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Die Berichterstattung über die deutsche Fußballnationalmannschaft in ausgewählten Printmedien nach der Niederlage im WM-Halbfinale 2006 gegen Italien

Ein sprachlicher Vergleich

Title: Die Berichterstattung über die deutsche Fußballnationalmannschaft in ausgewählten Printmedien nach der Niederlage im WM-Halbfinale 2006 gegen Italien

Term Paper , 2006 , 16 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Pia Reiners (Author)

German Studies - Linguistics
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Heutzutage ist es selbstverständlich, über große Sportereignisse durch die Medien informiert zu werden. Hierbei spielen Fernsehen, Radio, Tages- und Wochenzeitungen eine wichtige Rolle. Gerade durch die große Informationsmenge der Massenmedien hat der Sport immer mehr an Bedeutung gewonnen und die Aufmerksamkeit der Menschen geweckt.
„Die Zeitungssprache lebt vom Steigern, ja Übertreiben. Die Aufmerksamkeit des von so vielen anderen Anliegen stürmisch beanspruchten Lesers muss immer stärker aufgepeitscht werden. Dem geschwollenen Fettdruck der Überschriften entspricht das Anschwellen des Tones in den Aufsätzen selbst. Es gehört zum Wesen der Zeitung, alles, was sie schreibt, dem Leser wichtig erscheinen zu lassen.“ 1
Seit Beginn des 21. Jahrhunderts hat sich das Phänomen Sport in den Medien immer weiter entwickelt. Heute können wir täglich Berichte über die unterschiedlichsten Sportarten wie Fußball, Formel 1 oder Tennis lesen, sehen und hören, aktuelle Sportnachrichten auf dem Handy abrufen, zwischen mehreren Sportkanälen auswählen und über das Internet über Sportergebnisse informiert werden. Der Sportberichterstattung kann man sich somit kaum entziehen: An jeder Ecke begegnet uns das Thema Sport, welches Jung und Alt begeistert.

Sportberichterstattung ist weiterhin ein „hautnahes Medium zur Kommunikation von echten Gefühlen, Sehnsüchten, Bedürfnissen, Werten und Handlungsmaximen“2 und „Gefühle, denen ansonsten wenig Raum gelassen wird, dürfen ausgelebt werden.“3

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Sportsprache

3. Die Sprachanalyse

3.1 Lexik

3.2 Wortfelder

a) Emotionalität

b) Mythik und Religion

c) Spannung und Sensation

d) Psychische Verfassung

e) Kampf und Gewalt

f) Spielerische Momente

g) Leistung und Technik

3.3 Stilmerkmale

a) Superlative

b) Redewendungen und Phraseologismen

c) Umgangssprache

d) Fremd- bzw. Fachwörter

e) Ironie

4. Morphologie

a) Komposition

b) Derivation

5. Syntax

6. Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit analysiert die sprachliche Gestaltung der Berichterstattung in ausgewählten deutschen Printmedien nach der Niederlage der deutschen Fußballnationalmannschaft im WM-Halbfinale 2006. Dabei wird untersucht, wie unterschiedliche Zeitungen durch variierende sprachliche Mittel Emotionen wecken und ihre spezifische Leserschaft ansprechen.

  • Vergleichende Analyse von Boulevard- und Tageszeitungen
  • Untersuchung von Wortfeldern und rhetorischen Mitteln
  • Rolle der Sportsprache als emotionales Medium
  • Morphologische und syntaktische Besonderheiten in der Sportberichterstattung
  • Einfluss der Zielgruppenorientierung auf den Schreibstil

Auszug aus dem Buch

e) Kampf und Gewalt

In vielen Berichterstattungen liegen Fußball und Krieg auf einer Ebene, was den Wortschatz betriffr. Auffällig ist besonders, dass es sich bei den meisten militärischen Begriffen um die „Tradierung älterer Termini.“ handelt, moderne Begriffe eher selten benutzt werden. Das liegt vor allem daran, dass Fußball seine Anfänge in der Zeit findet, in der die meisten Sportler selber an einer militärischen Erziehung teilnahmen.

Somit werden in der Sprache die „geistigen und politischen Strömungen“ dieser Zeit widergespiegelt.“ Das Wort „Kampf“ ist wohl das bedeutendste Wort aus diesem Wortfeld. In den meisten Berichterstattungen taucht dieses Wort mindestens einmal auf: so schreibt die BILD Zeitung „was für ein Kampf“, der Express „mit Leidenschaft, Kampf und Spielwitz“ und die WAZ „nach 119 Minuten aufopferungsvollen Kampfes“. Auch als Adjektiv kommt das Wort Kampf vor; zum Beispiel „zweikampfstark“, wie die Rheinische Post die Deutsche Nationalmannschaft beschreibt.

