit für das Berufsfeld Gesundheit wird aufgezeigt. Einen Schwerpunkt dieser Studie stellt die Effektivität einer Gesundheitsförderung dar, auch mit Blick auf die Selbstlimitationen Jugendlicher durch riskantes Gesundheitsverhalten. Herausforderungen durch Gesundheitsbeeinträchtigungen verschiedener Lebensalter mit Bezug auf das Arbeitsleben werden herausgearbeitet. Unerwartete Arbeitsmarktrisiken junger, gut ausgebildeter Erwachsener werden mit in den Blick genommen. Dieser Bericht diskutiert effektive Hilfen für junge Menschen und diesbezügliche gesellschaftliche Einflussfaktoren sowie Limitationen pädagogischer Mittel.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1. Bezug zum Studium - Themenwahl
1.2. Ziel - Herangehensweise - Methodik
2. Theoretische Aufarbeitung
2.1. Thematische Abgrenzung und Begriffsdefinition
2.1.1. Arbeitslosigkeit allgemein
2.1.2. Sonderfall Arbeitslosigkeit junger Erwachsener
2.1.3. Status des Ausbildungsmarkts
2.1.4. Gesundheit und Krankheit
2.1.5. Gesundheitskompetenz
2.1.6. Gesundheitliche Herausforderungen
2.2. Stand der Forschung
2.2.1. Schwierige Übergänge
2.2.2. Blick der Jugend auf sich selbst
2.2.3. Blick auf die Gesundheit von Jugendlichen
2.2.4. Arbeitslosigkeit und Gesundheit bei jungen Erwachsenen
3. Förderung und Limitierung von Gesundheitskompetenz
3.1. Ansätze der allgemeinen Förderung
3.2. Förderung der Gesundheitskompetenz der Jugend
3.3. Limitierungen
3.3.1. Selbstlimitierende Faktoren
3.3.2. Limitierung durch fehlende Daten
3.3.3. Limitierung durch fehlende Ressourcen
4. Fazit/Ausblick
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht die Relevanz der Förderung der Gesundheitskompetenz innerhalb von arbeitsintegrativen Maßnahmen für arbeitslose junge Erwachsene. Dabei wird analysiert, inwieweit gesundheitsförderliche Aspekte in aktuelle Jugendförderprogramme integriert sind und welche Barrieren sowie Bedarfe bei dieser Zielgruppe bestehen.
- Gesundheitliche Auswirkungen von Arbeitslosigkeit bei jungen Erwachsenen
- Methoden der Gesundheitsförderung in der Sozialen Arbeit
- Analyse von Förderfaktoren und Selbstlimitierung junger Menschen
- Stellenwert von Peergroup-Ansätzen und aufsuchender Jugendhilfe
- Herausforderungen durch strukturelle Defizite und Datenlücken
Auszug aus dem Buch
2.1.6. Gesundheitliche Herausforderungen
Es werden zunächst gesundheitliche Auswirkungen der Arbeitslosigkeit auf Erwachsene und folgend gesundheitliche Beeinträchtigungen im Leben heranwachsender Arbeitsloser aufgezeigt.
Anhand des kumulativen Stress-Modells (Jackson & Warr, 1984) zeigt sich, dass, verglichen mit erwerbstätig Beschäftigten, signifikant höhere Werte bei Arbeitslosen in Bezug auf die Aspekte subjektives Wohlbefinden, Angst, Depression, unspezifische Krankheitssymptome auftreten (Jackson & Warr, 1984, zitiert in Paul, Hassel & Moser, 2009). Die Autoren geben die Prävalenz psychiatrisch relevanter Erkrankungen mit 34 Prozent an gegenüber 16 Prozent beim erwerbstätigen Bevölkerungsanteil. Erhöhte Stresslevel aufgrund kumulierter Faktoren, wie frustraner Stellensuche, abnehmender Einkommensverhältnisse, zunehmender sozialer Isolation und gesellschaftlicher Stigmatisierung führen den Autoren zufolge zu einer linear steigenden Korrelation bezüglich Dauer der Arbeitslosigkeit und Anstieg psychischer Störungen. Die Autoren nehmen bei fortgesetzter Dauer die Aussagen des Adaptations-Modells (Warr & Jackson, 1985) an, mit Konsequenzen wie: Gewöhnung an die Situation der Arbeitslosigkeit, Abnahme von Bewerbungsversuchen, geänderte Beurteilung der Wertigkeit von Arbeit, Verschiebung von Interessenlagen, Aktivitäten und Alltagsroutinen (Warr & Jackson, 1985, 1987, zit. in Paul, Hassel & Moser, 2009).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Klärung des Themenbezugs zum Studium, Definition der Zielsetzung sowie Darstellung der methodischen Vorgehensweise bei der Literaturrecherche.
