Diese Arbeit erklärt dafür den Aufbau des deutschen Bankenmarktes und zeigt die bisherigen Filialschließungen auf.
Filialbanken dünnen in Deutschland zunehmend ihr Filialnetz aus. Dafür gibt es dutzende Beispiele. Der Abteilungsleiter-Ost der Deutschen Bank gab beispielsweise in einem Interview mit der Leipziger Volkszeitung am 18.04.2021 bekannt, dass das Kreditinstitut die Präsenz in den kommenden Jahren auf 400 Filialen bundesweit beschränken wird. Um zu verstehen, warum Entscheidungen in diesem Ausmaß getroffen werden, muss die Gesamtsituation besser beleuchtet werden. Daneben werden Einflüsse auf die Entscheidung zur Filialschließung dargestellt. Daraus lassen sich die Folgen für die verschiedenen Interessensgruppen ableiten. Abschließend stellt die Arbeit neue bzw. vorhandene Möglichkeiten und Alternativen heraus, welche die Zukunft der Bankfiliale prägen könnten.
Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG
2. BANKENSYSTEM IN DEUTSCHLAND
2.1 Universalbanken
2.1.1 Kreditbanken
2.1.2 Sparkassen
2.1.3 Genossenschaftsbanken
2.2 Spezialbanken
3. CHARAKTERISIERUNG DES STATIONÄREN VERTRIEBS
4. FILIALSCHLIEßUNGEN NACH INSTITUTSTYPEN
4.1 Kreditbanken
4.2 Sparkassen
4.3 Genossenschaftsbanken
5. AKTUELLE EINFLUSSFAKTOREN AUF FILIALSCHLIEßUNGEN IM KREDITGEWERBE
5.1 Flächenmäßige Filialdichte
5.1.1 Urbanisierung
5.1.2 Demografischer Wandel
5.3.2 Schrumpfende Regionen
5.1.4 Wachsende Regionen
5.4 Digitalisierung
5.4.1 Online-Banking
5.4.1.1 Nutzungsgrad
5.4.1.2 Anwendungsvielfalt
5.4.1.3 Sicherheit
5.4.2 Interne Prozessoptimierung
5.4.2.1 Künstliche Intelligenz
5.4.2.1.1 Kundeninformation
5.4.2.1.2 Informationsextraktion und -aufarbeitung
5.4.2.2 Blockchain
5.4.3 Auswirkung auf die Bankfiliale
5.5 Direktbanken
5.5.1 Charakterisierung
5.5.2 Vergleich zur Filialbank
5.6 COVID-19-Pandemie
5.6.1 Hygienekonzept
5.6.2 Intensivierung von Filialschließungen
6. FOLGEN VON FILIALSCHLIEßUNGEN
6.1. Sicht der Universalbanken
6.1.1 Außenwirkung
6.1.2 Veränderung der Kostenstruktur
6.1.2.1 Entwicklung des Jahresüberschuss im Zeitverlauf
6.1.2.2 Einsparungen bei Filialschließungen
6.1.2.3 Investitionen in Digitalisierungsprojekte
6.2 Sicht der Bankmitarbeiter
6.2.1 Stellenabbau
6.2.1.1 Kreditbanken
6.2.1.2 Sparkassen
6.2.1.3 Genossenschaftsbanken
6.2.2 Anforderungen und Möglichkeiten
6.2.2.1 Home-Office
6.2.2.2 Bedarf an neuen Soft-Skills
6.2.2.3 Bankaußendienst
6.2.2.3.1 Charakterisierung
6.2.2.3.2 Zukunftsträchtiger Vertriebskanal
6.3. Sicht der Bankkunden
6.3.1 Betroffenheit von Kunden
6.3.1.1 Junge Bankkunden
6.3.1.2 Erwerbstätige Bankkunden
6.3.1.3 Senioren
6.3.2 Kundenloyalität
7. MÖGLICHKEITEN STRATEGISCHER NEUAUSRICHTUNGEN
7.1 Lokale Konzepte
7.1.1 Fahrbare Filiale
7.1.1.1 Charakterisierung
7.1.1.2 Verbesserung der Erreichbarkeit und Versorgung
7.1.2 Kooperationen zwischen Universalbanken
7.1.3 Kommunikations-Center
7.1.4 Community-Banking
7.2 Flagship-Store
7.2.1 Charakterisierung
7.2.2 Quartier Zukunft der Deutschen Bank
7.2.3 Flagship-Stores der Commerzbank
8. ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Die Bachelorarbeit befasst sich mit der zunehmenden Ausdünnung des Filialnetzes im deutschen Bankensektor. Ziel ist es, die Gründe für diese Entwicklung zu analysieren, die Auswirkungen auf verschiedene Interessensgruppen (Banken, Mitarbeiter, Kunden) zu beleuchten und potenzielle strategische Alternativen für die Zukunft der Bankfiliale aufzuzeigen.
