Die Zielsetzung dieser Arbeit ist die Vertiefung des Themenbereichs des Erfolgsfaktors Person im Hinblick auf die Führungskraft im Change Management unter Einbezug wissenschaftlicher Literatur, Papers und Journal-Artikel.
Nach der Einleitung folgt die grundlegende Definition des Führungsbegriffs. Anschließend wird die Rolle der Führungskraft im Change Management behandelt. Zur strukturellen Gliederung dieses Kapitels werden die klassischen Ansätze der Führungsforschung herangezogen und als interdisziplinäre Transferleistung in den Kontext des Change Managements überführt. Diese Ansätze umfassen die System-, Verhaltens-, Eigenschafts- und Situationstheorie, anhand welcher die für die Führung relevanten Methoden, Führungsstile, Persönlichkeitsmerkmale und Phasen in einem Veränderungsprozess erarbeitet und vertieft werden. Abschließend erfolgen die Zusammenfassung und eine kritische Würdigung der Ergebnisse.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Einführung in die Thematik
1.2 Zielsetzung der Arbeit
1.3 Gang der Arbeit
2 Der Führungsbegriff
3 Die Rolle der Führungskraft im Change Management
3.1 Systemtheorie – Methoden
3.2 Verhaltenstheorie – Führungsstile
3.3 Eigenschaftstheorie – Merkmale
3.4 Situationstheorie – Phasenmodelle
4 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, den Erfolgsfaktor Person im Kontext des Change Managements zu vertiefen, wobei der Fokus explizit auf der Rolle der Führungskraft liegt. Dabei werden wissenschaftliche Literatur, Fachbeiträge und Journal-Artikel analysiert, um zu ergründen, wie Führungskräfte den Wandel aktiv und erfolgreich gestalten können.
- Systemtheoretische Ansätze und Methoden im Veränderungsprozess
- Vergleich transaktionaler und transformationaler Führungsstile
- Bedeutung von Persönlichkeitsmerkmalen wie emotionaler Intelligenz
- Anwendung von Phasenmodellen zur Begleitung von Mitarbeitern
- Spannungsfeld zwischen Managementanforderungen und Mitarbeitererwartungen
Auszug aus dem Buch
3.1 Systemtheorie – Methoden
Die Betrachtung der systemorientierten Führung geht auf Hans Ulrich und Georg Klaus zurück, nach welcher die Führungskraft (Regler) das System der Unternehmung beeinflusst, in dem unter Beachtung der Ziele (Führungsgröße) Führungsmethoden (Stellgröße) eingesetzt werden. Vor dem Hintergrund, dass neben menschlichen Faktoren ebenfalls methodische Faktoren als Hauptursachen des Scheiterns gelten, ist die Führungskraft nicht nur als Erfolgsfaktor zu betrachten, sondern simultan als Einflussfaktor für andere Erfolgsfaktoren. Zu Beginn ist das Formulieren einer Vision ein methodischer Ansatz. Hierzu kann die Führungskraft Workshops einberufen, in welchen Visionsarbeit über Bilder und Emotionen geleistet werden.
Zur Sicherstellung der Umsetzung der Vision sind Visions-Reviews anzusetzen, um die Realisierung zu überprüfen. Im Hinblick auf die Faktoren Kommunikation und Partizipation besitzen Führungskräfte häufig die Vorurteile „Wenn jeder bei allem mitreden will, wird bei uns nur noch geredet statt gearbeitet“ oder „Mitarbeiter beteiligen kostet zu viel Zeit“, welche den Widerstand der Mitarbeiter begünstigen. Stattdessen sind Kommunikationsmaßnahmen wie World Cafés und Informationsmärkte sowie Gruppenmoderationen und Mitarbeiterbefragungen, einzubeziehen welche zu den wichtigsten Methoden der Partizipation zählen.
