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Bilinguale Erstleseliteratur. Können bilinguale Erstlesebücher Kinder bei ihrem Schriftspracherwerb unterstützen?

Titel: Bilinguale Erstleseliteratur. Können bilinguale Erstlesebücher Kinder bei ihrem Schriftspracherwerb unterstützen?

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2021 , 29 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Wanda Lelle (Autor:in)

Didaktik für das Fach Deutsch - Deutsch als Zweitsprache, DaZ
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit beschäftigt sich mit den Anforderungen an (bilinguale) Erstleseliteratur und prüft, ob bilinguale Erstlesebücher Kinder bei ihrem Schriftspracherwerb angemessen unterstützen können. Im theoretischen Teil werden die Stufen des Schriftspracherwerbs sowie die fachdidaktischen Anforderungen an (bilinguale) Erstlesebücher dargestellt. Anschließend wird ein bilinguales Erstlesebuch analysiert.

Die Arbeit ist in insgesamt sieben Kapitel aufgeteilt. Das erste Kapitel beschäftigt sich mit der Fragestellung und dem Aufbau der Arbeit. Darauf folgen im zweiten Kapitel die theoretischen Modelle des Schriftspracherwerbs in der Erstsprache Deutsch und bei Kindern, welche Deutsch als Zweitsprache lernen. Anschließend wird innerhalb des dritten Kapitels die Methodik der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring erläutert und auf diese Arbeit bezogen.

Im vierten Teil der Arbeit wird der Verlag Edition bi:libri und dessen Erstlesekonzept analysiert. Darauffolgend wird im fünften Kapitel ein Analysekatalog anhand von Fachliteratur zusammengestellt, welcher die Grundlage für die Analyse des Erstlesebuchs "Pia sucht eine Freundin/Pia finds a friend" in Kapitel sechs bildet.

Zuletzt werden die Ergebnisse der Analyse zusammengefasst und mit weiteren bilingualen Erstlesebüchern
von Edition bi:libri verglichen, ebenso wird ein Fazit, welches die Forschungsfrage beantwortet, gebildet. Das Buch "Pia sucht eine Freundin" sowie alle anderen Titel der Reihe "billi – ich lese zweisprachig" werden im weiteren Verlauf dieser
Arbeit nur noch mit ihrem deutschsprachigen Titel beschrieben.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theoretische Grundlagen des Schriftspracherwerbs

2.1 Schriftspracherwerb in der Erstsprache Deutsch

2.2 Schriftspracherwerb Deutsch als Zweitsprache

3 Methodisches Vorgehen

4 Erstlesekonzept Koth&Koth Verlag (Edition bi:libri)

5 Vorbereitung der Analyse

5.1 Analysekriterien Erstleseliteratur

5.2 Analysekriterien spezifiziert auf Mehrsprachigkeit

6 Analyse des Buchs „Pia sucht eine Freundin“

7 Diskussion und Fazit

7.1 Zusammenfassung und Vergleich

7.2 Fazit

8 Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Eignung der bilingualen Erstleseliteratur des Verlags Edition bi:libri für den Schriftspracherwerb bei Kindern mit Migrationshintergrund oder Deutsch als Zweitsprache. Ziel ist es, anhand einer qualitativen Inhaltsanalyse zu ermitteln, ob diese Werke die spezifischen Anforderungen an Erstlesebücher erfüllen und inwiefern sie den individuellen Lernprozess mehrsprachiger Kinder unterstützen.

  • Stufenmodelle des Schriftspracherwerbs (Erst- und Zweitsprache)
  • Analysekriterien für Erstleseliteratur und Mehrsprachigkeit
  • Evaluation des Erstlesekonzepts der Edition bi:libri
  • Inhaltliche und formale Analyse des Buchs „Pia sucht eine Freundin“
  • Vergleichende Diskussion mit weiteren Titeln der Verlagsreihe

Auszug aus dem Buch

Sprachliche Aspekte

Die Satzstruktur und die Wortwahl des Erstlesebuchs können mit Hilfe der sprachlichen Aspekte analysiert werden. Das Buch „Pia sucht eine Freundin“ ist in der personalen Erzählweise geschrieben, in der Pia als Hauptfigur dauerhaft im Mittelpunkt steht und es somit auch keinen Perspektivwechsel gibt. Die Geschichte verläuft linear im Präsens und ohne Zeitsprünge. Dialoge werden durch die wörtliche Rede strukturiert, welche zudem immer am Satzanfang steht. Das Verhältnis zwischen Dialog und erzählendem Text ist ausgewogen und die Sätze sind einfach gegliedert und nicht zu lang. Dennoch gibt es einzelne Sätze deren Komplexität eine Herausforderung für den Leser/die Leserin sein kann, zum Beispiel: „Dir fällt schon was ein“, sagte Mama schnell und fängt die Limonade in letzter Sekunde auf. Die Sprache ist recht einfach und alltagsnah gehalten, was das Verstehen erleichtert. Trotz dessen gibt es einzelne Wörter, welche für einen Erstleser/eine Erstleserin wohlmöglich schwierig zu lesen sind. Solche Wörter sind zum Beispiel „Trampolin, hopsen, Sekunde, seufzt, fuchtelt oder die Bestimmerin“ und im englischen Wörter wie „halfheartedly, playground oder slaughter.“ Komposita kommen im deutschen Teil der Geschichte weitaus häufiger vor, als im englischsprachigen Teil. Komposita, wie „Gartenzaun, Schwertkampf, Blumenstrauß, Pferdeschwanz und Regenwurm“ oder im englischen „ponytail und earthworm“, sind jedoch bekannte Komposita und sollten für einen Erstleser/eine Erstleserin keine zu große Herausforderung darstellen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die steigende Anzahl mehrsprachiger Schüler*innen in Deutschland und die damit verbundene Relevanz von Erstleseliteratur für deren Schriftspracherwerb.

