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Öffentliche und freie Träger in der Jugendhilfe. Welche Bedingungen beeinflussen eine gelingende Kooperation?

Título: Öffentliche und freie Träger in der Jugendhilfe. Welche Bedingungen beeinflussen eine gelingende Kooperation?

Reporte de Práctica , 2021 , 21 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Steffi Gesser (Autor)

Trabajo social
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Zu Beginn dieser Arbeit stelle ich Ihnen die Institution vor, in welcher ich mein Sozialadministratives Praktikum absolviert habe. Außerdem gewähre ich einen Einblick in meine Tätigkeiten und die dort gesammelten Erfahrungen. Durch meine nunmehr fast siebenjährige Tätigkeit bei einem der größeren freien Träger der Jugendhilfe wurde und werde ich praktisch und durch mein Studium in der Theorie, mit der Trägerstruktur in der Jugendhilfe vermehrt konfrontiert. Die Dynamiken, die durch die verschiedenen Tätigkeitsbereiche der Sozialarbeiter*innen bei öffentlichen und freien Jugendhilfeträgern entstanden, weckten mein Interesse, mich im Rahmen dieser Arbeit mit diesem brisanten Thema näher zu beschäftigen. Hierbei werde ich auf die Kooperation zwischen der öffentlichen und freien Jugendhilfe eingehen. Ich werde auf die theoretischen und gesetzlichen Grundlagen eingehen sowie kurz einen Abriss über Soziale Dienste und Soziale Dienstleistungen geben. Die Finanzierung von Sozialen Dienstleistungen erläutere ich am Beispiel des Caritasverbandes.Die Zusammenarbeit der öffentlichen und freien Träger der Jugendhilfe betrachte ich entlang der Frage:

"Durch welche Bedingungen wird eine gelingende Kooperation von öffentlichen und freien Trägern der Jugendhilfe beeinflusst?"

Gleichzeitig möchte ich in dieser Arbeit dem Leser einen Einblick in die administrativen Arbeiten in der vollstationären Jugendhilfe am Beispiel der Tätigkeiten in einer Mutter-Vater-Kind-Einrichtung geben.

Soziale Arbeit - eine Menschenrechtsprofession oder administrativer Aufwand im Alltagsgeschäft?
Diese Frage stellte ich mir recht frühzeitig während meines Praktikums. Ich wählte meine Praktikumsstelle, für das Sozialadministrative Praktikum, im Mutter-Vater-Kind-Haus, weil ich durch meine Vollzeitbeschäftigung als Nachtbereitschaft im Theresien Kinder- und Jugendhilfezentrum bereits aushilfsweise in dieser Gruppe eingesetzt war. Jetzt wollte ich tiefere Einblicke in die administrativen Tätigkeiten der Pädagog*innen in diesem Bereich erhalten. Die betreuende und unterstützende Arbeit in der Nacht unterscheidet sich gravierend von der pädagogischen Arbeit am Tag. Hier konnte ich bereits während des Projektes im Rahmen von Modul 11 Erfahrungen sammeln. Das Leitmotiv in diesem Mutter-Vater-Kind-Haus lautet:

"Ich helfe dir, es selbst zu tun!"

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Vorstellung der Einrichtung

2.1. Der Jugendhilfeträger

2.2. Mutter-Vater-Kind-Haus (MuK)

3. Theoretische und gesetzliche Grundlagen

3.1. Soziale Dienste und Soziale Dienstleistungen

3.2. Trägerstrukturen in der Sozialen Arbeit

3.3. Finanzierung sozialer Dienstleistungen

4. Verantwortungsgemeinschaft der Träger

4.1. Hilfen, Bedarfe, Genehmigungen und ihre Widersprüche

4.2. Kooperation zu Pandemiezeiten

5. Soziale Arbeit ein Verwaltungsakt?–Von der Anfrage bis zur Entlassung

5.1. Fallanfrage durch das zuständige Jugendamt

5.2. Aufnahme der Klientin

5.3. Der administrative Alltag

5.4. Entlassung

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, durch welche Bedingungen die Kooperation zwischen öffentlichen und freien Trägern der Jugendhilfe beeinflusst wird, wobei der Fokus auf den administrativen Anforderungen und der praktischen Umsetzung im Rahmen einer Mutter-Vater-Kind-Einrichtung nach § 19 SGB VIII liegt.

