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Das Konzept Geld in den Schulbüchern des sozialwissenschaftlichen Unterrichts. Entstehungsgeschichte, Darstellung und ökonomische Theorien

Titel: Das Konzept Geld in den Schulbüchern des sozialwissenschaftlichen Unterrichts. Entstehungsgeschichte, Darstellung und ökonomische Theorien

Masterarbeit , 2020 , 121 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Anes Ridha (Autor:in)

Sozialwissenschaften allgemein
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit verfolgt die folgenden zentralen Fragen: Welche ökonomischen Konzepte und Theorien werden in den Wirtschaftswissenschaften in Bezug auf das Themenfeld Geld, dessen Entstehungsgeschichte und Charakter diskutiert und wie werden diese dargestellt? Und welche ökonomischen Konzepte und Theorien werden in den Schulbüchern des sozialwissenschaftlichen Unterrichts der SEK I mit Blick auf das Themenfeld Geld, dessen Entstehungsgeschichte und Charakter vermittelt und wie werden diese dargestellt? Die erste zentrale Frage umfasst eine theoretische Aufarbeitung der wissenschaftlichen Literatur in den Wirtschaftswissenschaften. Insbesondere das zweite Kapitel orientiert sich an diese Fragestellung. So kann diese Frage mithilfe des zweiten Kapitels beantwortet werden. Die zweite zentrale Frage wird durch eine empirische Aufarbeitung im dritten Kapitel dieser Arbeit konkretisiert und mit den Ergebnissen des vierten Kapitels beantwortet.

Die Debatte um das Themenfeld Geld, dessen Entstehungsgeschichte und Charakter ist spätestens seit David Graebers „Debt: The First 5,000 Years“ wieder ins Rampenlicht gerückt. So beruft er sich in seiner Literatur auf den fast 100 Jahre andauernden Hinweis etlicher Anthropologen. Diese wiesen immer wieder auf die Richtigstellung des von Adam Smith erfundenen Grundmythos der Entstehung des Geldes durch den Tauschhandel hin und widerlegten diesen sogar. So sei Geld nicht, wie überall vermittelt, als natürliches Produkt des Tauschhandels entstanden, woraus sich wiederum das Geld, als eine Art Liquidierung des Handels und anschließend die Kreditvereinbarungen bzw. Schulden entwickelten. Ganz im Gegenteil seien, Kreditvereinbarungen als das Versprechen, etwas zurückzugeben, schon deutlich früher als das Geld existent gewesen und eng an die menschliche Entwicklung gebunden.

Auch Graeber konnte durch die Darstellung zahlreicher historischer und anthropologischer Befunde die Theorie Adam Smiths widerlegen. Nichtsdestotrotz beharren zahlreiche Ökonomen auf der Theorie des Tauschhandels, die maßgeblich zur Entstehung der heutigen Wirtschaftswissenschaften beitrug und noch immer relevant ist. Inwiefern diese in den Wirtschaftswissenschaften existierende Multiperspektivität der Theorien eine Aufmerksamkeit in der ökonomischen Bildung und den Schulbüchern findet, bildet einen zentralen Bestandteil dieser Arbeit.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Thematischer Einstieg

1.2 Stand der Forschung im Bereich der ökonomischen und sozioökonomischen Bildung

2. Theoretischer Hintergrund

2.1 Was ist Geld? Verschiedene Definitionsversuche

2.2 Funktionen, Eigenschaften und Erscheinungsformen des Geldes

2.3 Wie ist Geld entstanden? Zwei konträre Sichtweisen

2.3.1 Entstehungsgeschichte des Geldes. Eine tauschtheoretische Perspektive

2.3.2 Entstehungsgeschichte des Geldes. Eine kredit- und staatstheoretische Perspektive

2.3.3 Tauschtheorie vs. Kredit- und Staatstheorie des Geldes

3. Methodische Grundlagen und Vorgehen

3.1 Methodische Grundlagen

3.1.1 Das Schulbuch als Medium – Begriffsbestimmung und Funktionen

3.1.2 Methodik der Schulbuch- und Inhaltsanalyse

3.2 Methodisches Vorgehen der Arbeit

3.2.1 Auswahl der Forschungsmethode und Darstellung des Analyserasters

3.2.2 Bestimmung des Datenpools

4. Ergebnisse der Inhaltsanalyse

4.1 Quantitative Ebene

4.1.1 Ergebnisse der Makroebene „Umfänge“

4.1.2 Ergebnisse der Mesoebene „Bestandteile“

4.1.3 Ergebnisse der Mikroebene „Veröffentlichungs- bzw. Erscheinungsorte“

4.2 Qualitative Ebene

4.2.1. Definition des Geldes

4.2.2 Entstehungsgeschichte des Geldes

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, welche Konzepte und Theorien zum Thema Geld in Schulbüchern des sozialwissenschaftlichen Unterrichts der Sekundarstufe I vermittelt werden. Das primäre Ziel ist es, zu analysieren, ob diese Darstellung den Anforderungen an eine kontroverse, multiperspektivische und wissenschaftliche Bildung gerecht wird, und inwiefern sie sich von den in den Wirtschaftswissenschaften diskutierten Theorien unterscheidet.

  • Multiperspektivität und Kontroversität in der ökonomischen Bildung
  • Theoretische Grundlagen des Geldbegriffs und seiner Entstehungsgeschichte
  • Quantitative und qualitative Inhaltsanalyse von NRW-Schulbüchern
  • Einfluss von externen Quellen (wie Bankenverbänden) auf die Schulbuchinhalte
  • Rolle des Schulbuchs als Medium im sozioökonomischen Unterricht

Auszug aus dem Buch

2.3.1 Entstehungsgeschichte des Geldes. Eine tauschtheoretische Perspektive

Das folgende Kapitel beschäftigt sich mit der Tauschtheorie des Geldes, die maßgeblich durch Adam Smith und sein Werk „An Inquiry into the Nature and Causes of the Wealth of Nations“ geprägt wurde. Hinweise auf die Ansätze dieser Theorie lassen sich jedoch schon auf Aristoteles zurückverfolgen.