2 Theoretische Grundlagen des Schriftspracherwerbs: In diesem Kapitel werden verschiedene Stufenmodelle des Schriftspracherwerbs vorgestellt und die Besonderheiten des Erwerbs der Zweitsprache Deutsch diskutiert.

3 Methodisches Vorgehen: Hier wird das methodische Design der Arbeit beschrieben, welches auf der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring basiert.

4 Erstlesekonzept Koth&Koth Verlag (Edition bi:libri): Dieses Kapitel analysiert das Verlagsprofil, die Zielsetzung der Edition bi:libri und das bilinguale Erstlesekonzept der Reihe „billi – ich lese zweisprachig“.

5 Vorbereitung der Analyse: Hier wird ein detaillierter Analysekatalog erarbeitet, der sowohl allgemeine Kriterien für Erstlesebücher als auch spezifische Aspekte der Mehrsprachigkeit umfasst.

6 Analyse des Buchs „Pia sucht eine Freundin“: In diesem Hauptteil wird das ausgewählte Erstlesebuch systematisch anhand der zuvor definierten Kriterien analysiert.

7 Diskussion und Fazit: Das Kapitel vergleicht die Analyseergebnisse mit anderen Titeln der Reihe und beantwortet die Forschungsfrage hinsichtlich der Eignung der Bücher für mehrsprachige Kinder.

8 Literaturverzeichnis: Hier sind sämtliche im Text zitierte Quellen und Internetquellen aufgeführt.

Schlüsselwörter

Schriftspracherwerb, Erstleseliteratur, Edition bi:libri, Mehrsprachigkeit, Deutsch als Zweitsprache, Qualitative Inhaltsanalyse, Leseerziehung, Pia sucht eine Freundin, additive Mehrsprachigkeit, Interkulturalität, Lesekompetenz, Textverständnis, Lesemotivation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Qualität und Eignung bilingualer Erstleseliteratur, konkret der Reihe „billi – ich lese zweisprachig“ des Verlags Edition bi:libri, für Kinder, die Deutsch als Zweitsprache lernen oder mehrsprachig aufwachsen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind der Schriftspracherwerb bei Kindern, die Kriterien für eine gelungene Gestaltung von Erstlesebüchern und die spezifischen Anforderungen an bilinguale Texte im schulischen Kontext.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, ob die untersuchten bilingualen Erstlesewerke die Anforderungen an altersgerechte Literatur erfüllen und inwiefern sie den Schriftspracherwerb mehrsprachiger Kinder tatsächlich unterstützen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt die qualitative Inhaltsanalyse nach Philipp Mayring als methodische Grundlage, um das Material systematisch und nachvollziehbar zu untersuchen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung des Konzepts der Edition bi:libri, die Entwicklung eines Analysekatalogs sowie die anschließende systematische Analyse des exemplarischen Titels „Pia sucht eine Freundin“.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Erstleseliteratur, Mehrsprachigkeit, Schriftspracherwerb, DaZ (Deutsch als Zweitsprache) und interkulturelle Lesedidaktik.

Warum wurde das Buch „Pia sucht eine Freundin“ für die Analyse ausgewählt?

Dieses Buch wurde exemplarisch gewählt, da es als Repräsentant für die „Pia-Reihe“ steht, welche wiederum einen Großteil des Sortiments des Verlags Edition bi:libri ausmacht.

Welches zentrale Fazit zieht die Arbeit zur Eignung der Bücher?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass die Bücher zwar die formalen Anforderungen an Erstleseliteratur gut erfüllen, aber primär für Kinder in einer fortgeschrittenen Phase des Schriftspracherwerbs geeignet sind und weniger für Kinder, die noch am Anfang des Übergangs zur orthographischen Phase stehen.

Ende der Leseprobe aus 29 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Bilinguale Erstleseliteratur. Können bilinguale Erstlesebücher Kinder bei ihrem Schriftspracherwerb unterstützen?
Hochschule
Pädagogische Hochschule Ludwigsburg
Note
1,0
Autor
Wanda Lelle (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
29
Katalognummer
V1140267
ISBN (eBook)
9783346524478
ISBN (Buch)
9783346524485
Sprache
Deutsch
Schlagworte
bilinguale erstleseliteratur können erstlesebücher kinder schriftspracherwerb lesen Kinderbuch Deutsch als Zweitsprache DaZ
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Wanda Lelle (Autor:in), 2021, Bilinguale Erstleseliteratur. Können bilinguale Erstlesebücher Kinder bei ihrem Schriftspracherwerb unterstützen?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1140267
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Leseprobe aus  29  Seiten
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