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Der Wandel in der psychologischen Ethik

Titel: Der Wandel in der psychologischen Ethik

Hausarbeit , 2021 , 15 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Nele Knauff (Autor:in)

Psychologie - Sonstiges
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Psychologie und Ethik haben viele gemeinsame Schnittpunkte, vor allem in der Forschung und der Anwendung.
Im Rahmen der Literatur des Moduls wird vor allem Bezug auf die klinische Praxis genommen, die folgende Hausarbeit wird hingegen die psychologische Forschung behandeln, da auch sie in der Geschichte einen umfassenden Wandel erlebte.

Im Laufe der Zeit erlangte die psychologische Forschung eine größere Sichtbarkeit in der Gesellschaft und stieß eine immer wiederkehrende Debatte um die ethische Vertretbarkeit der psychologischen Forschung an. Besonders drei Experimente der Psychologie gelten als Fehltritte, die für die Wichtigkeit der ethischen Themen sensibilisieren. Darunter das Milgram Experiment von Stanley Milgram, das Stanfort Prison von Philip Zimbardo und das Experiment um Little Albert von John B. Watson.

Nach der Definition von Moral und Ethik werden die drei Experimente im Rahmen der Hausarbeit dargestellt und anhand der Entwicklung ethischer Richtlinien im Hinblick auf das heutige Regelwerk reflektiert, um so die Frage zu beantworten, welchen Einfluss der Wandel der psychologischen Ethik auf die Durchführung von Experimenten hat.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

EINLEITUNG

DEFINITION VON MORAL UND ETHIK

GESCHICHTE DER PSYCHOLOGISCHEN FORSCHUNG

LITTLE ALBERT – JOHN B. WATSON

MILGRAM EXPERIMENT – STANLEY MILGRAM

STANFORD PRISON – PHILIP ZIMBARDO

ENTWICKLUNG DER ETHISCHEN LANDSCHAFT

BERUFSETHISCHE RICHTLINIEN

DIE ROLLE DER ETHIKKOMMISSION

BETRACHTUNG DER EXPERIMENTE UNTER ETHISCHEN RICHTLINIEN

FAZIT

LITERATURVERZEICHNIS

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den historischen Wandel der psychologischen Ethik und deren Einfluss auf die heutige Durchführung wissenschaftlicher Forschung. Dabei wird analysiert, inwiefern frühere, als ethisch fragwürdig geltende Experimente zur Etablierung moderner Regelwerke und Kontrollinstanzen beigetragen haben.

  • Historische Entwicklung psychologischer Forschungsstandards
  • Analyse klassischer psychologischer Experimente (Watson, Milgram, Zimbardo)
  • Bedeutung berufsethischer Richtlinien für die heutige Praxis
  • Regulierende Funktion von Ethikkommissionen
  • Ethische Reflexion von Täuschung und Belastung in der Forschung

Auszug aus dem Buch

Milgram Experiment – Stanley Milgram

Das Milgram-Experiment wurde 1961 vom amerikanischen Sozialpsychologen Stanley Milgram durchgeführt. Als Basis seines Experiments sah er die Tatsache, dass in der Zeit des Nationalsozialismus von 1933 bis 1945 Millionen Menschen systematisch umgebracht wurden (Milgram, 1982, S. 17). Ein solches Ausmaß ist auf den Gehorsam als psychologischen Mechanismus zurückzuführen, der individuelles Handeln an politische Zwecke bindet (Milgram, 1982, S. 17). Beobachtungen lassen vermuten, dass Gehorsam eine Verhaltenstendenz darstellt, die ethisches Empfinden und das Moralverhalten überlagert (Milgram, 1982, S. 17).

Im Verlauf der Geschichte zeigt sich immer wieder, dass Menschen im Falle eines Befehls in der Lage sind, andere Menschen umzubringen, weil sie sich verpflichtet fühlen, einen Befehl auszuführen (Milgram, 1982, S. 18).

Zusammenfassung der Kapitel

EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die Schnittpunkte zwischen Psychologie und Ethik und führt in die Fragestellung ein, wie der Wandel ethischer Standards die heutige Forschungslandschaft prägt.

