Heutzutage ist es selbstverständlich, über große Sportereignisse durch die Medien informiert zu werden. Hierbei spielen Fernsehen, Radio, Tages- und Wochenzeitungen eine wichtige Rolle. Gerade durch die große Informationsmenge der Massenmedien hat der Sport immer mehr an Bedeutung gewonnen und die Aufmerksamkeit der Menschen geweckt.
„Die Zeitungssprache lebt vom Steigern, ja Übertreiben. Die Aufmerksamkeit des von so vielen anderen Anliegen stürmisch beanspruchten Lesers muss immer stärker aufgepeitscht werden. Dem geschwollenen Fettdruck der Überschriften entspricht das Anschwellen des Tones in den Aufsätzen selbst. Es gehört zum Wesen der Zeitung, alles, was sie schreibt, dem Leser wichtig erscheinen zu lassen.“ 1
Seit Beginn des 21. Jahrhunderts hat sich das Phänomen Sport in den Medien immer weiter entwickelt. Heute können wir täglich Berichte über die unterschiedlichsten Sportarten wie Fußball, Formel 1 oder Tennis lesen, sehen und hören, aktuelle Sportnachrichten auf dem Handy abrufen, zwischen mehreren Sportkanälen auswählen und über das Internet über Sportergebnisse informiert werden. Der Sportberichterstattung kann man sich somit kaum entziehen: An jeder Ecke begegnet uns das Thema Sport, welches Jung und Alt begeistert.
Sportberichterstattung ist weiterhin ein „hautnahes Medium zur Kommunikation von echten Gefühlen, Sehnsüchten, Bedürfnissen, Werten und Handlungsmaximen“2 und „Gefühle, denen ansonsten wenig Raum gelassen wird, dürfen ausgelebt werden.“3
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Sportsprache
- Die Sprachanalyse
- Lexik
- Wortfelder
- Emotionalität
- Mythik und Religion
- Spannung und Sensation
- Psychische Verfassung
- Kampf und Gewalt
- Spielerische Momente
- Leistung und Technik
- Stilmerkmale
- Superlative
- Redewendungen und Phraseologismen
- Umgangssprache
- Fremd- bzw. Fachwörter
- Ironie
- Morphologie
- Komposition
- Derivation
- Syntax
- Fazit
- Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Hausarbeit analysiert die Berichterstattung über die deutsche Fußballnationalmannschaft in ausgewählten Printmedien nach der Niederlage im WM-Halbfinale 2006 gegen Italien. Ziel ist es, die sprachlichen Besonderheiten der Berichterstattung zu untersuchen und die Unterschiede in der sprachlichen Ausdrucksweise der verschiedenen Zeitungen aufzuzeigen.
- Analyse der sprachlichen Mittel in der Fußballberichterstattung
- Vergleich der sprachlichen Ausdrucksweise verschiedener Printmedien
- Untersuchung der Verwendung von Lexik, Rhetorik, Fachvokabular, Morphologie und Syntax
- Bedeutung der Sportsprache und ihrer Besonderheiten
- Einfluss der Medien auf die Wahrnehmung von Sport und Fußball
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in das Thema der Sportberichterstattung ein und beleuchtet die Bedeutung des Fußballs in den Medien. Es wird die Relevanz der Sprache in der Sportberichterstattung hervorgehoben und die Auswahl der untersuchten Zeitungsartikel erläutert.
Das Kapitel „Sportsprache“ definiert den Begriff der Sportsprache und beschreibt ihre Besonderheiten. Es wird auf die verschiedenen Einflüsse auf die Sportsprache eingegangen, wie zum Beispiel die Regelsprache, den Jargon und die Reportersprache. Die Sprache des Fußballs wird als besonders herausragend dargestellt, da Fußball die beliebteste Sportart weltweit ist und in den Medien einen großen Raum einnimmt.
Das Kapitel „Die Sprachanalyse“ untersucht die sprachlichen Mittel, die in den Zeitungsartikeln verwendet werden. Es werden die Lexik, die Wortfelder, die Stilmerkmale, die Morphologie und die Syntax analysiert. Die Analyse der Lexik umfasst die Verwendung von Fachbegriffen, emotionalen Wörtern, Metaphern und anderen sprachlichen Besonderheiten. Die Analyse der Wortfelder untersucht die Verwendung von Wörtern, die sich auf bestimmte Themenbereiche beziehen, wie zum Beispiel Emotionalität, Mythik, Spannung, Psychische Verfassung, Kampf, Spielerische Momente und Leistung.
Schlüsselwörter
Die Schlüsselwörter und Schwerpunktthemen des Textes umfassen die deutsche Fußballnationalmannschaft, die Berichterstattung in Printmedien, die Niederlage im WM-Halbfinale 2006 gegen Italien, die Sportsprache, Lexik, Rhetorik, Fachvokabular, Morphologie, Syntax, Emotionalität, Mythik, Spannung, Psychische Verfassung, Kampf, Spielerische Momente, Leistung, Superlative, Redewendungen, Umgangssprache, Fremdwörter, Ironie, Medienanalyse, Sprachvergleich.
Häufig gestellte Fragen
Wie wurde über die Nationalmannschaft nach dem WM-Aus 2006 berichtet?
Die Arbeit analysiert die sprachlichen Mittel und Besonderheiten in ausgewählten Printmedien nach der Halbfinalniederlage gegen Italien.
Was sind die typischen Merkmale der Sportsprache?
Sportsprache ist geprägt von Übertreibungen, Superlativen, Metaphern aus den Bereichen Kampf und Religion sowie einer hohen Emotionalität.
Welche Wortfelder werden in der Fußballberichterstattung untersucht?
Die Analyse umfasst Wortfelder wie Emotionalität, Mythik, Kampf und Gewalt, psychische Verfassung sowie Leistung und Technik.
Welche Stilmittel nutzen Tageszeitungen in der Sportberichterstattung?
Häufig zum Einsatz kommen Ironie, Redewendungen (Phraseologismen), Umgangssprache und Fachvokabular, um die Leser emotional zu binden.
Wie beeinflussen Medien die Wahrnehmung von Sportereignissen?
Durch „aufgepeitschte“ Schlagzeilen und emotionalen Fettdruck lassen Medien Sportereignisse als existenziell wichtig erscheinen und ermöglichen das Ausleben kollektiver Gefühle.
- Arbeit zitieren
- Pia Reiners (Autor:in), 2006, Die Berichterstattung über die deutsche Fußballnationalmannschaft in ausgewählten Printmedien nach der Niederlage im WM-Halbfinale 2006 gegen Italien, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/113888