Laut der Tauschtheorie des Geldes ist das Geld aus der „natürlichen Neigung des Menschen, zu handeln und Dinge gegeneinander auszutauschen“ (Smith 1997, S. 58) entstanden. Diese Neigung sei rein menschlich und würde die Menschen von Tieren unterscheiden. So hat niemand „je erlebt, dass ein Hund mit einem anderen einen Knochen redlich und mit Bedacht gegen einen anderen Knochen ausgetauscht hätte“ (Smith 1977, S. 58) (Smith 1977, S. 58f.; Paul 2007, S. 37f.; Striegel 2018, S. 36ff.).

Des Weiteren sind Logik und der zwischenmenschliche Austausch ebenfalls Formen des Tauschhandels, die dem Profitstreben des Menschen unterliegen. Diese Notwendigkeit des Tauschhandels schafft die Arbeitsteilung, die am Anfang aller menschlicher Leistungen und Kultur entsteht (Smith 1977, S. 58f.; Rebmann 2018, o. S.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Relevanz der ökonomischen Bildung in der Schule ein und formuliert die zentrale Forschungsfrage der Arbeit.

2. Theoretischer Hintergrund: Es werden der Geldbegriff, seine Funktionen sowie die zwei konträren Entstehungstheorien (Tauschtheorie vs. Kredit- und Staatstheorie) theoretisch erarbeitet.

3. Methodische Grundlagen und Vorgehen: Hier werden die methodischen Ansätze der Inhaltsanalyse erläutert und das Vorgehen bei der Auswahl und Untersuchung des Datenpools beschrieben.

4. Ergebnisse der Inhaltsanalyse: Dieses Kapitel präsentiert die empirischen Ergebnisse der quantitativen und qualitativen Untersuchung der Schulbücher.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet, inwiefern die Darstellung des Themas Geld in den untersuchten Schulbüchern defizitär ist.

Schlüsselwörter

Ökonomische Bildung, Geld, Tauschtheorie, Kredittheorie, Staatstheorie, Schulbuchanalyse, Multiperspektivität, Kontroversität, Sozialwissenschaftlicher Unterricht, Inhaltsanalyse, Sekundarstufe I, Nordrhein-Westfalen, Finanzkompetenz, ökonomisches Wissen, Wirtschaftssysteme.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Masterarbeit analysiert die Darstellung des Themenfeldes „Geld“, insbesondere dessen Charakter und Entstehungsgeschichte, in aktuellen Schulbüchern des sozialwissenschaftlichen Unterrichts in Nordrhein-Westfalen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Definition von Geld, seine Entstehungsgeschichte, die Rolle von Tauschtheorien versus Kredit- und Staatstheorien sowie die didaktische Aufbereitung dieser Inhalte im Schulbuch.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Untersuchung, ob Schulbücher eine wissenschaftlich fundierte, multiperspektivische und kontroverse Sicht auf das Thema Geld vermitteln, wie es in der ökonomischen Bildung gefordert wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor verwendet eine Kombination aus quantitativer Inhaltsanalyse (Raumanalyse und Frequenzanalyse) sowie qualitativer Inhaltsanalyse, um sowohl den Umfang als auch die inhaltliche Qualität der Darstellung zu erfassen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung der Geldtheorien, eine Erläuterung des methodischen Vorgehens bei der Schulbuchanalyse und die detaillierte Präsentation der Ergebnisse aus den untersuchten Schulbüchern.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselwörter sind unter anderem Ökonomische Bildung, Tauschtheorie, Kredittheorie, Schulbuchanalyse, Multiperspektivität und Finanzkompetenz.

Warum ist die Unterscheidung zwischen Tauschtheorie und Kredittheorie so wichtig?

Die Unterscheidung ist entscheidend, da sie zwei völlig gegensätzliche Weltbilder aufspannt: Die Tauschtheorie legitimiert den freien Markt als naturgegeben, während die Kredit- und Staatstheorie Geld als staatliches Instrument zur Organisation von Schulden und Steuern begreift.

Was ist das Hauptergebnis bezüglich der Schulbücher?

Die Untersuchung kommt zu dem ernüchternden Ergebnis, dass fast alle untersuchten Schulbücher das Thema Geld fast ausschließlich aus der Perspektive der Tauschtheorie darstellen, wodurch eine notwendige multiperspektivische und kontroverse Auseinandersetzung fehlt.

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Details

Titel
Das Konzept Geld in den Schulbüchern des sozialwissenschaftlichen Unterrichts. Entstehungsgeschichte, Darstellung und ökonomische Theorien
Hochschule
Universität Duisburg-Essen
Note
1,3
Autor
Anes Ridha (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
121
Katalognummer
V1141153
ISBN (eBook)
9783346521804
ISBN (Buch)
9783346521811
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Geld Geschichte des Geld Geld in der Schule Darstellung des Geldes Entstehungsgeschichte des Geldes Tauschtheorie Kredittheorie Staatstheorie Schulbuchstudie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anes Ridha (Autor:in), 2020, Das Konzept Geld in den Schulbüchern des sozialwissenschaftlichen Unterrichts. Entstehungsgeschichte, Darstellung und ökonomische Theorien, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1141153
Blick ins Buch
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