DEFINITION VON MORAL UND ETHIK: Dieses Kapitel erläutert die terminologischen Grundlagen von Moral und Ethik sowie die verschiedenen Anwendungsbereiche wie die normative, Meta- und deskriptive Ethik.

GESCHICHTE DER PSYCHOLOGISCHEN FORSCHUNG: Hier werden die Studien zu Little Albert, dem Milgram-Experiment und dem Stanford Prison Experiment als historische Beispiele für ethische Fehltritte detailliert dargestellt.

ENTWICKLUNG DER ETHISCHEN LANDSCHAFT: Das Kapitel beschreibt die Entstehung universeller ethischer Regelwerke wie des APA Ethics Code und des EFPA-Meta-Codes seit Mitte des 20. Jahrhunderts.

BERUFSETHISCHE RICHTLINIEN: Hier werden die verbindlichen Rahmenbedingungen für Forschung und Publikation sowie die Bedeutung der Einwilligung und des Teilnehmerschutzes erläutert.

DIE ROLLE DER ETHIKKOMMISSION: Es wird die unterstützende und kontrollierende Funktion der Ethikkommission bei der Prüfung von Forschungsvorhaben auf ethische Vertretbarkeit beschrieben.

BETRACHTUNG DER EXPERIMENTE UNTER ETHISCHEN RICHTLINIEN: In diesem Kapitel werden die zuvor genannten historischen Experimente kritisch vor dem Hintergrund heute geltender ethischer Standards reflektiert.

FAZIT: Das Fazit beantwortet die zentrale Fragestellung und resümiert, wie ein gestiegenes ethisches Bewusstsein zur Einführung verbindlicher Prüfinstanzen geführt hat.

LITERATURVERZEICHNIS: Verzeichnis der verwendeten Quellen und Literatur.

Schlüsselwörter

Psychologische Ethik, Forschungsethik, Gehorsam, Experimente, Milgram-Experiment, Stanford Prison, Little Albert, ethische Richtlinien, Ethikkommission, Autonomie, Probandenschutz, wissenschaftliche Forschung, Moral, Täuschung, Regelwerk

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Wandel der ethischen Standards in der psychologischen Forschung und analysiert, wie historische Grenzüberschreitungen die heutigen wissenschaftlichen Kontrollinstanzen geformt haben.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die ethische Geschichte der Psychologie, die Anwendung von Richtlinien in der Forschungspraxis und die Rolle von Kontrollinstanzen wie der Ethikkommission.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den Einfluss des gesellschaftlichen und professionellen Wandels der psychologischen Ethik auf die heutige Gestaltung und Bewilligung von Forschungsexperimenten aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Hausarbeit, die auf einer Literaturanalyse basiert, um historische Entwicklungen und aktuelle Richtlinien systematisch zusammenzuführen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst eine Definition von Moral und Ethik, die Analyse klassischer Experimente, eine Darstellung der Entwicklung ethischer Kodizes sowie eine kritische Reflexion der Studien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Forschungsethik, Gehorsam, Ethikkommission, Richtlinien, Probandenschutz und das Milgram- oder Stanford-Prison-Experiment.

Warum wird das Experiment von John B. Watson heute kritisch gesehen?

Es wird aufgrund des jungen Alters des Probanden (Little Albert), der fehlenden Aufklärung der Erziehungsberechtigten und der potenziellen psychischen Schädigung durch die Konditionierung der Angstreaktion kritisiert.

Welchen Einfluss hat die Ethikkommission auf die heutige Forschung?

Die Ethikkommission dient als verpflichtende Kontrollinstanz, die Forschungsvorhaben vorab begutachtet, ethische Risiken minimiert und somit die Einhaltung professioneller Standards sicherstellt.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Wandel in der psychologischen Ethik
Hochschule
Hamburger Fern-Hochschule
Veranstaltung
Klinische Psychologie
Note
2,0
Autor
Nele Knauff (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
15
Katalognummer
V1139639
ISBN (eBook)
9783346515247
ISBN (Buch)
9783346515254
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Psychologie Klinische Psychologie Ethik Stanford Prison Stanley Milgram John Watson Little Albert psychologische Ethik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Nele Knauff (Autor:in), 2021, Der Wandel in der psychologischen Ethik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1139639
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  15  Seiten
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