2. Theoretische Aufarbeitung: Definition grundlegender Begriffe wie Arbeitslosigkeit, Gesundheit und Gesundheitskompetenz, ergänzt durch einen Überblick über den aktuellen Stand der Forschung zur Lebenswelt junger Erwachsener.
3. Förderung und Limitierung von Gesundheitskompetenz: Untersuchung von Interventionsansätzen in der Sozialen Arbeit sowie kritische Auseinandersetzung mit Faktoren, die eine wirksame Gesundheitsförderung bei der Zielgruppe erschweren.
4. Fazit/Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Diskussion der identifizierten Forschungslücken sowie des Bedarfs an zukünftigen wissenschaftlichen Untersuchungen.
Schlüsselwörter
Gesundheitskompetenz, Arbeitslosigkeit, junge Erwachsene, Jugendarbeitslosigkeit, Gesundheitsförderung, Soziale Arbeit, NEET-Status, psychische Gesundheit, Selbstwirksamkeitserwartung, Peergroup, Jugendhilfe, Arbeitsintegration, Gesundheitsverhalten.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der Förderung der Gesundheitskompetenz bei arbeitslosen jungen Erwachsenen und untersucht deren Bedeutung im Kontext von Maßnahmen zur Arbeitsintegration.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Zentral sind die gesundheitlichen Folgen von Arbeitslosigkeit, die theoretische Definition von Gesundheitskompetenz, der Stand der Forschung zu jungen Erwachsenen sowie die Chancen und Grenzen sozialpädagogischer Interventionsansätze.
Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?
Das Hauptziel besteht darin herauszuarbeiten, ob die Förderung der Gesundheitskompetenz innerhalb von arbeitsintegrativen Maßnahmen für die Zielgruppe eine signifikante Relevanz aufweist.
Welche methodische Herangehensweise wurde gewählt?
Die Arbeit basiert auf einer systematischen Literaturrecherche der Jahre 2000 bis 2020, unter Einbeziehung von Fachdatenbanken, Bibliotheksbeständen und aktuellen Studien.
Welche Aspekte werden im Hauptteil vertieft behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Begriffsabgrenzungen, die Darstellung aktueller Forschungsstudien (z.B. YOYO, KIGGS, Shell-Studien) sowie die Analyse von Förderfaktoren und Barrieren in der Praxis.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Gesundheitskompetenz, Jugendarbeitslosigkeit, Soziale Arbeit und NEET-Status definieren.
Welche Rolle spielen "selbstlimitierende Faktoren" für die Zielgruppe?
Die Autorin weist darauf hin, dass insbesondere Verhaltensmuster der Peergroup, wie riskantes Freizeitverhalten oder ein einseitiges Ernährungsverhalten, die Gesundheitskompetenz negativ beeinflussen und somit als selbstlimitierend wirken.
Warum betont die Arbeit die Notwendigkeit weiterer Forschung?
Da die vorhandene Datenlage bezüglich der gesundheitlichen Folgen bei gut qualifizierten, arbeitslosen jungen Erwachsenen lückenhaft ist, unterstreicht die Autorin den Bedarf für gezieltere Datenerhebungen in der Zukunft.
- Quote paper
- Nora Feder (Author), 2021, Förderung der Gesundheitskompetenz junger, von Arbeitslosigkeit betroffener Menschen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1138098