Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Social Work

Therapeutisches Reiten mit schizophren erkrankten Patienten

Title: Therapeutisches Reiten mit schizophren erkrankten Patienten

Research Paper (undergraduate) , 2007 , 21 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Carola Fingerhut (Author)

Social Work
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Schon seit dem Altertum ist die wohltuende Wirkung des Reitens für Körper, Geist und Seele bekannt. Das Therapeutische Reiten nutzt diesen Effekt erst seit einigen Jahrzehnten zur Linderung und Heilung psychosozialer Störungen und körperlicher Erkrankungen. Das Pferd bietet eine Besonderheit gegenüber anderen Tieren, die therapeutisch eingesetzt werden. Die Arbeit auf dem Pferd findet in direktem Körperkontakt statt, zudem ähneln die Bewegungen des Pferdes dem menschlichen Gang.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Krankheit Schizophrenie

3. Pferde als Therapie

3.1. Begriffsdefinition „Therapeutisches Reiten“

3.2. Kontraindikationen

4. Das Pferd als Interaktions- und Kommunikationspartner

4.1. Besondere Eigenschaften des Pferdes

4.2. Verhaltensschema des Pferdes

4.3. Therapiepferde

5. Das therapeutische Setting

5.1. Der therapeutische Ansatz

5.2. Der situative Ansatz

6. Erfahrungsmöglichkeiten während der Reittherapie

6.1. Die Beziehung zwischen Mensch und Pferd

6.2. Das Beziehungsdreieck Pferd - Therapeut - Patient

6.3. Lernprozesse mit und auf dem Pferd

6.4. Analoge Kommunikation

6.5. Körperarbeit

7. Rehabilitation durch Therapeutisches Reiten

8. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Studienarbeit untersucht die Wirksamkeit und therapeutische Bedeutung des Therapeutischen Reitens für Menschen mit einer schizophrenen Erkrankung, um Potenziale zur Symptomlinderung und zur Verbesserung der Lebensqualität aufzuzeigen.

  • Grundlagen der Schizophrenie und deren Auswirkungen auf das Leben der Betroffenen
  • Die besondere Rolle des Pferdes als Interaktions- und Kommunikationspartner
  • Strukturierung therapeutischer Settings in der Reittherapie
  • Erfahrungsmöglichkeiten und psychosoziale Lernprozesse während der Therapie
  • Rehabilitative Effekte und Wirkungsweisen in der Arbeit mit schizophrenen Patienten

Auszug aus dem Buch

4. Das Pferd als Interaktions- und Kommunikationspartner

Das Pferd nimmt den Menschen an, egal in welcher Verfassung er sich befindet. Es ist nicht sein Ziel, dass der Mensch sich verändert, denn es kennt keinen Erfolgszwang oder ideelle Ziele. „Wohl aber hat es, allein durch die dichte Symbolik, die sich um das Pferd rankt, und durch die jahrhundertealte Erfahrung im Umgang mit den Menschen ein immenses Potential, den Menschen hinter seinem Krankheitsbild zu berühren.“ Auch kann es dem Therapeuten helfen, den Patienten mit allen Facetten seiner Krankheit zu akzeptieren.

Durch seine ruhige und gelassene Art erleichtert das Pferd dem Patienten den Einstieg in die Therapie (Schwellenangst) und hat durch seine direkten und deutlichen Reaktionen einen wirksamen Aufforderungscharakter. Passives Verhalten wird unmöglich, da das Reiten im Wesentlichen eine Frage des Gleichgewichts darstellt. Es kann auf und mit dem Pferd viel physische Nähe ohne Angst vor Grenzverlust erlebt werden, das Pferd verliert seine Grenzen keinesfalls und kennt auch keine Gegenübertragung. Weiterhin ist das Therapeutische Reiten gerade für übertherapierte und therapieresistente Patienten interessant, da es einen starken Kontrast zu herkömmlichen Therapien darstellt und „Veränderung durch Anders-Tun“ bewirken kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Autorin begründet ihre Wahl des Themas durch eigene Erfahrungen im therapeutischen Bereich und stellt die Bedeutung des Pferdes für „therapieresistente“ Patienten heraus.

2. Die Krankheit Schizophrenie: Dieser Abschnitt bietet einen kurzen Überblick über die Symptomatik, die Auswirkungen auf die Lebenswelt der Patienten und den individuellen Krankheitsverlauf.

3. Pferde als Therapie: Es werden die begrifflichen Grundlagen des therapeutischen Reitens definiert und medizinische bzw. psychische Kontraindikationen für die Behandlung schizophren erkrankter Patienten erörtert.

