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Bildungssystem und Chancengleichheit für Immigranten

Ländervergleich Deutschland - USA

Título: Bildungssystem und Chancengleichheit für Immigranten

Proyecto/Trabajo fin de carrera , 2008 , 85 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Timm Gehrmann (Autor)

Sociología - Trabajo, Educación, Organización
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Die Effizienz von Bildungssystemen ist für den sozialen Zusammenhalt von Gesellschaften von enormer Bedeutung. Ihr Potential ökonomische und soziale Integrationsleistungen zu vollziehen, manifestiert sich auch in der Integration von Immigranten (Kons. Bildungsb., S.1; 137). Dieses reflektiert sich in der öffentlichen Aufmerksamkeit, die Bildungssysteme, vor Allem in Bezug auf die Sicherung von Chancengleichheit, ihre Leistungsfähigkeit und den Grad der „Ausschöpfung von Begabtenreserven“ erfahren (ebd.). Sowohl in Deutschland als auch in den USA haben viele Studien insbesondere veranlasst durch die PISA Studen Zugang zu Bildung in Abhängigkeit von ethnischen und sozialen Faktoren untersucht. Dabei war es das Verdienst der PISA Studie, die Aufmerksamkeit „zu den institutionellen Barrieren [...]“ verlagert zu haben (Gomolla 2006, S.87; s.a. Geißler 2005, S.71).
In Deutschland überwiegen dabei allerdings Vergleiche des heimischen Bildungssystems mit als vorbildhaft erachteten Beispielen aus den skandinavischen Ländern. Vor diesem Hintergrund erscheint es mir interessant, die Verhältnisse in den USA mit den enormen Integrationsleistungen des dortigen Bildungssystems im Rahmen dieser Arbeit mit den hiesigen zu vergleichen. Einen Schwerpunkt soll dabei die kritische Betrachtung der Auswirkungen insititutioneller Hürden und struktureller Nachteile bilden. Ein besonderes Augenmerk gilt den sozioökonomischen Bedingungen und immigrantenspezifischen Nachteilen. Die USA und die BRD sind beides Einwanderungsländer, jedoch lohnt eine Betrachtung der USA vor Allem deshalb eine genauere Betrachtung im Vergleich mit demjenigen der BRD, weil dort die Integration von Ausländern in das Bildungssystem signifikant besser gelinge (Stanat/Christensen, S.33) als hierzulande, wo bis heute keine ausreichend schulische Integration geleistet wird (Gomolla/Radtke, S.105), so dass die in der PISA Studie festgestellten Leistungsdifferenzen zu autochthonen Schüler wesentlich ausgeprägter sind als in den USA (OECD, S.98). Das Schulsystem der USA wird aber trotz dieser Erfolge selten zu Vergleichen herangezogen (Wolf, S.138).

Extracto


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

I Die Bedeutung von Bildung: Gesellschaftliche Teilhabe und Chancengleichheit

II Bildungsinstitutionen und (Re-)Produktion sozialer Ungleichheit

III Faktoren der ungleichen Verteilung von Bildungschancen

III.1 Vor- und Grundschule als Grundstein von Selektion

III.2 Die deutsche Selektion

III.3 Reversibilität von Bildungsentscheidungen in Deutschland ?

III.4 Die amerikanische Einheitsschule – Gleiche Chancen für alle ?

III.5 Distinktionsmechanismen innerhalb der Bildungssysteme

IV Außerinstitutionelle Erklärungen für die Bildungsungleichheit

IV.1 Der Einfluss der Familie

IV.2 Regionale Faktoren der Ungleichheit in Deutschland und den USA

IV.2.1 Regionale Faktoren der Ungleichheit in Deutschland

IV.2.2 Regionale Faktoren der Ungleichheit in den USA

IV.3 Kapitalmangel als Determinante von Bildungsungleichheit

IV.3.1 Die Rolle des kulturellen Kapitals

IV.3.2 Bestrebungen dominanter Schichten zur Werterhaltung von Kapital

IV.3.3 Kulturelle Distanz, Einstellung und Engagement

IV.3.4. Peer Effekte

IV.3.5. Sozioökonomische Erklärungen

IV.4 Geschlechtsspezifische Aspekte der kulturellen Assimilation

IV.5 Immigration und Spracherwerb

V Schulische Determination tertiärer Bildung

V.1 Schulische Förderung und Universitätsbesuch in den USA

V.2 Tertiäre Bildung in den USA und in Deutschland

VI Fazit

VII Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht im Ländervergleich zwischen Deutschland und den USA, welche strukturellen und institutionellen Faktoren den Schulerfolg von Immigranten beeinflussen und wie Bildungssysteme zur Reproduktion sozialer Ungleichheit beitragen. Im Fokus steht dabei die kritische Analyse von institutionellen Hürden, sozioökonomischen Bedingungen und dem Einfluss kulturellen Kapitals auf Bildungsverläufe.