- Analyse des deutschen Bankensystems und der Filialstruktur
- Untersuchung der Einflussfaktoren wie Digitalisierung, Demografie und COVID-19
- Evaluation der Auswirkungen auf die Kostenstruktur und die Personalsituation
- Betrachtung der Kundenbetroffenheit und Loyalität
- Vorstellung innovativer Filialkonzepte wie "Finanzpunkt" oder Flagship-Stores
Auszug aus dem Buch
7.1.4 Community-Banking
Beim Community-Banking schließt sich das jeweilige Kreditinstitut mit Kooperationspartnern zusammen, um das Produkt- und Dienstleistungsangebot in der Filiale zu erhöhen und den Mehrwert erlebbarer zu machen. Hierbei können sowohl das örtliche Bürgerbüro als auch ein Café oder Buchladen mögliche Kooperationspartner sein. Das Erlebnis zielt wie in Einkaufszentren darauf ab, die effektive Zeit in der Filiale zu erhöhen und die Atmosphäre zwischen Bank und Kunde aufzulockern und dadurch die Beziehung und die Kommunikation zu stärken und dadurch Bedarfe ggf. schneller zu erkennen.67
Zusammenfassung der Kapitel
1. EINLEITUNG: Einführung in die Problematik der Filialschließungen im deutschen Bankenmarkt und Erläuterung des weiteren Vorgehens der Arbeit.
2. BANKENSYSTEM IN DEUTSCHLAND: Darstellung der Struktur des deutschen Bankenmarktes mit seinen drei Säulen und der Unterscheidung zwischen Universal- und Spezialbanken.
3. CHARAKTERISIERUNG DES STATIONÄREN VERTRIEBS: Definition der Rolle der Bankfiliale als Ursprung des Bankvertriebs und Ort für persönlichen Kundenkontakt.
4. FILIALSCHLIEßUNGEN NACH INSTITUTSTYPEN: Analyse des Rückgangs des Filialnetzes differenziert nach privaten Kreditbanken, Sparkassen und Genossenschaftsbanken.
5. AKTUELLE EINFLUSSFAKTOREN AUF FILIALSCHLIEßUNGEN IM KREDITGEWERBE: Untersuchung der Treiber hinter den Schließungen, insbesondere Urbanisierung, demografischer Wandel, Digitalisierung und die Auswirkungen der Pandemie.
6. FOLGEN VON FILIALSCHLIEßUNGEN: Erörterung der Auswirkungen der Standortschließungen auf die Kostenstruktur der Banken, die Bankmitarbeiter sowie auf die Kundenerfahrungen und Loyalität.
7. MÖGLICHKEITEN STRATEGISCHER NEUAUSRICHTUNGEN: Darstellung neuer Konzepte wie mobile Filialen, Kooperationen, Kommunikationscenter und Flagship-Stores als Lösungsansätze.
8. ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK: Fazit zur Zukunft der Bankfiliale unter dem Aspekt ständiger Innovation bei gleichzeitiger Wahrung des persönlichen Vertrauensverhältnisses.
Schlüsselwörter
Filialschließungen, Bankfiliale, Digitalisierung, Online-Banking, Universalbanken, Sparkassen, Genossenschaftsbanken, Filialdichte, Demografischer Wandel, Kostenstruktur, Kundenloyalität, Strategische Neuausrichtung, Community-Banking, Flagship-Store, Bankvertrieb
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Ursachen und Folgen der massiven Filialschließungen im deutschen Bankensektor sowie mit den strategischen Optionen, wie Banken ihre Präsenz in der Zukunft gestalten können.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Themenfelder umfassen die Struktur des Bankenmarktes, die Treiber der Digitalisierung, die Auswirkungen auf die Belegschaft sowie die veränderten Erwartungen der Bankkunden.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, die Beweggründe für die Filialschließungen zu systematisieren und aufzuzeigen, wie Kreditinstitute trotz schrumpfender Filialnetze eine hohe Kundenbindung und Wirtschaftlichkeit erreichen können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, der Auswertung von Branchenstudien (z.B. durch KfW, Bankenverband) sowie der Analyse von Fallbeispielen zu neuen Vertriebskonzepten.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Ursachenanalyse (Digitalisierung, Demografie, Pandemie), eine Betrachtung der Folgen für Banken, Mitarbeiter und Kunden sowie die Vorstellung konkreter Lösungsansätze für die Zukunft.
Welche Keywords charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Schlagworte sind Filialschließungen, Digitalisierung, Bankfiliale, Kundenloyalität und strategische Neuausrichtung.
Welche Rolle spielt die Corona-Pandemie bei den Filialschließungen?
Die Pandemie fungierte als Beschleuniger, da sie einerseits das Kundenverhalten massiv in Richtung Online-Banking verschob und andererseits Anlass für eine tiefgreifende Wirtschaftlichkeitsanalyse des Filialnetzes bot.
Warum ist das "Finanzpunkt"-Konzept für Banken attraktiv?
Es handelt sich um eine Kooperation zwischen Instituten, die durch die geteilte Nutzung von Geschäftsstellen die Kosten für den stationären Vertrieb signifikant senkt, ohne die Kundenbetreuung vor Ort aufzugeben.
- Citation du texte
- Eric Drößler (Auteur), 2021, Warum werden Banken geschlossen? Zur Beurteilung von Filialschließungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1139740