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Die Propaganda der Weimarer Republik am Beispiel kommunistischer Agitation durch Zeitung und Plakat

Titre: Die Propaganda der Weimarer Republik am Beispiel kommunistischer Agitation durch Zeitung und Plakat

Dossier / Travail de Séminaire , 2005 , 22 Pages , Note: 2,3

Autor:in: Julia Marg (Auteur)

Médias / Communication - Médias et Politique, Communication politique
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1. Einleitung

Die Weimarer Republik bildete durch ihre Verfassung der republikanisch-demokratische Staatsform und dem vorangegangenen Ersten Weltkrieg ei-nen ganz neuen Ausgangspunkt für die Politik und ihre Ausdrucksmittel. Zum besseren Verständnis der Art und Weise der damals praktizierten Kommunikation ist die Kenntnis über den Aufbau der Republik von beson-derer Bedeutung. Deswegen möchte ich in meiner Arbeit zunächst das be-kannte und vielleicht schon lange zurückliegende Schulwissen mit einer kurzen Zusammenfassung des politischen und sozialen Kontextes der Jahre 1918-1933 auffrischen.
Die Vorstellungen und Theorien der Propaganda zur Zeit der Weimarer Re-publik waren geprägt durch die Erfahrungen des Ersten Weltkrieges. Auto-ren wie Hitler oder Hadamovsky sahen als Grund für den verlorenen Krieg unter anderem die unzureichende Propaganda der Deutschen im Gegensatz zu den Fähigkeiten der Alliierten. Die Amerikaner schufen mit Bildern des „Barbaren“ ein klares Feindbild der Deutschen, gegen das diese sich zu spät und nur unzureichend mit Gegenpropaganda zur wehr setzten. Aus dieser Erkenntnis leiteten sie Ideen und Theorien einer deutschen Propaganda ab und setzten sich erstmals wissenschaftlich mit diesem Thema auseinander. Die von mir gewählten Autoren betrachten den Begriff der Propaganda von verschiedenen Standpunkten aus, mal Partei orientiert, mal unabhängig, und liefern so einen ansatzweise umfassenden Überblick über die Vorstellungen der damaligen Zeit.
Der Kommunismus und seine marxistisch-leninistischen Theorien zeigen im weiteren eine eigene Unterscheidung der Begriffe Propaganda und Agitation auf, die die Arbeit der KPD nach innen und außen bestimmte und sich in der Organisation der Partei widerspiegelte.
(...)

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Struktur in der Weimarer Republik

2.1 Die politische Situation

2.2 Die soziokulturelle Situation

3 Die Propagandatheorien

3.1 Voraussetzungen und Mittel erfolgreicher Propaganda

4 Die KPD-Organisation

4.1 Die Agitprop-Abteilung

5 Die KPD-Propaganda

5.1 Die Presse

5.1.1 Die „Rote Fahne“

5.1.2 Inhaltsanalyse der „Roten Fahne“ nach Von Röpenack

5.2 Das Plakat

5.2.1 Die Entwicklung des Plakates

5.2.2 Das KPD-Plakat

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Zusammenspiel zwischen den theoretischen Propaganda-Konzepten der Weimarer Republik und der praktischen agitatorischen Arbeit der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD). Ziel ist es zu analysieren, wie die Partei ihre Ideale durch den Einsatz von Presseerzeugnissen, insbesondere der „Roten Fahne“, sowie durch politische Plakate unter das Volk brachte und welche spezifischen Stilmittel dabei zur Massenbeeinflussung genutzt wurden.

  • Strukturelle Analyse der politischen und soziokulturellen Gegebenheiten in der Weimarer Republik.
  • Vergleichende Betrachtung zeitgenössischer Propagandatheorien.
  • Untersuchung der organisationsinternen Propagandastrukturen der KPD (Agitprop).
  • Analyse agitatorischer Ausdrucksformen in der Parteipresse und auf Plakaten.

Auszug aus dem Buch

5.2.2 Das KPD-Plakat

Die KPD trat erst ab 1920 mit Plakaten in Erscheinung, die als Inhalt hauptsächlich die Kritik am Bürgertum und Kapitalismus enthielten. Nach anfänglicher Uneinheitlichkeit zwischen revolutionärer aber doch traditioneller Bildsprache, entwickelte die Partei ab Mitte der 20er Jahre einen eigenen politischen Plakatstil mit klaren Linien. Die Zusammenfassung von Künstlern wie Malsov, Grosz, Schlichter und Heartfield in der „Roten Gruppe“ und die Gründung der Zentralen Agitprop-Abteilung waren wichtig für dessen Herausbildung. Die Hauptrichtungen der Plakate waren zum einen die eigenen Ziele des Kommunismus, die Schaffung einer proletarischen Einheit und zum anderen der Kampf gegen die herrschenden Klassen und vor allem den Faschismus. (Vgl. Janusch 1989: 81f)

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung erläutert den historischen Kontext der Weimarer Republik und definiert die Zielsetzung, die Wirksamkeit der KPD-Propaganda durch Presse und Plakate zu untersuchen.

