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Globalisierung und Menschenrechte bei Adidas und Nike

Title: Globalisierung und Menschenrechte bei Adidas und Nike

Term Paper , 2001 , 27 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Wassiliki Chassioti (Author)

Business economics - Business Ethics, Corporate Ethics
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In dieser Hausarbeit sollen zuerst die Ursachen der Globalisierung erläutert werden und anschließend am Beispiel der großen Konkurrenten Adidas und Nike die Arbeitsbedingungen in den Entwicklungsländern sowie die künftig zu erwartende Situation diskutiert werden. Ziel ist es, über den Tellerrand von erfolgreichen und von der Werbung hochgepriesenen gigantischen Konzernen zu schauen und sich einen kleinen Einblick über die Problematik der Produktionsstandorte in den Industrieländern (vor allem Deutschland) und die damit sich resultierenden Konsequenzen zu verschaffen. Gerade in unserer Zeit reicht es nicht mehr aus im globalen Wettbewerb, nur vor Ort, schlichte funktionsfähige Produkte anzubieten. Offenheit, Experimentierfreudigkeit, Phantasie und Sensibilität sind, gerade für internationale Unternehmen, wichtiger als je zuvor. Die Produktionsfaktoren Kapital und Arbeit werden immer mobiler. Die Auslandsinvestitionen sind seit den 80er Jahren um 22% gestiegen. Für die Wirtschaft sind daher transnationale Konzerne von enormer Wichtigkeit geworden. Durch die Globalisierung können heute Transaktionen, gleich welcher Größe, möglich gemacht werden.

Aufgrund der Globalisierung ist ebenfalls ein Weltarbeitsmarkt ersichtlich, sodass mit dem weltweiten Wettbewerb immer kostengünstigere Arbeitsplätze entstehen.

Dass nicht immer alles Gold ist, was glänzt, beweisen vor allem Menschenrechtsorganisationen wie die europäische Clean Clothes Compaign (CCC). Sie zeigen, dass der soziale Preis in vielen Fällen zu hoch ist, um die Vorteile der neuen Arbeitsplatzschaffung in Ländern mit hoher Arbeitslosigkeit zu rechtfertigen. Konkret geht es bei diesem sozialen Preis um Kinderarbeit, unmenschliche Arbeitsbedingungen, Unterbezahlung, Unterdrückung von Gewerkschaften und sexuelle Belästigung von Arbeitnehmerinnen: allesamt Verletzungen von Menschenrechten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Kerngedanke der Außenhandelstheorie

2.1 Vom klassischen Außenhandel zur Globalisierung

3. Konkurrenz um die Führung im globalen Markt: Adidas gegen Nike

3.1 Historische Entwicklung von Adidas

3.2 Historische Entwicklung von Nike

4. Wettbewerbsdruck und die Bedeutung des Produktionsstandortes transnationaler Konzerne im Zuge der Globalisierung

4.1 Die Folge von Wettbewerbsdruck: Produktionsauslagerungen

4.1.1 Produktionsbedingungen im Ausland

5. Verhaltenskodizes

5.1 Monitoring bei Adidas und Nike

6. Was hat Globalisierung mit Menschenrechte zu tun und welche Entwicklungen sind künftig zu erwarten?

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen der fortschreitenden Globalisierung und der Einhaltung von Menschenrechten am Beispiel der Sportartikelhersteller Adidas und Nike. Ziel ist es, die Auswirkungen des globalen Wettbewerbsdrucks auf Produktionsbedingungen in Entwicklungsländern zu analysieren und kritisch zu hinterfragen, welche Rolle transnationale Konzerne und Verhaltenskodizes dabei spielen.