4. Das Pferd als Interaktions- und Kommunikationspartner: Dieses Kapitel erläutert die psychologische Bedeutung des Pferdes als unvoreingenommenes Gegenüber, das den Patienten durch direkte Reaktionen unterstützt und als „Spiegel“ fungiert.

5. Das therapeutische Setting: Die Arbeit am Boden und auf dem Pferd wird als ganzheitlicher Prozess beschrieben, wobei besonders auf den klientenzentrierten Ansatz nach Rogers und die Flexibilität des situativen Ansatzes eingegangen wird.

6. Erfahrungsmöglichkeiten während der Reittherapie: Die Beziehung zwischen Mensch und Pferd sowie das „Beziehungsdreieck“ (Patient-Pferd-Therapeut) werden analysiert, ergänzt durch die Aspekte der analogen Kommunikation, Lernprozesse und die Arbeit am eigenen Körper.

7. Rehabilitation durch Therapeutisches Reiten: Hier werden wissenschaftliche Ergebnisse und Studien zitiert, die eine Verbesserung der Stimmung, der Sozialkompetenz und der Lebensqualität durch die Reittherapie bei Schizophrenie belegen.

8. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Bestätigung der heilsamen Wirkung des Therapeutischen Reitens als ergänzende, ganzheitliche Therapieform, die auch außerhalb des klassischen Klinikalltags soziale Isolation verringern kann.

Schlüsselwörter

Therapeutisches Reiten, Schizophrenie, Reittherapie, Psychosoziale Rehabilitation, Heilpädagogisches Reiten, Hippotherapie, Beziehungsdreieck, Co-Therapeut, Klientenzentrierter Ansatz, Nonverbale Kommunikation, Körperarbeit, Psychische Gesundheit, Sozialverhalten, Selbstwertgefühl, Ressourcenorientierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Studienarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die therapeutische Arbeit mit dem Pferd als unterstützende Maßnahme bei der Behandlung von Menschen mit einer schizophrenen Erkrankung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Themenfelder umfassen die Krankheitsbilder der Schizophrenie, die ethologischen Grundlagen des Pferdes, therapeutische Ansätze im Umgang mit Patienten sowie die rehabilitativen Effekte der Reittherapie.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage dieser Arbeit?

Ziel ist es, den therapeutischen Nutzen des Reitens für schizophrene Menschen zu beleuchten und aufzuzeigen, wie diese Form der Arbeit zur Linderung von Symptomen und zur Steigerung der Lebensqualität beitragen kann.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert primär auf einer Literaturanalyse, wobei Fachliteratur und Sonderhefte des Deutschen Kuratoriums für Therapeutisches Reiten ausgewertet und mit Studien zu therapeutischen Effekten verknüpft werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit dem Pferd als Partner, den therapeutischen Settings, den Beziehungsdynamiken zwischen Pferd, Patient und Therapeut sowie konkreten Erfahrungsbereichen wie Körperarbeit und Kommunikation.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Therapeutisches Reiten, Schizophrenie, Ressourcenorientierung, Co-Therapie und soziale Rehabilitation charakterisieren.

Warum ist das „Beziehungsdreieck“ für den Therapieerfolg so wichtig?

Es fungiert als eine Grundgestalt sozialen Lernens, bei der der Therapeut als Vermittler und Bindeglied zur Realität agiert, während das Pferd einen angstfreien, körpernahen Dialog ermöglicht.

Inwiefern unterscheidet sich die Arbeit mit dem Pferd von klassischen Therapien?

Im Gegensatz zu vielen verbal orientierten Therapien bietet das Reiten einen starken Kontrast durch den Fokus auf „Anders-Tun“, unmittelbare körperliche Resonanz und das Fehlen eines Erfolgszwangs oder verbaler Konfrontationen.

Excerpt out of 21 pages  - scroll top

Details

Title
Therapeutisches Reiten mit schizophren erkrankten Patienten
College
University of Kassel
Course
Sozialpädagogische und sozialtherapeutische Arbeit mit schizophren erkrankten Menschen
Grade
1,7
Author
Carola Fingerhut (Author)
Publication Year
2007
Pages
21
Catalog Number
V114023
ISBN (eBook)
9783640148745
ISBN (Book)
9783640149018
Language
German
Tags
Therapeutisches Reiten Patienten Sozialpädagogische Arbeit Menschen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Carola Fingerhut (Author), 2007, Therapeutisches Reiten mit schizophren erkrankten Patienten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/114023
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  21  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint