Diese Arbeit widmet sich der Frage: Welche Möglichkeiten und Grenzen ergeben sich durch die Paketzustellung per Fahrrad? Das Sendungsvolumen der deutschen Kurier-, Express- und Paketdienste (KEP) stieg im Jahr 2019 um 3,8 % auf 3,65 Milliarden Sendungen. Um diesem wachsenden Sendungsvolumen und den Ansprüchen an eine schnelle Lieferung gerecht zu werden, bedarf es effizienter Logistikketten und einer stetigen Optimierung der Belieferung auf der "letzten Meile".
Dauerstaus, Parkplatzmangel, Belastungen für Mensch und Umwelt – die innerstädtische Infrastruktur ist vielerorts überlastet. Getrieben vom wachsenden Sendungsvolumen trägt der Lieferverkehr des KEP-Marktes zu diesem Kollaps bei. Bereits eingerichtete Ladezonen sind oftmals ausgelastet oder fehlbelegt, sodass das Ausliefern auf der letzten Meile als besondere Herausforderung für die Abwicklung von KEP-Sendungen gilt. Eine Möglichkeit, diesen Entwicklungen entgegenzuwirken und den innerstädtischen Verkehr zu entlasten, ist die Einrichtung von Miko-Depots. Diese ermöglichen das Bündeln des Warenstroms und die Nutzung alternativer Transportmittel auf der letzten Meile. In dieser Arbeit wird die Zustellung per Fahrrad betrachtet und am Beispiel bereits realisierter Mikro-Depot-Ansätze in den Rahmen der KEP-Logistikkette eingeordnet.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Problemstellung
- Vorgehensweise
- Der deutsche KEP-Markt
- City-Logistik
- Definition von Mikro-Depots
- Konzept der Mikro-Depots
- Einsatz von Fahrrädern als Transportmittel
- Realisierte Mikro-Depot-Ansätze in Deutschland
- City2Share in München
- KoMoDo in Berlin
- Möglichkeiten und Grenzen der Paktzustellung per Fahrrad
- Verkehrsrelevante Effekte
- Soziale Effekte
- Ökologische Effekte
- Ökonomische Effekte
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit befasst sich mit der zunehmenden Belastung der innerstädtischen Infrastruktur durch den wachsenden Lieferverkehr des KEP-Marktes. Sie analysiert die Möglichkeiten und Grenzen der Paketzustellung per Fahrrad im Kontext von Mikro-Depot-Konzepten und deren Implementierung in die KEP-Logistikkette.
- Analyse des deutschen KEP-Marktes und dessen Herausforderungen
- Erläuterung der Konzepte und Bedeutung von Mikro-Depots im urbanen Raum
- Bewertung der Einsatzmöglichkeiten von Fahrrädern als Transportmittel in der Paketzustellung
- Untersuchung der verkehrsrelevanten, sozialen, ökologischen und ökonomischen Auswirkungen der Paketzustellung per Fahrrad
- Bewertung des Potenzials und der Grenzen von Mikro-Depot-Konzepten in Verbindung mit Fahrradzustellung
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt die Problemstellung des wachsenden Sendungsvolumens im KEP-Markt und die damit verbundenen Herausforderungen der innerstädtischen Infrastruktur dar. Die Arbeit untersucht die Paketzustellung per Fahrrad als ein mögliches Mittel zur Entlastung des Verkehrs und zur Verbesserung der Nachhaltigkeit im Lieferprozess.
Kapitel 2 widmet sich dem deutschen KEP-Markt, beschreibt dessen Struktur und Entwicklung sowie die relevanten Akteure. Kapitel 3 erörtert die Konzepte und die Bedeutung von Mikro-Depots im Kontext der City-Logistik. Insbesondere wird der Einsatz von Fahrrädern als Transportmittel in diesem Kontext beleuchtet, und es werden Beispiele für bereits realisierte Mikro-Depot-Ansätze in Deutschland vorgestellt.
Kapitel 4 befasst sich mit den Möglichkeiten und Grenzen der Paketzustellung per Fahrrad, wobei die verkehrsrelevanten, sozialen, ökologischen und ökonomischen Effekte dieser Zustellalternative untersucht werden.
Schlüsselwörter
KEP-Markt, City-Logistik, Mikro-Depots, Paketzustellung per Fahrrad, Nachhaltigkeit, Verkehrsbelastung, soziale Auswirkungen, ökologische Effekte, ökonomische Effekte.
Häufig gestellte Fragen
Warum wird die Paketzustellung per Fahrrad immer wichtiger?
Wachsende Sendungsvolumen, verstopfte Innenstädte und Parkplatzmangel zwingen KEP-Dienste zu nachhaltigen und wendigen Lösungen für die "letzte Meile".
Was ist ein Mikro-Depot?
Ein Mikro-Depot ist ein kleiner Umschlagpunkt im Stadtquartier, von dem aus Pakete per Lastenrad oder zu Fuß direkt zum Kunden geliefert werden.
Welche ökologischen Effekte hat die Fahrradzustellung?
Sie reduziert CO2-Emissionen, Feinstaubbelastung und Lärm in den Innenstädten im Vergleich zu herkömmlichen Diesel-Transportern massiv.
Wo liegen die Grenzen der Zustellung per Lastenrad?
Grenzen ergeben sich durch die begrenzte Ladekapazität, das Gewicht der Pakete, die Reichweite der Akkus und die oft fehlende Infrastruktur (Radwege).
Was sind KoMoDo und City2Share?
Dies sind Pilotprojekte in Berlin und München, die den Einsatz von Mikro-Depots und Lastenrädern in der Praxis erfolgreich getestet haben.
- Quote paper
- Anonym (Author), 2021, Paketzustellung per Fahrrad. Möglichkeiten und Grenzen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1139312