  • Kooperation zwischen öffentlichen Jugendämtern und freien Trägern der Jugendhilfe.
  • Administrative Herausforderungen in der stationären Jugendhilfe.
  • Einfluss von Pandemiebedingungen auf die Kommunikation und Arbeitsabläufe.
  • Methoden der Fallanfrage, Aufnahme und Begleitung von Klientinnen im systemischen Kontext.

Auszug aus dem Buch

5.1. Fallanfrage durch das zuständige Jugendamt

Wenn eine Klient*in in das Mutter-Kind-Haus aufgenommen werden soll, geht eine Fallanfrage durch den Allgemeinen Sozialen Dienst, des zuständigen Jugendamtes voraus. Die fallzuständigen Sozialarbeiter*innen werden mit den potenziellen Klient*innen zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Das Vorstellungsgespräch beginnt in der Regel mit einem Joining. Das ist eine Anwendungstechnik von systemischen Berater*innen und Therapeut*innen und ist als ein therapeutisches Bündnis zwischen Klient*innen, ihren Familienmitgliedern und der systemischen Fachkraft zu verstehen. Direkt nach der Begrüßung wird die Klient*in mit der Sozialarbeiter*in durchs Haus geführt, sodass sich beide einen ersten Eindruck über die Räumlichkeiten machen können. Ein Ziel dieser Joinings ist es, dass die systemische Berater*in beobachten kann, wie sie auf die Mitbewohner*innen zugeht, wie sie auf die neuen Eindrücke reagiert und was ihre Körpersprache aussagt.

Am Ende des Rundgangs begeben sich alle in den Besprechungsraum. Dort wird durch die systemische Berater*in eine Genogrammexploration durchgeführt. Es ist hierbei besonders wichtig, der Klient*in zu vermitteln, dass dieses Instrumentarium angewendet wird, weil das Team Interesse an ihr hat und deshalb mehr über sie erfahren möchte. Auch ist es eine Möglichkeit zu erkennen, welche Unterstützung sie benötigt und ob die Unterstützung, die konzeptionell verankert ist, die Richtige für sie ist. In der Exploration werden unterschiedliche Bereiche angesprochen. Die Klient*in und ihre Ressourcen stehen auch hierbei immer im Mittelpunkt. Informationen zu ihrer Herkunftsfamilie und den sozialen Beziehungen sind bei der Erstellung eines Genogramms sehr wichtig. Die einzelnen Personen werden durch Beziehungslinien verbunden. Manchmal werden diese von der Klient*in treffend beschrieben, ein anderes Mal beruhen sie nur auf Vermutungen der systemischen Berater*in. Das BASK Modell nach Braun (Behavior-Verhalten, Affect-beteiligte Gefühle, Sensation-Körperempfindungen, Knowledge-Wissen) hilft Zusammenhänge zu verstehen und alle Bestandteile in die Bearbeitung mit einzubeziehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Autorin begründet ihre Themenwahl durch ihr Praktikum im Mutter-Vater-Kind-Haus und formuliert ihre zentrale Forschungsfrage zur Kooperation zwischen öffentlichen und freien Trägern.

2. Vorstellung der Einrichtung: Es wird die Struktur des Jugendhilfeträgers sowie das spezifische Angebot des Mutter-Vater-Kind-Hauses vorgestellt, welches vollstationäre Unterstützung für Mütter und Väter bietet.

