In der vorliegenden Arbeit liegt das Ziel darin zu untersuchen, wie Steve Jobs und der Apple Konzern das Storytelling und im speziellen das Crossmedia Storytelling zu Ihrem Erfolg nutzen. Hierzu wird im ersten Kapitel auf die Wirkungsweisen und die verschiedenen Formen des Storytellings eingegangen. Ein besonderer Fokus wird dabei auf das Crossmedia Storytelling gelegt.
„People do not buy what you sell, but WHY you sell it.”
Mit diesen Worten bezieht sich Seth Godin darauf, dass es den Konsumenten heutzutage nicht mehr nur um die funktionalen Eigenschaften eines Produktes geht. Aufgrund der globalen Konkurrenz müssen Unternehmen den Kunden mehr als nur gute Produktfakten bieten. Der Verbraucher will einen „Sinn“ in dem Kauf eines Gutes erkennen. Diese tiefergreifenden Motive steuern das menschliche Gehirn und damit auch die Kaufentscheidungen.
Dies haben viele Unternehmen mittlerweile erkannt und ihre Marketing-Strategie dahingehend angepasst, dem Kunden sogenannte „Storys“ zu bieten. Hierbei kommt die Marketing-Methode des Storytellings zum Einsatz. Hierbei werden mehrere menschliche Sinne und damit beide Gehirnhälften angeregt, sodass ein Zusammenwirken der Assoziativen und der Analytischen Gehirnhälfte erreicht wird. Dies hat zum Vorteil, dass dargestellte Inhalte nachhaltiger im Gedächtnis des potenziellen Käufers gespeichert werden.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Formen und Wirkweisen des Storytellings
2.1 Wirkungsweise des Storytellings
2.2 Allgemeine Formen des Storytellings
2.3 Merkmale des Crossmedia Storytellings
3. Crossmedia Storytelling bezogen auf das Anwendungsbeispiel des Apple Konzerns
3.1 Einsatz von Crossmedia Storytelling beim Apple-Konzern
3.2 Abgeleitete Erfolgsfaktoren für ein wirkungsvolles Crossmedia Storytelling
4. Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Untersuchung, wie Steve Jobs und der Apple-Konzern das Storytelling, insbesondere das Crossmedia Storytelling, erfolgreich für ihre Marketingstrategie einsetzen, um daraus allgemeine Erfolgsfaktoren abzuleiten.
- Grundlagen und Wirkungsweisen des Storytellings
- Differenzierung verschiedener Storytelling-Formen
- Analyse der Marketingstrategie von Apple
- Die Rolle von Steve Jobs als Heldenfigur in der Unternehmensgeschichte
- Ableitung von Erfolgsfaktoren für wirkungsvolles Crossmedia Storytelling
Auszug aus dem Buch
Die 5 Elemente eines guten Storytellings bei Apple
Bei näherer Betrachtung der Anwendung des Storytellings im Apple Unternehmen werden die fünf wesentlichen Elemente eines erfolgreichen Storytellings erkennbar. Zum ersten versucht Apple auf die Bedürfnisse der Kunden einzugehen. Anstatt diesen zu erklären, was sie herstellen und wie sie dies tun, versucht Apple seinen Kunden zu erklären, warum sie genau diese Apple Produkte benötigen. Dabei hat sich das Unternehmen das Ziel gesetzt stetig den Status quo in Frage zu stellen und somit eine konstante Produktverbesserung einhergehend dem größten Kundennutzen zu erreichen.
Das zweite Merkmal ist der erwähnte Held in der Story, welcher durch Steve Jobs repräsentiert wird. Er stellt den klassischen Helden mit seinen einzelnen Lebensstationen dar auf denen er Herausforderungen bestehen und Rückschläge einstecken können muss. Dies ist beispielsweise der Fall im Wettbewerb gegen IBM oder nach seiner Entlassung aus seiner eigenen Firma.
Der Wettbewerb gegen das Unternehmen IBM stellt wiederum ebenfalls das dritte Merkmal dar. IBM war in der Anfangszeit der Gründung des Apple Unternehmens der Marktführer im gemeinsamen Zielmarkt. Apple musste somit als Newcomer bestehen in einer Art „David gegen Goliath“-Rolle.
