Die Instabilität der modernen Kleinfamilie und Aspekte der „Risikogesellschaft“ (U. Beck)


Seminararbeit, 2007

13 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Definitionen „Familie“ und „moderne Kleinfamilie“

2. Der historische Hintergrund und Entwicklung der Familie
2.1. Rollenteilung zwischen den Geschlechter
2.2 Die Instabilität der Familie:

3. Beziehungskonflikten zwischen Mann und Frau
3.1. Drei Thesen der Beziehungskonflikten von U. Beck

4. Prognose für die zukünftige Entwicklung der Kleinfamilie

5. Fazit

Literaturverzeichnis

Einleitung

Das Thema diese Hausarbeit ist „Die Instabilität in der kleine Familie“, sowohl in der letzen Jahrzehnte als auch Heute dieses Problem ist aktuell. Immer größere Teile der Bevölkerung entwickelter Industriegesellschaften leben nicht mehr in den Familien. Die Vielfalt nicht familiärer Lebensformen wächst. In unsere Zeit konnte man sehen, wie Wertbezüge von Ehe und Familie erheblich gewandelt haben. Infolgedessen konnte man behaupten, dass die heutige Zeit zur der Krise der Normalfamilie gehört. Es stellt sich die Frage, ob Überhaupt in Wirklichkeit die Familie gibt.

Ich habe das Thema „Die Instabilität in der kleine Familie“ genommen, weil ich mich sehr für das Thema interessiere. Ich kann auch die Verbindung zur sozialen Arbeit herstellen, da die soziale Arbeit sich immer auf die Leute beziehen. Ich wollte in meiner Hausarbeit die Definitionen von der “Familie“, „moderne Kleinfamilie“, und Aspekten der historischen Hintergrund und Aktueller Lage der Familie erörtern. In dieser Hausarbeit möchte ich mich mit dem Thema intensiver beschäftigen.

Hauptteil:

1. Definitionen „Familie“ und „moderne Kleinfamilie“

Das Wort „Familie“ wurde am Ende des 17. und zu Beginn des 18. Jahrhunderts in die deutsche Sprache aufgenommen. Bei der Wortbildung spielte nicht nur die lateinische, sondern – auch die französische Sprache eine Rolle. Bereits damals wurden mit dem Wort „Familie“ unterschiedliche Bedeutungen in Verbindung gebracht.

Unter der „Familie“ heutzutage verstehen wir allgemein eine Lebensform, die mindestens ein Kind und ein Elternteil umfasst und einen dauerhaften und Inneren durch Solidarität und persönliche Verbundenheit charakterisierten Zusammengang aufweist. Viele andere Merkmale dessen, was gemeinhin als Familie gilt (z.B. gemeinsames Wohnen, gemeinsame Produktion), sind hingegen soziokulturell variabel.

Unter der „moderne Kleinfamilie“ als einer spezifischen Familienform wird die auf der Ehe gründende Gemeinschaft der Eltern mit ihren leiblichen Kindern verstanden. Das wichtigste Merkmal gegenüber früheren Familienformen ist die enorme Bedeutungszunahme von Liebe, Emotionalität und affektiver Solidarität.

2. Der historische Hintergrund und Entwicklung der Familie

2.1. Rollenteilung zwischen den Geschlechter

Historisch gesehen, könnte man sagen, dass die Jahre zwischen 1955 und 1965 als Blütezeit von Ehe und Familie bezeichnet wurden. Die moderne Kleinfamilie - teilweise in Form der „bürgerliche Kleinfamilie“( so genannte Normalfamilie) mit der Rollenteilung zwischen den Geschlechtern war eine Kulturelle Selbstverständlichkeit.

Zum Beispiel:

- 95% der Bevölkerung haben geheiratet
- Ehescheidung waren selten
- Jeder Zehnte blieb kinderlos
- 90% der minderjährigen Kinder lebten mit beiden Eltern zusammen .(vgl.Ecarius,2007,S.36f)

Meiner Meinung nach ist, dass diese Tendenz mit den Aufbauzeiten nach dem Zweiten Weltkrieg verbunden ist. Das heißt: dass die meistens Leute „ein normalen Leben“ führen

wollten und die Möglichkeit Kinder großzuziehen. Außerdem diese Zeit gehörte zum Wirtschaftlichen Boom.

Das außergewöhnliche Wachstum der Wirtschaft führte zu einem Bedarf an weiblichen Arbeitskräften. In dieser Zeit war ein Trend zur Berufsarbeit verheirateter Frauen registriert. Also die außerhäusliche Erwerbsarbeit beeinflusst das Verhalten. (vgl. Sieder, 1987, S.243)

Die Situation hat sich seit Mitte der 1960er Jahre mit der Individualisierung der Lebensführung und der Pluralisierung der Lebensformen gewandelt. Auf diese Weise konnte man feststellen, dass seit 1965 die Krise der „Normalfamilie“ war. (vgl.Ecarius,2007,S.36)

In den 70-er Jahren traten persönliche Motive in den Vordergrund und zwar immer mehr Frauen bekannten sich durch Erwerbsarbeit ein eigenes Einkommen, ein relative Unabhängigkeit vom Ehemann, Freude am Beruf oder über die Berufsarbeit entstehende soziale Kontakte zu sichern.