  • Ursachen und Mechanismen der globalen Marktentwicklung
  • Wettbewerbsdynamik zwischen Adidas und Nike
  • Folgen von Produktionsauslagerungen für internationale Standorte
  • Wirksamkeit von Verhaltenskodizes (Code of Conduct) und Monitoring-Systemen
  • Verantwortung von Unternehmen und Konsumenten im globalen Kontext

Auszug aus dem Buch

5.1 Monitoring bei Adidas und Nike?

Codes funktionieren also nur dann, wenn sie überwacht werden. Jedoch ist ein Monitoring zeit- und geldaufwendig. Hierbei entstehen erhebliche Mehrausgaben für sicherere Arbeitsplätze und vor allem auch vor allem für höhere Löhne. Diese Faktoren können jedoch dazu beitragen, dass internationale Unternehmen ihre Produktion aus einem Niedriglohnland in ein Niedrigstlohnland verlagern. Aus diesem Grund ist beispielsweise ein großer Teil der Produktion von Billigfußbällen, die in Pakistan hergestellt wurden, nach China verlagert worden.

Es wird zwischen einem externen und einem internen Monitoring unterschieden. Bei einem internen Monitoring ist das Unternehmen selbst für die Überwachung seiner Anforderungen zuständig. Dies können geschulte hausinterne Abteilungen sein, die insbesondere für die Qualitätskontrolle und für Fragen der Sozialverträglichkeit und Menschenrechte spezialisiert sein müssen. Das externe Monitoring wird hingegen von verschiedenen Organisationen durchgeführt werden. Diese Akteure werden jedoch von den Unternehmen selbst engagiert. Daher entsteht häufig der Verdacht, dass sie Berichte im Sinne ihrer Auftraggeber abliefern. Natürlich wäre es am vorteilhaftesten, wenn die betroffenen Arbeitskräfte eine Gewerkschaft selbst auswählt, die für sozialverträgliche Arbeitsbedingungen sorgt. Gewerkschaften sind jedoch in Entwicklungsländern wie z.B. China entweder verboten oder sie werden mit Duldung der Behörden von den Firmen unterdrückt. Leider gibt es in zahlreichen Niedriglohnländern keine unabhängigen Gewerkschaften. Somit entfällt die Glaubwürdigkeit eines gewerkschaftlichen Monitorings. In Ländern aber, in denen Gewerkschaften erlaubt sind, wie etwa in Costa Rica, werden Gewerkschaften von sogenannten Solidarismo-Initiativen unterminiert. (Solidarismo nennt sich eine von den Arbeitgebern initiierte Alternative zur gewerkschaftlichen Organisation).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema ein, indem sie die steigende Bedeutung von Menschenrechten in einem durch Globalisierung geprägten wirtschaftlichen Umfeld hervorhebt.

2. Der Kerngedanke der Außenhandelstheorie: Das Kapitel erläutert die ökonomischen Grundlagen des Außenhandels und verknüpft diese mit dem modernen Prozess der Globalisierung.

2.1 Vom klassischen Außenhandel zur Globalisierung: Hier wird der Wandel der Handelsbeziehungen durch technischen Fortschritt und den Abbau von Handelsgrenzen näher beleuchtet.

3. Konkurrenz um die Führung im globalen Markt: Adidas gegen Nike: Das Kapitel analysiert den Marktwettbewerb zwischen den beiden Branchengrößen und beleuchtet ihre historischen Entwicklungen.

3.1 Historische Entwicklung von Adidas: Eine Darstellung der Firmengeschichte von der Gründung bis zur Transformation in einen globalen Konzern.

3.2 Historische Entwicklung von Nike: Eine Analyse des Aufstiegs von Nike zu einem weltweit führenden Sportartikelhersteller durch Marketingstrategien und technologische Innovationen.

4. Wettbewerbsdruck und die Bedeutung des Produktionsstandortes transnationaler Konzerne im Zuge der Globalisierung: Dieses Kapitel thematisiert die Kostenfaktoren in Industrieländern und den daraus resultierenden Druck zur Globalisierung der Produktion.

4.1 Die Folge von Wettbewerbsdruck: Produktionsauslagerungen: Es wird erörtert, warum Konzerne zur Standortsicherung Arbeitsplätze in Länder mit geringeren Kosten verlagern.