Des Weiteren setzt Apple in seinen Storys auf die notwendigen Emotionen. Diese Emotionen werden ausgelöst, wenn die Grundbedürfnisse der Menschen angesprochen werden. In den Fällen können Inhalte besser nachvollzogen, Emotionen zugelassen und die Inhalte besser aufgenommen werden. Die vier Grundbedürfnisse sind das Gefühl des Zusammenlebens in einer Gemeinschaft, das Gefühl von Sicherheit, die Selbstverwirklichung und das Gefühl von Unabhängigkeit und Freiheit.
Das letzte Merkmal besteht in der viralen Eigenschaft von Storys. Gute Geschichten verbreiten sich demzufolge von alleine und somit viral, da sie von den Menschen weitererzählt werden. Apple wendet hierbei zudem technische Möglichkeiten an, indem beispielsweise unter jeder Email die ausgehend von einem iPhone oder iPad geschrieben wird, automatisch die Ergänzung „Sent from my iPhone“ oder „Sent from my iPad“ ergänzt wird.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Relevanz von Storytelling im modernen Marketing aufgrund gesättigter Märkte und definiert die Forschungsfrage bezüglich der Apple-Strategie.
2. Formen und Wirkweisen des Storytellings: Dieses Kapitel definiert Storytelling als Content-Management-Methode und beschreibt, wie Geschichten durch die Ansprache beider Gehirnhälften zur Wissensvermittlung und Kundenbindung beitragen.
3. Crossmedia Storytelling bezogen auf das Anwendungsbeispiel des Apple Konzerns: Hier wird die Heldenreise von Steve Jobs analysiert und dargestellt, wie Apple durch eine konsistente Leitidee und plattformübergreifende Kommunikation ein starkes Markenimage aufbaut.
4. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die abgeleiteten Erfolgsfaktoren zusammen und prognostiziert eine steigende Bedeutung von Storytelling in einer globalisierten, medienübergreifenden Werbelandschaft.
Schlüsselwörter
Storytelling, Crossmedia Storytelling, Apple, Steve Jobs, Marketing, Kundenbindung, Heldenstory, Markenidentität, Content Management, Kommunikation, Mediennutzung, Erfolgsfaktoren, Leitidee, Markenführung, Digitalisierung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Marketing-Methode des Storytellings, speziell die Crossmedia-Variante, und wie Unternehmen diese nutzen, um Kunden emotional zu erreichen und Produkte erfolgreich zu positionieren.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die theoretischen Grundlagen des Storytellings, die Unterscheidung von Formaten wie Multimedia und Transmedia sowie die konkrete Anwendung bei Apple.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, anhand der Apple-Fallstudie nachzuvollziehen, wie Storytelling zum Geschäftserfolg beiträgt, und daraus allgemeingültige Erfolgsfaktoren für Crossmedia-Kampagnen abzuleiten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine qualitative Analyse, die auf Fachliteratur zu Content Marketing und Storytelling basiert und diese auf das Praxisbeispiel Apple anwendet.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die Wirkungsweise von Geschichten im Gehirn, differenziert zwischen verschiedenen Story-Formaten und untersucht die Apple-Strategie inklusive der "The Underdogs"-Kampagne.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Storytelling, Crossmedia, Apple, Markenführung, Kundenbindung und Heldenstory definieren.
Welche Rolle spielt Steve Jobs im Storytelling von Apple?
Steve Jobs dient als klassische Heldenfigur der Apple-Geschichte, deren persönliche Erfolge und Rückschläge die Innovationskraft und Markenidentität des gesamten Unternehmens symbolisieren.
Warum spielt die "The Underdogs"-Kampagne eine zentrale Rolle?
Sie dient als exemplarisches Beispiel für Crossmedia Storytelling, da Apple hierbei die gleiche Kernbotschaft über verschiedene Kanäle (TV, Web, Social Media) zielgruppengerecht verbreitet.
Warum sind Apple Stores trotz der Digitalisierung relevant?
Die Stores fungieren nicht primär als reiner Umsatzbringer, sondern als "Offline-Erlebnisort", an dem die Markenleitidee des Problemlösers physisch und durch persönliche Beratung erlebbar wird.
Warum ist das Zusammenwirken der Gehirnhälften beim Storytelling wichtig?
Durch die Ansprache sowohl der logisch-analytischen als auch der assoziativ-narrativen Gehirnhälfte werden Inhalte beim Kunden besser verarbeitet, verstanden und nachhaltiger im Gedächtnis gespeichert.
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- Anonym (Autor), 2021, Crossmedia storytelling bei Steve Jobs und dem Apple-Konzern. Untersuchung der Erfolgsfaktoren, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1138946