Geschlechtsspezifische Verhaltensweisen und Stereotype wurden durch ihre Dominanz im Sozialisationsprozess oft gegen den Willen der Mutter gefördert. Jedenfalls wurde die Vorstellung einer „natürlichen“ Trennung männlicher und weiblicher Aufgabenbereiche in der Familie nicht erst in der Ehe produziert, sondern fand sich schon bei Kinder und Jugendlichen, so dass bei jungen Menschen einen anbahnenden Einstellungswandel wurde gezeigt. (vgl. Sieder, 1987, S.243ff)

Also kann man sagen, dass die „moderne Kleinfamilie“ hat ihren Monopolcharakter verloren Einerseits steht ein wachsenden Nicht-Familiensektor (Alleinwohnende, kinderlose nichteheliche Lebensgemeinschaften usw.). Anderseits steht ein Familiensektor(Ehepaare mit Kindern, Stieffamilien usw.) und dazu kommt auch „einer Anpassung des Rollenverhalten der Männer und Frauen an den gesellschaftlichen Strukturwandel“. (vgl.Ecarius,2007,S.40)

2.2 Die Instabilität der Familie:

- Höhere Scheidungsquoten

Heutzutage die Scheidung ist die häufige Form der Eheauflösung.

Wenn wir die Statistik anschauen, gibt es die steigenden Scheidungsziffern.

Zum Beispiel der Scheidungsraten in Deutschland vom 1950 bis 2004 Jahr.

- 1950 - 14,6%
- 1970 – 17.2%
- 1975 – 27,5%
- 1981 – 30,5%
- 1985 – 35,2%
- 1997 – 44,6%
- 2004 – 53,9%

© Statistisches Bundesamt Pressestelle Gustav-Stresemann-Ring 11
D-65189 Wiesbaden

Die Ergebnisse zeigen uns sehr klar eine deutliche Zunahme der Scheidungen. Der faktischen Scheidungszahlen der Statistik bestätigen den Trend einer zunehmenden Aufweichung des Permanenzgebots der Ehe. Kann man vermuten, dass die Zunahme an Scheidungen sich auf den Familienstruktur auswirkt. Einerseits sollte sich die Zahl der Alleinerziehenden erhöhen. Anderseits wird die Zahl der Wiederverheiratungen beispielsweise nichtehelichen Lebensgemeinschaften steigen. Das heißt: „wachsende Vielfalt von Lebensformen, die sich unter dem Begriff von Ehe, Familie und Elternschaft verbergen. Alle innerfamiliären

Elemente sind aufkündbar und damit legitimationsbedürftig“. (Beck, 1986, S.164) Eine Scheidung gilt heute immer mehr weniger als moralische Verfehlung, sonder eher als legitime Form eheliche Konfliktlösung. Als wichtigste Ursache für die Scheidung gelten die gestiegenen Ansprüche an die Qualität der Partnerbeziehung. Enttäuschte bzw. unerfüllte Erwartungen, ein Auseinanderleben der Partner sowie Störungen in den Partnerbeziehungen sind bedeutsamer geworden. Dazu kommen auch die Gewalt, Alkoholismus, sexuelle Untreue. Die gestiegenen Ansprüche an eine bestimmte Qualität der ehelichen Partnerschaft führen häufiger zu unerfüllten Bedürfnissen und damit zu Spannungen in den Beziehungen, so dass das Scheitern der Ehe häufig geradezu „vorprogrammiert“ ist. (vgl. Ecarius,2007,S.39)

[...]

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten

Details

Titel
Die Instabilität der modernen Kleinfamilie und Aspekte der „Risikogesellschaft“ (U. Beck)
Hochschule
Fachhochschule Dortmund  (Angewandte Sozialwissenschaften)
Veranstaltung
Grundlagen, Grundfragen und Grundbegriffe des erziehungswissenschaftlichen
Note
2,0
Autor
Jahr
2007
Seiten
13
Katalognummer
V113836
ISBN (eBook)
9783640150908
ISBN (Buch)
9783640151004
Dateigröße
456 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Instabilität, Kleinfamilie, Aspekte, Beck), Grundlagen, Grundfragen, Grundbegriffe
Arbeit zitieren
Julia Gromovaya (Autor), 2007, Die Instabilität der modernen Kleinfamilie und Aspekte der „Risikogesellschaft“ (U. Beck), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/113836

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