  • Vergleich der Bildungssysteme und Integrationsleistungen in Deutschland und den USA.
  • Analyse institutioneller Selektionsmechanismen und deren Auswirkung auf Migrantenkinder.
  • Bedeutung des sozioökonomischen Status, kulturellen Kapitals und familiärer Rahmenbedingungen.
  • Untersuchung von regionalen Einflüssen, Peer-Effekten und Diskriminierungsprozessen.
  • Konsequenzen der Primar- und Sekundarbildung für den Zugang zu tertiärer Bildung.

Auszug aus dem Buch

IV.3 Kapitalmangel als Determinante von Bildungsungleichheit

Dem Familären Hintergrund und dem Besitz kulturellen Kapitals werden im Schulsystem insoweit Bedeutung zugmessen, als sich „Struktur- und Prozessmerkmale familiärer Lebensverhältnisse“ auf den individuellen Kompetenzerwerb und somit auf die primären Disparitäten signifikant und in hohem Maße determiniert durch die familiären Sozialisationsbedingungen auswirken (vgl. u.a. Massey et al., De Graaf/De Graaf, S.148; Watermann/Baumert, S.69; Nauck/Diefenbach/Petri, S.701; Conley, S.59). De Graaf & de Graaf erklären ihre Bedeutung aus der Notwendigkeit des Einsatzes kulturellem Kapitals zur Vererbung von Vorteilen und sozialem Status auf die Kinder in dem durch Modernisierungsprozesse in fortgeschritten marktwirtschaftlichen Gesellschaften veränderten Arbeitsmarkt, in dem nachweisbare Qualitäten in Form eines individuellen Humankapitals bedeutungsvoll sind (S.148). Da der nachweislich geringere Bildungserfolg von Einwanderern und anderen Minoritätengruppen nicht auf genetische Prädispositionen dieser Gruppen zurückzuführen sein kann, lässt er sich am ehesten mit einem Mangel an kulturellem, sozialem und ökonomischem Kapital in der Familie, die für die Vermittlung des „lebensweltlich relevanten Erfahrungs- und Handlungswissens“ verantwortlich ist, erklären (Massey et al., S.5; Grundmann et al., S.46). Der Mangel an familiärem kulturellen, ökonomischen und sozialen Kapital reproduziert deshalb oft Kapitalmängel in Form des individuellen „Humankapital“ der Kinder (Massey et al., S.5), da der Wert dieses individuellen Humankapitals von der „Mitgift an ökonomischem, kulturellem und sozialem Kapital“ abhängig ist, so dass herkunftsbedingte Vor- und Nachteile gespiegelt werden (Vester 2005, S.40). Insbesondere Immigranten stehen hier oft aufgrund geringer Bildung, niedrigen Einkommens und einer größeren Anzahl von Kindern geringere Ressourcen „für die Akkumulation von Humankapital [...] zur Verfügung“ (ebd., S.40; Diefenbach, S.227). Hierbei lässt sich der negative Einfluss einer höheren Kinderzahl z.T. durch vorschulische Betreuung verringern (Watermann/Baumert, S.74).

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in die Thematik der Bildungsungleichheit von Immigranten im Vergleich zwischen Deutschland und den USA unter besonderer Berücksichtigung institutioneller Barrieren.

I Die Bedeutung von Bildung: Gesellschaftliche Teilhabe und Chancengleichheit: Theoretische Herleitung der Bedeutung von Bildung als zentrale Ressource für soziale Teilhabe und als Faktor für die Reproduktion sozialer Ungleichheit.

II Bildungsinstitutionen und (Re-)Produktion sozialer Ungleichheit: Analyse der janusköpfigen Rolle von Schulen bei der Verteilung individueller Lebenschancen und der Kontrolle von Privilegien.

