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Südasien - Eine Zusammenfassung des Naturraums

Title: Südasien - Eine Zusammenfassung des Naturraums

Seminar Paper , 2006 , 25 Pages , Grade: 2

Autor:in: Martin Gayer (Author)

Geography / Earth Science - Regional Geography
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Summary Excerpt Details

Südasien lässt sich großräumig als einen subkontinentalen Landsporn des eurasischen Kontinents erfassen. Im Südosten begrenzt der Golf von Bengalen die Konkan-Malabarküste einerseits und im Südwesten das Arabische Meer die Koromandelküste andererseits den indischen Subkontinent. Die Einschränkung des Großraums Südasiens geht über Belutschistan nach Norden bis zum Hindukusch. Über das Karakorumgebirge nach Osten folgend bildet das höchste Gebiet der Erde, der Himalaja, die Nordgrenze Südasiens. Der Osten des Subkontinents wird durch die Linie des Patkaigebirges bis zum Delta des Brahmaputra begrenzt. Es ergibt sich eine Nord-Süd-Ausdehnung über 38 Breitenkreise von den Gletschern im Karakorumgebirge (37°N) bis zu den äquatorial gelegenen Malediven (1°S). Dieser 4200 km großen Distanz entspricht auch die maximale West-Ost-Ausdehnung vom Längenkreis 65°O bis 95°O. Die gesamte Fläche ergibt ca. 4,5 Mio. km2 und schließt politisch gesehen die Staaten Indien, Bangladesch, Pakistan, Nepal, Sri Lanka, Afghanistan, Bhutan und die Malediven ein .
Eine weitere Unterteilung der Großräume, zur inneren Differenzierung, erfolgt fortlaufend hinsichtlich ihrer Entstehungsgeschichte oder der physischen Prozesse zu denen sie in Bezug stehen. Einen ersten grundlegenden Überblick soll die Abbildung A im Anhang geben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Allgemeine Raumstrukturen

1.1 Von Godwana bis nach Asien

1.2 Der Himalaja

1.3 Die indische Halbinsel

1.4 Das Tiefland

2. Böden

2.1 Vertisole

2.2 Ferrasole

2.3 Fluvisole

2.4. Aridosole und Podsole

3. Klima

3.1 Verlauf des Monsuns

3.2 Jahresverlauf und Niederschläge des Monsuns

3.3 Exkurs Klimaprognose

4. Vegetation

5. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit bietet eine umfassende naturräumliche Analyse des indischen Subkontinents, wobei der Fokus auf den geologischen Grundlagen, der Bodenbeschaffenheit, dem komplexen Klimasystem sowie der Vegetationsstruktur liegt, um die ökologischen Rahmenbedingungen der Region zu beleuchten.

  • Geologische Entstehungsgeschichte und Tektonik des indischen Subkontinents.
  • Differenzierung der wichtigsten Bodentypen und deren landwirtschaftliche Eignung.
  • Analyse des Monsuns als zentrales Klimaphänomen Südasiens.
  • Vegetationszonen unter Berücksichtigung klimatischer und anthropogener Einflüsse.

Auszug aus dem Buch

1.2 Der Himalaja

Die Bildung des Himalajas begann im Neogen vor mehr als 20 Mio. Jahren durch die Subduktion ozeanischer Kruste unter Tibet. Im weiteren Verlauf schob sich der indische Kraton nach und verkeilte sich mit der eurasischen Platte. Die Orogenese einer Kontinent-Kontinent Kollision setzte ein. Das dazwischen gelegene Tethysmeer wurde verdrängt und die Sedimente des tibetischen Forearc-Beckens wurden zusammen mit den Gesteinen des Akkretionskeils unter Bildung einer Ophiolitfolge nach oben gedrückt. Zum Teil findet man heute diese Sedimente in Form von Fossilien selbst auf dem Mont Everest wieder.

