Dem schnellen Wandel durch die Digitalisierung steht der Versuch von Unternehmen gegenüber, sich anhand strategischer Konzepte in einer dynamischen Umwelt zu behaupten. Mittlerweile sind die daraus resultierende Komplexität und Unsicherheit jedoch nicht mehr ausschließlich der technologischen Umwelt zuzuordnen, sondern darüber hinaus auch auf die gesellschaftlichen und politisch-rechtlichen sowie ökonomisch- und ökologischen Einflussfaktoren übertragbar.
Aktuelle Beispiele stellen der stattfindende Wertewandel in der Bevölkerung, die anhaltenden Handelsstreitigkeiten in der Weltpolitik inklusive der daraus resultierenden Auswirkungen auf die Finanzmärkte oder zunehmende Demonstrationen für den Klimaschutz dar. Die Unternehmensumwelt hat maßgeblich an Übersichtlichkeit, Stabilität und Berechenbarkeit verloren, sodass im Rahmen des strategischen Managementprozesses Erfolg nicht länger als eindeutig „planbar“ gelten kann. Hinzu kommt die Tatsache, dass innerhalb der Strategieforschung kein wissenschaftlicher Standard in Form einer vollkommenen Theorie vorliegt. Vielmehr existiert aufgrund der Komplexität und Schnelllebigkeit der Materie eine Vielzahl von teilweise widersprüchlichen und praxisfernen Ansätzen.
Die zentrale Zielsetzung der Arbeit ergibt sich aus der Beantwortung der Frage, inwieweit unternehmenseigene Ressourcen, Kompetenzen und Potenziale die ausschlaggebenden Erfolgsfaktoren, unter Berücksichtigung der beschriebenen Problematik, darstellen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Gang der Arbeit
2 Strategisches Management
2.1 Begriffsbestimmung Strategie und Erfolgsfaktor
2.2 Unternehmensumwelt
2.3 Ressourcenbasierter Ansatz
3 Geschäftsfeldebene
3.1 Analyse der vorhandenen Ressourcenbasis
3.1.1 Identifizierung von Wertetreibern
3.1.2 Durchführung der Analyse
3.2 Strategische Handlungsfelder
3.2.1 Beschaffung und Produktion
3.2.2 Marketing und Distribution
3.2.3 Technologie und Innovation
3.3 Implementierung und Kontrolle anhand der Balanced Scorecard
4 Unternehmensebene
4.1 Analyse der Kernkompetenzen
4.2 Strategische Portfolioplanung
4.2.1 Finanzmanagement
4.2.2 Personalmanagement
4.2.3 Wissensmanagement
4.2.4 Diversifikation
4.3 Strategieimplementierung
5 Die Signa Unternehmensgruppe
5.1 Beschreibung des Geschäftsfeldportfolios
5.1.1 Strategische Handlungsfelder
5.1.2 Übersicht der Kernkompetenzen
5.1.3 Stellenwert von Synergien
5.2 Rückschluss des Erfolgs auf vorhandene Ressourcen
6 Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht, inwieweit unternehmenseigene Ressourcen, Kompetenzen und Potenziale unter Berücksichtigung einer dynamischen Unternehmensumwelt die entscheidenden Erfolgsfaktoren für Unternehmen darstellen. Ziel ist es, durch die Analyse der theoretischen Grundlagen des strategischen Managements und deren praktischen Transfer auf die Signa Unternehmensgruppe, Aussagen zur langfristigen und verallgemeinerbaren Ressourcenentwicklung zu treffen.
- Ressourcenbasierter Ansatz des strategischen Managements
- Analyse der Unternehmensumwelt und Identifikation von Erfolgsfaktoren
- Strategisches Management auf Geschäftsfeld- und Unternehmensebene
- Instrumente zur Strategieimplementierung und Leistungsmessung (Balanced Scorecard)
- Fallstudienbasierte Analyse der Signa Unternehmensgruppe
Auszug aus dem Buch
2.2 Unternehmensumwelt
Die Unternehmensumwelt ergibt sich im Allgemeinen aus der sogenannten Makroumwelt. Diese stellt die Summe aller politisch-rechtlichen, ökonomischen, gesellschaftlichen, ökologischen und technologischen Einflüssen dar, denen das Unternehmen als Ganzes ausgesetzt ist. Die politisch-rechtliche Umwelt wird hauptsächlich durch die staatlich vorgegebenen Rahmenbedingungen hinsichtlich des wirtschaftlichen Handelns bestimmt. Dabei resultieren die betroffenen Geltungsbereiche aus der politisch-rechtlichen Ebene, auf welcher die Rahmenbedingungen erlassen werden. Die gesetzliche Spannbreite erstreckt sich diesbezüglich über globale, supranationale, gesamtstaatliche oder über ausschließlich in einzelnen Bundesländern und Kommunen verbindliche Rahmenbedingungen. Repräsentative Beispiele finden sich demnach in rechtlichen Normen, der Rechtshandhabung, Organisation und der Stabilität des politischen Systems im jeweiligen Geltungsbereich wieder. In Bezug auf die Unternehmen wirken sich die vorgenannten Punkte vor allem auf Regelungen der Unternehmensverfassung, Produzentenhaftung und Besteuerung aus. Darüber hinaus leiten sich durch die Unternehmen zu beachtenden Vorschriften hinsichtlich der Investitionstätigkeit, des Umweltschutzes und bezüglich von beantragten Patenten ab.