3. Theoretische und gesetzliche Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert die ökonomischen und rechtlichen Rahmenbedingungen sozialer Dienstleistungen sowie die Trägerstrukturen in der Jugendhilfe.

4. Verantwortungsgemeinschaft der Träger: Hier werden die partnerschaftliche Zusammenarbeit und die Einflüsse von Fiskalvorgaben und Pandemiebedingungen auf die Kooperation analysiert.

5. Soziale Arbeit ein Verwaltungsakt?–Von der Anfrage bis zur Entlassung: Die Arbeit beschreibt den administrativen Prozess von der ersten Anfrage durch das Jugendamt über die Aufnahme bis hin zur täglichen Verwaltung und Entlassung.

6. Fazit: Die Autorin reflektiert ihre Forschungsergebnisse und die persönliche Bedeutung ihrer Praktikumserfahrungen für ihre berufliche Orientierung.

Schlüsselwörter

Jugendhilfe, Kooperation, SGB VIII, Mutter-Vater-Kind-Haus, Verantwortungsgemeinschaft, Soziale Dienstleistung, Verwaltung, Fallanfrage, Genogramm, Systemische Beratung, Kindeswohl, Pandemie, Finanzierung, Sozialarbeit, Hilfeplanung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Kooperation zwischen öffentlichen und freien Trägern der Jugendhilfe im Kontext vollstationärer Angebote.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die administrativen Tätigkeiten, die Finanzierungsstrukturen und die systemische Fallarbeit in einer Mutter-Vater-Kind-Einrichtung.

Was ist die Forschungsfrage der Arbeit?

Die Autorin geht der Frage nach, durch welche Bedingungen eine gelingende Kooperation zwischen öffentlichen und freien Trägern der Jugendhilfe beeinflusst wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt hauptsächlich die Methoden der Literaturauswertung sowie eine Sekundärauswertung vorhandener Daten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit den gesetzlichen Grundlagen, der Kooperation der Träger (insbesondere in der Pandemie) und den administrativen Abläufen im Praxisalltag.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Jugendhilfe, Kooperation, Verantwortungsgemeinschaft, Verwaltung und systemische Beratung beschreiben.

Welche Bedeutung hat das Genogramm in dieser Arbeit?

Das Genogramm dient als zentrales Instrument der systemischen Exploration, um Familienstrukturen und Ressourcen der Klientinnen besser zu verstehen.

Wie beeinflusste die Pandemie die Arbeit im Mutter-Vater-Kind-Haus?

Die Pandemie führte zu erschwerten Kommunikationswegen, fehlender technischer Infrastruktur für digitale Meetings und einer veränderten Belegungssituation der Einrichtung.

Welche Rolle spielt der administrative Aufwand für die pädagogische Arbeit?

Die Autorin stellt fest, dass ein hoher administrativer Zeitaufwand (z.B. Kassenführung, Berichtswesen) die direkte pädagogische Interaktion mit den Klientinnen einschränken kann.

Final del extracto de 21 páginas  - subir

Detalles

Título
Öffentliche und freie Träger in der Jugendhilfe. Welche Bedingungen beeinflussen eine gelingende Kooperation?
Universidad
University of Applied Sciences Darmstadt  (Soziale Arbeit)
Curso
Sozialadministratives Praktikum
Calificación
1,7
Autor
Steffi Gesser (Autor)
Año de publicación
2021
Páginas
21
No. de catálogo
V1138906
ISBN (Ebook)
9783346546418
ISBN (Libro)
9783346546425
Idioma
Alemán
Etiqueta
Trägerstrukturen gemeinsame Wohnformen § 19 SGB VIII Soziale Dienste Soziale Dienstleistungen Finanzierung Bedarfe Verantwortungsgemeinschaft
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Steffi Gesser (Autor), 2021, Öffentliche und freie Träger in der Jugendhilfe. Welche Bedingungen beeinflussen eine gelingende Kooperation?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1138906
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