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Infotainment nach Andreas Wittwen. Unterhaltungsstrategien im Fernsehen am Beispiel des ZDF-Nachrichtenmagazins "sonntags"

Título: Infotainment nach Andreas Wittwen. Unterhaltungsstrategien im Fernsehen am Beispiel des ZDF-Nachrichtenmagazins "sonntags"

Ensayo , 2021 , 14 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Anonym (Autor)

Medios / Comunicación - Películas y television
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Exemplarisch wird in dieser Arbeit eine Reportage des ZDF-Nachrichtenmagazins „sonntags“ analysiert, mit dem Ziel, die Frage zu beantworten: „Welche Strategien werden nach Andreas Wittwen genutzt, um Unterhaltung zu erzeugen?“. Magazin-Formate eignen sich nach Moritz Klöppel besonders gut für die Erzeugung von Infotainment. Der Fokus der Analyse wird auf den von Wittwen formulierten Strategien der Moderation, sprachlicher Emotionalisierung und nonverbaler Kommunikation gelegt. Er wird gelegt, weil Wittwen ganze Nachrichtensendungen untersuchte und es sich hierbei um ein Moderatorenstück als Teil einer Nachrichtensendung handelt. Bei der Zitation von Filmbelegen wird die einfache, gängige Standardform der Transkription verwendet, da diese im Rahmen dieser Arbeit den Sachverhalt auszureichend darstellt. Zu Beginn wird ein kurzer, theoretischer Einblick in das Infotainment geliefert.

Durch die Einführung des dualen Rundfunksystems 1984 kam es zu einem Wandel des Fernsehen. Neben dem primären Bedürfnis nach Wissensvermittlung, kam es zu einem Anstieg an Unterhaltungsangeboten, bei denen private Sender als Vorreiter gelten. Die Tendenz zu mehr Unterhaltung im Fernsehen wird mit den Werbeeinnahme-Verlusten und dem Rückgang der Einschaltquoten von ARD und ZDF Ende der 80er Jahre erklärt, woraus sich ein bis heute andauernder Konkurrenzkampf mit den privaten Sendern entwickelte. Infolgedessen entstanden neue Sendeformate wie das Infotainment – eine Kombination aus Informationen und Unterhaltung – welche sich an neue Bedürfnisse des Zuschauers orientiert und ihn emotional erreichen soll.

In der Infotainment-Forschung stand lange Zeit die Diskussion über das Verhältnis von Information und Unterhaltung im Fokus, weniger beschäftigte man sich mit dem emotionalen Gehalt von Medienbotschaften. Dies erkannte Andreas Wittwen bereits 1995. Durch umfangreiche Untersuchungen ganzer Nachrichtensendungen konnte er gängige Unterhaltungselemente des Fernsehens klassifizieren und hinsichtlich ihrer Beschaffenheit analysieren. Bis heute gibt es keine vergleichbare Arbeit und auch keine, die Wittwens Theorie zu bewerten versucht. Da sie mittlerweile veraltet ist, erscheint es sinnvoll, sie zu überprüfen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Grundlagen zum Infotainment

2.1 Begriffsdefinition und historische Entwicklung

2.2 Dimensionen des Infotainments nach Bosshart

2.3 Zielsetzungen von Infotainment-Formaten

3. Untersuchung von Unterhaltungsstrategien nach Wittwen

3.1 Methodik der Untersuchung

3.2 Kategorisierung der Strategien

4. Analyse der Reportage „Deutschlands größter Hindutempel“

4.1 Analyse der verbalen und auditiven Strategien

4.2 Analyse der Moderations- und nonverbalen Strategien

5. Zusammenfassung und Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht anhand der ZDF-Reportage „Deutschlands größter Hindutempel“, welche spezifischen Unterhaltungsstrategien zur Anwendung kommen, um den Begriff des Infotainments in Nachrichtensendungen praktisch umzusetzen, wobei insbesondere die Moderation im Fokus steht.

  • Entwicklung und Definition des Begriffs Infotainment im Fernsehen.
  • Analyse der Unterhaltungselemente nach der Theorie von Andreas Wittwen.
  • Untersuchung von Moderationsstilen, sprachlicher Emotionalisierung und nonverbaler Kommunikation.
  • Einsatz von Frage-Antwort-Sequenzen als Dialogstrategie.
  • Beurteilung der Zuschauerorientierung durch Identifikationsangebote.

Auszug aus dem Buch

Die Strategie des direkten Ansprechens

Ballschuh verwendet außerdem die Strategie des direkten Ansprechens, getreu dem Motto: „Näher an den Zuschauer ran [kommen]“, um den klassischen, steifen Präsentationsstil aufzubrechen und den Rezipienten in die Reportage einzubinden. „Fast wird dem Zuschauer der Eindruck vermittelt, er habe einen realen Gesprächspartner, mit dem er reden könne.“ Dies geschieht zur Begrüßung und Verabschiedung, aber auch zwischen den einzelnen Themenblöcken wendet sich die Moderatorin mit persönlichen Worten an ihr Publikum. Des Weiteren spielt Humor in der Reportage eine Rolle.

