Die Auswahl der richtigen Unternehmensstrategie ist die wichtigste Variable, von
der der Unternehmenserfolg abhängt. Unabhängig davon, über welche Wettbewerbsvorteile ein Unternehmen verfügt, ist es, ohne das Einsetzten dieser Vorteile in den Rahmen einer richtigen Strategie, zum Scheitern verurteilt. Daher stellt sich hierbei die Frage: Was ist eine richtige Unternehmensstrategie und wie soll sie definiert werden?
Eine Antwort auf dieser Frage liefert das wohl bekannteste im Bereich des strategischen Managements, von Michael E. Porter entwickelte Five-Forces Modell. Im Folgenden wird dieses Modell detailliert besprochen und am Beispiel einer strategischen Entscheidungssituation der Firma SAP angewendet, nämlich – die freundliche Übernahme des französischen Softwareherstellers Business Objects
durch SAP.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. SAP im Rahmen einer strategischen Entscheidungssituation
3. Five Forces
3.1. Die Gefahr des Markteintritts
3.2. Rivalität unter den bestehenden Unternehmen
3.3. Bedrohung durch Substitutionsprodukte
3.4. Verhandlungsmacht der Abnehmer
3.5. Verhandlungsstärke der Lieferanten
4. Analyse der strategischen Entscheidungssituation von SAP anhand des Five-Forces Modells
5. Grenzen des Five-Forces Modells
6. Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht die strategische Entscheidung der SAP AG zur Übernahme des Softwareherstellers Business Objects. Dabei wird das Five-Forces Modell von Michael E. Porter genutzt, um den Wettbewerbsdruck in der Softwarebranche zu analysieren und die Motive hinter dieser spezifischen Übernahme sowie die Grenzen des gewählten Analysemodells kritisch zu hinterfragen.
- Grundlagen und Definitionen des Five-Forces Modells nach Michael E. Porter.
- Analyse der Branchenstruktur im Bereich Unternehmenssoftware.
- Untersuchung der Wettbewerbsdynamik zwischen SAP und Oracle.
- Bewertung der strategischen Übernahme von Business Objects durch SAP.
- Kritische Reflexion der Anwendungsmöglichkeiten und Grenzen des Five-Forces Modells.
Auszug aus dem Buch
3.1. Die Gefahr des Markteintritts
Der Erfolg eines Unternehmens ist stark durch die Anzahl seiner Wettbewerber beeinflusst und steht in einer negativen Relation dazu.
Durch den Eintritt neuer Marktteilnehmer werden zusätzliche Kapazitäten und oft erhebliche Mittel in die Branche eingebracht, was zu Preissenkungen und Kostensteigerungen führt und damit die Rentabilität des Marktes senkt. Die auf dem Markt agierenden Unternehmen sind stets einem Reaktions- und Anpassungsdruck ausgesetzt.
Die Gefahr, die durch den Eintritt neuer Wettbewerber hervorgeht, hängt von den existierenden Markteintrittsbarrieren, bzw. von ihrer Verschärfung als Schutzmaßnahme ab.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Einführung in die Relevanz der Unternehmensstrategie und Vorstellung der zentralen Fallstudie zur Übernahme von Business Objects durch SAP.
2. SAP im Rahmen einer strategischen Entscheidungssituation: Kurzvorstellung des Unternehmens SAP als global führender Softwareanbieter und Darstellung des Wettbewerbskontextes.
3. Five Forces: Detaillierte theoretische Erläuterung der fünf Wettbewerbskräfte nach Porter inklusive der Faktoren für Eintrittsbarrieren, Rivalität und Marktmacht.
4. Analyse der strategischen Entscheidungssituation von SAP anhand des Five-Forces Modells: Anwendung der theoretischen Grundlagen auf die reale Wettbewerbssituation von SAP, insbesondere im Hinblick auf den Konkurrenten Oracle.
5. Grenzen des Five-Forces Modells: Kritische Auseinandersetzung mit den Schwächen des Modells bei der Abbildung spezifischer mikroökonomischer und qualitativer Aspekte.
6. Zusammenfassung: Abschließende Bewertung des Nutzens des Five-Forces Modells als strategisches Managementinstrument.
Schlüsselwörter
Unternehmensstrategie, SAP, Business Objects, Five-Forces Modell, Michael E. Porter, Wettbewerbsanalyse, Markteintrittsbarrieren, Softwarebranche, Oracle, Wettbewerbsvorteile, Business-Intelligence, Strategisches Management, Übernahme, Marktposition, Unternehmenssoftware.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die strategische Entscheidung der SAP AG, das Unternehmen Business Objects zu kaufen, unter Anwendung des bekannten Five-Forces Modells.
Welches ist das zentrale Thema der Analyse?
Der Fokus liegt auf der strategischen Ausrichtung von SAP im Kontext der hart umkämpften Softwarebranche und dem Wettbewerb gegen Unternehmen wie Oracle.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, mithilfe des Modells von Michael E. Porter zu verstehen, welche Faktoren die Übernahme motiviert haben und wie sich der Wettbewerbsdruck auf die Strategie auswirkt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf der Anwendung des Five-Forces Modells nach Michael E. Porter zur Strukturanalyse der Branche.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Erläuterung der fünf Wettbewerbskräfte und deren praktische Anwendung auf die spezifische Situation der SAP AG.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die zentralen Schlagworte sind Unternehmensstrategie, Five-Forces Modell, SAP, Oracle, Business-Intelligence und Wettbewerbsanalyse.
Wie unterscheidet sich die Akquisitionsstrategie von SAP von der Oracles?
Während SAP historisch eher organisch wuchs, hat der Konkurrent Oracle durch zahlreiche gezielte Zukäufe (wie PeopleSoft oder Siebel) versucht, Marktmacht aufzubauen, was SAP unter Zugzwang setzte.
Warum stößt das Five-Forces Modell bei dieser Analyse an seine Grenzen?
Das Modell ist stark makroökonomisch geprägt und kann laut Autor spezifische mikroökonomische Besonderheiten oder rein qualitative Aspekte sowie emotionale oder politische Faktoren nur unzureichend erfassen.
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- Vassilena Mladenova (Author), 2008, Der Kauf von Business Objects durch SAP: Eine strategische Analyse mit Hilfe des Five-Forces Modells, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/113853