Im Bereich der Integration ist es wichtig, dass diese nicht nur Methoden des „Integration off the Job“ wie Seminare umfassen, sondern diese auch die Zusammenarbeit im beruflichen Alltag durch „Integration on the job“ ermöglichen. Diese Unterscheidung bezieht sich ebenfalls auf die Re-Edukation, nach welcher die wichtigsten Methoden für das Change Management in „Re-Edukation on the job“ wie einen Tätigkeitswechsel und „Re-Edukation off the job“ wie Schulungen gegliedert werden können. In der Projektorganisation lassen sich die Projektauswahl und Teambuildingmaßnahmen ausüben. Bezüglich der Konsultation unterstützen Methoden wie die Prozessberatung, welche eine starke Einbindung eines Beraters in alle Abläufe umfasst, und die Inhouse-Beratung durch interne Beratung den Vorgang des Wandels.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik des Wandels ein, definiert die Zielsetzung der Untersuchung und erläutert den strukturellen Aufbau der Arbeit.
2 Der Führungsbegriff: Hier wird der Begriff Führung im akademischen Diskurs beleuchtet und eine für das Change Management relevante Definition abgeleitet.
3 Die Rolle der Führungskraft im Change Management: In diesem Hauptteil werden klassische Führungsansätze (System-, Verhaltens-, Eigenschafts- und Situationstheorie) auf ihre Anwendbarkeit im Wandel geprüft.
4 Fazit: Das Kapitel fasst die wesentlichen Ergebnisse zusammen und bestätigt die Bedeutung der Führungskraft als maßgeblichen Erfolgsfaktor für Veränderungsprozesse.
Schlüsselwörter
Change Management, Führungskraft, Wandel, Systemtheorie, Führungsmethoden, Führungsstile, Transformationale Führung, Transaktionale Führung, Persönlichkeitsmerkmale, Emotionale Intelligenz, Phasenmodelle, Veränderungsprozess, Mitarbeiterführung, Unternehmenskultur, Führungstheorie
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?
Die Arbeit untersucht den Erfolgsfaktor "Person" im Change Management, mit einem besonderen Fokus auf die entscheidende Rolle, die Führungskräfte bei der Gestaltung von Veränderungsprozessen einnehmen.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Zu den Kernbereichen gehören der Führungsbegriff, methodische Ansätze im Systemkontext, der Vergleich verschiedener Führungsstile sowie die Analyse von Persönlichkeitsmerkmalen und Phasenmodellen im Wandel.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Hauptziel ist die wissenschaftliche Vertiefung der Rolle der Führungskraft im Change Management unter Berücksichtigung aktueller Literatur, um aufzuzeigen, wie Führung den Unternehmenserfolg in Zeiten des Wandels sichern kann.
Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?
Die Arbeit nutzt eine interdisziplinäre Transferleistung, bei der klassische Ansätze der Führungsforschung (System-, Verhaltens-, Eigenschafts- und Situationstheorie) theoretisch in den Kontext des Change Managements überführt werden.
Welche Inhalte werden im Hauptteil fokussiert?
Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Gestaltung (Systemtheorie), die Anwendung von Führungsstilen (Verhaltenstheorie), die Bedeutung spezifischer Merkmale (Eigenschaftstheorie) sowie die Nutzung von Phasenmodellen (Situationstheorie).
Was charakterisiert die Arbeit inhaltlich?
Sie zeichnet sich durch eine ganzheitliche Betrachtung aus, die sowohl sachlogische als auch psychologische Aspekte des Wandels verbindet und die Führungskraft als Bindeglied zwischen Managementvorgaben und Mitarbeitern sieht.
Warum spielt die Unterscheidung zwischen transaktionaler und transformationaler Führung eine Rolle?
Die Arbeit zeigt auf, dass für einen erfolgreichen Wandel ein situatives Verhältnis beider Stile notwendig ist, um sowohl materielle Anreize zu setzen als auch Visionen zu vermitteln.
Wie unterstützen Phasenmodelle die Führungskraft konkret?
Phasenmodelle dienen als Leitfaden und Checkliste, um den emotionalen Verlauf der Belegschaft während eines Wandels besser zu verstehen und durch gezielte Interventionen in verschiedenen Phasen, wie Schock oder Erkenntnis, zu begleiten.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2021, Der Erfolgsfaktor Person im Change Management. Die Rolle der Führungskraft, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1139723