„Der Moderator soll nicht nur glaubwürdig erscheinen und Vertrauen erwecken, er soll auch über Qualitäten wie Humor und Charme verfügen. Seine Attraktivität […] binde[t] den Zuschauer an die Sendung.“ In der Reportage entsteht das Gefühl, dass Ballschuh die Herstellung von Humor nicht immer gelingt. Die Grenze zwischen scharfem Witz und platter Belustigung sei, so Wittwen, oftmals nah. Es entstehen Situationen der Peinlichkeit, beispielsweise, als Ballschuh im Gespräch mit der Tochter des Hohepriesters darüber hinweglacht, dass sie den Namen ihres Vaters nicht aussprechen kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Hinführung zum Wandel des Fernsehens hin zu mehr Unterhaltungsanteilen durch das duale Rundfunksystem und Vorstellung der Forschungsfrage.

2. Theoretische Grundlagen zum Infotainment: Erörterung der Definitionsprobleme und theoretischen Konzepte hinter dem Begriff Infotainment in der Medienwissenschaft.

3. Untersuchung von Unterhaltungsstrategien nach Wittwen: Vorstellung des methodischen Rahmens und der von Andreas Wittwen entwickelten Kriterien zur Analyse von Unterhaltungselementen.

4. Analyse der Reportage „Deutschlands größter Hindutempel“: Anwendung der Wittwen-Strategien auf das konkrete Beispiel der ZDF-Sendung „sonntags“.

5. Zusammenfassung und Fazit: Synthese der Ergebnisse und Reflexion über die Anwendbarkeit der Unterhaltungsstrategien sowie Ausblick auf weiterführenden Forschungsbedarf.

Schlüsselwörter

Infotainment, Fernsehen, Unterhaltungsstrategien, Andreas Wittwen, Moderation, Nachrichtensendung, Sprachliche Emotionalisierung, Nonverbale Kommunikation, Zuschauerbindung, Journalistischer Stil, Medienpraxis, ZDF, sonntags, Hinduismus, Identifikation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht, wie Unterhaltungselemente in Fernsehberichterstattungen eingesetzt werden, um Informationen ansprechend zu vermitteln, wobei der Fokus auf dem Konzept des Infotainments liegt.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Themen sind der mediale Wandel zum Infotainment, die theoretische Fundierung von Unterhaltungsstrategien und deren empirische Überprüfung an einem konkreten Beispiel.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, anhand der Theorie von Andreas Wittwen zu klären, welche spezifischen Strategien bei der Moderation der Reportage „Deutschlands größter Hindutempel“ genutzt werden, um Unterhaltung zu erzeugen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird eine phänomenologische und quantitative Analyse der Moderation im Rahmen einer Fallstudie durchgeführt, ergänzt durch eine Auswertung der Sprachgestaltung und nonverbaler Mittel.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der theoretischen Einbettung des Begriffs Infotainment, der Darstellung des Analyserahmens nach Wittwen sowie der detaillierten Untersuchung des gewählten Magazinbeitrags.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die wichtigsten Begriffe sind Infotainment, Fernsehmoderation, Zuschauerbindung, Identifikationsangebote und die Analyse sprachlicher bzw. nonverbaler Unterhaltungsstrategien.

Wie bewertet die Autorin den Einsatz von Humor in der untersuchten Reportage?

Die Autorin stellt fest, dass die Herstellung von Humor der Moderatorin nicht immer gelingt und gelegentlich zu peinlichen Situationen führt, die die professionelle Distanz untergraben.

Welches Ergebnis zeigt sich hinsichtlich der Frage-Antwort-Sequenzen?

Die Untersuchung zeigt, dass die Moderatorin eine hohe Anzahl an Fragen stellt, diese jedoch so schnell nacheinander platziert, dass eine harmonische Gesprächsatmosphäre zugunsten einer hohen Informationsdichte fehlt.

Final del extracto de 14 páginas  - subir

Detalles

Título
Infotainment nach Andreas Wittwen. Unterhaltungsstrategien im Fernsehen am Beispiel des ZDF-Nachrichtenmagazins "sonntags"
Universidad
University of Duisburg-Essen  (Germanistik)
Curso
Literatur im Bewegtbild
Calificación
1,7
Autor
Anonym (Autor)
Año de publicación
2021
Páginas
14
No. de catálogo
V1141143
ISBN (Ebook)
9783346527646
ISBN (Libro)
9783346527653
Idioma
Alemán
Etiqueta
Infotainment Unterhaltungsstrategien Fernsehwandel Andreas Wittwen
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anonym (Autor), 2021, Infotainment nach Andreas Wittwen. Unterhaltungsstrategien im Fernsehen am Beispiel des ZDF-Nachrichtenmagazins "sonntags", Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1141143
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