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Handlungsalternativen zur Umsetzung eines Stellenabbaus in deutschen Kreditinstituten

Titel: Handlungsalternativen zur Umsetzung eines Stellenabbaus in deutschen Kreditinstituten

Hausarbeit , 2020 , 16 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Jan-Eric Safrin (Autor:in)

BWL - Bank, Börse, Versicherung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In der folgenden Arbeit werden mögliche Handlungsalternativen zur Umsetzung eines Stellenabbaus in deutschen Kreditinstituten betrachtet. Dabei wird insbesondere auf die gesetzlichen Rahmenbedingungen eingegangen. Zunächst soll ein Überblick über die aktuelle Beschäftigungssituation in deutschen Kreditinstituten gegeben werden. Im Anschluss werden die Herausforderungen und Faktoren beleuchtet, die einen Stellenabbau zu einer notwendigen Vorgehensweise zur Kostensenkung gemacht haben. Darauffolgend werden die möglichen Handlungsalternativen präsentiert und zum Schluss eine Handlungsempfehlung gegeben sowie eine kritische Würdigung dieser vorgenommen.

Die deutschen Kreditinstitute sehen sich bereits seit einigen Jahren mit existenziellen Herausforderungen konfrontiert. Nicht nur wurden nach der Finanzkrise 2008 die regulatorischen Vorschriften für Banken und Finanzdienstleister verschärft, sondern auch weitere externe und interne Faktoren beschäftigen die Führungsetagen der deutschen Banken. Dazu zählt allen voran die Niedrigzinspolitik der EZB, die zwar dafür sorgt, dass Unternehmen und Privatpersonen eine erhöhte Kreditnachfrage haben und das Kreditgeschäft der Banken boomt, jedoch sind die Gewinnmargen niedriger als zuvor. Hinzu kommt, dass das Einlagengeschäft für die Banken eher problematisch ist. War es bisher immer ein starker Geschäftsbereich und Ertragsbringer für die Kreditinstitute, so ist es heute eher kritischer zu betrachten. Konnten einstmals andere schwächere Geschäftsbereiche durch ein starkes Einlagengeschäft quersubventioniert werden, sind diese Schwächen heute deutlich stärker zu erkennen. Bei einer Einlagenfazilität von -0,5% wollen Kreditinstitute so wenig Einlagen wie möglich bei der Zentralbank vorhalten müssen. Doch obwohl die Sparer so gut wie keine Zinsen mehr auf ihre Einlagen erhalten, haben die Deutschen nach wie vor einen Großteil ihres Vermögens auf Bankkonten und Sparbüchern. Auch die voranschreitende Digitalisierung stellt traditionelle, etablierte Kreditinstitute vor Herausforderungen. Filialstrukturen, wie sie noch vor einigen Jahren benötigt wurden, sind heute in vielen Fällen nicht mehr wirtschaftlich. Arbeitsplätze können durch digitale Lösungen ersetzt, beziehungsweise reduziert werden. Aufgrund dieser Entwicklungen haben unter anderem die Deutsche Bank und die Commerzbank angekündigt, mehrere tausend Stellen in den nächsten Jahren streichen zu wollen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Beschäftigte in deutschen Kreditinstituten

3. Aktuelle Situation des deutschen Kreditgewerbes

4. Möglichkeiten zur Durchführung eines Stellenabbaus

5. Handlungsempfehlung und Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die Herausforderungen, die deutsche Kreditinstitute zu einem Personalabbau zwingen, und untersucht verschiedene rechtliche sowie strategische Handlungsalternativen zur Umsetzung dieser Maßnahmen vor dem Hintergrund der aktuellen wirtschaftlichen Lage.

  • Aktuelle Beschäftigungssituation und demografischer Wandel im Bankensektor
  • Einflussfaktoren wie Digitalisierung, Regulatorik und Niedrigzinspolitik
  • Methoden des Stellenabbaus (Ruhestand, betriebsbedingte Kündigungen, Altersteilzeit)
  • Rechtliche Rahmenbedingungen und Mitbestimmungsrechte des Betriebsrats
  • Sozialverträgliche Gestaltung von Personalreduzierungsmaßnahmen

Auszug aus dem Buch

4. Möglichkeiten zur Durchführung eines Stellenabbaus

Nachdem nun einige der Gründe erläutert wurden, die dazu geführt haben, dass die deutschen Kreditinstitute Arbeitsstellen in großem Umfang abbauen wollen, werden im folgenden Abschnitt die Möglichkeiten präsentiert, die zum Stellenabbau genutzt werden können. Zunächst wird die einfachste Möglichkeit beschrieben, Stellen zu reduzieren. Regulär in den Ruhestand verabschiedete Mitarbeiter hinterlassen eine offene Stelle, die dann schlichtweg nicht neu besetzt wird. Dies hat keinerlei rechtliche Folgen für die Kreditinstitute, sorgt auf der anderen Seite jedoch für eine Mehrbelastung der übrigen Mitarbeiter der gleichen Abteilung, sofern es sich nicht um eine ohnehin nicht mehr benötigte Stelle handelt.