2 Die Struktur in der Weimarer Republik: Dieses Kapitel analysiert die politische Verfassung sowie die soziokulturellen Bedingungen der Epoche, welche als Nährboden für die politische Agitation dienten.

3 Die Propagandatheorien: Hier werden die zeitgenössischen Vorstellungen von Propaganda durch verschiedene Autoren und Theoretiker wie Hitler, Hadamovsky und Plenge gegenübergestellt.

4 Die KPD-Organisation: Dieses Kapitel beleuchtet den Aufbau der KPD, insbesondere die Funktion und Arbeitsweise der spezialisierten Agitprop-Abteilung zur Zentralisierung der Parteiarbeit.

5 Die KPD-Propaganda: Der Hauptteil untersucht die praktische Umsetzung der Agitation durch die Presse, speziell die „Rote Fahne“, sowie den Einsatz von Plakaten als visuelles Massenmedium.

6 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die KPD ein theoriegestütztes, auf klare Feindbilder fokussiertes Propagandasystem etablierte, welches durch emotionale Ansprache und ständige Wiederholung erfolgreich an die Bedürfnisse der Arbeiterschicht anknüpfte.

Schlüsselwörter

Propaganda, Agitation, Weimarer Republik, KPD, Rote Fahne, Plakatkunst, Massenbeeinflussung, Agitprop, Kommunismus, Klassenkonflikt, politische Agitation, John Heartfield, Parteipresse, Ideologievermittlung, Sozialpsychologie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Methoden und die Wirksamkeit der politischen Propaganda der KPD während der Weimarer Republik.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Organisationsstruktur der Partei (Agitprop), die Inhaltsanalyse der Parteizeitung „Rote Fahne“ und die Gestaltung sowie Aussagekraft kommunistischer Plakate.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Die Arbeit möchte untersuchen, ob und wie die theoretischen Propaganda-Vorgaben der Zeit mit der tatsächlichen propagandistischen Praxis der KPD übereinstimmten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine theoriegestützte Analyse durchgeführt, ergänzt durch inhaltliche Untersuchungen von Presseerzeugnissen und eine Betrachtung künstlerischer sowie agitatorischer Gestaltungselemente.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der KPD-Organisationsstruktur, die Analyse der „Roten Fahne“ und die Untersuchung der politischen Plakatkunst der Partei.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Propaganda, Agitation, KPD, Rote Fahne, Weimarer Republik, Plakatkunst und Massenbeeinflussung.

Warum spielt die Unterscheidung zwischen Propaganda und Agitation eine Rolle?

Die KPD unterschied nach marxistisch-leninistischer Theorie zwischen der theoretischen Schulung der eigenen Mitglieder (Propaganda) und der emotionalen Mobilisierung der breiten Masse (Agitation).

Welche Funktion hatten Plakate für die KPD?

Das Plakat diente als künstlerisch verdichtetes Mittel zur Massenbeeinflussung, das durch klare Symbole und prägnante Parolen die Ziele der Partei visualisierte und den politischen Gegner angriff.

Welchen Einfluss hatte die Weltwirtschaftskrise auf die Propaganda?

Die wirtschaftliche Not und die hohe Arbeitslosigkeit boten der KPD einen fruchtbaren Boden, um ihr Feindbild des Kapitalismus durch emotionalisierende Propaganda erfolgreich zu vermitteln.

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Résumé des informations

Titre
Die Propaganda der Weimarer Republik am Beispiel kommunistischer Agitation durch Zeitung und Plakat
Université
University of Leipzig  (Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaften)
Cours
Seminar Propaganda
Note
2,3
Auteur
Julia Marg (Auteur)
Année de publication
2005
Pages
22
N° de catalogue
V113942
ISBN (ebook)
9783640147069
ISBN (Livre)
9783640147199
Langue
allemand
mots-clé
Weimarer Republik Agitation Zeitung Plakat KPD Propaganda; Public Relations
Sécurité des produits
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Citation du texte
Julia Marg (Auteur), 2005, Die Propaganda der Weimarer Republik am Beispiel kommunistischer Agitation durch Zeitung und Plakat, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/113942
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Extrait de  22  pages
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