III Faktoren der ungleichen Verteilung von Bildungschancen: Untersuchung der verschiedenen Selektionsmechanismen und strukturellen Bedingungen, angefangen bei der Vorschule bis hin zu Distinktionsmechanismen in den Bildungssystemen.

IV Außerinstitutionelle Erklärungen für die Bildungsungleichheit: Fokus auf Einflüsse außerhalb der Institution Schule, wie Familie, regionale Faktoren, Kapitalausstattung sowie Peer-Effekte und geschlechtsspezifische Aspekte der Assimilation.

V Schulische Determination tertiärer Bildung: Erörterung der Übergänge in die tertiäre Bildung und der Auswirkungen von Schulbildung auf Universitätsbesuch und berufliche Chancen in den USA und Deutschland.

VI Fazit: Zusammenfassende Bewertung der institutionellen Hürden und der Rolle von Kapitalbesitz bei der Bildungsungleichheit in beiden Ländern.

VII Ausblick: Diskussion des Forschungsstandes und Identifikation offener Fragen hinsichtlich der Bildungsforschung bei Immigranten.

Schlüsselwörter

Bildungssystem, Chancengleichheit, Immigranten, Ländervergleich, soziale Ungleichheit, kulturelles Kapital, ökonomisches Kapital, institutionelle Diskriminierung, Selektion, Bildungsarmut, Migration, Bildungsaspirationen, Peer-Effekte, Tertiärbildung, Humankapital.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, warum Immigranten in Deutschland und den USA mit strukturellen Nachteilen im Bildungssystem konfrontiert sind und wie diese die Chancen auf sozialen Aufstieg beeinflussen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?

Im Mittelpunkt stehen die institutionelle Diskriminierung, die Bedeutung von kulturellem und ökonomischem Kapital sowie der Einfluss von Herkunft, Wohnort und sozialem Umfeld auf den Schulerfolg.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu hinterfragen, ob Nachteile von Immigranten im Bildungssystem tatsächlich auf individuelle Defizite zurückzuführen sind oder ob sie durch strukturelle Mängel und Kapitalmangel entstehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Hausarbeit verwendet?

Es handelt sich um einen komparativen, theoretisch fundierten Ländervergleich, der auf Basis existierender Studien und der Ansätze von Bourdieu sowie der Rational-Choice-Theorie erarbeitet wurde.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung institutioneller Selektionsmechanismen, die Analyse außerschulischer Faktoren wie Familie und Region sowie die Auswirkungen auf den Übergang zur tertiären Bildung.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem soziale Ungleichheit, kulturelles Kapital, Selektion, institutionelle Diskriminierung, Bildungsaspirationen und Migrationshintergrund.

Warum schneiden lateinamerikanische Einwanderer in den USA häufig schlechter ab als asiatische Einwanderer?

Die Studie führt dies auf Unterschiede in der sozioökonomischen Ausstattung, auf „Akkulturationsstress“, unterschiedliche soziale Netzwerke und die Auswirkungen von Wohnort-Segregation und Diskriminierung zurück.

Welche Rolle spielen Peer-Effekte bei der Entstehung von Bildungsungleichheit?

Peer-Effekte beeinflussen Lernmotivation und Leistung durch die Zusammensetzung von Schulklassen und den sozialen Druck in Peer-Groups, was entweder leistungsfördernd oder -hemmend wirken kann.

Inwiefern unterscheiden sich die Bildungssysteme in Deutschland und den USA hinsichtlich ihrer Selektivität?

Während Deutschland durch ein früh gegliedertes Schulsystem und eine starke Selektion geprägt ist, unterhalten die USA ein integrativeres System, in dem jedoch interne Kursdifferenzierungen („Tracking“) zu ähnlichen Segregationseffekten führen.

Final del extracto de 85 páginas  - subir

Detalles

Título
Bildungssystem und Chancengleichheit für Immigranten
Subtítulo
Ländervergleich Deutschland - USA
Universidad
University of Wuppertal
Calificación
1,3
Autor
Timm Gehrmann (Autor)
Año de publicación
2008
Páginas
85
No. de catálogo
V114043
ISBN (Ebook)
9783640151912
ISBN (Libro)
9783640154265
Idioma
Alemán
Etiqueta
Bildungssystem Chancengleichheit Immigranten
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Timm Gehrmann (Autor), 2008, Bildungssystem und Chancengleichheit für Immigranten, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/114043
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