Aufgrund der bereits zuvor beschriebenen Altersstruktur im deutschen Bankensektor, ist dies eine adäquate Lösung, um Stellen zu reduzieren. Jedoch muss dabei beachtet werden, dass auch die Ertragskraft der übrigen Abteilung somit reduziert wird, da die gleiche Arbeit nun auf weniger Angestellte verteilt werden muss. Die Aufgabe des Personalmanagements ist es, dafür zu sorgen, dass die Arbeitskräfte an der Stelle eingesetzt werden, wo sie benötigt werden. Somit kann gegebenenfalls eine Steigerung der Produktivität erreicht werden bei gleichzeitigem Stellenabbau.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Beschreibt die existentiellen Herausforderungen für deutsche Kreditinstitute durch Niedrigzinspolitik, Digitalisierung und geändertes Kundenverhalten.

2. Beschäftigte in deutschen Kreditinstituten: Analysiert die historische Entwicklung der Beschäftigtenzahlen sowie die Altersstruktur im Bankensektor zwischen 2003 und 2018.

3. Aktuelle Situation des deutschen Kreditgewerbes: Beleuchtet Einflussfaktoren wie technologischen Wandel, regulatorische Vorgaben und die Auswirkungen der Finanzkrise auf das Einlagengeschäft.

4. Möglichkeiten zur Durchführung eines Stellenabbaus: Erläutert verschiedene personalwirtschaftliche Strategien, von der Nichtbesetzung freier Stellen bis hin zu Kündigungsprozessen und Altersteilzeitregelungen.

5. Handlungsempfehlung und Fazit: Bietet Empfehlungen zur sozialverträglichen Umsetzung des Abbaus und reflektiert die zukünftige Relevanz des Sektors.

Schlüsselwörter

Kreditinstitute, Stellenabbau, Bankensektor, Digitalisierung, Finanzkrise, Niedrigzinspolitik, Personalmanagement, betriebsbedingte Kündigung, Altersteilzeit, Sozialplan, demografischer Wandel, Filialnetz, Kostensenkung, Arbeitsmarkt, Bankenregulierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den Gründen für den Personalabbau in deutschen Banken und den verschiedenen Wegen, wie dieser Prozess rechtlich und organisatorisch umgesetzt werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse der wirtschaftlichen Lage der Banken, dem rechtlichen Rahmen für Entlassungen und den alternativen Instrumenten zur Personalreduzierung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, Handlungsalternativen für Kreditinstitute aufzuzeigen, um Arbeitsplätze effizient und möglichst sozialverträglich abzubauen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine deskriptive Analyse sowie eine Untersuchung rechtlicher Rahmenbedingungen basierend auf aktueller Literatur und statistischen Daten des Bankensektors.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert sowohl die Ursachen für den Stellenabbau, wie Digitalisierung und Regulatorik, als auch konkrete Instrumente wie Altersteilzeit und Aufhebungsverträge.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kreditinstitute, Stellenabbau, Finanzkrise, Digitalisierung, betriebsbedingte Kündigung und Sozialverträglichkeit.

Warum spielt das Alter der Bankangestellten eine wichtige Rolle für den Stellenabbau?

Da viele Bankmitarbeiter im höheren Alter sind, bieten Instrumente wie die Altersteilzeit eine Möglichkeit, den Abbau sozialverträglich zu gestalten, während gleichzeitig Wissen an jüngere Kollegen weitergegeben werden kann.

Welchen Einfluss haben Betriebsänderungen auf den Stellenabbau?

Betriebsänderungen lösen häufig die Pflicht zur Erstellung eines Sozialplans aus, was den Prozess des Stellenabbaus rechtlich an die Mitbestimmung des Betriebsrats bindet.

Warum ist eine Kündigung für Banken oft mit hohem Aufwand verbunden?

Aufgrund des Kündigungsschutzgesetzes und der oft notwendigen Sozialpläne entstehen erhebliche Kosten durch Abfindungen und langwierige Abstimmungsprozesse mit dem Betriebsrat.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Handlungsalternativen zur Umsetzung eines Stellenabbaus in deutschen Kreditinstituten
Hochschule
Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin
Note
1,7
Autor
Jan-Eric Safrin (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
16
Katalognummer
V1139495
ISBN (eBook)
9783346511423
ISBN (Buch)
9783346511430
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Stellenabbau Banken Kreditinstitute Sparkasse Volksbanken Geschäftsbanken Handlungsalternativen Umsetzung Freisetzung Entlassung Altersteilzeit Kreditgewerbe Bankengewerbe Finanzdienstleistungen Finanzdienstleistungsinstitute Kündigung Kündigungsschutz Reduzierung Niedrigzinspolitik Filialschließungen Beschäftigungssituation Kostensenkung Bankensektor Kosteneinsparung Vorruhestand
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jan-Eric Safrin (Autor:in), 2020, Handlungsalternativen zur Umsetzung eines Stellenabbaus in deutschen Kreditinstituten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1139495
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Leseprobe aus  16  Seiten
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