Viele Redewendungen, Metaphern und Vergleiche beziehen sich auf militärische Fachworte. Damit werden Situationen und Aktionen kurz und prägnant ausgedrückt: „Zwei italienische Schüsse kurz vor Schluss haben unsere Fußballer Herzen getroffen.“ (Express), „…die letzte Raketen-Stufe zu zünden“ (Express). Es gab eine „Nervenschlacht“ (Express) und „eine dramatische Fußballschlacht“ (BILD), aber: „ihr seid trotzdem Helden“ (BILD), trotz der „bitteren Niederlage“ wie es in den Zeitungen BILD, Westdeutsche Zeitung und WAZ beschrieben wird. Ebenso wird von einem „aufopferungsvollen Kampf“ (WAZ) und einem „Herrschaftsbereich“ (Kölner Stadtanzeiger) berichtet. Aber die Fußballer spielten auch mit „Gewalt“ (Kölner Stadtanzeiger) und „schleppten sich übers Feld“ (Kölner Stadtanzeiger).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einführung erläutert die wachsende Bedeutung der Sportberichterstattung in den Medien und definiert die Zielsetzung sowie das methodische Vorgehen der Untersuchung.

2. Sportsprache: Das Kapitel charakterisiert die Sportsprache als eine Sondersprache, die sowohl von Fachleuten als auch von einem breiten Publikum genutzt wird und stark durch Massenmedien geprägt ist.

3. Die Sprachanalyse: Dieser zentrale Teil untersucht detailliert die Lexik, die Verwendung verschiedener Wortfelder zur Erzeugung von Emotionen und die spezifischen Stilmerkmale in den ausgewählten Artikeln.

4. Morphologie: Hier wird analysiert, wie durch Komposition und Derivation komplexe Sachverhalte in der Sportberichterstattung sprachlich verdichtet werden.

5. Syntax: Das Kapitel beleuchtet den Satzbau in der Sportberichterstattung und stellt fest, dass Boulevardmedien tendenziell kürzere, dynamischere Sätze bevorzugen als sachlich orientierte Tageszeitungen.

6. Fazit: Die Zusammenfassung resümiert, dass Zeitungen unterschiedliche sprachliche Strategien wählen, um ihre jeweilige Leserschaft emotional zu binden und Spannung zu erzeugen.

Schlüsselwörter

Sportberichterstattung, Fußball, Sprachanalyse, Medienlinguistik, Printmedien, WM 2006, Sportsprache, Wortfelder, Morphologie, Syntax, Boulevardpresse, Emotionalität, Metaphorik, Berichterstattung, Journalismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert den sprachlichen Vergleich der Berichterstattung verschiedener Printmedien über das Ausscheiden der deutschen Nationalmannschaft bei der WM 2006.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Untersuchung konzentriert sich auf Lexik, Wortfelder, Stilmerkmale, Morphologie und Syntax innerhalb der Sportberichterstattung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie Zeitungen durch gezielte sprachliche Mittel Spannung und Emotionen erzeugen und sich an unterschiedliche soziale Leserschichten wenden.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewandt?

Es wird eine sprachwissenschaftliche Analyse von Zeitungsartikeln durchgeführt, wobei die Gliederung von Monika Fingerhut als systematischer Rahmen dient.

Was steht im Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil befasst sich mit der detaillierten Untersuchung der sprachlichen Ausgestaltung der Berichte, unterteilt in lexikalische Kategorien, stilistische Besonderheiten sowie wortbildende und syntaktische Aspekte.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit beschreiben?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Sportberichterstattung, Medienlinguistik, Sportsprache, Boulevardpresse und linguistische Analysemethoden.

Warum wird im Kontext von Fußball oft militärischer Wortschatz verwendet?

Die Arbeit erläutert, dass dies historisch begründet ist, da Fußballer ihre Anfänge in einer Zeit fanden, in der militärische Erziehung weit verbreitet war, was sich in der Tradition bestimmter Termini widerspiegelt.

Inwiefern unterscheidet sich der Sprachstil der BILD-Zeitung von anderen Zeitungen?

Die BILD-Zeitung nutzt eine deutlich emotionalere Sprache, den "Wir-Stil" und kürzere, prägnantere Sätze, um die Leser direkt in das Geschehen einzubinden, während andere Zeitungen oft sachlicher bleiben.

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Details

Title
Die Berichterstattung über die deutsche Fußballnationalmannschaft in ausgewählten Printmedien nach der Niederlage im WM-Halbfinale 2006 gegen Italien
Subtitle
Ein sprachlicher Vergleich
College
University of Duisburg-Essen
Grade
1,7
Author
Pia Reiners (Author)
Publication Year
2006
Pages
16
Catalog Number
V113888
ISBN (eBook)
9783640151837
ISBN (Book)
9783640154227
Language
German
Tags
Berichterstattung Fußballnationalmannschaft Printmedien Niederlage WM-Halbfinale Italien
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Pia Reiners (Author), 2006, Die Berichterstattung über die deutsche Fußballnationalmannschaft in ausgewählten Printmedien nach der Niederlage im WM-Halbfinale 2006 gegen Italien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/113888
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