4.1.1 Produktionsbedingungen im Ausland: Eine kritische Betrachtung der Arbeitsbedingungen in den Ländern, in die Produktion ausgelagert wurde, inklusive der Problematik von Sozialdumping.

5. Verhaltenskodizes: Das Kapitel definiert den Begriff des Verhaltenskodex (Code of Conduct) und dessen Rolle als freiwillige Absichtserklärung von Unternehmen.

5.1 Monitoring bei Adidas und Nike: Es wird die Wirksamkeit und Problematik der Kontrolle von Verhaltenskodizes sowie die Rolle von Monitoring-Organisationen diskutiert.

6. Was hat Globalisierung mit Menschenrechte zu tun und welche Entwicklungen sind künftig zu erwarten?: Dieses Kapitel zieht ein Fazit über die Machtposition transnationaler Konzerne und gibt einen Ausblick auf die notwendigen politischen Handlungsspielräume.

Schlüsselwörter

Globalisierung, Menschenrechte, Außenhandelstheorie, Adidas, Nike, Wettbewerbsdruck, Produktionsauslagerungen, Arbeitsbedingungen, Verhaltenskodizes, Code of Conduct, Monitoring, transnationale Konzerne, Sozialdumping, Industriestandort, Standortkonkurrenz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den ökonomischen und ethischen Herausforderungen, die sich durch die Globalisierung für transnationale Unternehmen ergeben, speziell am Beispiel der Sportartikelbranche.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Zentrum stehen die Konzepte der Außenhandelstheorie, der Wettbewerb zwischen Adidas und Nike, die Verlagerung von Produktionsstätten ins Ausland sowie die Implementierung und Überwachung von sozialen Standards.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Ziel ist es, den Machtzuwachs von Weltkonzernen zu untersuchen und kritisch zu beleuchten, wie diese Unternehmen ihre Verantwortung gegenüber Menschenrechten bei Produktionsprozessen wahrnehmen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine deskriptive und analytische Vorgehensweise gewählt, die auf Fachliteratur, Wirtschaftsberichten und der Auswertung von Fallbeispielen zur Unternehmensgeschichte und Arbeitsrechtslage basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die ökonomischen Ursachen der Globalisierung, eine detaillierte Gegenüberstellung der Entwicklung von Adidas und Nike sowie die kritische Prüfung von Produktionsbedingungen und Verhaltenskodizes.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Publikation?

Die wichtigsten Schlagworte sind Globalisierung, Menschenrechte, Produktionsverlagerung, Verhaltenskodizes (Code of Conduct), Monitoring und der direkte Vergleich der Sportartikelriesen Adidas und Nike.

Wie bewertet die Autorin die Rolle von Verhaltenskodizes?

Verhaltenskodizes werden als notwendige, aber oft in ihrer Wirksamkeit eingeschränkte Instrumente wahrgenommen, die vor allem dann an Glaubwürdigkeit gewinnen, wenn sie durch unabhängiges Monitoring überprüft werden.

Welches Fazit zieht die Autorin bezüglich der Zukunft der Produktion?

Die Autorin betont, dass eine langfristige Chance nur besteht, wenn Politik und Wirtschaft entschlossen handeln, um den Standort Deutschland attraktiver zu gestalten, während gleichzeitig ethische Produktionsstandards international gesichert werden.

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Details

Title
Globalisierung und Menschenrechte bei Adidas und Nike
College
University of Wuppertal
Grade
1,7
Author
Wassiliki Chassioti (Author)
Publication Year
2001
Pages
27
Catalog Number
V113966
ISBN (eBook)
9783640151882
ISBN (Book)
9783640154258
Language
German
Tags
Globalisierung Menschenrechte Beispiel Sportartikelhersteller Adidas Nike
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Wassiliki Chassioti (Author), 2001, Globalisierung und Menschenrechte bei Adidas und Nike, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/113966
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