Die ökonomische Umwelt umfasst alle jene Einflussgrößen der entsprechenden Wirtschaftsräume, die sich aus volkswirtschaftlichen Veränderungen ergeben. Dabei sind die Entwicklung des Wirtschaftswachstums, der Inflationsrate, Zinsen und Wechselkurse vordergründige Faktoren, welche sich wiederum vornehmlich auf die Nachfragesituation, Wettbewerbsintensität, den Kostendruck oder die Investitionslage auswirken.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung erläutert die Problemstellung im Kontext einer durch Digitalisierung und Unsicherheit geprägten Umwelt und definiert die Zielsetzung der Arbeit, die Ressourcenentwicklung im strategischen Management zu untersuchen.
2 Strategisches Management: Dieses Kapitel liefert die theoretischen Grundlagen zum Strategiebegriff, analysiert die Unternehmensumwelt und führt den ressourcenbasierten Ansatz als zentrales Paradigma ein.
3 Geschäftsfeldebene: Das Kapitel behandelt den strategischen Managementprozess auf Geschäftsfeldebene, inklusive der Ressourcenanalyse sowie strategischer Handlungsfelder wie Beschaffung, Marketing und Technologie.
4 Unternehmensebene: Fokus liegt auf der Analyse geschäftsfeldübergreifender Kernkompetenzen, der strategischen Portfolioplanung sowie der Implementierung von Strategien auf Konzernebene.
5 Die Signa Unternehmensgruppe: Eine Fallstudie, die das theoretische Framework auf die Signa Unternehmensgruppe anwendet, um den unternehmerischen Erfolg auf deren Ressourcenbasis zurückzuführen.
6 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit einer flexiblen, ressourcenorientierten Strategiegestaltung angesichts zunehmender Umweltdynamik.
Schlüsselwörter
Strategisches Management, Ressourcenbasierter Ansatz, Kernkompetenzen, Unternehmensumwelt, Geschäftsfeldebene, Unternehmensebene, Balanced Scorecard, Signa Unternehmensgruppe, Strategieimplementierung, Wertetreiber, Diversifikation, Wettbewerbsvorteile, Wissensmanagement, Personalmanagement, Finanzmanagement
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Rolle von unternehmenseigenen Ressourcen und Kompetenzen als zentrale Erfolgsfaktoren in einem dynamischen wirtschaftlichen Umfeld.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen den ressourcenbasierten Ansatz, die Analyse von Unternehmensumwelt und -interne, Geschäftsfeld- und Unternehmensstrategien sowie deren praktische Umsetzung.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Die Forschungsfrage lautet, inwieweit Ressourcen, Kompetenzen und Potenziale unter Berücksichtigung der aktuellen Problematiken die entscheidenden Erfolgsfaktoren für Unternehmen darstellen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse des strategischen Managements und einem praktischen Transfer dieser Ansätze auf die Signa Unternehmensgruppe als Fallbeispiel.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse auf Geschäftsfeldebene (Kapitel 3) und die übergeordnete Unternehmensebene (Kapitel 4), inklusive Finanz-, Personal- und Technologiemanagement.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den Schlüsselbegriffen gehören Strategisches Management, Kernkompetenzen, Ressourcenbasierter Ansatz, Diversifikation, Werttreiber und Wettbewerbsvorteile.
Wie unterscheidet sich die Analyse auf Geschäftsfeldebene von der Unternehmensebene?
Die Geschäftsfeldebene fokussiert auf die Wettbewerbsfähigkeit in Teilmärkten und deren Wertschöpfungsprozesse, während die Unternehmensebene die optimale strategische Ausrichtung des Gesamtportfolios anstrebt.
Welche Rolle spielt die Signa Unternehmensgruppe in dieser Arbeit?
Signa dient als Fallstudie, um zu illustrieren, wie ein Unternehmen theoretische Konzepte wie Diversifikation und ressourcenbasierte Strategien in der Praxis umsetzt und so seinen Erfolg langfristig sichert.
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- Anonym (Autor), 2019, Strategisches Management. Ressourcen als Erfolgsfaktoren, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1140839