In einer weiteren Etappe der Orogenese zerbrach die indische Platte an ihrem Nordrand in große Bruchstücke, die sich übereinander schoben und ineinander verkeilten. Während der fortdauernden Hebung des Massivs beschleunigten sich die Erosion und dadurch das Volumen der anfallenden Detrius (Gesteinsschutt und Sedimente aller Art). Südlich des Gebirges, in der Vorsenke der nach unten gezogenen Kruste, sammelte sich dieses Material in den so genannten Siwaki Schichten an. Diese 250 m bis 800 m hohen Bereiche bilden heute das gleichnamige Siwalki-Vorland des Himalajagebirges. Südöstlich daran schließt sich das Ganges-Tiefland an, welches auch das Molassebecken des Faltengebirges darstellt. Der Ganges durchfließt dieses flache, mit alluvialen Sedimenten bedeckte Gebiet bis er im Osten zusammen mit dem Brahmaputra das größte Flussdelta (80.000 km2) der Erde bildet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Allgemeine Raumstrukturen: Dieses Kapitel erläutert die großräumige geographische Lage und die tektonische Entstehungsgeschichte des indischen Subkontinents.

2. Böden: Hier werden die vier Hauptbodentypen der Region, ihre Entstehung und ihre Bedeutung für die Agrarnutzung analysiert.

3. Klima: Das Kapitel befasst sich mit dem indischen Monsun, seinem Verlauf, den Niederschlagsmustern und einer klimatologischen Prognose.

4. Vegetation: Es werden die verschiedenen Vegetationsformationen Südasiens und die Auswirkungen menschlicher Eingriffe auf die Pflanzenwelt beschrieben.

5. Schlussbetrachtung: Das Kapitel resümiert die naturräumliche Vielfalt und thematisiert die zunehmende Bedrohung durch Bevölkerungswachstum und Bodendegradation.

Schlüsselwörter

Südasien, Naturraum, Indischer Subkontinent, Himalaja, Monsun, Geologie, Bodenkunde, Vertisole, Ferrasole, Vegetationszonen, Klimawandel, Delta, Tektonik, Bodendegradation, Landwirtschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit liefert eine wissenschaftliche Zusammenfassung des Naturraums Südasien, wobei die physisch-geographischen Grundlagen von der Entstehung des Gebirges bis hin zu aktuellen Vegetationsverhältnissen dargestellt werden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die geologische Entwicklung, die Bodenzusammensetzung, das monsunale Klimasystem sowie die natürliche Waldvegetation der Region.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist eine strukturierte Übersicht über die naturräumlichen Gegebenheiten Südasiens zu geben, um ein Verständnis für die ökologische Differenzierung des Subkontinents zu schaffen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine geographische Literaturanalyse und Synthese, die auf bestehenden wissenschaftlichen Standards und Modellen (wie der FAO-Bodenklassifikation) basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Raumstrukturen, der Bodenarten, der klimatischen Besonderheiten des Monsuns und der Vegetationsformationen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Südasien, Himalaja, Monsun, Bodenbeschaffenheit und Vegetation charakterisiert.

Warum ist das Verständnis des Monsuns für Südasien so entscheidend?

Der Monsun ist das wesentliche Klimaphänomen, das nicht nur den Jahresverlauf der Niederschläge bestimmt, sondern existentiell für die Landwirtschaft und die Ernährungssicherung der Bevölkerung ist.

Welchen Einfluss hat der Mensch auf die Vegetation?

Anthropogene Einflüsse durch Rodung, Ackerbau sowie Brenn- und Bauholzgewinnung haben zu einer starken Reduzierung der natürlichen Waldflächen geführt, was besonders im Ganges-Einzugsgebiet deutlich wird.

Wie wirkt sich die Tektonik heute noch auf Südasien aus?

Die andauernde Nordverschiebung des indischen Subkontinents sorgt weiterhin für tektonische Aktivitäten und häufige Erdbeben, besonders an den Transformstörungen.

Welche spezifische Rolle spielt der Meeresspiegelanstieg?

Für die flachen Deltalandschaften und die Malediven stellt der prognostizierte Anstieg des Meeresspiegels eine ernsthafte Bedrohung für den Lebens- und Nahrungsraum von Millionen Menschen dar.

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Details

Title
Südasien - Eine Zusammenfassung des Naturraums
College
University of Education Freiburg im Breisgau  (Kulturgeographisches Institut)
Course
Südasien: Entwicklungsprobleme und Perspektiven
Grade
2
Author
Martin Gayer (Author)
Publication Year
2006
Pages
25
Catalog Number
V114070
ISBN (eBook)
9783640151936
ISBN (Book)
9783640155576
Language
German
Tags
Südasien Eine Zusammenfassung Naturraums Südasien Entwicklungsprobleme Perspektiven
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Martin Gayer (Author), 2006, Südasien - Eine Zusammenfassung des Naturraums, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/114070
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